Die Nanny: Transkript der Folge "Die Sache mit der Sache" [#4.01]

Transkript der Folge "Die Sache mit der Sache" [#4.01]

Deutsches Transkript erstellt von EF (Abschrift erstellt von Anika)

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

 

 

Originaltitel: The tart with heart
Ausstrahlung: 18.09.1996
Deutscher Titel: Die Sache mit der Sache
Ausstrahlung: 05.12.1998
Buch:
Regie:

Darsteller

Fran Drescher (Fran Fine)
Charles Shaughnessy (Maxwell Sheffield)
Daniel Davis (Niles)
Lauren Lane (C.C. Babcock)
Nicholle Tom (Maggie Sheffield)
Benjamin Salisbury (Brighton Sheffield)
Madeline Zima (Grace Sheffield)

 

Gastdarsteller

Inhaltsangabe
Fran schwebt im siebten Himmel, weil ihr Maxwell auf dem Rückflug von Paris seine Liebe eingestanden hat. Doch mit der Maschine sind auch seine hochfliegenden Gefühle wieder gelandet. Denn gleich nach der Ankunft in Los Angeles macht Maxwell einen Rückzieher und erklärt der Nanny, dass sein Liebesgeständnis nur in dem festen Glauben entstanden sei, die Maschine stürze ab. Offensichtlich seien seine Hormone während der Turbulenzen durcheinander geraten. Fran fällt aus allen Wolken. Stocksauer geht sie mit Val in eine Single-Bar, um möglichst schnell einen anderen Mann kennen zu lernen. Und das klappt auch tatsächlich, denn ein netter Mann namens Jack zeigt lebhaftes Interesse an ihr. Die Romanze mit ihm gestaltet sich allerdings etwas schwierig, denn Jack ist leider blind und außerdem ein hochsensibler Mensch, der sofort spürt, dass Frans Herz in Wahrheit einem anderen Mann gehört...

 


(Rückblende

Max: Tja, wir sind in Paris. Miss Fine hat meine Reisetasche mit der von C.C.s Hund Chester verwechselt, flog versehentlich als blinder Passagier mit und, tja, da sind wir also. Ich muss gestehen, es hat seine schönen Seiten...

Max: Verdammt noch mal, ich bin in Paris! Mit einer bezaubernden Frau!

Fran: Ooh!

Max: Kommen Sie, stürmen wir in die Nacht hinaus und sehen wir, wohin das Leben uns führt...!

Fran: Rrrrrrrrrr!

Fran: Allerdings scheint französischer Wein einen verdammt niedrigen Alkoholgehalt zu haben, denn ruckzuck waren wir wieder am Flughafen.

Fran: OH! OH! Was zum Teufel war das?!

Max: Oh, nur ein bisschen Kopfsteinpflaster.

Fran: Wie kommt so was hierher? Wir fliegen doch!

Max: Sie müssen sich einfach vorstellen, dass Sie in einer Postkutsche über einen romantische Feldweg in den Bergen fahren.

Fran: OH! OH!

Max: Was zum Henker war DAS?!

Fran: Oh Mr. Sheffield! Mr. Sheffield, ich möchte Ihnen nur sagen, dass diese letzten Jahre die besten, die besten meines Lebens waren!

Max: Ich liebe dich!

Fran: Gott sei Dank war’s nur eine Turbulenz, doch nachdem ich 3 Jahre hart daran gearbeitet hatte – ich meine für ihn gearbeitet hatte, hat er’s endlich gesagt...)

 

 

(Manhattan, vor der Haustür des Sheffieldanwesens, Fran lächelt glücklich, Max scheint nervös)

Max: Ehm, Miss Fine, be... bevor wir da reingehen, würde ich gern den Versuch unternehmen, Ihnen zu erklären, was vorhin da oben im Flugzeug passiert ist.

Fran (lächelt verliebt): Oh, das ist schon okay. Das war nur von dem Wein und den vielen Schnecken. Die Schuhe war’n sowieso nichts besonderes.

