Die Nanny: Transkript der Folge "Kalte Füße (1) / Zu zweit vor'm Altar (2)" [#5.22/5.23]

Transkript der Folge "Kalte Füße (1) / Zu zweit vor'm Altar (2)" [#5.22/5.23]

Deutsches Transkript erstellt von MG (Abschrift erstellt von Anika)

 

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

 

 

Originaltitel: The wedding
Ausstrahlung:
Deutscher Titel: Kalte Füße (1) / Zu zweit vor'm Altar (2)
Ausstrahlung:
Buch:
Regie:

Darsteller

Fran Drescher (Fran Fine)
Charles Shaughnessy (Maxwell Sheffield)
Daniel Davis (Niles)
Lauren Lane (C.C. Babcock)
Nicholle Tom (Maggie Sheffield)
Benjamin Salisbury (Brighton Sheffield)
Madeline Zima (Grace Sheffield)

 

Gastdarsteller

Inhaltsangabe
Es ist der letzte Tag vor Maxwells und Frans Heirat. Fran ist mit ihrer Mutter Sylvia und ihrer besten Freundin Val nach New Jersey gefahren, um dort besonders schicke Unterwäsche für die Hochzeitsnacht auszusuchen. Auf dem Rückweg haben sie jedoch eine Reifenpanne, weil Val die Fahrt querfeldein abkürzen wollte. Da kein Reserverad vorhanden ist, müssen die drei Damen wohl oder übel zu Fuß gehen. Unterdessen erscheint Maxwells verstorbene Frau Sarah in seinem Arbeitszimmer, um ihm ihren Segen für die bevorstehende Ehe zu geben.

 


(Küche)

Max: Ich kann es kaum glauben. In weniger als 24 Stunden werde ich Mrs. Sheffield in meinen Armen halten. Genauso glücklich wie ich?

Niles (weint fast vor Glück): Das ist der glücklichste Tag in meinem ganzen Leben. Herzlichen Glückwunsch, Sir. (umarmt ihn)

Max: Danke, Niles.

(Fran kommt mit einem Koffer die Treppe runter)

Fran: Hey, was ist mit mir? Immerhin bin ich die Frau, der Sie dieses Glück zu verdanken haben. (öffnet ihre Arme)

Niles: Miss Fine, herzlichen Glückwunsch. (umarmt auch Fran, geht raus)

Max: Wofür brauchst du denn den Koffer? Oh, Moment mal, ich weiß schon. (verführerisch) Wenn wir jetzt zusammen durchbrennen, kommen wir früher zu unserer Hochzeitsnacht, he? (will sie umarmen)

Fran (bringt Abstand zwischen sie): Entschuldige mal! Du hast mich ganze 5 Jahre warten lassen und nur weil du dich jetzt grade danach fühlst, denkst du, dass ich nach deiner Pfeife tanze?! – Komm zu Mama! (zieht ihn an sich, beide küssen sich)

Max: Was dann? Bist du so aufgeregt, dass du schon für die Flitterwochen gepackt hast? (küsst sie kurz)

Fran: Oh. Liebling, ich bin eine jüdische Frau, die 2 Monate auf Kreuzfahrt geht. Denkst du wirklich, dass das alle Klamotten sind (zeigt auf den Koffer), die ich brauchen werde?

Max (verführerisch): Ja...

Fran: Oh...

(Maxwell küsst ihren Hals)

Fran: Oh, Schatz! Ich wünschte, ich könnte bleiben, aber ich muss jetzt zu Ma. (drückt ihn weg)

Max: Was?

Fran: Ja, du weißt doch, es bringt Unglück, wenn der Bräutigam die Braut in den letzten 24 Stunden vor der Zeremonie zu Gesicht bekommt.

Max (nimmt sie wieder in die Arme): Oh Schatz, wir haben das Haus ganz für uns allein... (küsst ihren Hals)

Fran (nachgiebig): Oh, ich weiß, aber nein. Nein, Scha... Oh Gott... Oh Goooott... (schmilzt in seinen Armen)

(Frans Armbanduhr piepst)

Fran (drückt Maxwell weg): Oh, die 24 Stunden fangen an!

Max: Was?

Fran: Ja, das war die Warnung. Wir haben nur noch 2 Minuten zusammen.

Max (hebt sie hoch): Ich schaff’s in 2 Minuten!

Fran: Ach ja?!

Max: Na ja, Schatz. Es ist immer hin schon 5 Jahre her.

Fran: Ooh!

(Sylvia kommt rein)

Syl (zu Fran): Wir müssen los!

Fran: Oh!

Syl: Du musst jetzt von hier verschwinden!

Fran: Ma, wir haben noch 2 Minuten übrig!

Syl: Glaubt mir, es gibt nur einen Mann, der eine Frau in 2 Minuten befriedigen kann: Käpt’n Iglo. (zieht Fran raus)

Fran (zu Maxwell): Gib mir den Koffer! Gib mir den Koffer!

(Maxwell reicht ihr schnell den Koffer zu)

 

(Vorspann)

 

(Küche)

Brighton: Tja, Dad. Dein letzter Tag als freier Mann. Nie wieder wilde Nächte, nie wieder wilde Weiber. – Das heißt also alles bleibt beim Alten, hm?

Max: Tja, wie der Vater so der Sohn, hm?

Brighton (lacht erst, dann traurig): Jaaa. (geht raus)

(Niles und Jocelyn kommen rein)

Niles: Ihre Schwester, Sir.

Max: Oh Jocelyn!

Jocelyn: Da ist ja der Glückliche!

(beide geben sich einen Luftkuss)

Jocelyn: Darling, du siehst einfach fabelhaft aus!

(Niles räuspert sich)

Jocelyn: Sie sehen natürlich überwältigend aus!

Niles (verlegen): Oh, hören Sie auf.

Jocelyn: Trotzdem bleiben Sie ein erbärmlicher Lakai.

Niles (warnend): Ich sagte, hören Sie aus...! (geht nach oben)

Max: Also, wo ist sie? Wo ist Mutter?

Jocelyn: Oh, sie hat die Einladung abgelehnt. Sie scheint deine Verlobte ganz abscheulich zu finden.

Max: Aber das ist doch lächerlich. Sie hat mir neulich gesagt, dass sie sie apart findet.

Jocelyn: Abartig, Darling.

Max: Oh...

Jocelyn: Ich weiß, es ist hart für dich, aber du kennst Mami doch. Für sie gibt es Keine, die gut genug ist für einen Sheffield.

*****

Rückblende:

(Fran pult in ihren Zähnen) Ja, na und?

