Die Nanny: Transkript der Folge "Babys aus Plastik" [#6.17]

Transkript der Folge "Babys aus Plastik" [#6.17]

Deutsches Transkript erstellt von MG (Abschrift erstellt von ?)

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

 

 

Originaltitel: The dummy twins
Ausstrahlung: 16.06.1999
Deutscher Titel: Babys aus Plastik
Ausstrahlung: 19.01.2000
Buch:
Regie:

Darsteller

Fran Drescher (Fran Fine)
Charles Shaughnessy (Maxwell Sheffield)
Daniel Davis (Niles)
Lauren Lane (C.C. Babcock)
Nicholle Tom (Maggie Sheffield)
Benjamin Salisbury (Brighton Sheffield)
Madeline Zima (Grace Sheffield)

 

Gastdarsteller

Inhaltsangabe
Fran ist im Stress. Niles, den Fran dazu ermutigt hatte, C.C. seine Gefühle zu offenbaren, beschwert sich nun bei Fran, dass C.C. seinen Heiratsantrag abgelehnt hat. Fran beschwichtigt ihn und erklärt, er solle es erst mal langsam angehen lassen und C.C. zum Essen ausführen. Außerdem gibt Dr. Reynolds Vertretung Fran und Maxwell zwei sehr naturgetreue Puppen mit, damit die werdenden Eltern schon mal das Leben mit Zwillingen üben können. In der Tat schreien die Plastik-Babys immer im falschen Moment. Niles, der C.C. prompt wieder einen Antrag gemacht hat, beschwert sich, dass er erneut von ihr abgewiesen wurde und kündigt. Da schreitet Maxwell ein und zwingt C.C., sich bei Niles zu entschuldigen. Das missglückt jedoch gänzlich, und nun will C.C. auch kündigen. Fran und Maxwell beschließen, dass sie Niles und C.C. zurückhalten müssen und schleichen sich nachts zu Niles Zimmer, wo sie ihn mit C.C. 'ganz privat' erwischen.

 


Niles hat ein Stück geschrieben um CC zu imponieren. Er und Fran wollen es inszenieren und machen dabei alles verkehrt, was man nur verkehrt machen kann. Maxwell rettet das Ganze, weil er sonst verklagt werden würde. Auf der After-Show Party macht Niles CC einen Heiratsantrag...

 

Szene 1:

Niles: Miss Babcock.

CC: Tja, ich muss zugeben, Sie haben mich heute wirklich überrascht. Sie haben bewiesen, dass mehr in Ihnen steckt, als ein kleiner Staubwedel. Ha, ha...

Niles: Ach ja? Wissen Sie, Sie haben ... Sie bewegen sich wie eine ... Wollen Sie mich heiraten?

 

VORSPANN

 

(Damentoilette, Fran ist C.C. gefolgt...)

Fran: Miss Babcock! Miss Babcock! Sind Sie hier drinnen?

CC: Oh Gott!!

Fran: Erzählen Sie‘s mir, was hat er gesagt? Was haben Sie gesagt? Ich will alle Details hören!

CC: Nanny Fine, ich bin hier bei einer äußerst intimen Beschäftigung. Müssen Sie unbedingt vor der Klotüre rum lungern?

Fran: Tut mir leid, tut mir leid. Ich wollte nicht unhöflich sein. Ich wollte nur kurz hören, (Fran geht in die Nachbartoilette, steigt drauf und kuckt zu CC rüber)  was jetzt mit Ihnen und Niles los ist.

CC: Würden Sie mich endlich in Ruhe lassen?

Fran: Komisch, wenn ich das mache, flippen sie alle gleich aus.

(CC kommt raus, Fran auch)

CC: Wenn Sie’s unbedingt wissen wollen...

Fran: Ja.

CC: Mir hat grade der dämlichste, aufgeschwemmteste Trampel von einem Dienstboten einen Heiratsantrag gemacht.