Max: Oh nein. Nein, nein, nein. Nein, Sie wissen doch wie das ist, wenn man dem Tod ins Gesicht sieht, sagt man manchmal Dinge, ohne darüber nachzudenken.

Fran (nichtsahnend): Nein.

Max: Oh. Miss Fine, ich dachte, wir würden in dem Flugzeug unser Leben aushauchen und deshalb hab ich... na ja... die... Sache gesagt.

Fran: ... Die Sache?

Max: Sie wissen schon, was ich Ihnen gesagt habe, in dem Moment, oben im Flugzeug...

Fran: Oh mein Gott, Sie... Sie nehmen Die Sache zurück?!

Max: Bitte, Miss Fine, ich… ich... In einem solchen Moment kann einem doch mal so etwas rausrutschen!

Fran: Sie meinen, das ist Ihnen nur so rausgerutscht?!

Max: Sind Sie... sind Sie mir jetzt böse?

Fran: Nein, nein. Alles in Butter. Ich hab vollstes Verständnis dafür.

(Max will sie am Arm nehmen)

Fran: Ah, wagen Sie es nicht, mich anzufassen!

 

 

(Vorspann)

 

 

(Wohnzimmer)

Grace: Danke Fran. Was für eine schöne Puppe.

Fran: Das find ich auch und sie heißt „Marie Antoinette“. (macht den Kopf der Puppe ab) Hab ich dir mitgebracht.

(Maxwell kommt rein)

Fran: Und schau mal hier. (zeigt Grace ein Bild) Das ist das berühmte Restaurant, in das dein Vater mich eigentlich mitnehmen wollte. Aber dann hat er seine Meinung geändert und es zurückgenommen. Das macht er oft...

Max: Ich hatte bereist einen Tisch reserviert, aber die Sache war so, dass ich...

Fran (fällt ihm ins Wort): Jetzt fängt er WIEDER mit der Sache an.

(Maxwell geht genervt raus)

Grace: Fran, ich muss für die Schule einen Bericht schreiben über eine Frau mit einer bemerkenswerten Karriere.

Fran: Oh Gracie. Ich weiß nicht, ob ich interessant genug bin, um einen Bericht über mich zu schreiben.

Grace: Sicher nicht. Deshalb nehm ich Miss Babcock. (geht raus)

C.C.: Nanny Fine, Sein Sie nicht traurig, dass sich das kleine Aschenputtel mehr zu mir hingezogen fühlt, als zu ihrem Kindermädchen. Nicht wahr.

Fran: DAS HAT ASCHENPUTTEL NIE GESAGT!

C.C.: Oh, sind wir aber empfindlich! Es ist doch nichts dabei, nur wegen seines Äußeren geliebt zu werden, wenn man sonst keine Fähigkeiten hat.

Fran: Ich hab sehr wohl Fähigkeiten!

C.C.: Nanny Fine, zu wissen, was in einer Pralinenschachtel steckt, ohne den Zettel vorher gelesen zu haben, ist gewiss keine Fähigkeit. (beißt in eine Praline) Ääh, Nougat!

Fran (triumphierend): HM!

C.C.: Och, ich bitte Sie. Sie müssen doch wissen, dass Sie diesen Job nur aufgrund Ihres Aussehens gekriegt haben.

Fran: Hey, hey, da liegen Sie völlig daneben! Ich hab diesen Job gekriegt, weil ich in meinem Lebenslauf gelogen hab.

C.C.: Männer wie Maxwell haben sich schon immer gern mit Frauen wie Ihnen umgeben, um mit ihnen zu flirten.

Fran: Ich glaube, Sie haben Recht. Und das Furchtbare dabei ist, eh...

