Transkript der Folge "Viel Rauch um nichts" [#1.02]
Deutsches Transkript erstellt von Michaela Götte (Abschrift erstellt von Mathias)
Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
Originaltitel: Smoke gets in your lies
Ausstrahlung: 10.11.1993
Deutscher Titel: Viel Rauch um nichts
Ausstrahlung: 04.06.1995
Buch:
Regie:
Darsteller
Fran Drescher (Fran Fine)
Charles Shaughnessy (Maxwell Sheffield)
Daniel Davis (Niles)
Lauren Lane (C.C. Babcock)
Nicholle Tom (Maggie Sheffield)
Benjamin Salisbury (Brighton Sheffield)
Madeline Zima (Grace Sheffield)
Gastdarsteller
Inhaltsangabe
Brighton scheint besonders stolz darauf zu sein, als ein richtig "böser Junge" zu erscheinen. Um ihm sein eitles Getue auszutreiben, erzählt Fran von einem Jungen, der noch viel unausstehlicher sei als Brighton. Dummerweise wird der Sheffield-Sohn kurz darauf in der Schule beim Rauchen erwischt und verteidigt sich mit dem Argument, dass er sich in seinem Verhalten nur nach dem Vorbild orientierte, dass Fran ihm durch ihre Erzählung geliefert habe. Nun steht die Nanny vor einem Problem: Soll sie Maxwell Sheffield die ganze Sache gestehen und riskieren, dass er sie feuert? Natürlich kommt es, wie es kommen muss, und Maxwell erfährt von dem Verweis, der seinem Sohn erteilt worden ist. Zwischen Fran und ihrem Arbeitgeber entbrennt daraufhin ein heftiger Streit.
1. Sheffield Haus. Innen. Tag.
Ein Türklingeln (Im OFF). FRAN und NILES gehen ins Vorhaus zur Tür.
FRAN
Oh, das ist Val. Wissen Sie, es ist das erste mal dass sie mich
hier besucht und sie ist meine beste Freundin, also will ich dass sie platzt
vor Neid!
NILES
Wie reizend von Ihnen. Erlauben Sie? Sie gehen auf Position!
FRAN
Ok. (und stellt sich theatralisch zur Treppe)
NILES sieht Fran an. Sie Nickt erwartungsvoll. NILES macht die Tür auf. VAL kommt herein.
VAL (überwältigt)
Ich platze vor Neid!
NILES
Auftrag ausgeführt! Darf ich Ihren Mantel nehmen?
VAL (unwissend)
Krieg´ ich einen Garderobenzettel?
FRAN
Nein! Und du musst ihm auch kein Trinkgeld geben Schätzchen. (zu NILES) Sie hat einfach keinen Stil! (zu VAL) Komm´ schon, beweg deinen Arsch!
FRAN und VAL gehen ins Wonzimmer. NILES hängt den Mantel in die Garderobe.
VAL (sieht sich um)
Unglaublich, dieser Schuppen sieht ja aus wie das Taj Mahal!
FRAN
Nur haben wir mehr Badezimmer. FRAN und Val setzten sich hin. Du musst nie warten!
VAL
Warum leb´ ich noch in dem Drecksviertel und du lebst wie ´ne Millionärsfrau?
FRAN
Hier in dem Viertel wohnen nur Millionärsfrauen!
VAL
Und du kennst sie wahrscheinlich alle persönlich!?
FRAN schenkt VAL eine Kaffee ein.
FRAN
Aha! Eine kommt immer zum Kaffee und heult sich bei mir über ihren Sohn aus. Er hat seinen Job bei der Regierung hingeschmissen!
FRAN gibt VAL die Tasse.
VAL
Sag´ bloß?!
FRAN
Ja, und jetzt ist er nach Kalifornien abgehauen, mit so nem´ blonden Flittchen!
FRAN gibt VAL eine Serviette.
VAL
Ah. Oh Gott, Kinder machen wirklich nur Ärger!
FRAN
Schätzchen, es kommt nur auf die Erziehung an! Mit meinen hab ich nicht die geringsten Schwierigkeiten!
FRAN nimmt sich eine Serviette vom Tisch...
VAL
Du bist erst seit zwei Wochen ihr Kindermädchen!
FRAN
Und ich habe bereits wahre Wunder vollbracht!
2. Vorhaus. Innen. Tag.
MAGGIE, BRIGHTON und GRACE kommen zur Tür herein.
MAGGIE (wütend)
Halt´ die Klappe Brighton!
BRIGHTON (wütend)
Halt´ sie doch selber!
GRACE (schreit wütend)
Ich krieg´ noch nen´ Nervenzusammenbruch mit euch!