Fran: Und, was haben Sie gesagt?

CC: Nun ja, ich habe insgeheim natürlich immer schon davon geträumt, mein Parkavenue Penthaus aufzugeben um in seiner Kammer zu wohnen.

Fran: Oh nein, Sie haben ihn abgewiesen, nur weil er nicht reich ist? Warum müssen Sie immer alles mit dem Kopf entscheiden, was sagt denn ihr Herz dazu?

CC: Heirate keinen Dienstboten!

Fran: Und was sagt ihre Leber dazu? Sagt die wenigstens: Der Kerl kann mich mal zu einem Drink einladen?

CC: Nanny Fine, wieso interessieren Sie sich auf einmal so für mein Liebesleben? Habe ich Sie etwa in Maxwells Arme geschubst, oder sonstwie nachgeholfen?

Fran: Nein, Sie haben nur versucht, mich vor einen  Bus zu schubsen.

CC: Einmal und dafür hab ich mich entschuldigt. Ich geh jetzt auf die Suche nach Yetta und erzähl ihr davon.

Fran: Wieso? Wieso Yetta?

CC: Weil sie alles vergisst, dann kann ich‘ s ihr wieder und wieder und wieder erzählen.

Fran: Ich kann nicht fassen, dass es Sie amüsiert, wenn Niles Ihretwegen so leiden muss!

CC: Ich lebe für Momente wie diesen! Der dämliche Kerl offenbart mir seine intimsten Gefühle vor allen Leuten, wo ich die Möglichkeit habe darauf rum zu trampeln. Was hat ihn dazu gebracht, so einen bescheuerten Auftritt zu wagen?

Fran: Ich hab nicht die geringste Ahnung.

(CC geht, Fran will auch gehen, sie macht die Tür auf und Niles steht im Türbogen)

Fran: Oh, Verzeihung der Herr, aber das ist die Damentoilette!

(Fran flüchtet in eine Toilette.)

Niles: Vielen Dank für Ihren guten Ratschlag! Wissen Sie eigentlich, was für einen Narren ich aus mir gemacht habe?

Fran:  Ja, ich hab’s gehört. (Sie guckt über die Wand.) Aber nur, um das klar zu stellen, ich hab lediglich gesagt Sie sollen über ihre Gefühle reden.

Niles: Das hab ich, ich hab Miss Babcock einen Antrag gemacht.

Fran: Tja, da hätt' ich Ihnen einen heißen Tipp zu geben, wenn Sie in Zukunft noch mal eine Frau um ihre Hand bitten, dann nennen Sie sie doch erstmal beim Vornamen!

Niles: Ich wollte Ihnen auch nur sagen, dass Sie mein ganzes Leben ruiniert haben und dass ich Ihnen das niemals verzeihen werde!

(Yetta guckt aus einer Toilette und hält Niles ihre Bluse hin)

Yetta: Verzeihen Sie bitte, könnten Sie nachsehen, ob das noch in Größe 36 da ist, mein Bester?

 

Szene 2:

(Fran sitzt allein im Behandlungszimmer ihrer Ärztin, Max kommt rein)

Max: Oh Schätzchen...

Fran: Oh, hi Liebling!

Max: Tut mir leid, dass ich zu spät bin, Niles hat mich heute Morgen aufgehalten...

Fran: Ach ja?

Max: Ja, er war in keiner guten Verfassung.

Fran: Oh der arme Niles, ich habe solches Mitleid mit ihm, ich wünschte ich könnte - hat er Namen erwähnt?

Max: Nein, er hat nur immer wieder erwähnt, dass sein Leben vorbei ist und das es nichts mehr gibt, auf das er sich freut.

Fran: Oh, er ist bestimmt nur deprimiert, weil unsere Show inzwischen nicht mehr off - Broadway  gespielt wird, sondern gar nicht mehr gespielt wird.

Max: Bestimmt hast du Recht.