C.C.: Natürlich, dass Sie nicht respektiert werden! Wissen Sie, warum Sie straffrei morden könnten? Weil Sie immer in diesen knappen, kleinen Fetzen herumhopsen. So was geht einfach zu weit. Aber, nur aus Neugierde, sagen wir mal, Sie wären angeklagt wegen... weil Sie einen Choreographen ermordet haben. Was würden Sie vor Gericht tragen?

 

 

(Büro)

C.C.: Oh Maxwell, dieser Flug muss einfach die Hölle gewesen sein! Ich kann mir beim besten Willen nichts Schrecklicheres vorstellen.

Niles (hält ihr das Tablett vors Gesicht): Werfen Sie einen Blick hierein.

Max: C.C., ich hoffe doch sehr, dass Chester kein Trauma von seiner Reise zurückbehält. Obwohl, er schien sich in seiner Reisetasche wie zuhause zu fühlen.

C.C.: UH! (greift zum Telefon)

Niles: Vergessen, ihn auszupacken, stimmt’s?

C.C.: Nein. (in den Hörer) Angelica, Sie haben doch gestern behauptet, die Reisetasche in meinem Schrank würde knurren und ich habe Sie eine hysterische, alte Ziege genannt... (geht raus)

Max: Niles? Niles, ich möchte, dass Sie Blumen für Miss Fine bestellen. Nehmen Sie 2 Dutzend Rosen. Langstielige, wenn möglich.

Niles: Ooh, da hat sich wohl jemand daneben benommen...! Was haben Sie getan? Soll ich die Tür schließen?

Max: Ja. Aber erst, wenn Sie sich auf der anderen Seite befinden!

Niles: Oh, bitte Sir. Gönnen Sie mir doch die kleinen Krümelchen, von denen ich lebe.

Max: Ich...ich will nur etwas wieder gutmachen, was ich im Flugzeug zu Miss Fine gesagt habe.

Niles: Was haben Sie gesagt?

Max: Das geht Sie überhaupt nichts an!

Niles: Etwas über mich?

Max: Nein!

Niles: Na schön. Ich werd es sowieso rausfinden. (geht raus)

(Fran steht in der Tür)

Max (will sich eine Zigarre anmachen): Oh Miss Fine! Bitte, kommen Sie doch rein.

Fran: Ach, wenn Sie gerade eine Zigarre rauchen wollen, dann lassen Sie mich doch bitte die Spitze abschneiden. Ich hab das Gefühl, danach geht’s mir irgendwie besser...

(Maxwell legt unwohl die Zigarre wieder weg)

Fran: Ich möchte Ihnen eine Frage stellen, die mir sehr wichtig ist. Aber die ist privat, deshalb borg ich mir mal die Zitrone. (nimmt ein Zitronenscheibchen vom Tablett, geht zur Tür und drückt den Saft ins Schlüsselloch)

Niles (vor der Tür): AU!!!

Fran: Mr. Sheffield, ich…

Max: Ehm, Miss Fine, wieso stehen Sie an der Tür? Kommen Sie, setzen Sie sich auf den Tisch. Ärgern Sie mich! Genauso, wie Sie’s immer getan haben!

Fran: Sie meinen BDSW? Bevor Die Sache War?

Max: Miss Fine, ich bitte Sie. Wie lange wollen Sie mich damit noch quälen?

Fran: Ich werde Sie nicht damit quälen. Deshalb bin ich hier, um Ihnen zu sagen, dass ich Die Sache überwunden habe.

Max (glücklich): Oh, wirklich?

Fran: Nein, ich nehm’s wieder zurück! Na, wie ist das?

Max: Bitte, Miss Fine. Cats läuft nächsten Monat in 14 neuen Städten an. Ich weiß nicht, ob ich mich Ihren Attacken gewachsen fühle...

Fran: Na schön, ich will Ihnen nur eine Frage stellen: Als Sie mich eingestellt haben, fanden Sie mich da einfach nur attraktiv?

Max (überlegt kurz): Oh äh, absolut nein! Ich fand Sie hinreißend! Hinreißend! Umwerfend! Einfach toll!