3. Wohnzimmer. Innen. Tag.
FRAN und VAL sitzen noch wie in der Ersten Szene beim Kaffee.
FRAN
Siehst du? Seit dem ich hier bin, reden sie miteinander!
FRAN trinkt einen Schluck Kaffee.
MAGGIE (wütend)
Du wirst eines Tages auch Pickel haben, wenn du je erwachsen wirst!
BRIGHTON
Ach das ist ein Pickel? Ich hab´ gedacht das wär´ ein Basketball!
FRAN
Lass´ deine Schwester in Ruhe!
BRIGHTON (theatralisch)
Ich kann nicht, die dunklen Mächte der Unterwelt zwingen mich dazu!
FRAN lacht.
BRIGHTON (theatralisch)
Das Böse hat mich in seiner Gewalt, ich kann ihm nicht entkommen!
MAGGIE
Du bist ein Vollidiot Brighton! (und geht)
GRACE
Wir hassen dich beide! (geht MAGGIE hinterher)
BRIGHTON
Gut, dann bin ich ja zufrieden!
FRAN
Brighton, was hast du nur für ein Problem?
BRIGHTON (stolz)
Tja, ich bin einfach durch und durch mies!
FRAN
Hör auf dich so aufzuplustern. Du weißt gar nicht was wirklich mies ist! Auf unserer Schule, da gab´s Jungs die waren echt mies, hm? (zu VAL)
VAL
Oh, Super mies!
FRAN
Und jetzt sind sie alle vergeben!
VAL
Erinnert du dich noch an Lenny?
FRAN
Klar Lenny Brown. Man der Typ hatte diesen Hund Snoopy – Nein, das war Charly Brown! Aber Lenny war mies!
VAL
Und übel drauf!
FRAN
Der hatte in der vierten Klasse schon ´n Raucherhusten.
BRIGHTON
Wirklich?
FRAN
Der konnte die besten Rauchringe blasen – aus den Nasenlöchern! Links oder rechts!
VAL
Weißt du noch wie er die Streichhölzer an seinem Reißverschluss angemacht hat?
FRAN
Glaub mir, davon Träum ich heute noch!
BRIGHTON
Der war echt cool, hm?
FRAN
Oh, er war ein Gott! Der James Dean unserer Schule! (zu VAL) Weißt du, was aus ihm geworden ist?
VAL
Er ist ein ziemlich großes Tier bei Philip Morris!
FRAN
So was ärgerliches. Den Typen hätte ich mir gleich nach der Grundschule schnappen sollen!
GROSS: BRIGHTONS nachdenkliches Gesicht
VORSPANN
4. Küche. Innen. Tag.
MAGGIE und GRACE sitzen am Küchentisch. BRIGHTON sitzt an der Theke. NILES Steht hinter der Theke. FRAN bereitet einen Topf heißes Wasser zu. MAGGIE betrachtet ihr Gesicht in einem Handspiegel.
MAGGIE
Also, wenn diese Kur nicht funktioniert dann erschiss ich mich einfach!
FRAN
Maggie übertreib´ nicht so. Das Ding ist doch fast nicht zu sehen.
BRIGHTON
Ja aber...
FRAN
Halt´ die Klappe Brighton!
FRAN stellt MAGGIE einen Kochtopf hin.
GRACE
Ich fürchte die Pubertät. Ich hab´ eine empfindliche Mischhaut!
FRAN
Ihr habt mich als Kindermädchen- also keine Panik ja. Ihr wisst dass ich eine der besten Kosmetikvertreterinnen dieses Planeten war! Vier mal Verkäuferin der Woche!
NILES
Und sie ist trotzdem so bescheiden geblieben!
FRAN lacht. FRAN wirft Orangenschalen in den Kochtopf.
MAGGIE
Was ist das?
FRAN
Orangenschalen. Weißt du, auf der Schönheitsfarm verlangen sie 200 Dollar dafür und nennen es Aroma Therapie. Vertrau´ mir du wirst blendend aussehen!
FRAN bedeckt MAGGIES Kopf, die diesen über den Kochtopf halt.
BRIGHTON
Du siehst jetzt schon besser aus!
BRIGHTON möchte mit einem Papierflieger schmeißen, doch FRAN hält ihn davon ab.
FRAN
Was ist das?
BRIGHTON
Ach so ne dämliche Sache an meiner dämlichen Schule.
FRAN
Oh, wie schön, ein Schulfest! Da bin ich auf meiner Schule immer hingegangen – das war gut für mein Zeugnis!
MAGGIE
Wieso das?