Fran: Ja.

Max: Aber weißt du, was ich erst dachte?

Fran: Hi, hi, was denn?

Max: Ich dachte, es wäre weil er von CC einen Korb bekommen hat, nachdem er den dämlichen Ratschlag einer Frau mit stark toupierten Haaren befolgt hat.

Fran: Wen meinst du nur damit? Oh, na schön, ich  hab ihm einen Rat gegeben, weil er ein Freund ist. Woher soll ich wissen, dass - ich dachte, du stehst auf meine toupierten Haare?

Max: Du sollst nicht vom Thema ablenken. Was hab ich dir die letzten sechs Jahren gesagt? Hm?

Fran: Ich wüsste, was du in den ersten fünf nicht gesagt hast.

Max: Du solltest dich nicht um die Probleme anderer Menschen kümmern. Wie - wieso hast du das dringende Bedürfnis dich immer in alles ein zu mischen?

Fran: Ich hab diese obsessive Zwangsneurose, wie heißt die noch?

Max: Geschwätzigkeit.

(Fran und Max reden gleichzeitig)

Fran: Ha! Wieso machst du mir Vorwürfe, ich hab nicht gesagt, dass er um ihre Hand anhalten soll! Ich hab nur gesagt, dass er seine Gefühle ausdrücken soll, du solltest wissen, dass er...

Max: Ich bin derjenige, der darunter leiden muss. Er spielt schon den ganzen Morgen den Märtyrer und weigert sich zu arbeiten. Wieso kannst du dir nicht ein Hobby suchen...

Margot: Hallo!

Fran/Max: Hallo!

Margot: Dr. Raynolds lässt sich vielmals entschuldigen. Sie ist auf der weiblichen Gynäkologen Konferenz "Mysterium des weiblichen". Ich bin Margot, Dr. Raynolds Schwester.

Fran: Oh, zwei weibliche Ärzte in einer Familie. Mein Vater hatte zwei Schwestern, die beide Männchen aus Pfeifenreinigern gebastelt haben.

Margot: Dem Formular, hier zu Folge sind ihre Blutwerte völlig normal und alles läuft genauso, wie wir’s uns wünschen.

Fran: Wissen Sie, mein Mann ist sauer auf mich. Könnten Sie nicht irgendwas finden, was bei mir nicht in Topform ist?

Margot: Ihr Haar ist etwas stark toupiert. Fran, wir empfehlen allen Erst-Gebährenden, die Zwillinge erwarten, sich einen kleinen Eindruck zu verschaffen, wie es sein wird. Deswegen möchte ich Ihnen die zwei Hübschen vorstellen: Baby Frank und Baby Karrin.

Max/Fran: Oh!!

Max: Aber, was sollen wir denn mit denen anfangen?

Margot: Üben, für später. Sie sind darauf programmiert zu weinen und in die Windeln zu machen. Genau wie richtige Babys.

Fran: Oh, ich glaube, dieser hier spuckt grade auf meine Jacke.

Margot: Sehen Sie! Sie tun alles, was echte Babys tun. Sie sind übrigens unheimlich teuer.

Fran: Das war die Jacke auch!

Margot: So, das hier ist Ihr Tagesablauf, den müssen Sie befolgen, als ob es Ihre eigenen Kinder wären.

Max: Oh, aber das müssen wir doch nicht wortwörtlich befolgen, oder? Hier zum Beispiel, morgen Abend hatten wir schon verplant. Also unterbrechen wir da und kümmern uns am nächsten Tag wieder?

Margot: Klar, wenn es Ihnen nichts ausmacht, sie tot auf zu finden.

 

Szene 3:

(Fran sitzt mit den Babys im Wohnzimmer, Niles kommt vorbei)

Fran: Oh, Niles, dürfte ich Sie mal für einen ganz kurzen Moment sprechen?