Fran: Was fällt Ihnen ein?! Wieso müssen Sie immer so gemeine Sachen sagen?! (will rausgehen, öffnet die Tür, vor der Brighton mit einem Walky Talky sitzt)

Niles (durchs Walky Talky): Es ist plötzlich so still. Reden die über mich?

 

 

(Abends, Fran und Val sitzen in einer Single Bar)

Fran: Ach, unglaublich. In meinem Alter muss ich mir in `ner Bar `n Kerl anlachen. Das ist doch traurig! Ich meine, die besten Jahre meines Leben und ich habe 90% davon...

Val: Mit einem Kerl verbracht, der dich erst wild küsst und dann nimmt er’s wieder zurück. Dir 'n Antrag macht und dann nimmt er’s wieder zurück. Dir sagt, dass er dich liebt und dann nimmt er’s...

Fran: Ich wollte sagen, mit dir und deinem Gesülze verschwendet! Aber es war nett von dir, mir den Mist noch mal unter die Nase zu reiben. Weißt du, der Grund warum er’s wieder zurückgenommen hat ist, weil er in mir nichts weiter als ein hübsches Spielzeug sieht. Ich meine, der nimmt mich einfach nicht ernst. (zum Barkeeper) Noch einen doppelten Apricot Sour und für den Zuckerrand nehmen Sie Süßstoff. Komm, Val. Lass uns einen Tisch suchen, bevor irgend so einer anfängt, uns beide anzubaggern.

Val: Ja.

Mann mit Sonnenbrille (dreht sich neben Fran an der Bar um): Zu spät, Ladys! Hi, ich bin Jack. Darf ich Sie zu einen Drink einladen?

Fran: Nein, bedaure. Wir führen ein Privatgespräch.

Val: Ja.

Fran (zu Val): Das ist typisch Mann. Die glauben, bloß weil man in `ner Single Bar rumhängt,`n kurzen Rock, `n knappes Top und `n Paar Hochhakige trägt, wär’ man auf nichts, als Action aus.

Jack: Und warum glauben Frauen bloß immer, wenn man ihnen einen Drink spendieren will, wäre man auf nichts anderes aus, als auf Sex? Aber mit Kartoffelchips krieg ich Sie beide rum.

Frau: Oh, das möchte ich bezweifeln!

Val: Lass mich daraus. Ich muss jetzt schon seit 3 Jahren auf Kartoffelchips verzichten. (winkt Jack zu)

Jack: Nein, wirklich. Sie scheinen eine nette Person zu sein. Und Ihr Äußeres spielt für mich keine Rolle.

Frau: Ja, klar. Sie interessieren sich nur für meine inneren Werte. Das hab ich doch schon mal irgend... Nein, das hab ich noch nie gehört.

Jack (dreht sich zur Bar): Moment mal, ich habe schon vor 10 Minuten einen Drink bestellt. Barkeeper!

Fran: Da steht er doch vor Ihrer Nase, sind Sie blind?

Jack: ...Ja...

(Fran dreht sich kurz zu Val um)

Fran: Sie kommen wirklich mit der alten Nummer? Sie stellen sich blind, um in einer Bar ein Paar junge, unwissende Collegemädchen aufzureißen? (zwinkert Val zu)

Jack: Collegemädchen... Bitte verzeihen Sie, tut mir leid.

Fran: Los Val, schnapp dir `n Tisch! Das könnte klappen.

Jack: Darauf trinke ich! (führt ein Teelicht zum Mund, verbrennt sich die Nase) Au!

Fran: Oh, Vorsicht! Passen Sie auf!

 

 

(Sheffieldhaus, Wohnzimmer, Niles kommt rein)

Max (telefoniert): Ah ja, ich...ich würde gerne ein Paar von diesen Diamantohrringen auf Seite 7 bestellen, per Express.

Niles (erschreckt ihn): Was tun Sie da, Sir?