(Fran zupft einen Fussel von einem Hähnchenflügel, richtet sich den Busen, wischt sich über die Zähne, kratzt sich an einem Treppengeländer, benutzt gebrauchte Zahnseide, spuckt eine Praline aus, besprüht Maxwell mit Rasierschaum)

Fran: Ja, in dem kurzen Jahr, in dem ich hier bin, hab ich es tatsächlich geschafft, diese gewisse Eleganz in diesen Haushalt zu bringen, die ihm vorher gefehlt hat. (pult in den Zähnen) Wann hab ich denn Käse gegessen?

*****

Max: Aber meine Frau Sarah hat sie gemocht, oder?

Jocelyn: Oh auf jeden Fall. Von der hat sie immer gesagt: Die ist ein süßes Luder.

Max: Na. Siehst du. – Hat sie wirklich Luder gesagt?!

(Jocelyn lächelt)

Max: Ach Jocelyn. Das darf doch nicht wahr sein. Meine eigene Mutter kommt nicht zu meiner Hochzeit? Was soll’s, bitte. Bitte, ist mir vollkommen egal! Ich kann auf ihre Zustimmung verzichten. Ich gebe zu, schon möglich, dass Frans Umgangsformen zu Anfang noch etwas unbeholfen waren, aber in den fünf Jahren, die sie bereits bei uns ist, ist sie quasi über sich selbst hinausgewachsen.

 

(Dessousladen)

Fran (hält eine kleine Verpackung hoch, zur Verkäuferin): Habt ihr die essbare Wäsche auch n bisschen kleiner?

Syl (hält sich ein winziges Kleidungsstück vor): Oh, was meinst du, Frannie? Sieht das hier wohl gut an mir aus?

Fran: Ma, bist du verrückt?! Mir wird schon schlecht, wenn ich es nur in deiner Nähe sehe! (zu Val) Die hat n Knall. Val, wie liegen wir im Zeitplan?

Val: Oh, mal sehen. (sieht auf die Uhr) Es sind noch 19 Stunden und 10 Sekunden bis die Post abgeht!

Fran: Ah! Prima, und wie lang dauert’s noch bis zur Hochzeit?

(beide lachen, Fran geht zur Theke, an der die Verkäuferin ihr eine kleine Schachtel zeigt)

Fran: Oh klasse, Sie haben Pina Colada in small. Das ist gut. (zu Sylvia) Ma, warte bis du dieses wunderbare Negligée siehst, das ich bestellt hab, es ist so was von... (sieht in die von der Verkäuferin geöffnete Schachtel) ...SCHWARZ?! Oh nein, nein, nein, nein. Ich hab es in weiß bestellt.

Verkäuferin: Tut mir leid, es wurde in schwarz geliefert, Schätzchen.

Fran: Aber ich hab es in weiß bestellt, Häschen.

Verkäuferin: Da kann man nichts machen, Liebes.

Fran: Dann lässt sich Häschen was einfallen, sonst bringt Schätzchen Häschen um!!!

Syl: Wir beruhigen uns jetzt erst mal. Hören Sie, meine Teuerste. Meine Tochter wird in 19 Stunden und 9 Sekunden vor den Traualtar treten. Gibt es irgendwas, was wir tun könnten, um die Sache zu beschleunigen? (nimmt einen Schokoriegel aus der Tasche) Wenn Sie wissen, was ich meine...

Verkäuferin: Wollen Sie mich etwa mit einem Schokoriegel bestechen?

Syl: Die Hälfte.

Verkäuferin: Tut mir leid, ich kann Ihnen nicht helfen. Das Lager kann uns frühestens am Montag beliefern. Sie werden das Schwarze nehmen müssen.

Syl: Das geht aber nicht, verdammter Mist! Das ist ihre Hochzeitsnacht! Da muss sie wie eine Jungfrau aussehen!

Verkäuferin: Ha!

Syl: Ich sagte aussehen.

 

(Fran, Syl und Val fahren in Vals Auto auf einer Landstraße)

Syl: Oy, da sind wir den weiten Weg bis nach Jersey gefahren, um dir ein Negligée zu kaufen und nach 2 Sekunden wird er’s dir vom Körper pflücken, dich dann mit Schokoladensoße vollschmieren und sich anschließend an dir vergehen... (grinst)

Fran: Das klingt, als würdest du in lieben Erinnerungen schwelgen, Ma.

Val: Und, Sylvia? Wissen Sie auch noch, was Sie in der Nacht vor Ihrer Hochzeit gemacht haben?

Syl: Ja. Alles, was ich mir nach der Hochzeit verkneifen musste.

Fran: Ich weiß schon, was ich heute Abend unternehmen werde: Val wird vorbei kommen, wir lassen uns maniküren und pediküren. Oh, und ich hab uns Klebestreifen für die Nase besorgt. Wenn man die abzieht, kleben alle Mitesser dran.

Val: Oooh!

Fran: Die sind ganz neu! Ja.

Syl: Ich hab dazu das Klebeband von Daddys Toupet genommen. Das funktioniert einwandfrei.

Fran (sieht auf die Uhr): Ich muss schon sagen, es ist unglaublich. Wir sind schneller als in unserem Zeitplan vorgesehen und weit und breit kein Mensch auf der Straße. Val, deine Abkürzung ist einfach spitze!

Val: Ooh!

(ein Reifen platzt, die drei kreischen)

 

(am Straßenrand, Fran und Val knien vor dem linken Vorderreifen)

Fran: Ich sag dazu nur eins: Nie hab ich dich so gehasst, wie heute!

Val: Weißt du was? Es wäre ziemlich dumm von dir, dich jetzt mit mir anzulegen. Pass auf.

Fran. Ja...

Val: Letzte Woche ist mir genau das selbe passiert und zwar mit diesem Reifen. (zeigt auf den linken Hinterreifen) Und da hab ich gelernt, wie man die wechselt.

Fran: Oh Val, du kannst Reifen wechseln?

Val: Hmhm!

Fran: Ich bin beeindruckt. Ich hab keine Ahnung, wie man einen Reifen wechselt.

(beide sehen in den Kofferraum)

Fran: Außer dass man... Val?

Val: Ja?

Fran: Irre ich mich oder ist das da das Reserverad? (zeigt auf den linken Hinterreifen)

Val: Gerade noch beeindruckt, dann nen Moment später sauer, was?

Fran: Wie konntest du nur so ungeheuer dämlich sein?! Wir sind hier mitten in der Pampa! Was sollen wir denn jetzt tun?

Syl (kommt zu ihnen zurück): Ich hab ne interessante Erfahrung gemacht. Ich kann nicht pinkeln, wenn ein Waschbär mich dabei beobachtet.

Val: Sylvia, wissen Sie zufällig, wie man einen kaputten Reifen flickt?