Niles: Wozu, wollen Sie mir raten, Miss Babcock in einer Talk Show einen zweiten Antrag zu machen? Dann kriege ich von Ihr einen Korb und einen Schwinger.

Fran: Nein, ich habe meinem Mann hoch und heilig versprochen, dass ich mich nie wieder in Ihr Privatleben einmischen werde. Kein noch so weiser Ratschlag wird je wieder über diese Lippen kommen. Kinder!

(Gracy und Brighton kommen ins Wohnzimmer)

Grace: Niles!

Brighton: Ja, Miss Babcock?

Grace: Wollen Sie wissen, was Sie neulich abends falsch gemacht haben?

Brighton: Wollen Sie meine Frau werden?

Grace: Sehen Sie, das war ihr Fehler, Butler-Boy. Sie können sowas nicht übers Knie brechen! Für wen halten Sie mich, die impulsive Sexy Fran? Sie sind ein kleiner Mann, also wagen Sie nur kleine Schritte! Laden Sie mich zum Essen ein!

Brighton: Oh, was war ich für ein Narr.

Niles: Also, wollen Sie mir damit sagen, das ich nichts überstürzen und Miss Babcock erstmal zum Essen einladen soll?

Fran: Wie Sie das Stück interpretieren, bleibt ganz Ihnen überlassen.

Niles: Danke. (zu Brighton) Du warst übrigens sehr gut.

Brighton: Ach wirklich?

Niles: Ja. Ich finde, du solltest das ganze Haus abstauben.

(Beide gehen, Grace setzt sich zu Fran)

Grace: Fran, Miss Babcock hasst Niles! Wieso glaubst du, das sie seine Einladung annimmt?

Fran: Ach Schätzchen, jetzt schenk mir doch etwas Vertrauen. Glaubst du, ich würde mir die Mühe machen dieses Stück zu schreiben, wenn ich nicht wüsste, dass sie ja sagt?

 

Szene 4:

(Fran ist mit CC in der Küche)

CC: Nein!

Fran: Oh bitte, bitte, bitte! Gehen Sie doch mal mit Niles essen! (Karrin fängt an zu weinen.) Oh Karrin bitte, ich bin mitten in einer Unterhaltung mit Miss Babcock!

CC: Geben Sie sie mir mal!

(CC nimmt Karrin wiegt sie eine Weile in den Armen, Karrin hört auf zu schreien)

Fran: Wow, Sie können ja richtig gut mit Kindern!

CC: Hm.

(CC hält Fran Karrins Batterie hin)

Fran: Och!

(CC wirft Karrin mit dem Gesicht nach unten auf den Tisch, Fran hebt sie auf und steckt ihr die Batterie wieder rein)

Fran: Sollte ich jemals an lebenserhaltenden Maschinen im Krankenhaus liegen, kommen Sie mich bloß nicht besuchen! Kommen Sie Miss Babcock, es wäre doch nur ein kleines, harmloses Essen! Das ist doch nicht zu viel verlangt!

CC: Nanny Fine, das geht Sie überhaupt nichts an! Mein Liebesleben betrifft nur mich, mich allein!

Fran: Naja, wenn Ihnen das schon Spass macht, warten Sie, bis Sie eine zweite Person einbeziehen!

CC: Ich will einen Mann, der mein Herz zum klopfen bringt, jemanden bei dem es mir den Boden unter den Füßen wegfegt.

Fran: Das haben Sie doch fast, im fegen ist der Junge begabt!

CC: Geben Sie mir einen Grund, seine Einladung anzunehmen!

Fran: Oh haben Sie denn noch nie was aus reiner Nettigkeit für andere getan? Kommen Sie, kommen Sie schon, ich weiß doch, dass Sie's getan haben!

CC: Naja, ein einziges mal habe ich einem Bettler den Weg gewiesen.

Fran: Na also!

CC: Ich hab ihn zum Teufel geschickt.