FRAN
Ich hab mit den Lehrern geflirtet. Das hat sich immer sehr gelohnt. Deswegen bin ich auch nur dreimal durchgefallen.
BRIGHTON
Ach wir gehen´ doch sicherlich nicht auf so´n blödes Schulfest...
FRAN
Wieso nicht? Hier steht Spass für die ganze Familie!
BRIGHTON
Dafür müssten wir erstmal ne Familie sein...
MAGGIE
Dad ist viel zu beschäftigt, er hat keine Zeit für uns....
GRACE
Vielleicht betrügt er uns mit anderen Kindern!
FRAN
Sind wir vielleicht ein wenig paranoid?!
GRACE
Ich bin nicht paranoid, nur etwas traumatisch!
MAX kommt in die Küche.
MAX (aufgewühlt)
Hilfe Niles! Wir brauchen Drinks, und zwar sofort!
NILES
Das Treffen mit dem Komponisten läuft wohl nicht so gut?!
MAX
Wieso gibt es keine jungen Talente in dieser Stadt? Der Mann in meinem Büro ist mindestens 200 Jahre alt. Er komponiert nicht, er kompostiert!
FRAN
Ich habe hier etwas das Sie aufmuntern wird. In Brightons Schule gibt es am Samstag ein Schulfest.
MAX
Oh, viel zu essen, tolle Spiele- klingt fantastisch!
FRAN
Aha!
MAX
Da werden Sie und die Kinder viel Spaß haben!
BRIGHTON (enttäuscht und neurotisch)
(zu Fran) Aha!
FRAN
Wissen Sie, ich dachte eigentlich die ganze Familie sollte hingehen! Das bedeutet auch der Vater!
MAX
Oh, ich muss mir das ganze Wochenende neue Komponisten anhören.
FRAN
Oh, ich verstehe natürlich, dass Sie das müssen!
MAX
Wollen Sie mir einen Vorwurf machen?
FRAN
Aber, nein. Doch ich will! Sie sollten auf das Schulfest gehen! Verbringen Sie endlich mal wieder etwas Zeit mit ihren Kindern. Die drei hübschen sind doch so unglaublich süß!
GROSS: Man sieht GRACIE an einer Orangenschale herumkauen.
MAX
Ich bin Ihnen dankbar, für die Schuldgefühle, die Sie mir einflößen, aber ich muss in acht Wochen ein Musical herausbringen!
FRAN
Und?
MAX
Ich habe keine Musik!
FRAN
Oh!
MAX
Sonst würde ich gerne mitgehen.
BRIGHTON (spöttisch)
...würde ich gerne mitgehen.
MAX (etwas Streng)
Brighton, sei nicht immer so vorlaut! Grace kau ordentlich bevor du runterschluckst und Maggie, geh mal an die frische Luft, dir fällt ja schon die Decke auf den Kopf.
BRIGHTON
Tja, ernennen wir ihn zum Vater der Jahres!
FRAN
Na, Na, Na , Na. Er würde schon mitkommen, wenn er könnte, aber er kann nicht. Ich meine irgendjemand im Haus muss doch das Geld verdienen. Wie könnten wir uns sonst den Lebensstil leisten, an den ich mich schon so gewöhnt habe? (FRAN betrachtet sich im Spiegel und Spielt mit ihrem Haar.)
5. Wohnzimmer. Innen. Tag.
FRAN
Na ja, die Kur war ein Reinfall aber mit etwas Farbe wird´n Schönheitsfleck draus! Klasse, du siehst aus wie Cindy Crawford.
MAGGIE
Ich seh´ aus wie John Boy Walton.
FRAN
Amerika liebt ihn.
BRIGHTON
Hi Maggie, wow, du siehst heute wirklich super aus.
MAGGIE
Und weiter?
BRIGHTON
Gar nichts weiter du siehst echt gut aus.
MAGGIE
Halt die Klappe Brighton!
FRAN
Wieso bist du so nett zu deiner Schwester, wen hast du umgebracht?
BRIGHTON
Wieso glauben immer alle ich hab was verbrochen?
FRAN
Es spart Zeit!
BRIGHTON
Wissen Sie, wir haben in der Schule unsere Handschriften analysiert. Ich weiß jetzt, dass ich sehr schüchtern bin.
FRAN
Ach wirklich? Das ist ja faszinierend. Du willst jetzt aber nicht zufällig auch, äh, meine Handschrift analysieren?!
BRIGHTON
Äh, ok, ich hab sicher irgendwo ein altes, unwichtiges Stück Papier. Warten Sie, ah, wieso unterschreiben Sie nicht einfach: hier!