Syl: Ich weiß nicht mal, wie man ne Hose flickt.

Fran: Oh, ich werd die Sache in die Hand nehmen. Das ist doch nicht zu fassen, zwei moderne, emanzipierte Frauen, die nicht wissen, wie man einen Reifen flickt!

(stellt sich sexy an den Straßenrand und hält den Daumen raus, spät abends steht sie immer noch)

 

(Büro, Maxwell sitzt am Schreibtisch und arbeitet, sein Blick fällt auf ein Bild von Fran, er nimmt es in die Hände)

Max: Es ist mir völlig egal, was meine Mutter sagt. Ich weiß, dass du die Richtige bist.

(die Terrassentüren fliegen auf, Max will sie schließen)

Frauenstimme: Ja, sie ist die Richtige für dich, Max.

Max: Sarah?

Sarah (sitzt auf der Couch): Hallo Max!

Max: Meine Güte. Ha...ha...hab ich den Verstand verloren?

Sarah: Nein. Nein, nein, nein. Und du hast die richtige Entscheidung getroffen, Max. Deswegen bin ich gekommen. Ich wollte dir sagen, dass ich mich von Herzen für dich freue.

Max: Oh, im Ernst?

Sarah: Wie deine Augen strahlen. Du siehst so fröhlich aus. Es ist wunderbar, dass sie dich glücklich macht.                               

Max: Oh ich bin ja so froh, das von dir zu hören, Sarah. Weißt du, ich bin wirklich vollkommen verliebt in... (schweigt, sieht zu Boden)

Sarah: Es ist okay, dass du sie liebst, Max. Ich liebe sie doch auch. Wenn du überlegst, was sie für unsere Kinder getan hat. Das werde ich ihr nie vergessen! Ich werde ihr für den Rest meines Lebens dankbar sein. (auf Maxwells Blick) Das sagt man doch so.

Max: Oh Sarah. Meine geliebte Sarah.

(beide setzen sich auf den Tisch)

Max: Weißt du, als du von uns gegangen bist, da wusst’ ich nicht mehr ein noch aus. Ganz besonders mit den Kindern. Und dann, mitten aus dem Nichts, taucht diese meshugehne Frau auf. (auf Sarahs Blick) Das sagt man doch so. Sie... sie ist bei uns aufgetaucht und hat uns zum ersten Mal wieder so richtig zum Lachen gebracht.

*****

Rückblende:

Fran: An die Arbeit, wir wollen aus Maggie eine Schönheit machen.

Brighton: Wir können ihr ne Tüte überziehen.

Maggie: Halt die Klappe, Brighton!

Fran: Sei ein bisschen netter zu deiner Schwester!

Brighton: Wieso? Weil wir eine Familie sind?

Fran: Ja, ganz genau. Und wenn dein Vater eines Tages alt und krank ist, wirst du wollen,... dass er bei ihr wohnt.

 

Grace: Ich hab ein Gedicht für Sie geschrieben, Fran.

Fran: Nein wirklich?

Grace: F steht für die Freude, die Sie bringen.

           R steht für das Romme, dass wir spielen.

           A steht für die Antworten, die Sie immer finden.

           N steht für die Nettigkeiten, die wir so schätzen.

 

(Fran umarmt Maggie, dann Grace)

 

Brighton: Wir warn nach’m Sport im Umkleidraum.

Fran: Und?

Brighton: Fran, ich bin viel kleiner als die andern Jungs.

Fran: Wie kleiner? Na und?

Brighton: Vergessen Sie’s. Ich schäme mich so.

Fran: Ich versteh’ dich nicht. Nur weil du so klein im Umkleideraum bist, musst du dich doch nicht schämen. (versteht es plötzlich)

 

(Fran umarmt Grace, Brighton, dann Maggie)

 

Fran: Schätzchen, wenn du nicht willst, dass ich mich mit ihm treffe, dann sag’s einfach. Ich respektiere deine Gefühle.

Maggie: Gut, ich will nicht, dass Sie sich mit ihm treffen.

Fran: Na dann werde ich mich auch nicht mit diesem Kerl treffen. Ich habe dich lieb und würde niemals irgendetwas tun, was dich verletzen könnte.

Maggie: Ich hab’ Sie auch lieb, Fran.

Fran: Dann bitte erlaub mir, mich mit ihm zu treffen! Ich werde als alte Jungfer sterben, wenn ich auf deinen Vater warte!

 

Max: Hallo Schätzchen.

Grace: Gefällt dir mein Kleid? Die 70% Ermäßigung fallen gar nicht auf.

Fran: Die wird noch ne echte Wühltischmaus.

Brighton: Hallo Dad. Überrascht?

Max: Du wirst nichts anstellen, Brighton?

Brighton: Werd mich zusammenreißen.

Max: Hmhm. Alles klar.

Fran: Komm schon, Maggie. Du musst nicht schüchtern sein.

Max: Mein Gott, ich hatte ja keine Ahnung, wie ähnlich sie ihrer Mutter sieht.

*****

Max: Oh ich bin sicher, du würdest sie gern haben.

Sarah: Das tu ich, Max. Warum hätte ich sie sonst zu euch geschickt?

Max (verblüfft): Du hast uns Fran geschickt? – Hast du gesehen, was für Klamotten sie trägt?

Sarah: Ich dachte, das wär’ nur ein Ausrutscher.

(Niles kommt rein)

Niles: Ist alles in Ordnung, Sir?

Max: Niles, kommen Sie, kommen Sie rein. Sehen Sie mal, wer da ist!

Niles: Wer, Sir?

Sarah: Niles sieht mich nicht, Max.

Niles (zu Max): Möchten Sie einen Drink?

Sarah: Nein danke, den müssten Sie gleich wieder aufwischen.

(Sarah und Max lachen, Max dreht sich zu Niles um, sieht dessen fragenden Blick)

Max (ernst): Nein, lieber nicht. Haben Sie vielen Dank, Niles. (setzt sich wieder zu Sarah)

Sarah: Werde mit ihr glücklich. (küsst Maxwell auf die Wange) Ich werde dich immer lieben, Max.

Max: Und ich werde dich immer lieben.

(Sarah verschwindet)

Niles: Danke, ebenfalls, Sir. (geht raus)

 

(auf der Landstraße, Val, Sylvia und Fran, die ihr Negligée dabei hat, keuchen schon beim Gehen)

Syl: Oy, oy...

Val: Oh Gott…

Syl: Stehen bleiben.

Fran: Oy...

Syl: Ich kann keinen Milli...meter mehr weitergehen.

Val: Oooh...

Fran: Ich bin schon vollkommen ausgetrocknet. Ich will Wasser!