 

Szene 5:

(Fran sitzt im Schlafzimmer und telephoniert mit Val)

Fran: Du hättest Niles sehn sollen Val, er war echt süß, so in Schale geschmissen. Er kaufte sogar ein Dessous für Miss Babcock. Hat mich daran erinnert, wie ich dich auf den Schulball mitgenommen habe. Ja, du hast zauberhaft ausgesehen. Ich sag's dir, ich kann es kaum erwarten, bis er nach Hause kommt und ich ihn fragen kann wie – (Max kommt rein) - man eh, Biscuit-Teig macht! Ich muss auflegen, bis dann Val.

Max: Schatz, hast du irgendeine Ahnung, warum sich Niles in Schale geworfen hat und sich an meinem Packo-Raban vergriffen hat?

Fran: Keine Ahnung. Nichts damit zu tun, willst du mit mir schlafen?

(Beide gehen ins Bett)

Max: Komm schon! Na, komm her du!

(Sie küssen sich, die Babys fangen an zu schreien)

Fran: Oh Schatz, würdest du gehen? Ich bin völlig geschafft!

Max: Schatz, ich werde mich nicht aus dem Bett bewegen, um nach ein paar Puppen zu sehen!

Fran: Und wenn es unsere richtigen Babys wären?

Max: Dann würd ich es tun.

Fran: Also willst du damit sagen, dass du nicht aufstehen willst um ihnen zu helfen nur weil sie Puppen sind?

Max: Ja.

Fran: Ich wünschte, dass du jetzt mehr im Unrecht wärst! OK. OK.

(Fran steigt aus dem Bett und will zu den Babys gehen, sie hören auf zu schreien und Fran geht zurück ins Bett. Max und Fran küssen sich wieder und die Babys fangen wieder an zu schreien.)

Fran: Oh man, ich sag's dir, diese Karrin ist so verdammt hyperaktiv. Der nehm ich noch die Batterie raus!

Max: Schätzchen, Schätzchen, lass mich dir einen Ratschlag geben. Ich hab schon Kinder. Du kannst nicht jedesmal zu ihnen gehen, wenn sie weinen. Du musst lernen, wann es wirklich wichtig ist und welche Art von weinen was bedeutet.

Fran: Tja, dieses Weinen bedeutet: Mommy ist zu abgelenkt um mit Daddy schlafen zu können!

Max: Das ist ein wichtiges Weinen!

(Max steht auf und rennt raus)

Fran: Danke Liebling!

Max: Ist ja gut, ist ja gut, Daddy kommt schon, Daddy kommt schon!

Fran: Oh und Schatz, du musst dir keine Sorgen wegen dem Ausschlag auf Franks Hintern machen. Ich bin mit ihm vorhin aus Versehen nur zu nah an den Toaster gekommen. Schatz, Schatz hast du mich eben gehört? Frankies Hintern ist...

(Fran geht zur Tür, öffnet sie und Niles steht im Türbogen)

Fran: Oh...

Niles: Und wieder mal danke! Das war die schlimmste Nacht meines gesammten Lebens!

Fran: Was könnte schlimmer sein als der Korb den Sie Ihnen neulich auf ihren Antrag hin gegeben hat?

Niles: Der, den sie mir auf meinen heutigen Antrag hin gegeben hat!

Fran: Sie haben schon wieder um ihre Hand angehalten? Haben Sie mein Stück denn überhaupt nicht kapiert? Oy, ich wusste, dieser Brighton schafft es nicht, die richtige Stimmung rüber zu bringen!

Niles: Ich verstehe einfach nicht, was schief gelaufen ist! Wir haben uns so gut verstanden! Wir bestellen unsre Hühnerbrüstchen, sie sagt: "Ich hab so'n Hunger, ich könnt'n  Pferd verschlingen." Und ich sage: "Nichts!"

Fran: Sie haben gesagt: "Wollen Sie meine Frau werden?" und sie hat sie wahrscheinlich wieder mal aus gelacht!

