Die Nanny: Transkript der Folge "Yettas Briefe " [#6.18]

Transkript der Folge "Yettas Briefe " [#6.18]

Deutsches Transkript erstellt von MG (MItgeschrieben von Timo)

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

 

 

Originaltitel: Yetta's letters
Ausstrahlung: 16.06.1999
Deutscher Titel: Yettas Briefe
Ausstrahlung: 20.01.2000
Buch:
Regie:

Darsteller

Fran Drescher (Fran Fine)
Charles Shaughnessy (Maxwell Sheffield)
Daniel Davis (Niles)
Lauren Lane (C.C. Babcock)
Nicholle Tom (Maggie Sheffield)
Benjamin Salisbury (Brighton Sheffield)
Madeline Zima (Grace Sheffield)

 

Gastdarsteller

Inhaltsangabe
Maxwell sucht dringend einen Nachmieter für das Broadway Theater, das er bereits gebucht hatte, auf Grund einer gefloppten Produktion jetzt aber nicht mehr benötigt. Als C.C. ihm jedoch erzählt, dass sein größter Konkurrent, Andrew Lloyd Webber, Interesse bekundet hat, schaltet Maxwell auf stur. Er will auf Biegen und Brechen ein neues Musical produzieren, das er statt seines letzten Flops dort aufführen könnte. Als Yettas Liebesbriefe an ihre Jugendliebe Richard auftauchen, hat Fran die geniale Idee, daraus ein Musical zu machen. Maxwell hat zunächst kein Interesse, bis die Briefe zufällig bei Andrew Lloyd Webber landen, der derselben Meinung ist wie Fran. Während Webber Yetta nach Paris einlädt, um ihr die Rechte an dem Stoff abzuschwatzen, erfahren Fran und Maxwell, dass Sylvia schon seit Jahren die gerichtliche Vollmacht über Yettas Belange besitzt. Maxwell bleibt nichts anderes übrig, als Sylvia auch nach Paris einzuladen. Maxwells Musical 'Yettas Lettas' wird ein Riesenerfolg, doch leider wartet Maxwell bis zum nächsten Tag, um mit Sylvia über die Filmrechte zu verhandeln, während die bereits mit Steven Spielberg in Paris sitzt...

 


Niles hat C.C. vier Heiratsanträge gemacht. Im Streit haben nun beide bei Maxwell gekündigt. Nachdem Fran und Maxwell der Übereinstimmung waren, dass weder Niles, noch C.C. woanders eine Stelle finden würden, laufen sie, mitten in der Nacht zu Niles‘ Zimmer, mit der Absicht ihn zurück zu gewinnen.

 

1. Szene:

(Diele im Obergeschoß)

Fran (klopft an Niles‘ Zimmertür): Er schläft unglaublich fest, wenn ich manchmal morgens um 3 oder 4 nach ihm klingle, kommt keine Antwort. (Fran öffnet die Tür, beide sehen Niles und C.C. umschlungen und schlafend im Bett liegen)

 

2. Szene:

(Küche)

Fran (schaltet das Licht an): Oh mein Gott!!! Das ist schlimmer als meine Eltern dabei zu überraschen und die hatten den Anstand, sich unter ner Schicht Krümel auszutoben. (Nimmt eine Teekanne)

Maxwell: Ich, ich , ich, ich, ich, ich, ich will das nie wieder sehen müssen. Ich, ich versteh das einfach nicht, was ist passiert, vor fünf Stunden sind sie sich doch noch an die Gurgel gegangen.

Fran: Offenbar setzen sie das jetzt eine Etage tiefer fort. ... Was sollen wir jetzt bloß tun, was werden wir ihnen sagen, wenn wir die beiden sehen?

Max: Na ja, Schatz, ich denke das Beste, was man jetzt tun kann ist sich in völliger Selbstkontrolle zu üben und gar nichts zu sagen.

Fran (Bringt zwei Becher): Und was soll ich machen?