FRAN
Ok... (schnappt sich den Zettel und rennt von ihm weg) reingelegt!
BRIGHTON
Ich glaub´ ich spinne!
FRAN
Schätzchen, ich bin dir soweit vorraus, das könnte man nichtmal in Lichtjahren ausdrücken! Oy, ein Verweis vom Direktor persönlich....
BRIGHTON
Ist nicht wahr?
FRAN
Brighton Millhouse Sheffield, du wurdest beim Rauchen erwischt?
BRIGHTON
Ein Freund hat sie mir in die Hand gegeben!
FRAN
Oh, bitte Brighton. Musste das sein? Rauchen ist ekelhaft! Ich sag dir eins: Es dauert Jahre wieder aufzuhören, und danach wirst du noch Fett! Ich hab´ immer noch ein paar Pfund zu viel!
FRAN geht ins Wohnzimmer...
BRIGHTON
Wo wollen Sie hin?
FRAN
Drei mal darfst du raten. Ich erzähl´s deinem Vater!
BRIGHTON
Sie wissen doch, dass er beschäftigt ist!
FRAN
Nicht zu beschäftigt um das zu hören!
BRIGHTON
Aber er, er wird mich auf eine Militärschule schicken! Kann sich unser Land das wirklich leisten?
FRAN
Zzz, Brighton ich versteh es nicht. Wie kommst du dazu zu rauchen, wer bringt dich auf so einen Unsinn?
BRIGHTON
Das waren Sie! Haben Sie das schon vergessen?
FRAN
Wer ich?
BRIGHTON
Der böse, böse Lenny Brown?
FRAN
Was? Au, Oyyy...
BRIGHTON
Also, wir werden keinem etwas davon erzählen.
FRAN
Warte mal Freundchen. Versuchst du etwa mich zu erpressen?
BRIGHTON
Sagen wir einfach, wenn ich untergehe, versinken Sie mit mir!
FRAN
Für wen hältst du dich, für El Capoan vielleicht? Ich lass´ mich doch von keinem einschüchtern, der aufrecht unter´m Kaffeetisch durchpasst!
6. Küche. Innen. Tag.
FRAN steht hinter der Theke und raucht ein Zigarette.
FRAN
Er wird mich rausschmeißen. Das würde ich auch machen. Gerade jetzt da ich weiß dass das BD kein Springbrunnen ist! Ach, was mache ich denn da? Ich habe aufgehört! (dempft die Zigarette aus) Ich muss lernen ohne Hilfsmittel mit meinen Problemen zurechtzukommen. (geht zum Kühlschrank) Was ist im Kühlschrank? (sie holt einen Teller und ein Glas aus dem Kühlschrank) Wie konnte ich das nur tun? Wieso habe ich so eine Geschichte einem zehnjährigen Jungen erzählt? Andererseits, wenn ich ihm gesagt hätte spring vom Empire State Building – Hallo, das war die Stimme meiner Mutter die heimtykisch mein Gehirn betöhrt und schwubs aus meinem Mund gesprungen ist!
NILES
Aber in einem zauberhaftem Ton.
FRAN (lacht)
Oy, mein Gott, das ist so typisch für Kinder. Du tust alles für sie, einfach alles und was kriegst du dafür? Einen Schlag mitten ins Gesicht! Oy, meine Mutter schon wider! Niles, rufen Sie einen Exorzisten!
NILES
Ihre Vorgängerinnen haben alle Verweise die Brighton in der Schule bekommen hat selber Unterzeichnet.
FRAN
Wirklich? Sowas darf das Kindermädchen?
NILES
Natürlich! Das vorletzte hat hier aufgehört, weil es permanent Krämpfe in der Hand hatte!
FRAN
Wissen Sie, Brighton hat versucht mich den Verweis unterschreiben zu lassen, aber nur weil er seinen Kopf retten wollte. Nachdem es jetzt aber auch um meinem geht, wäre das keine so blöde Idee! Nein, ich muss Mr. Sheffield sagen was ich getan habe. Wenn ich es nicht tue, wird die Vorsehung mich bestrafen und ein Bus wird mich überfahren. (Stellt den Teller und das Glas zurück in den Kühlschrank)
NILES
Die Vorsehung? Ihre Mutter schon wieder?
FRAN
Nein, Großmutter Yetta!
NILES
Tja, Miss Fine, es ist immer eine große Freude, Zeit mit Ihnen und Ihrer Familie zu verbringen!
7. Wohnzimmer. Innen. Tag.
MAX, C.C und ein Komponist stehen am Klavier.