Val: Oy, ich... ich hab das Wasser aus Versehen im Auto gelassen.

Fran: Oh, das darf doch nicht wahr sein, Val! Und wer von uns drein soll jetzt den ganzen Weg zurücklaufen und es holen?

(Sylvia und Val sehen sie an)

Fran: Na prima, ich geh schon! (geht die 10 Schritte zum Auto zurück)

 

(einige Zeit später)

Val: Hör mal, Fran. Das hier fängt an, mir wirklich Angst zu machen. Wir haben doch mal so’n Film gesehen, wo die armen Menschen am verhungern waren und dann haben die Sachen gegessen, die man normalerweise nicht isst.

Fran: Du meinst wohl das Tape von meiner Bat Mitzva.

Val: Nein, ich... ich meine den Film, in dem sie sich gegenseitig aufgegessen haben.

Fran: Na ja, zum Glück haben wir ein reichhaltiges Selbstbedienungsbuffett hinten im Schlepptau. (zeigt auf Sylvia)

Syl: Kinder, ihr müsst das Hungergefühl mit eurer Willenskraft überlisten. Das geht durch mentales Negieren aller Lebensmittel, einschließlich Pralinen und Gebäck, klar?

Val: Also, wir sind mittlerweile seit drei Stunden unterwegs und Sie haben gar keinen Hunger?

Fran: Ma, hast du meine essbare Unterwäsche gefuttert...?

Syl: Schon’ möglich.

Fran: Ma, wir wollten uns das Essen brüderlich teilen!

Syl: Ich war nervös. Du weißt doch, dass ich was essen muss, wenn ich nervös bin.

Fran: Nervös, überglücklich, traurig, beim Schwimmen!

*****

Rückblende:

Syl: Wisst ihr, weil offenbar keiner mehr was von der Torte will, werd ich sie einfach wegstellen.

Fran: Oh, gute Idee.

Syl: Aus den Augen, aus dem Sinn.

Fran: Da hast du völlig Recht, Ma.

Val: Genau.

Fran: Völlig Recht.

(Sylvie läuft stattdessen mit der Torte die Treppe hoch)

Fran: Halt, stehen bleiben! Sie hat die Torte!

 

(Sylvia isst Hühnchen, Kuchen, ein Sandwich, einen Apfel, einen Muffin, Pudding und ein riesiges Gebäck)

 

Syl: Oh mein Gott, ich bekomme Herzrhythmusstörungen. Schnell, gib mir meine Medizin!

(Fran springt auf, holt eine Schokoladensirupflasche und einen Löffel, gibt dies Sylvia, diese macht den Löffel voll und leckt diesen genüsslich ab)

*****

(Küche, Grace kommt rein)

Max: Spätzchen. Ist alles in Ordnung?

Grace: Natürlich, Daddy. Ich hab dich nur vermisst. Ich will nur in deiner Nähe sein. (drückt sich an ihn)                      

Max: Und wieso, mein Schatz?

(Grace zeigt auf die Tür, in der Maggie mit roten Haaren erscheint)

Max: Oh mein Gott! Oh mein Gott!!!

Maggie: Ich weiß! Sieht das nicht super aus? Ich wusste, das gefällt dir.

Max: Nein! Nein, nein, nein! Das...das war ein entsetztes und schockiertes Oh mein Gott!, du bist wohl verrückt!

Maggie: Tja, tut mir leid, Dad. Aber ich bin 18. Alt genug, um meine eigenen Entscheidungen zu treffen.

Niles: Miss Margaret, neue Frisur! Die macht Sie glatt um fünf Jahre jünger. Kein Mensch wird Ihnen glauben, dass Sie 18 sind. Ich finde sie toll!

Maggie: Aber ich nicht! Ich färb sie wieder blond! (geht raus)

Grace: Sie sind `n richtiger Marionettenspieler!

(beide schlagen ein, Grace geht nach oben)

Max: Tja, Sie scheinen ziemlich clever zu sein, Niles. Vielleicht können Sie mir helfen, ich stecke in einer blöden Situation.

Niles: Oh Sir, was soll’s, wenn Ihre Mutter nicht zur Hochzeit kommt. Miss Fine hat viel mehr Klasse als die alte Schabracke!

Max: Ich finde es hoch interessant, dass Sie schon Bescheid wissen, bevor ich Ihnen von der blöden Situation erzählen konnte...

Niles (lenkt ab, schleimt): Sir, der neue Haarschnitt macht Sie glatt drei Jahre jünger...

Max: Ach, lassen Sie das! Was meinen Sie, soll ich Fran sagen, dass meine Mutter nicht zur Hochzeit kommt?

Niles: Da ich mich beherrschen konnte und ihr nichts gesagt habe, halte ich es für Ihre Pflicht!

(Telefon klingelt, Max geht ran)

Max: Ja hallo? Oh, Mrs. Toriello, hi! … Was? ... Aber wo? ... Warten Sie einen Augenblick, ich werd’s gleich aufschreiben. (zu Niles) Val, Fran und Sylvia sind immer noch nicht aus New Jersey zurück und jetzt hat man Vals Auto menschenleer am Straßenrand gefunden.

Niles: Du meine Güte!

Max (ins Telefon): Ja, Mrs. Toriello, ich bin noch dran. ... Verstehe. Gut, ich mach mich gleich auf den Weg. Keine Sorge, Mrs. Toriello, ich bin sicher, alles ist in bester Ordnung. (legt auf)

Niles: Da haben Sie bestimmt Recht, Sir. Die drei werden sich schon etwas einfallen lassen.

 

(am Straßenrand, Val haut einen Schuh in einen Baum)

Val: Ich bin sicher, dass das funktioniert. Wir haben als Kinder mal so’n naturwissenschaftlichen Film gesehen, in dem zwei Bären in einen Baumstamm ein Loch geschlagen haben, um den Sirup zu futtern.

Fran: Val, die zwei Bären waren Yogi und Bubu.

Val: Ja...

Fran: Das ist unglaublich, echt! Heute ist die Nacht vor meiner Hochzeit und ich sitze hier am Straßenrand fest, mitten in der Pampa, mit dir, meiner Mutter und dieser dämlichen Schlange.

(die drei kreischen durcheinander und laufen weg, Sylvia entdeckt auf dem Weg eine Notrufsäule)

Fran: Ich hasse Schlangen! Ich hasse Schlangen!

Syl: Eine Notrufsäule! Eine Notrufsäule! Eine Notrufsäule!

Fran: Eine Notrufsäule!

Val: Oh nein, Fran. Ich hab keine Münzen dabei.

Fran: Für eine Notrufsäule braucht man keine Münzen.