Niles (Kommt die Treppe runter, singend und tanzend und bemerkt Fran und Max nicht): Ich bin zu sexy für meinen Besen, zu sexy für mein Bügeleisen, zu sexy für meinen Staubwedel, zu sexy... (bemerkt die beiden)

Ich äh, ich konnte nicht schlafen, ich war äh ...

Fran: Zu sexy?

(Niles öffnet den Kühlschrank und steckt den Kopf hinein)

Fran: Oh Niles, ich weiß was Sie um den Schlaf bringt. Wahrscheinlich geht Ihnen zu viel im Kopf rum, Sie wissen schon, weil Sie gekündigt haben.

(Niles taucht mit vielen Schen im Arm und einer krummen Banane im Mund wieder auf)

Fran: Aber dem Grinsen auf Ihrer Banane nach zu urteilen, haben Sie wohl jetzt beschlossen doch nicht zu gehen.

Niles (lässt die Banane fallen): Ähhh... Ja!

Maxwell: Äh Niles, Sie haben den Arm voller Saucen, brauchen Sie nicht irgendwas, wo Sie sie drauf tun können?

Niles: Ich hab da was auf meinem Zimmer!

(Niles geht)

 

 

VORSPANN

 

3. Szene:

(Büro)

Fran (kommt mit einem Tablet hinein): Schätzchen, ich hab dir einen Tee gemacht. Ich hoffe du bist mit Zucker einverstanden. Falls du Honig willst musst du ihn von Miss Babcock abkratzen!

(Maxwell seufzt)

Fran: Was hast du denn Liebling?

Maxwell: Tja mein Stück läuft aus, also eröffnen wir damit doch nicht auf dem Broadway.

Fran: Ohhhhhh!

Maxwell: Weißt du, ich war  so sicher, dass ich dieses Jahr einen Tony bekomme und dass ihn nicht wieder Andrew Lloyd Webber gewinnt.

Fran: Aber Liebling, Andrew Lloyd Webber hatte diese Saison überhaupt keine Show.

Maxwell: Ich weiß, ich hatte wirklich ne Chance ... ich hatte sogar schon das Theater in der 49. Strasse gebucht, für ein Vermögen, dass ich nie wieder sehen werde.

Fran: Oh Liebling, dein Geld kannst du sicher wieder bekommen. Weißt du was, Ma haben sie mal ein Hühnchen ersetzt, weil sie ihnen erzählte, dass kein Fleisch mehr am Knochen war als sie Zuhause angekam.

(C.C. kommt fröhlich rein)

C.C.: Guten Morgen Max, Frannie, wie hübsch Sie heute wieder aussehen. (Beugt sich zu Fran’s Bauch runter) Babys, Babys, Babys, Babys (kichert, setzt sich aufs Sofa)

Fran: Oh Miss Babcock, sind Sie heute gut drauf, was ist denn in Sie gefahren?

(Niles kommt mit einer Gieskanne rein)

Niles: Hallihallo! (geht auf die Terrasse)

Max: C.C., ich ähm, ich dachte, ich dachte du hättest gestern gekündigt.

C.C.: Kann eine Frau ihren Entschluss  nicht zurückziehen?

Fran (bietet C.C. Kekse an) Vielleicht sollten sie sich erstmal zurückziehen und sich umziehen! ... Haben Sie das nicht gestern auch schon angehabt?

C.C.: Ja, wann immer mir was gefällt kauf ich zwei und trags sofort wieder,(hoher Tonfall) ist Ihnen das noch nicht aufgefallen?

Fran (gleicher Tonfall): Nein!

C.C.: Gewöhnen Sie sich daran, das wird demnächst öfter passieren, wie dem auch sei. Maxwell, ich habe fabelhafte Neuigkeiten; jemand will das Theater in der 49. Strasse übernehmen.

Maxwell: Das ist  fantastisch, dann kommen wir ohne Probleme aus dem Vertrag! Und wer macht ne neue Show?

C.C.: (nuschelt) Andrew Lloyd Webber.

Maxwell: Was? Nein, ich bin strikt dagegen und wenn ich ein Vermögen dabei verliere, diesem Mann werde ich mein Theater nicht überlassen.