KOMPONIST
Ich habe die Musik für Ihre Show! Sie ist so etwas wie eine sinkrohtisch rockige Version des mittelalterlichen Minnesangs. Yatata Yatata ta ta Yatata Yatata tata... Peng, Peng noch mal Peng.
MAX
Ah, ich bin mir nicht si...
KOMPONIST (unterbricht ihn)
Sie haben Recht. Weg damit! Grauenvoll! Schrecklich!
FRAN kommt ins Wohnzimmer...
FRAN
Hallochen!
MAX
Ja, Miss Fine, was gibt es?
C.C.
Und machen Sie schnell. Wir erwarten heute noch acht Komponisten. (zu Komponist) Und auf Sie wartet die Arbeitslosigkeit!
MAX
Also?
FRAN
Ah. Vielleicht ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt. Ich will Sie nicht stören!
MAX
Zu spät. Was ist?
FRAN
Ok. Es geht um Britghton.
MAX
Ja.
FRAN
Ich hab´ mich doch neulich mit meiner Freundin Val in der Küche unterhalten. Oder waren wir vielleicht hier? Jedenfalls irgendwo im Haus. Und es ist ein so schönes Haus. (sieht zu einem Bild) Das ist echt ein hübsches Bild. Wer sind die zwei überhaupt?
MAX
Miss Fine…
FRAN
Ja, ich finde einfach das es die Farbe des Sofas so hübsch betont.
MAX
Ja, man sagt dass Rembrandt irgendwie zu allem passt.
FRAN lacht...
MAX
Also was ist mit Brighton, ist er verletzt?
FRAN
Nein?!
MAX
Hat er was kaputtgemacht?
FRAN
Nein?!
MAX
Ist er verschwunden?
FRAN
Nein, er ist oben wo sonst?
MAX
Was wollen Sie dann noch hier? Ist das denn nichts was allein erledigen können?
C.C.
Das ist doch albern Maxwell. Wozu hast du ein Kindermädchen, wenn sie so etwas nicht allein erledigen kann?
MAX
Sagte ich das nicht gerade?
C.C.
Ja, aber ich wollte es auch sagen!
MAX
Hören Sie, Miss Fine. Egal was es ist, erledigen Sie es, ich gebe ihnen freie Hand. Ja?
FRAN
Wunderbar!
Sie geht.
8. Flur. Innen. Tag.
FRAN (sieht NILES im Flur stehen)
Oh. Tja, Niles, es war einfacher als ich es erwartet habe.
NILES
Sie haben es ihm nicht gesagt!!?
FRAN
Nein!
NILES
Was ist mit Großmutter Yettas Vorsehung?
FRAN
Ach was. Das ist doch nur albernes Gesabbel weiter nichts!
NILES
Albernes was...?
FRAN
Ein Ammenmärchen. Das ist nur Altweibergeschwätz. Ehrlich Niles, das ist doch lächerlich. Wir haben die 90´er! Wer glaubt denn heutzutage noch an die Vorsehung?
FRAN geht den Flur entlang und ein Bild fällt von der Wand. Sie erschrickt.
FRAN (verschreckt zu Niles)
Oy!!!
9. Esszimmer. Innen. Tag.
NILES
Sie sind schon wach?
FRAN
Ich konnte nicht schlafen...
NILES
Ahäm...
FRAN
Ich hatte Verdauungsstörungen. Es hat nicht mit einem schlechten Gewissen zu tun, falls Sie darauf anspielen!
NILES
Würd´ ich nie wagen!
FRAN
Sparen Sie sich die Witze, ich werde den Jungen bestrafen! Was wollen Sie denn noch?
NILES
Ich würde Ihnen gerne Sirup anbieten!
FRAN
Wieso nehmen Sie mich nicht ernst, Niles? Ich wollte es ja erzählen, aber sein Vater hört nicht zu. Alles was ich sage geht zum einen Ohr rein und zum anderen raus!
FRAN sitzt am Tisch. MAX kommt herein.
MAX
Guten Morgen, Miss Fine. Ich habe über Ihre Worte nachgedacht!
FRAN
Was? Was hab´ ich denn gesagt?
MAX
Das ich mehr Zeit für die Kinder haben soll.
BRIGHTON, GRACE und MAGGIE kommen herien.
MAX
Sehen Sie? Schon bin ich hier! Kinder wisst ihr was? Wir gehen zu diesem Schulfest!
MAGGIE
Alle zusammen?
MAX
Ahm. Die ganze Familie. Wir werden Spiele spielen. Zuckerwatte essen...
GRACE
Es wird so sein als ob wir wieder Kinder wären!