Val: Warum hast du das nicht gleich gesagt? Wir hätten die beim Auto nehmen können.

Fran (in den Hörer): Hallo?

Männerstimme: Hallo?

Fran: Hallo, hallo!

Polizist: Haben Sie ein Problem?

Fran: Allerdings, ein Riesiges! Wir sitzen hier mitten in der Pampa fest, ich habe einen wichtiges Termin, ich will nämlich in 14 Stunden heiraten! Und wir sind halb verhungert, weil meine Mutter meine Unterwäsche aufgegessen hat.

Polizist: Alles klar, Sie müssen jetzt erst mal zur Ruhe kommen. Wir haben die Nummer Ihrer Notrufsäule. Wir schicken jemanden vorbei. In ein paar Stunden wird jemand bei Ihnen sein.

Fran: In ein paar Stunden? Nein, nein Sir, Sie verstehen nicht ganz. Auf seinen Antrag musste ich ganze fünf Jahre warten. Es stimmt, wir hatten am Anfang ein paar Probleme, na ja, eigentlich hatte er die, aber wir haben das ganz prima hingekriegt. Wirklich! Sogar seine Mutter hat gesagt, sie findet mich apart.

(der Polizist gießt sich währenddessen einen Kaffee ein)

Fran: Verstehen Sie, das... das ist so eine romantische Geschichte. Ich meine, manche Menschen finden sie kitschig, aber ich bleibe bei romantisch. (lächelt verliebt)

*****

Rückblende:

Fran: Also, was Sie wirklich sagen wollen ist, dass Ihnen die ganze Sache verdammt leid tut und wenn es Ihnen nicht zu peinlich wäre, würden Sie jetzt vor mir auf die Knie gehen und mich um Verzeihung bitten.

Max: Miss Fine!

Fran: Entschuldigung angenommen! Ma, pack meine Sachen, er will mich wieder!

Syl: Bitte lächeln! (fotografiert beide)

 

Max: Haben Sie vielen Dank, Miss Fine! (küsst sie, schüttelt ihr dann verlegen die Hand) Vielen Dank, vielen Dank.

Fran: Jederzeit, Mr. Sheffield. Jederzeit...

 

(beide liegen auf dem Schreibtisch und küssen sich leidenschaftlich, Maxwell nimmt Fran in die Arme und küsst sie)

 

Max: Ich liebe dich! (beide küssen sich)

 

Max: Also... Dann sind wir uns einig. Freunde?

Fran: Freunde.

(Maxwell gibt ihr ein Küsschen auf die Wange und mehrere auf den Mund, bis der letzte Kuss lang und leidenschaftlich wird)

 

(beide verbringen zusammen Zeit in Paris, London und auf einer Kreuzfahrt)

 

Max: Fran, ich liebe dich. (beide küssen sich)

 

Fran: Euer Vater hat euch eine überaus wichtige Mitteilung zu machen.

Max: Ich habe Miss Fine gesagt, dass ich sie liebe.

alle: Ja schön, und was gibt’s neues?

Max: Oh, oh ja. Ich hab’s nicht zurückgenommen.

alle: Oh, herzlichen Glückwunsch!

 

Max: Fran?

Fran: Ja?

Max: Willst du meine Frau werden?

Fran: Was glaubst du denn...?

(beide küssen sich)

*****

Polizist: Hörn Sie, ich finde das auch sehr romantisch und ich wünsche Ihnen alles Gute, aber ich habe nur einen Abschleppwagen und eine Hochzeit ist nun mal kein Notfall. ... Wie alt sind Sie? ... Ich schick sofort jemanden los.

Fran: Oh vielen Dank, ich danke Ihnen, Sir. (legt auf)

Val: Was passiert jetzt?

Fran: Er will sofort jemanden vorbeischicken.

Val: Gott sei Dank.

Fran: Wir sind gerettet!

(ein Wagen hält bei ihnen)

Syl: Oh mein Gott! Da! Da! Da kommt mein Schwiegersohn!

Fran: Oh nein, du lieber Himmel!

(Fran versteckt sich hinter Sylvia, steckt ihre Arme unter ihren durch)

Fran: Nicht hersehen, Schatz! Du darfst mich nicht sehen!

Max: Fran, was ist passiert? Vals Mutter hat mich angerufen, dass man euer Auto gefunden hat. Gerade bin ich dran vorbeigefahren. Habt ihr die Notrufsäule daneben nicht gesehen?

Val: Das Thema hatten wir bereits, das wollen wir nicht vertiefen!

Fran: Oh Schätzchen, ich bin ja so froh, deine Stimme zu hören.

Max: Liebling, ist alles in Ordnung? (kommt auf sie zu)

Fran (stoppt ihn): Nein, warte! Warte, warte! Stopp! Bleib, wo du bist! Weißt du nicht mehr? Du darfst mich die letzten 24 vor der Hochzeitszeremonie nicht sehen. (zu Sylvia) Oh Ma, was für einen Pullover hat er an?

Syl: Den aus Kaschmir. Er sieht fantastisch aus!

Fran: Oh, das ist mein Lieblingspullover! (befühlt Sylvia) Ma, hast du keinen BH an?

Syl: Wenn der Herrgott mich heute zu sich rufen sollte, dann sterbe ich frei und ungebunden.

Fran (zu Maxwell): Oh Schätzchen? Du kannst gehen und das Auto rüberholen. Aber egal, was du tust, du darfst mich nicht ansehen.

Max: Aber Liebling, wir werden zwei Stunden unterwegs sein, wie soll ich dich da nicht ansehen?

Syl: Du musst dein Augenmerk einfach nur auf mich richten. Das wird für dich ein kleiner Vorgeschmack auf die Zukunft sein.

Fran: Und jetzt komm her, Liebling und nimm uns in den Arm.

(Max legt seine Arme um Sylvia und hinter dieser stehenden Fran)

 

(Sylvias Küche)

Syl (kaut auf einem Wäschestück rum): Mhmm, also weißt du, diese essbare Unterwäsche schmeckt gar nicht mal so übel.

Fran: Ma, das ist nicht die essbare Wäsche! (nimmt ihr das Wäschestück weg, wirft es in den Wäschekorb, geht raus)

(Sylvia holt ein verstecktes Wäschestück raus und beißt hinein)

 

(Frans Zimmer in der Wohnung ihrer Eltern, Fran und Val liegen auf dem Bett)

Val: Ach Fran, so wird es von jetzt an nie wieder sein. Nur wir zwei auf deiner ollen Matratze.

Fran: So Gott will, Val.

Val: Stell dir vor, du wärst beinah die Letzte aus unserer Klasse gewesen, die unter die Haube kommt. Oy! Wär’ das nicht erbärmlich gewesen?