Fran: Oh Schatz, hör auf damit, dir kann doch vollkommen egal sein was er macht, seine Hits, seine Tonys, dass er zum Ritter geschlagen wurde ...

Maxwell: Dein Argument ist hoffentlich hieb- und stichfest!

Fran: Du wirst immer der Hübschere sein. (Die beiden geben sich ein Küsschen)

Maxwell: Tja, wer kann das vergessen. ... (zu C.C.) Und du kannst die Zeitungen benachrichtigen, dass Maxwell Sheffield selber ein neues Musical eröffnet. Oh und besteh darauf, dass sie unsere Fotos nebeneinander drucken, alle sollen sehen, dass ich der hübschere bin! (geht raus)

Niles (kommt wieder rein):

Fran: Oh, hat einer von Ihnen gestern Abend „Mord ist ihr Hobby“ gesehen, ich habs verschlafen!

C.C. und Niles: Ähh, nein!

Fran: Oh, das ist wirklich jammerschade, ich wollte unbedingt rausfinden, ob‘s der Butler getan hat! (geht mit zufriedenem Gesichtsausdruck raus)

 

4. Szene:

(Wohnzimmer, Fran, Gracie und Val schauen essend auf dem Sofa fern)

Stimme im Fernseher: Die Elefantenkuh kann bis zu zwei Jahre lang trächtig sein.

Fran: Oh mein Goooooott!

Val: Weißt du was ich nicht verstehe Fran? Diese Elefanten haben immer soviel Bauch, woher weißt du, dass sie schwanger sind?

(Aus dem Fernseher kommt ein lautes Elefantentröten)

Fran (zeigt auf den Fernseher): So weißt du’s!

Val: Oh!

(Es klingelt)

Fran: Oh, ich geh schon.

Grace: Was ist eigentlich mit Niles los, wieso geht er nicht mehr die Tür aufmachen?

Fran: Ach Gracie, die Tür macht er doch schon seit Jahren auf. Jetzt macht er endlich was, was er schon seit Jahren nicht mehr gemacht hat. (öffnet die Tür)

(Sylvia und Yetta kommen rein, Sylvia trägt eine alte Kiste)

Fran: Hi!

Sylvia: Hallo!

Fran: Oh der Koffer ist ja toll!

Yetta: Oh danke! Sammy, Sammy sagt ich bin gebaut, wie ne 73-jährige.

Sylvia (stellt die Kiste auf den Wohnzimmertisch): Schatz ich hab Yettas Aussteuertruhe mitgebracht, he he, die ist antik! Ich dachte die passt perfekt ins Kinderzimmer.

Fran: Oh ja! Yetta, was bewahrst du denn da drin alles auf, wow! Sieh dir dieses Foto an, der sieht ja toll aus, wer ist das, Grandpa? 

Yetta: Ähhhh ... Jaaa! (steckt das Foto ein)

Fran (holt ein Babykleid heraus): Ohhh, ohhhh, ha ha ha.

Gracie: Sieh nur wie süß das ist!

Fran (zu Yetta): War das deins, he he he?

Yetta: Ja das war mein erstes Babykleid. Sylvias erstes ist auch da drinnen.

Fran: Ohhhh! Ho ho ho, ha ha ha ha! (nimmt ein doppelt so großes Babykleid heraus) ... Ohhhh! (nimmt einen Packen Briefe heraus).

Yetta: Das sind die Liebesbriefe, die ich mal geschrieben habe.

Fran: Oh, an Grandpa? (macht einen Brief auf)

Yetta: Ähhhh ... Ja!

Sylvia: Da steht „Lieber Richard,“ Daddys Name war aber Joe!

Yetta: Würdest du mir abnehmen, dass Richard ne‘ Kurzform von Joe ist?

Sylvia: Nein!

Yetta: Na schön ... ihr habt mich erwischt! (setzt sich zu Gracie und Val aufs Sofa). Ich habe das noch nie jemandem erzählt aber, ich bin mal verliebt gewesen, das war vor deinem Vater. Wir ham uns auf dem Boot kennengelernt, auf der Überfahrt von Rumänien. Meine Vermählung mit deinem Großvater war schon geplant und er erwartete mich auch voller Inbrunst, aber ... dann lernte ich Richard kennen...