MAX
Und ich kann ein Wort mit Brightons Direktor sprechen. Das ist auch mal wieder fällig!
NILES kommt mit einer Kompottschale, die ihm fast aus der Hand fällt.
NILES
Hoppla, diese Schälchen werden sehr, sehr glitschig.
FRAN
Ahm, also ich weiß nicht, ob wir wirklich auf dieses Schulfest gehen sollten. Es ist so kalt und windig.
MAX
Es wird drinnen stattfinden.
FRAN
Da ist es heiß und stickig.
MAX
Miss Fine, ich habe meinen ganzen Terminplan umgeschmissen, und Sie sagen mir jetzt, Sie wollen nicht hingehen?
FRAN
Ich bin nicht der liebe Gott, ich mach´ das Wetter nicht!
MAX
Aber, aber Sie wollten doch das ich da hingehe!
FRAN
Nehmen Sie das nicht ernst, ich war etwas durcheinander. Ich hatte meine Tage!
NILES kommt mit zwei Frühstückseiern, und stellt sie MAX hin.
NILES
Ihre Eier, Sir.
MAX
Gut, Sie können zuhause bleiben, aber wir gehen!
BRIGHTON
Tun Sie irgendwas!
FRAN
Ok. Ich werde das tun, was ich schon von Anfang an hätte tun sollen.
NILES
So, so?
MAX schaut NILES aufgrund seiner Worte verwundert an. NILES stellt MAX eine Tasse Kaffee hin.
NILES
So!
FRAN
Ahm, Mr .Sheffield, ich denke, da ist etwas, das Sie wissen sollten! Brighton?
BRIGHTON
Es macht nichts, dass Sie im Gefängnis waren. Jeder verdient ne´ zweite Chance!
FRAN
Gut, dann sag ich es ihm! Ahm, Mr. Sheffield, wenn wir auf das Schulfest gehen könnte es vielleicht sein, dass der Direktor davon spricht, dass Brighton geraucht hat aber er hat schon wieder aufgehört und es tut ihm sehr leid und es gibt keinen Grund sich Sorgen zu machen. Niles diese Crabs sind einfach göttlich!
BRIGHTON
Und so leicht!
FRAN
Die von meiner Mutter sind so dick, dass man sie als Matratze verwenden könnte!
FRAN und BRIGHTON lachen.
MAX
Die Mädchen gehen bitte auf ihr Zimmer.
FRAN nützt die Gelegenheit, um ebenfalls abzuhauen und steht auf.
MAX
Sie nicht, Miss Fine!
FRAN setzt sich wieder hin.
MAX
Du hast geraucht Brighton? Das glaub ich einfach nicht. Wie kommst du nur dazu, so etwas zu tun?
NILES nimmt FRANS Teller.
NILES
Sind Sie hier fertig?
FRAN
Darauf wird es wohl hinaus laufen.
MAX
Nun, was hast du zu deiner Verteidigung zu sagen?
BRIGHTON
Es war kein Lungenzug!
MAX
Das ist ja wohl die dümmste Entschuldigung, die ich jemals gehört habe! In dein Zimmer!
FRAN nutzt die Situation, und scheitert erneut.
MAX (wütend)
Sie nicht Miss Fine.
FRAN
Ahm, Mr. Sheffield, ich denke, ich muss Ihnen was erzählen.
MAX
Ja, das denke ich auch. Wieso sagt mir niemand was?
FRAN
Das hab ich doch versucht. Sie haben mir gesagt, ich soll mich selber drum kümmern!
MAX
Ich wusste doch nicht, dass es um so was geht!
FRAN
Weil Sie mir nicht zuhören wollten.
MAX
Weil Sie mir nicht gesagt haben, was wirklich los ist!
FRAN
Ach was. Es hat überhaupt keinen Sinn weiter zu diskutieren. Sie haben gestern Schokoladenkuchen gegessen!
FRAN geht im Eiltempo in das Wohnzimmer. MAX hinterher.
MAX
Was zum Teufel hat das damit zu tun?
FRAN
Ihre miesen Blutzuckerwerte bringen Sie völlig durcheinander.
MAX
Was, Sie behaupten es liegt an mir?
FRAN
Ja!
MAX
Sie verdrehen mir doch jedes Wort im Mund.
FRAN
Anderen Männern verdreh ich den Kopf!
MAX
Sie sind die nervenaufreibenste, unverfrorenste.... MAX bleibt plötzlich stehen und fasst sich auf die Stirn. Ah, ich hatte gerade glaub ich einen Hirnschag.
FRAN
Soll das bedeuten, dass wir nicht auf das Schulfest gehen?