Fran: Val…?

Val: ... Ich weiß. Es ist mir auch gerade aufgefallen...

(Sylvia kommt rein)

Syl: Schätzchen, es ist Zeit für das voreheliche Mutter-Tochter-Gespräch.

Fran: Auweia.

Syl: Valerie, könntest du in die Küche gehen und mir ein großes Stück Apfelkuchen in der Mirkowelle warm machen?

Val: Oh, versteh’ schon. Sie wollen mit Fran allein sein.

Syl: Nein, ich will Apfelkuchen.

(Val geht raus)

Syl: Schätzchen, ich wusste, dass ich an deinem Hochzeitstag zu aufgeregt sein würde. (holt einen Zettel aus ihrer Tasche) Also hab ich dir einen Brief geschrieben.

Fran: Wann hast du dafür Zeit gefunden?

Syl: Am Tag deiner Geburt. (öffnet den Zettel) „Meine geliebte Tochter, nach 23 Stunden der unerträglichsten Wehenschmerzen, – P.S. Ich werde deinen Vater nie wieder an mich ranlassen. – bist du endlich hier. Schätzchen, das ist der glücklichste Tag in meinem ganzen Leben, bis heute (schluchzt), deinem Hochzeitstag. (schluchzt) Und jetzt stehst du hier, 21 Jahre alt...“ (schluchzt) Kennedy war Präsident, wir alle waren sehr optimistisch.

Fran: Ma, weißt du, nur weil Maxwell und ich heiraten, sollst du nicht denken, dass das zwischen uns zweien auch nur das Geringste verändern wird. Ich werde vielleicht bei Maxwell wohnen, aber du wirst immer in deinem eigenen Zuhause bleiben. (beide lachen) Ich hab dich lieb.

Syl: Gute Nacht, Liebling.

Fran (als kleines Mädchen): Gute Nacht, Mom.                                                                       

(Sylvia geht raus, Fran macht den Fernseher an und guckt „I Love Lucy“)

 

(zur gleichen Zeit, Maxwells Schlafzimmer, Maxwell macht den Fernseher aus, Niles kommt mit einem Tablett rein)

Niles: Sir, da morgen Ihr Hochzeitstag ist, dacht ich, ein Brandy könnte nicht schaden. (gießt ein Glas ein)

Max: Ah danke, mein Bester.

Niles: Ach, Sie wollen auch einen!

Max (nimmt das Glas, legt sich aufs Bett): Oh Niles, ich hoffe nur, dass ich Frans Erwartungen gerecht werde. Wissen Sie, ich hab schon ewig nichts mehr mit einer Frau gehabt.

Niles: Na ja, verdoppeln Sie ewig, geben Sie noch zwei drauf und willkommen in meiner Welt, Kumpel! (legt sich neben Maxwell)

Max: Es...es ist nur so, dass sie so viel Erfahrung hat. Ich mein, sie hatte mal was mit... einem Italiener, Niles!

Niles: Oh Sir, das ist doch schon 5 Jahre her. Glauben Sie mir, die Frau ist so reif, die wird sich auch mit einem Engländer zufrieden geben.

(beide stoßen an)

 

(am nächsten Tag, vor der Hochzeit im Tempel, Fran will ihre Schuhe anziehen)

Fran: Oh mein Gott! Die Schuhe passen nicht! Meine Schuhe passen nicht! Die haben mir die falschen Schuhe gegeben! Ich hab die falschen Schuhe!

(Maggie, Grace und Val springen aufgeregt auf)

Grace: Fran, das hier sind meine Schuhe! Das sind meine Schuhe.

Fran (lacht): Oh, beruhigt euch, beruhigt euch. Das hier sind ihre Schuhe. Da sind meine. (zieht die richtigen Schuhe an)

Maggie: Fran?

Fran: Ja?

Maggie: Soll ich dir vielleicht ne Tasse Kaffee holen?

Fran: Schätzchen, wirk ich so, als wär’ ich nicht angespannt genug?!

Val: Fran?

Fran: Ja?

Val: Süße?

Fran: Baby?

Val: Äh, weißt du, als deine Brautjungfer...

Fran: Ja?

Val: ...hab ich dir was Altes besorgt...

Fran: Oh gut.

Val: Was Neues und etwas Geliehenes. (hält eine Kette hoch)

Fran: Das ist meins, Val.

Val: Was Geliehenes. Das Einzige, was ich vergessen hab...

Fran: Ja?

Val: ...ist was Blaues.

Fran: Val...! Wenn ich nichts Blaues habe, dann kann ich nicht heiraten! (würgt Val)

Grace: Fran, Fran, Fran! Du wirst sie erwürgen!

Fran: Na, dann hätte ich wenigstens was Blaues, nicht wahr? (lässt von Val ab)

(Türklopfen)

Fran: Sssch! Benehmt euch vornehm. Das muss einer von seiner Seite der Familie sein.

(alle 4 nehmen eine übertrieben vornehme Stellung ein)

Fran: Entré!

(Jocelyn kommt rein)

Jocelyn: Könnte Maxwells kleine Schwester wohl mal mit der Braut plaudern?

Fran: Aber sicher.

Jocelyn: Hallo, Kinder. Könnten wir unter 4 Äuglein plaudern?

Fran: Oh ja. Hier, ihr könntet das schon mal an der Limousine befestigen. (gibt Maggie, Grace und Val die aufgefädelten Dosen) Wir müssen was unter vier Äuglein besprechen.

(Maggie, Grace und Val gehen)

Jocelyn: Fran, ich wollte Sie nur aufs herzlichste in der Sheffieldfamilie willkommen heißen.

Fran: Ooh!

Jocelyn: Willkommen. (legt ihre Hand auf Frans linke Schulter)

Fran (sieht verwundert auf die Hand): ......Ich spüre die Liebe. Das tu ich, das tu ich.

Jocelyn: Und ärgern Sie sich nicht darüber, dass Mami heut nicht kommen wird.

Fran: Mami kommt nicht zur Hochzeit?!

Jocelyn: Ach, wussten Sie das nicht?

Fran: Nein!

Jocelyn: Nur keine Panik, Schätzchen. Wissen Sie noch, wie sehr Mami Lester gehasst hat, als wir geheiratet haben?

Fran: Sie hasst mich?

Jocelyn: Oh Kindchen, Mami hat Lester nur verachtet, weil er mein Chauffeur war.

Fran: Sie verachtet mich?

Jocelyn: Oh, Jocelyn und ihr großes Mundwerk. (lächelt) Hören Sie, Schätzchen. Das Wichtigste ist, dass Mami Lester jetzt vergöttert.