(Schwarz-Weiß) (Man sieht ein Kreuzfahrtschiff, der Text „Es war Liebe auf den ersten Blick“ wird eingeblendet, dann der junge Richard ... Man hört Yetta: Die weiße Uniform mit den goldenen Tressen stand ihm so gut. Fran: Er war Kapitain in der Navy? Yetta: Nein, er war Stewart im Speisesaal der ersten Klasse. Fran: Uh Ohhh! ... Man sieht wie die jung dargestellte Yetta unter einem Schirm auftaucht. ... Yetta: Und als unsere Blicke sich trafen ... Richard bewegt die Lippen, dann wird der Satz: Sie sind das schönste Geschöpf, das ich je gesehen habe. eingeblendet ... Die Yetta von früher bewegt die Lippen, dann der Text: Dein Hintern ist auch nicht von schlechten Eltern, Süßer! ... Richard gibt Yetta einen Handkuß ... Yetta blinzelt mit den Augen.)

(Wieder im Wohnzimmer)

Fran, Sylvia, Gracie und Val: Mmmmmhhhh!

Fran: Ist denn irgendwas intimes passiert zwischen dir und Richard?

Yetta: Natürlich nicht, ich war auf dem Weg zu meinem zukünftigen Ehemann!

(Schiff ... Man sieht ein Bullauge, dann eine Hand die gegen die Scheibe klatscht und langsam herunterfährt.)

(Wohnzimmer)

Yetta: Wir ham uns nicht mehr wieder gefunden auf Ellis Island. Dein Großvater hat dort auf mich gewartet, aber ich hab ihm gesagt, dass ich mit der Hochziet abwarten will, weil ich mir nicht sicher bin, was ich fühle! ... Also, habe ich fünf Jahr lang nach meinem Richard gesucht. Ich hab ihm geschrieben, jeden Tag!

Sylvia: Woher wusstest du wo du hinschreiben sollst?

Yetta: Das ist wohl der Grund wieso ich die Briefe noch hab.

Val: Und Yetta? Jetzt machen Sie’s doch bitte nicht so spannned! Wer ist Ihr Ehemann geworden? Richard oder, oder Frans Großvater?

 

5. Szene:

(Büro, Maxwell sitzt am Schreibtisch ... Fran kommt mit einem großen Umschlag rein)

Fran: Hi Liebling! Hast du schon ein Musical gefunden?

Maxwell: Na ja, sag du mal was du meinst! Hier ist ein Hip-Hop Musical „Die gepiercte und das Biest,“ oh und jemand hatte die brilliante Idee aus dem Film „Das Schweigen der Lämmer“ ein Musical zu machen! Hör zu: „Lamm Misérable.“

Fran: Tja, weißt du was, ich halte deinen nächsten Hit hier in meiner Hand.

Maxwell: Oh nein, Gott, bitte sag nicht, dass das dieser blöde Dreiakter über das Leben eines Butlers ist, der komischerweise immer oben auf meinem Stapel liegt.

Fran: Oh dann wärst du wohl auch nicht daran interessiert einen Blick auf Yettas Briefe zu werfen? (Holt die Briefe aus dem Umschlag)

Maxwell: Nein!

Fran: Dann werd ich sie dir vorlesen.

Maxwell: Liebling, ich bin Produzent, ich weiß was ein guter Stoff ist! Glaub mir Yetta’s Liebesbriefe gehörn nicht dazu! (Das Telefon klingelt)

Fran: Bitte, bitte! (Geht zum Telefon und nimmt ab) Hallo? „Mr. er denkt er weiß alles besser Production.“ ... Sekunde! (zu Maxwell) Andrew Lloyd Webbers Sekretärin!

Maxwell: Oh, tu als ob du für mich arbeiten würdest! (setzt sich)

Fran: Kann ich, das hab ich fünf Jahre lang gemacht! (zur Sekretärin) Ja, hier ist Mr. Sheffields Sekretärin, womit hab ich das Vergnügen Ihnen vielleicht helfen zu müssen? Äha ... äha ... äha. Äääh (zu Maxwell) er will mit dir reden, er versteht nicht wieso du ihm das Theater nicht vermieten willst.