Niles: Nein. Ausgelacht hat sie mich diesmal nicht. Sie hat gesagt: "Hören sie auf, mich zu fragen. Ich werd  sie nicht heiraten, ich kann sie nicht leiden. Jetzt rufen sie den Kellner, meine Brüstchen sind trocken." Und ich habe wieder nichts gesagt! Eines kann ich Ihnen versichern, ich kann mich nicht länger im selben Haus aufhalten, wie diese Person! Es ist zu demütigend. Ich habe auf Ihren Rat gehört und versucht, ihn zu befolgen. Aber es hat einfach nicht funktioniert. Und daher muss ich jetzt leider kündigen!

(Niles rennt raus, Max hat in der Tür gestanden und alles mitgehört)

Max: Kündigen?

Fran: Oh, Liebling! Wie wär's wenn wir miteinander schlafen?

 

Szene 6:

(Fran, Val, Sylvia und die Babys sind in der Küche. Val und Fran sitzen am Tisch)

Val: Oh Fran, ich muss so an früher denken, wenn ich diese Puppen seh. Weißt du noch, die Puppe, die ich damals hatte, mit der du immer so gern gespielt hast? Eines Tages war sie verschwunden und am nächsten Tag haben sie dir genauso eine geschenkt. Ich war so eifersüchtig. Weißt du noch?

Fran: Eh... möglich. Oh Val, ich kann nicht fassen, dass Maxwell so sauer auf mich ist. Ich meine, das ist nicht das Schlimmste, das ich je angestellt habe, wieso muss er so'ne Wut haben?

Val: Weil er es diesmal rausgefunden hat.

Fran: Das macht gleich soviel aus?

(Frank fängt an zu weinen, Fran geht mit ihm zum Tisch und legt ihn in den Babysitz)

Fran: Ho ho, Spätzchen!

Sylvia: Oh seht euch das an! Da kommen Erinnerungen an meine Zeiten als Mutter hoch!

Fran: Oh, Ma, was hast du gemacht, wenn Nadine und ich geweint haben?

Sylvia: Ich musste aus dem Zimmer, das Geräusch war so nervtötend!

(Maggie kommt rein)

Maggie: Fran, ich hoffe, das ist ok! Niles will sich deinen Koffer leihen...

Fran: Ja, gut.

Val: Oh mein Gott! Der sieht genauso aus, wie der Koffer, den Ihnen meine Mutter mal geliehen hat, Sylvia. Wissen Sie noch, der ist Ihnen in Puerto-Bayarte am Flughafen gestohlen worden!

Sylvia:  Ja, möglich...

Fran: Oh Val, wie bringe ich Niles dazu, uns nicht zu verlassen? Mein Mann sagt, ich soll mich raushalten, aber ich kann mich nicht raushalten, ohne mich einzumischen. Es ist ein typisches Teufels-Kreis-Syndrom!

Val: Fran, vielleicht solltest du mit Miss Babcock sprechen, die kann doch nicht völlig gefühllos sein!

(CC kommt laut lachend rein)

CC: Hey Leute! Hört euch das an: (sie drückt auf ihr Diktiergerät)
- (CC) "Ich nehm Hühnerbrüstchen" (Niles) "Woll'n Sie meine Frau werden?" -
Und wissen Sie, was das Schärfste ist? Diese Kassetten passen in meinen Anrufbeantworter!

(CC geht)

Fran: Oh, die werd ich niemals davon überzeugen, dass sie Niles nicht mehr erniedrigen soll!

Val: Tja, wenn du's versuchen willst, ist jetzt die Gelegenheit. Sie ist so gut drauf, wie nie zuvor!

 

Szene 7:

(CC sieht im Wohnzimmer die Post durch, Fran kommt dazu)

Fran: Oh, Miss Babcock! Bitte, bitte entschuldigen Sie sich bei Niles! Und versprechen Sie ihm, dass Sie nicht mehr darauf herumreiten werden!