MAX
Miss Fine... (zieht seinen Mantel an)
FRAN
Ich versteh schon, jetzt hauen Sie wieder ab. Sie können ja den ganzen Tage bei Ihren tollen Superstars im Theater verbringen. Ich muss zu Hause bleiben und wie ein Ochse schuften um die Kinder zu erziehen.
MAX
Sie sind das Kindermädchen, das ist Ihre Aufgabe.
FRAN
Und Sie sind der Vater, es ist auch Ihre Aufgabe, klar? Mr. Sheffield, Sir.
MAX
Ach, gehen Sie in Ihr Zimmer! Ja, Sie!
FRAN (zu Niles)
Das glaub ich nicht, er schickt mich einfach in mein Zimmer. Also, wenn er wütend ist, ist er wirklich zum anknabbern!
10. Theater. Innen. Tag.
Eine SÄNGERIN singt...
SÄNGERIN
I’m in love, I’m in love, I’m in love...
MAX
Nein, nein, nein, nein, falsch, völlig falsch. Schmeißen Sie den Direktor vom Besetzungsbüro raus!
C.C.
Maxwell, du bist heute ein absolutes Monster. Das gefällt mir!
MAX
Ich weiß genau, wonach ich suche und ich kann es nicht finden! Ich will einen großen Broadway-Star, der Ausstrahlung besitzt und der von allen Zuschauern sofort erkannt wird!
Eine SÄNGERIN gibt dem KLAVIERSPIELER ihre Blätter. Der KLAVIERSPIELER fängt an zu spielen.
SÄNGERIN (fängt an zu singen)
Hello....
MAX (genervt)
Die nächste!
FRAN kommt herein.
SÄNGERIN
Ein harter Knochen!
FRAN
Ja, das müssen Sie mir nicht sagen!
SÄNGERIN
Ich weiß wie du die Rolle kriegst! Erschieß ihn!
FRAN lacht.
FRAN
Eine tolle Frau!
KLAVIERSPIELER
Ihren Song bitte!
FRAN
Ahm, oh ich darf auch Singen. Überredet. Memories in E-Mol... leg los!
MAX
Miss Fine…
FRAN
Man wird doch wohl noch träumen dürfen oder?
MAX
Pause für alle.
MITARBEITER
Alle mal herhören, ihr habt ne Pause!
MAX
Miss Fine, ich hasse es, wenn ich bei etwas wichtigem unterbrochen werde!
FRAN
Das versteh ich sehr gut. Ich nämlich auch. Sie sollten nicht einfach wegrennen. Stress ist bei Männer wie Ihnen die häufigste Todesursache!
MAX
Das ist nicht wahr! Kindermädchen sind häufiger!
FRAN
Ach...
MITARBEITER
Seine Frau?
C.C.
Das Kindermädchen.
FRAN
Wir wissen beide, dass Sie nur weggelaufen sind, weil Sie nicht zugeben wollten, dass ich recht hab.
MAX
Sie hatten kein bisschen Recht.
FRAN
Doch! Wenn man es schafft seinem Gegner einen Hirnschlag zu verpassen, dann hat man recht!
MAX
Ich glaub Sie haben schon wieder Recht!
FRAN
Aber es war kein fairer Kampf. Ich habe Ihnen etwas verschwiegen.
MAX
Ich glaube nicht, dass ich noch mehr verkrafte!
FRAN
Brighton hat nur geraucht, weil ihm jemand eine ziemlich blöde Geschichte erzählt hat, und ich fürchte fast es war das Kindermädchen.
MAX
Sie waren das?
FRAN
Sozusagen.
MAX
Ich wüsst´ gern was Sie erzählt haben?
FRAN
Er hat gesagt, dass er ein schlechter Mensch wäre, und da hab ich ihm von einem noch schlimmeren Jungen erzählt. Ich wusste nicht, dass er das als Herausforderung sieht.
MAX
Das ist typisch für Brighton. Immer auf der Suche nach neuen Abgründen.
FRAN
Ach, ich bin das schlechteste Kindermädchen der Welt. Das von „Jack The Ripper“ ist vielleicht nocht schlechter gewesen. Ach ich Idiot. Ich könnte mir die Zunge rausreißen. Also, wenn Sie mich feuern wollen, dann tun Sie´s gleich!
MAX
Nein, ich werde Sie nicht feuern. Obwohl das Angebot mit Ihrer Zunge sehr verlockend ist! Wenn Sie Brighton gesagt hätten er soll von einem Hochhaus springen .... Du liebe Ziet ich klinge wie meine...