Max: Angesichts der Tatsache, dass Sie nie in der Nähe sind, wenn man Toilettenpapier braucht, sind Sie heute echt auf Zack! Ich hab etwas für Miss Fine bestellt.

Niles: Ich glaube nicht, dass Sie damit wieder gutmachen können, was Sie gesagt haben!

Max: Och, hören Sie doch auf, Niles! Ich hab doch nur gesagt, dass... (sieht Niles’ erwartungsvollen Blick, grinst) Netter Versuch!

Niles (verzweifelt): Ach, kommen Sir! Das ist gemein, haben Sie denn kein Herz? Diese grausame Seite an Ihnen ist alles andere als liebenswert!

(Maxwell geht ins Büro, Fran kommt die Treppe runter)

Niles: Er hat mir alles erzählt, geht’s Ihnen gut?

Fran: Er hat Ihnen alles erzählt?!

Niles (nickt): Hmhm!

Fran: Wissen Sie, ich find das so was von protzig, dass er sich jetzt einen jungen Butler aus Frankreich importiert. Und vor allem, was soll denn bitte schön aus IHNEN werden? Ich meine, wer kann sich überhaupt noch einen Butler leisten heutzutage?

(C.C. und Grace kommen durch die Vordertür)

C.C.: Hallo, hallo!

Niles: Oh, lassen Sie mich Ihren Mantel nehmen, M’am! (nimmt C.C. den Mantel ab und betrachtet sie von oben bis unten) Was für ein umwerfendes Kostüm! Sie sehen ganz erschöpft aus, soll ich Ihnen... (zu Fran) Es geht nicht, ich kann das nicht! Geben Sie mir den Gnadenschuss! (schmeißt C.C.s Mantel in die Ecke, geht die Treppe hoch)

C.C.: Nanny Fine, oh, ich wünschte, Sie wären dabei gewesen mit... (zeigt auf Grace, überlegt) unserer lieben Kleinen hier. Ich wirke zugänglicher, die Menschen sehen meine warme, fürsorgliche Seite und dann... – GIBT ES KEIN ENTKOMMEN! (geht ins Büro)

Grace: Hätt’ ich bloß nie gesagt, ich schreib `n Bericht über sie. Wie kann ich das bloß wieder zurücknehmen?

Fran: Da musst du schon deinen Vater fragen. Er ist der Experte, was solche Sachen betrifft. Und jetzt ab nach oben.

(Türklingel, Fran öffnet, Jack steht mit seinem Blindenhund vor der Tür)

Fran: Oh, hallo Jack. Kommen Sie doch rein. War’s schwer für Sie, unser Haus zu finden?

Jack: Da müssen Sie IHN fragen. (meint seinen Hund)

Fran (streichelt den Hund): Hallo, du Hübscher!

Jack: Oh, vielen Dank für das Kompliment! Mit dem Anzug war ich mir nicht ganz sicher... (unsicher) Es ist doch `n Anzug, oder?

Fran: Kommen Sie rein. Vorsicht, Treppe. Passen Sie auf.

Jack: Oh, okay. Am besten bleibe ich immer in Ihrer Nähe, ich möchte nichts kaputt machen.

Fran: Ach Blödsinn, Jack. Sie werden doch nichts kaputt machen. (nimmt ihre Handtasche so schnell vom Tisch, dass sie damit eine Vase runterschmeißt) OH! OH! OH! Oh!

Jack: Oh, Frannie! Entschuldigen Sie bitte!

Fran: Oh, oh, das ist schon in Ordnung. Unfälle passieren nun mal.

(Maxwell und Niles kommen rein)

Max (sieht die Scherben): Oh mein Gott, Miss Fine! Was ist denn hier passiert?

Fran (flüstert, zeigt auf Jack): Psssst, er ist blind!

Max: Oh, entschuldigen Sie bitte. Ich wusste nicht, dass Sie ein Date haben.

Niles: Ich schon. Na, wie fühlt man sich, wenn man nicht durchblickt?