Fran: Oh gut.

Jocelyn: Aber vielleicht nur, weil wir uns jetzt scheiden lassen.

Fran: Was? Sie und Lester?

Jocelyn: Sie hatte nämlich doch Recht. Man kann die Klassen nicht vermischen.

Fran: Klar geht das, klar geht das. Sie haben Lester geliebt. Sie haben es geliebt, dass er so völlig anders war als Sie, er war so natürlich, so bodenständig. (schelmisch) Und was ich so gehört habe, ist er im Schlafzimmer ein wildes Tier gewesen...!

Jocelyn: Oh ja. Aber wenn man keinerlei Gemeinsamkeiten hat, langweilt man sich tatsächlich im Nu. Oh verstehen Sie mich nicht falsch, ich habe immer noch meinen Spaß im Bett – nur nicht mit Lester. (lacht, sieht Frans besorgten Blick)    

Jocelyn: Oh, keine Sorge, Kindchen. Bei Ihnen und Max ist das vollkommen anders.

Fran: Ist es das?

Jocelyn: Ich meine, Lester hatte überhaupt keine Erziehung. Seine Familie war völlig niveaulos.

(Sylvia kommt reingestürzt)

Syl: Oy, ich muss dringend aufs Klo! Ich habe statt Baldrian ein Abführmittel geschluckt. (läuft aufs Klo)

 

(später, die Zeremonie ist im vollen Gange, Maxwell ist dabei, zum Altar zu gehen, C.C. kommt angelaufen)

Max: C.C.?

C.C.: Maxwell, entschuldige die Verspätung. Komm ich doch glatt zu spät zu meiner eigenen Hochzeit.

Max: Ehm...

C.C.: Ich mach Witze. Maxwell, wenn ich eine Sache an dem...Ort gelernt habe, ist es, dass du Nanny Fine und nicht mich liebst. Ich freue mich sehr für euch beide, Maxwell.

Max: Danke, das ist lieb von dir, C.C..

(geht zum Altar, C.C. hängt sich etwas Schleierähnliches an die Frisur und hakt sich bei Maxwell ein, dieser lässt durch eine Geste Niles zu sich kommen, der C.C. von Maxwell loszerrt)

Niles (flüstert): Kommen Sie her! (setzt C.C. mit Gewalt auf ihren Platz)  

(alles ist bereit, die Orgel spielt für die Braut an, alle blicken zum Eingang, Fran erscheint nicht, die Orgel spielt wieder an, alle schauen fragend drein, ein drittes Mal spielt die Orgel an, Fran bleibt verschwunden)

Syl (steht auf, freundlich): Freunde, Familie. Wenn ihr mich bitte einen klitzekleinen Moment entschuldigen würdet. (geht raus, wütend) Ich bringe sie um!

 

(Hinterzimmer, Fran sitzt weinend auf dem Sofa)

Syl (kommt rein): Wie kannst du mich nur an diesem verdammten Altar stehen lassen?! Sobald dieses Abführmittel nachlässt, gibt’s ein riesiges Donnerwetter! (läuft zur Toilette)

(Maxwell kommt rein)

Max: Hallo, Schatz.

Fran: Hi.

Max: Ich weiß nicht, ob du in letzter Zeit in deinen Terminkalender gesehen hast, aber wenn du den heutigen Tag aufschlägst, steht da: `Heirate Maxwell!´!

Fran (steht auf): Hör auf, mich anzubrüllen. Siehst du nicht, dass ich am Boden zerstört bin? Die Hochzeit ist abgeblasen! (sieht ihn an) Gott, siehst du unglaublich aus!

Max: Liebling, was meinst du mit die Hochzeit ist abgeblasen?

Fran: Oh, Jocelyn und Lester lassen sich scheiden.

Max: Was...was hat denn das mit uns zu tun?

Fran: Ihre Ehe hat nicht funktioniert, weil sie aus zwei verschiedenen Welten kommen, genau wie wir. Ich meine, du bist die kultivierte, elegante Jocelyn und ich bin Lester. Der arme Schlucker, der für dich gearbeitet hat.

Max: Ach, komm schon, Schatz. Du arbeitest doch nie wirklich. (grinst)

Fran: Weißt du, es ist ein Riesenfehler, jetzt Witze zu reißen!

Max: Aber Engelchen, ich liebe dich doch.

Fran: Klar, jetzt! Ich meine, jetzt findest du unsere Unterschiede ja vielleicht charmant, aber früher oder später langweilst du dich dann bestimmt mit mir. Und obwohl du es nicht zugeben wirst, weiß ich, dass du dich niemals damit abfinden wirst, dass ich deiner Mutter verhasst bin!

Max: Was? Wer hat gesagt, dass du meiner Mutter verhasst bist?

Fran: Deine böse, kleine Schwester!

Max: Oh, komm her. (führt sie zum Sofa, setzt sich neben sie)

Max: Oh Fran, mein Liebling. Wie kann ich dir nur begreiflich machen, wie sehr ich dich vergöttere?

Fran: Na ja, ein paar Beispiele wären nicht schlecht.

Max: Na gut, da wäre zunächst mal dein Sinn für Humor. Ich liebe deine Kapricen, deine Exaltiertheit, deine Despektierlichkeit...

Fran: Könntest du Wörter verwenden, die ich verstehe?

Max: Ich liebe deine Spritzigkeit, dein Feuer, dein Inbrunst. Ich liebe es, wie du dich für ein schönes Stück Schokoladentorte begeistern kannst.

Fran: Sogar für ein Mittelmäßiges. (lächelt)

Max: Oh, und ich liebe dieses himmlische Lächeln. (küsst sie sanft) Brauchst du wirklich mehr?

Fran: Oh ja, bitte!

Max (lacht): Siehst du, wie du mich zum Lachen bringst? (nimmt sie in seine Arme) Oh Fran, ich liebe die Art, wie du liebst. Mit ganzem Herzen und all deiner Seele. Und wie sehr du die Kinder liebst. Wie sehr sie dich vergöttern. Weißt du, du bist vor fünf Jahren wie ein Wirbelwind in unser Leben geschneit und hast uns zum neuen Leben erweckt. Allein dafür werd ich dich ewig lieben.

Fran (lässt seine Worte einen Moment von Stille auf sich wirken, dann gespielt empört): Du findest nicht, dass ich hübsch bin?!

(beide lachen, umarmen sich fest)

 

(später, die Zeremonie beginnt endlich, Fran kommt den Gang hinunter, am Altar küsst sie Sylvia und Morty, Sylvia nimmt Frans linke Hand, dreht sich zu Tante Rose um)

Syl: Sieben ½ Karat.