FRAN
Ja, ich weiß. Hassen Sie es auch so wenn das passiert? Ich versteh nur immer noch nicht wieso ihr Sohn mich nicht verpfiffen hat.
MAX
Ja, das wundert mich auch sehr.
FRAN
Wer weiß, er hat sich vermutlich noch eine besondere Gemeinheit für mich aufgehoben!
MAX
Nein, das glaube ich nicht. Aber warten Sie mal. Ich meine ... wäre das möglich?
FRAN
Was?
MAX
Er hat Sie gern?!
FRAN
Wissen Sie, es sind schon wesentlich seltsamere Dinge passiert.
MAX
Ja, aber Sie sind das erste Kindermädchen, das mit Brighton zurecht kommt. Nur seine Mutter hatte ihn fest im Griff. Ach ja, die zwei hatten eine ganz besondere Beziehung... Er hatte Angst vor ihr.
FRAN
Angst, genau das ist die Idee. Jetzt müssen wir nur noch einen Weg finden, ihm soviel Angst einzujagen, dass er es nicht wagt, jemals wieder zu rauchen.
MAX
Ich habe ihm Hausarrest gegeben.
FRAN
Ach bitte. In seinem Zimmer steht ein Fernseher und ein voller Kühlschrank - so möchte ich auch bestraft werden.
MAX
Also, was schlagen Sie vor?
FRAN
Etwas das viel grausamer und viel ausgefallener ist. Wir fragen jetzt ganz einfach die hohe Priesterin der Bestrafungen. (Nimmt den Telefonhörer) Hallo? Ma!
11. Altersheim. Innen. Tag.
FRAN, MAX und BRIGHTON kommen in das Altersheim.
FRAN
Großmutter Yetta!
YETTA
Ja?
FRAN
Ich bin´s, Frannie
YETTA
Wer?
FRAN
Frannie, deine liebe Enkelin!
YETTA
Oh, Frannie. Tag. Freut mich dich kennen zu lernen.
FRAN
Das ist der Vorteil wenn man senil ist. Man trifft jeden Tag wieder neue Menschen! Wie geht es dir mein Engel?
YETTA (hustet)
Gott sei dank bin ich immer noch gesund!
FRAN
Wie wärs´, wenn ihr zwei nachher zusammen ne´ Kippe raucht, huh?
YETTA
Morty. Morty du hast noch nie so gut ausgesehen. Trägst du jetzt eine Perrücke?
FRAN
Nein, Großmutter, das ist nicht Daddy.
YETTA
Und wer zum Teufel sind Sie dann?
MAX
Maxwell Sheffield. Wir haben Ihnen einen Marmorkuchen mitgebracht!
YETTA
Kuchen? Weg damit. Stellt ihn in mein Zimmer. Ihr wisst ja gar nicht, wie verfressen die alten Knacker sind.
FRAN
Weg damit! Großmutter, ich möchte dir jemanden vorstellen.
YETTA
Oh, als ich dich das letzte mal gesehen habe, warst du so winzig!
FRAN
Nein Yetta, du hast ihn noch nie gesehen. Das ist Brighton.
YETTA
Oh. (hustet)
FRAN
Oy, Yetta, das klingt, als ob du Espresso machen würdest!
BRIGHTON
Ist gut, ist gut. Ich hab verstanden. (will gehen)
FRAN
Oh, wir sind noch nicht fertig, Liebling. Wir haben gerade erst angefangen. Wieso gehst du nicht einfach mal rüber zu Yetta?
BRIGHTON
Rüber zu ihr?
FRAN
Ja. Wo die Luft rein und frisch ist!
YETTA
Komm her. Du bist wirklich ein niedlicher Frechdachs!
MAX
Er will sich das Rauchen abgewöhnen!
YETTA
Was du rauchst? Bäh!
BRIGHTON
Aber Sie rauchen auch!
YETTA
Mir schadet das nicht weißt du? Ich habe ne Pferdelunge! Aber du, weißt du was mit dir passieren kann? Wir gehen jetzt mal zu Eathel. Sogar ihr Aschenbecher trägt ein Haarnetz!
BRIGHTON
Oh, bitte nicht zu Eathel, bitte nicht. Ich schwöre ich werde nie wieder eine Zigarette anfassen, oh Gott!
MAX
Was sagen Sie. Wollen wir uns einen Kaffee und ein Stück von dem Marmorkuchen genehmigen?
Die alten Leute aus dem Heim kommen angelaufen.
LEUTE
Marmorkuchen!!!!!!!!!
---=== ENDE ===---







