Max (zu Jack): Hallo. Ich bin Maxwell Sheffield.

Jack (hält ihm die Hand hin): Hallo, ich bin Jack...

Max (achtet nicht auf Jack, zu Fran): Ich muss sagen, Sie haben sich beeindruckend rasch wieder erholt.

Fran: Also bitte. Darüber können wir uns später unterhalten.

Max: Na schön. Um wie viel Uhr gedenken Sie nach Hause zu kommen?

Fran: Tja, ich würde sagen, Sie haben kein Recht mehr, mich so etwas zu fragen, seit Sie sie zurückgenommen haben, die Sache.

Max/Fran: Die Sache. Das wird vermutlich noch auf meinem Grabstein stehen. Hören Sie, ich wollte mich mit Ihnen versöhnen, aber Sie hab...!/Wieso tun Sie mir das bloß an? Sie geben mir ständig Signale, die so was von missverständlich sind. Ach, lassen Sie mich in Ruhe!

(Maxwell geht ins Büro, Fran ins Bad)

Niles (gibt Jack die Hand): Freut mich sehr. Ich bin Niles.

Jack: Hallo. Können Sie mir sagen, was zwischen ihr und diesem Kerl läuft?

Niles: Wieso? Was haben Sie gehört?

 

 

(in der Stadt, Fran und Jack sitzen vor einem Haus auf der Treppe, Fran hat etwas zu essen dabei)

Fran: Oh Jack. Ich finde Ihr Leben wirklich furchtbar interessant. Sie haben sich eine Anwaltskanzlei aufgebaut und... und Sie töpfern. Und dann auch noch Fallschirmspringen.

Jack: Nein, nein, das hab ich aufgegeben.

Fran: Warum?

Jack: Der Hund musste sich immer übergeben.

(beide lachen)

Fran: Toll, dass wir uns kennen gelernt haben! Wissen Sie, für mich ist das eine völlig neue Erfahrung, dass sich jemand für meine inneren Werte interessiert und nicht nur für mein Aussehen – eine junge Jackie Kennedy...

Jack: So was ist mir vollkommen egal. Selbst wenn Sie `ne Tonne wiegen, ich seh’ Sie nicht, Fran.

Fran (holt eine handvoll Pommes aus der Tüte und beißt rein): Wissen Sie, Mr. Sheffield sieht in mir nur ein Kindermädchen.

Jack: Ich weiß, er interessiert sich nur wegen Ihres Aussehens für Sie und das nervt Sie. Ich hab das Gefühl, Sie gehen nur mit jemandem aus, der Sie nicht sieht, weil Sie sich was beweisen wollen...

Fran: Das ist völliger Blödsinn!

Jack: Von wegen. Sie sind in den Typ verknallt! In der letzten halben Stunde haben Sie seinen Namen 35x ausgesprochen.

Fran: Das ist doch nur deshalb, weil Mr. Sheffield...

Jack: 36! (steht auf) Ich finde, Sie sollten lieber versuchen, ihn davon zu überzeugen, dass Sie mehr sind, als eine junge, schöne Jackie Kennedy.

Fran (steht auch auf): Och, na toll! Und ich finde, man sollte jemanden erst besser kennen, bevor man damit anfängt, ihm auf die pingelige Tour am Zeug rumzuflicken! Oh, Jack! Es tut mir ja so leid, aber ich glaube, ich habe Sie wirklich benutzt. Wie kann ich das jemals wieder gutmachen?

Jack: Schon okay. Vergessen Sie’s einfach. Kommen Sie, ich spendier Ihnen `n Drink. Vielleicht kann ich Sie sogar zu `ner Tüte Kartoffelchips überreden...

Fran: Nur zu Ihrer Information: Wenn Sie meinen Augenaufschlag jetzt sehen könnten, würden Sie glatt umkippen.