CC: Ääääähm... Nein! Nanny Fine, wissen Sie noch wie ich Ihnen erzählt habe, dass ich auf den ganz besonderen Kick warte, etwas das mein Herz zum schlagen bringt?

Fran: Ja!

CC: Tja, sowas hab ich grade in der Hand! Spar'n Sie sich Ihren Sermon Schwester, denn ich werde das hier bis zum abwinken zu meinem Vergnügen nutzen!

(Max kommt ins Wohnzimmer)

Max: Ah, da bist du ja CC. Niles! Hör zu, CC - Ich weigere mich, Niles gehen zu lassen nur weil ihr zwei hier so ein lächerliches Affentheater abzieht. Hast du mich verstanden? Ich will, dass du mit ihm redest, nicht darauf herumreitest und die Sache in Ordnung bringst!

CC: OK.

(Niles kommt die Treppe runter)

Niles: Oh Gott! (sieht CC und dreht sich um)

Max: Niles, kommen Sie sofort wieder runter!

CC: Niles, es tut mir wirklich leid, dass das alles so gekommen ist! Tun wir einfach so, als wäre das nie passiert. Wir tun so, als hätten Sie mir die vier Anträge nie gemacht.

Max/Fran: Vier?

Niles: Vergessen Sie's, ich hab die Demütigungen satt!

(Niles setzt sich aufs Sofa)

Max: CC! CC!

(CC folgt ihm)

CC: Niles, ich versuche doch nur nett zu sein! Helfen Sie mir Nanny Fine!

Fran: Was Sie damit eigentlich sagen will, ist, dass Sie von Glück reden könnte  einen Mann wie Sie zu bekommen, aber – sie ist lesbisch!

CC: Hey! Das stimmt doch nicht! (CC setzt sich vor Niles auf den Tisch) Hör'n Sie, was da passiert ist, ist passiert, nur wir vier wissen darüber Bescheid! Niemand sonst muss es je erfahren. Ich verspreche, dass ich es keiner Seele erzählen werde!

(CC drückt auf das Diktiergerät)

- (Niles) "Woll’n sie meine Frau werden?" -

CC: Tut mir leid, tut mir leid! Ich hab's aus Versehen gedrückt!

Niles: Das war's, ich verschwinde. (Niles steht auf)  Sie wird nie damit aufhören. Ein Elefant vergisst nie etwas.

CC: Oh bitte! Den lahmen Spruch haben Sie mir doch schon vor drei Jahren an den Kopf geworfen!

Niles: Sehn Sie!

CC: Maxwell, ich kann das nicht! Niles, es tut mir leid, dass Sie kündigen, aber ich bin sicher, Sie können auf irgendein Polster zurück greifen, falls ihr Traum ins Wasser fällt!

Niles: Das worauf ich zurückgreifen könnte, ist nicht halb so gut gepolstert, wie das worauf Sie zurückgreifen könnten!

Max: Ich hab den Eindruck, das läuft nicht so toll.

Fran: Nein, nein Schatz, das läuft großartig! Das ist ihr natürlicher Lebensraum, wir sind die Störenfriede. Du solltest nur keinen Blitz benutzen, der verschreckt sie und dann könnten sie auf uns los gehen.

CC: Ich und Sie heiraten? Ich bitte Sie, Sie sind ein erbärmlicher Abklatsch eines Mannes!

Niles: Dito! Aber wenigstens weis ich, wann es Zeit ist, ein neues Leben anzufangen. Sie werden den Rest ihres Lebens damit verbringen, sich nach einem Mann zu verzehren, der Sie nicht liebt! Und der eine Frau geheiratet hat, die halb so alt ist, wie sie!

(Fran rennt Niles entgegen)

Fran: Oh Niles, bitte verlassen Sie uns nicht!