(Tante Rose macht ein Foto vom Verlobungsring)

Priester: Wir möchten die Zeremonie mit einem traditionellen jüdischen Gebet beginnen.

(der Rabbi singt ein Lied)

Priester: Maxwell, wollen Sie Francine lieben und ehren, in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet?

Max (sieht Fran zärtlich an): Ich will. (steckt Fran den Ring an den Finger)

Rabbi: Francine, wollen Sie...

Fran: Ich will. Oh, tut mir leid. Tut mir leid, reden Sie nur weiter.

Rabbi: Wollen Sie Maxwell lieben und ehren, in guten wie in schlechten Zeiten, bis dass der Tod euch scheidet?

Fran (antwortet schnell): Ich will. (steckt Maxwell den Ring an den Finger)

Priester: Falls irgendeiner der hier Anwesenden einen Grund weiß, weshalb diese Trauung nicht stattfinden sollte, so möge er jetzt sprechen oder für immer schweigen.

(Sylvia dreht sich um, bereit, jeden zu töten, der den Mund aufmacht)

Rabbi: Kraft des uns beiden verliehenen Amtes...

Priester/Rabbi: ...ernennen wir euch hiermit zu Mann und Frau.

(Maxwell zertritt das Glas)

Rabbi: Küssen Sie die Braut.

(Maxwell und Fran küssen sich)

 

(Feier danach, Fran und Maxwell werden auf Stühlen getragen zu „Hava Nagila“, nach dem Lied werden sie runtergesetzt und der Hochzeitstanz beginnt)

Tante Marilyn: Ich will ja nichts sagen, aber das Huhn schmeckt doch wie Pappe, oder?

Tante Rose: Lieber das trockene Hühnchen, als den stinkenden Karpfen.

Fran: Und? Alles in Ordnung?

Tante Marilyn/Tante Rose: Köstlich, Kindchen!

 

(C.C. und Yetta tanzen miteinander)

Yetta: Ich müsste lügen, wenn ich nicht sagen würde, dass ich das ein bisschen anturnt...

 

(Sylvia tanzt mit einem Grafen)

Syl: Sagen Sie, wie wär’s denn? Wollen Sie und die Gräfin vielleicht nachher mit Morty und mir im „Diner“ ein paar Pfandkuchen essen?

Graf: Wir haben doch gerade gegessen.

Syl: Keine Pfandkuchen.

 

Priester: Aber wenn ich es Ihnen sage, er ist ein Gott!

Rabbi: Er ist ein Mensch!

Priester: Er ist ein Gott!

Rabbi: Er ist ein Mensch!

Brighton: Hier ist kaum der richtige Ort für ein religiöses Streitgespräch.

Priester: Wir reden über Sinatra.

 

(Niles setzt sich zu C.C.)

Niles: Miss Babcock! (gibt ihr ein volles Glas)

C.C.: Oh, danke, Niles. Aber wissen Sie, ich sollte das... (leert das Glas mit einem Schluck) ...nicht tun.

Niles: Wie viele Male haben Sie das heute Abend nicht getan?

C.C.: Etwa 8. Oh Niles, jetzt, wo Maxwell nicht mehr zu haben ist, ist mein Leben vorbei.

Niles: Oh Miss Babcock, Sie unterschätzen sich selbst immer. Sie haben einem Mann viel zu bieten. Sie sind witzig, Sie sind kultiviert, Sie sind wunderschön, Sie sind sexy...

C.C.: Wie viel Mal haben Sie das schon getan?

Niles: Etwa 12. Tanzen wir.

C.C.: Okay, Butler Boy.

 

Dirk: Mr. und Mrs. Sheffield!

Fran: Hi.

Dirk: Alles ist parfait! Beide Familien verstehen sich blendend!

Max: Ja.

Fran: Ach, wissen Sie, wer hat schon die Energie zu streiten? Seine Seite ist zu besoffen und meine ist zu vollgefressen. Haben Sie vielen Dank!

Stanley (außerhalb des Bildes): Das war’s! Ich gehe!

Fran: Da haben wir’s! Was ist passiert?

Stanley (kommt ins Bild): Fran, ich verschwinde!

Fran: Wieso?

Stanley: Ich hab’s satt von diesen Leuten beleidigt zu werden.

Fran: Oh Onkel Stanley, bitte. Die meinen das nicht böse, die stammen nur aus einer anderen Kultur.

Stanley: Ich spreche von unseren Leuten! (geht)

Syl (kommt ins Bild): Setz dich hin, Stanley! Wir haben für deinen verdammten Vegetarierfraß bezahlt und jetzt du ihn auch schön aufessen!

 

Max: Was würdest du davon halten, wenn wir einfach verschwinden...?

Fran: Oh, das geht nicht. Die haben den Brautstrauß noch nicht geworfen!

Max: Aber Schatz. Du, du musst das tun. Du bist die Braut. Hast du das schon vergessen?

Fran (lacht erleichtert): Ohoho, dann kommt von irgendwo ein Lichtlein her!

(sie küssen sich)

 

(nachts nach der Feier, auf der Yacht, Fran und Maxwell tanzen auf dem Deck und küssen sich dabei)

Fran: Was sagt man dazu, ich küsse einen verheirateten Mann.

Max (verführerisch): Wie wär’s, wenn du einem ins Schlafzimmer folgst...?

Fran (grinst): Mmmh, so was tut man doch nicht.

(sie küssen sich wieder)

Max: Oh mein Gott, Fran. Du...du siehst bezaubernd aus im Mondlicht.

Fran: Tja, ab 29 ist das beste Licht für eine Frau Kerzenlicht oder Mondschein.

(ein sanfter Kuss)

Max: Ich liebe dich, mein Schatz.

Fran: Und ich liebe dich.

(ein leidenschaftlicher Kuss folgt)

Max: Beweg’ dich nicht. Beweg’ dich kein Stück, ich will diesen Moment festhalten. Ich hol’ die Kamera. (geht aus dem Bild)

Fran: Okay! Und schön den Knopf gegen rote Augen drücken!

(Fran zieht einen Liegestuhl an die Reling, um sich auf diese setzen zu können, sie wirft ihre Haare zurück und fällt dabei rücklings ins Wasser, Max kommt mit der Kamera zurück)

Max: Fran, ich... (entdeckt, dass sie nicht mehr da ist) Fran? Liebling? Fran! (wirft die Kamera auf den Stuhl, sieht über die Reling) MISS FINE!

Fran (gurgelnd): Ich... heiße... Mrs. Sheffield!

Max (zieht sich den Morgenmantel aus und stellt sich auf die Reling): Halte durch, mein Schatz! Ich komme! (springt hinterher)

 

To be continued...

(Abspann)