(ein kleiner Ball kommt angerollt)

Fran (hebt ihn auf): Oh, das ist ja ein Ball. Hallo Kinder! Hier habt ihr euren Ball. (wirft den Ball über die Straße, Jacks Hund rennt hinterher und zerrt Jack mit aus dem Bild)

Jack: Nein, Fran! Nicht werfen! NEIN!

(Reifenquietschen, Crash)

 

 

(Sylvias Wohnung, Wohnzimmer)

Syl: Alle Achtung. Du trägst es mit Fassung. Immerhin hat dich dein blinder Typ sitzen lassen.

Fran: Ma, verstehst du das nicht? Er hat überhaupt keine Ahnung, wie ich aussehe. Er hat mich wegen meiner inneren Werte verlassen. (versteht, was sie gerade gesagt hat, guckt veräppelt)

(Türklingel, Sylvia guckt durch den Spion)

Syl (macht eine Schulter frei): Oh, es ist Pauly, der Metzger.

(öffnet die Tür)

Syl: Hallo Pauly. Hast du eine neue Schürze umgebunden? Die macht dich glatt 10 Jahre jünger.

Pauly (gibt ihr ein Päckchen): Ich hab dir `ne Extrabrust reingetan. Was nicht bedeuten soll, dass da an Mangel bei dir bestehen würde.

Syl (lacht): Oh, du wilder Bursche! (schließt die Tür wieder)

Fran: Ma?! Jetzt weiß ich endlich, wieso die anderen Kinder in der Schule ganz normale Pausenbrote hatten und ich dagegen gefüllte Kalbsbrust im Schlafrock!

(beide gehen in die Küche)

Fran: Hör zu, Ma! Wenn du so rumflirtest und mit deinen Reizen kokettierst, wirst du von Männern niemals respektiert werden!

Syl: Warum bitte schön redest du plötzlich wie eine Emanze? Seit wann machst du einen auf Jane Manfields?

Fran: Du meinst sicher Jane Fonda, Ma.

Syl: Ich wüsste nicht, was falsch daran sein sollte, wenn eine Frau ihre Talente zum Einsatz bringt. (richtet ihren Busen)

Fran: Irgendwas muss aber falsch daran sein, wenn Mr. Sheffield denkt, er könnte einfach sagen, er würde mich lieben und...

Syl (überglücklich, setzt sich): Oh, er hat gesagt, er liebt dich?! Oh, dieser wundervolle Mann!

Fran: Er hat’s zurückgenommen, Ma.... (setzt sich zu ihr)

Syl: Ich rufe Yetta an. Sie soll ihn mit einem Fluch belegen.

Fran: Nein, lass Yetta aus dem Spiel. – Ich hab ihr `ne Nachricht auf Band gesprochen.

Syl: Und wieso hat er’s eigentlich zurückgenommen?

Fran: Na, wieso wohl? Weil er überhaupt keinen Respekt vor mir hat. Für ihn bin ich nichts weiter als ein hübsches Spielzeug.

Syl: Schatz, du liegst mal wieder VOLL daneben.

Fran: Ma, du kannst das überhaupt nicht beurteilen. Du hast Sendepause!

Syl: Er hat es zurückgenommen, weil er glaubt, sich bestrafen zu müssen.

Fran: ...... Du bist auf Sendung.

Syl: Unser Volk besitzt kein Monopol für Schuldgefühle. Schuld gegenüber der verstorbenen  Frau, gegenüber den Kindern. Schuldgefühle, weil die Partnerin nichts vorzuweisen hat.

Fran: Oh Ma, ich glaube, da hast du Recht. Es liegt nicht an MIR, es liegt an IHM. Ich hab gar nicht gewusst, wie unglücklich und belastet er ist. – Oh, mir geht’s auf einmal viel besser. (drückt Sylvia)

(Türklingel)

Syl (steht auf, macht die linke Schulter frei): Oy, der Mann vom Kabelfernsehen.

Fran (steht auch auf): Ma, überlass ihn mir. (richtet ihren Busen) Willst du vielleicht PayTV?