(Max folgt Fran)

Niles: Sehen Sie sie an, sie sind verheiratet und gründen ne Familie. Und was werden Sie in zehn, zwanzig Jahren machen? Sie werden mit Ihren Freunden aus der Bettie-Fort Klinik Weihnachten feiern und dem nach trauern, was Sie verpasst haben! (obligatorisch Spannungspause) Ich werde morgen früh abreisen, Sir!

(Niles geht, alles ist still)

CC: Mein Gott, er hat recht. Die besten Jahre meines Lebens sind vorbei – und waren ätzend! Ich habe nie gemerkt, wann man gehen muss! Aber nicht diesmal! Ich muss weiter kommen. Maxwell, du wirst meine Kündigung morgen auf deinem Tisch vorfinden!

(CC verlässt das Haus)

Fran: Ha, da siehst du, was passiert, wenn du dich einmischst!

 

Szene 8:

(Max und Fran sind im Schlafzimmer, das Licht geht an)

Max: Sie sind hier drinnen, nicht war?

Fran: Nein.

(Die Babys fangen an zu schreien)

Fran: Oh Liebling, es tut mir leid. Sie waren nur so schlecht drauf, wegen Niles. Sie haben eine Antenne für sowas!

Max: Sie sind aus Plastik und auf ihrem Hintern ist ein Stempel "Made in Tywan", was können sie fühlen?

Fran: Das ihr Daddy sie nicht liebt, zum Beispiel.

Max: Wer ich? Du bist diejenige, der Franky beinahe weg geschmolzen wäre!

Fran: Nur weil ich dir einen Hawaii-Toast machen wollte. Och, ich brauche Niles.

Max: Ich weiß ja, er ist dein bester Freund, ich weiß, wie gut ihr euch immer verstanden habt.

Fran: Und ich weiß, wie schwer es für dich sein muss, wenn Miss Babcock geht. Schließlich hattest du mit ihr ja auch mal was am laufen.

Max: Nein hatte ich nicht!

Fran: Wollt ich nur wissen.

Max: Ach, ich weiß nicht. Vielleicht, vielleicht ist es das Beste für die Beiden. Ich mein, wir beide haben doch auch unser ganzes Leben umgekrempelt. Ich finde so eine Chance sollten die zwei  auch bekommen.

Fran: Ach ich weiß, du hast Recht, ich bin egoistisch. Es gibt so viele dinge, die ein Mann wie Niles da draußen tun könnte. Fallen dir welche ein?

Max: CC würde es schaffen, sie würde sofort eine Stelle bei einem Unternehmen finden, das jemanden braucht, der...  der... Wir müssen sie aufhalten!

(Fran und Max steigen aus dem Bett, Fran wickelt die Babys in Decken)

Fran: Das erste, was wir tun werden, ist Niles zu sagen, wie sehr wir ihn lieben und schätzen. Und dann werden wir ihm erklären, dass er ein unentbehrliches Mitglied dieser Familie ist. In welchem Stock ist sein Zimmer, im ersten oder im zweiten? Ach, ich folge dir, ich folge dir. Schscht!

(Max und Fran verlassen das Schlafzimmer, sie gehen durch den Flur, zu Niles Zimmer)

Fran: Weißt du,  (Fran klopft an Niles' Tür) er schläft unheimlich fest. Wenn ich manchmal morgens um drei oder vier nach ihm klingele, kommt keine Antwort.

(Fran öffnet die Tür, die Beiden gehen rein und – Niles und CC liegen zusammen im Bett!)

 

Abschlussszene:

(Yetta geht in die Küche, wo die Babys sitzen)

Yetta: Gutzie gutzie gutzie!

(Gracy kommt rein, Yetta sieht sie nicht)

Gracy: Hi Yetta!

Yetta: (zu Karrin gewandt) Hallo!

Gracy: Soll ich dir was zu essen machen?

Yetta: Du kochst?