                                 (geht raus)

 

 

(Abends, Maxwell sitzt vor Haus auf der Treppe, Fran kommt raus)

Fran: Ach, HIER sind Sie also. Wollen Sie nicht reinkommen? Wir sehen uns Twister im Movie Channel an.

Max: Den haben wir doch nicht.

Fran: Doch, jetzt schon. (setzt sich neben ihn) Hör’n Sie, ich hab mir alles noch mal durch den Kopf gehen lassen und... ich verstehe Sie.

Max: Wirklich?

Fran: Hmhm. Sie sind emotional... verkackt!

Max: Das ist... Das ist ein wenig schroff, Miss Fine! Vielleicht verklier. Oder sagen wir verdreht.

Fran: Was ich damit sagen ist, dass Sie Angst vor Ihren Gefühlen haben und sich deshalb nur oberflächlich auf mich einlassen. Ich meine, wir flirten, spielen Spielchen, ich hüpf in `nem kurzen Röckchen rum und schon lassen Sie mir alles durchgehen.

Max: Was?! Sie kriegen doch viel mehr Ärger, als die Kinder, Miss Fine. Erst vorige Woche hab ich Sie bestraft.

Fran (denkt nach): Ach ja. Da musst ich ein Paar Schuhe zurückgeben, weil ich behauptet hab, ich hätt’ sie für Maggie gekauft.

Max: Richtig. (zeigt auf ihre Schuhe) Genau solche, nur in einer anderen Farbe.

Fran: Äääh...ja. (zieht die Füße ein)

Max: Wissen Sie was, Miss Fine? Sie haben Recht. Ich HABE Angst und deshalb hab ich es zurückgenommen.

Fran: Ich weiß.

Max: Ich bin in meinem Leben nur einmal richtig verliebt gewesen und als meine Frau starb, da... Wie soll ich sagen, ich habe Angst davor, das noch mal durchzumachen.

(Fran legt ihm ihre Hand auf seine, Maxwell hält sie fest)

Max: Ich meine, was wäre, wenn das mit uns beiden nicht hinhaut? Was wäre dann mit den Kindern?

Fran: Das wird schon. Die Umstellung wär’ vielleicht etwas schwierig aber SIE dürften uns am Wochenende besuchen.

Max: Oh Miss Fine, was ist, wenn zwischen uns etwas passiert? Das...das könnte alles kaputt machen, was wir haben.

Fran: Oh, oder es würde uns eine völlig neue Dimension erschließen, in der `ne ganze Menge los sein könnte. – Oder es könnte alles kaputt machen. So etwas kann passieren...

Max: Also... Dann sind wir uns einig. (hält ihr die Hand hin) Freunde?

Fran (schlägt ein): Freunde.

(Maxwell gibt ihr ein Küsschen auf die Wange und mehrer auf den Mund, bis der letzte Kuss lang und leidenschaftlich wird)

Max/Fran (enttäuscht): Freunde...

(beide drehen sich von einander mit einem Gesichtsausdruck, der „Wow“ beschreibt, weg)

 

Blooper:

(Sylvia Fines Küche, Renée und Fran sitzen am Tisch)

Renée: Und wieso hat er’s eigentlich zurückgenommen?

Fran: Na, wieso wohl? Weil er überhaupt keinen Respekt vor mir hat. Er... (fängt an, zu lachen)

 

Renée: Unser Volk hat kein Monopoly.

Fran (in die Kamera): Und ich schieb mir trotzdem noch ein Stück Kuchen in den Mund. Was ist eigentlich los mit mir?

 

Renée (macht die linke Schulter frei): Oy, der Mann vom Kabelfernsehen.

Fran: Ma, überlass ihn mir. (richtet ihren Busen) Willst du ... PayTV?

(beide lachen hysterisch)

Fran (himmelwärts): Was soll das überhaupt bedeuten? (wiederholt die Gestik noch mal)