Maxwell: Oh äh, sag ihm ich wär nicht da und würde alles in einem Brief erklären!

Fran: Er sagt, er ist nicht da ... und er wird Mr. Webber alles schriftlich erklären (nimmt einen Stift) wie ist ihre Adresse? (schreibt) Hm hm ... Oh das ist aber ein schönes Stadtviertel! ... Hm, das ganze Stockwerk? (zu Maxwell) sie sagt er hat das ganze ... ach das interessiert dich nicht! (zur Sekretärin) Ok, ich hab alles, danke Schätzchen! Ja, wiederhörn! (legt auf, Niles kommt mit einem Tablett rein)

Niles: Verzeihung Sir, der Bote ist hier, um die von Ihnen abgelehnten Bücher abzuholen. (stellt das Tablett ab)

Maxwell: Die kann er alle mitnehmen.

Niles: Inklusive meinem, „Des Butlers gefährliche Liebschaften?“

Maxwell: Besonders das! (Niles nimmt die Bücher und will rausgehen) Moment mal, Moment mal, Sie wissen doch ich mag keine Mayonnaise, wo ist meine Vinaigrette?

Niles: Oh! Tut mir leid, das Olivenöl war alle! (geht schnell raus ... Maxwell und Fran gucken skeptisch)

 

6. Szene :

(Küche, Brighton sitzt am Tisch, liest Zeitung, Fran kommt rein)

Fran: Oh hi Brighton!

Brighton: Oh hi Fran! (Fran setzt sich, nimmt einen Teller Kekse und Brighton zeigt ihr die Zeitung) Hey, weißt du ob Dad das gesehen hat?

Fran: Was?

Brighton:„Andrew Lloyd Webber berichtet über die Pläne für sein neustes Musical.“

Fran: Oh mein Gott, zeig mal her, er regt sich immer so auf wenn ... „Webber plant ein Broadway-Musical, in dem es um die Liebesbriefe einer jungen Immigrantin namens Yetta Rosenberg ...!“ (springt auf)

Brighton: Was macht Andrew Lloyd Webber mit den Briefen deiner Großmutter?

Fran: Oh mein Gott, ich muss seine Adresse auf Yettas Umschlag geschrieben haben, oy! (Will nach oben gehen) Das darf dein Vater nie erfahren, du weißt ja wem er das in die Schuhe schieben wird. (Man hört Maxwell brüllen: „C.C.!“)

Fran: Gott sei Dank, Gott sei...!

Maxwell : Wo ist Fran? (kommt in die Küche, Brighton ab) Wie sind Andrew Lloyd Webber Yettas Briefe in die Finger geraten? Ich weiß zwar noch nicht ganz genau wie und ich weiß auch noch nicht ganz genau wieso, aber eines weiß ich sicher, es ist 100%-ig dein Fehler!

Fran: Ich hatte gar nichts damit zu tun, aber an deiner Stelle würde ich die dämliche Sekretärin feuern, ich glaube die klaut!

Maxwell (will auf Fran losgehen) Wie konntest du mir das bloß antun, wie konnte sie mir das bloß antun, ich bin Mischpoche!

Fran: Jetzt entschuldige mal, aber soweit ich mich erinnern kann, hab ich sie dir angeboten und deine genauen Worte waren: „Nein, nein, nein!“

Maxwell: Und seit wann akzeptierst du ein „Nein, nein ,nein“ als Antwort? Weißt du was Schätzchen? Verheiratet sein hat dich verweichlicht!

Fran (winkt ab): Ach hör auf damit, du regst dich schon wieder über nichts auf! Komm setz dich her! (beide setzen sich, Fran nimmt die Zeitung und zeigt sie Maxwell) Sieh dir das an, sie sagen nur, dass er in Verhandlungen steht, in Verhandlungen. Und du bist Yettas Lieblingsenkel, vertrau mir, ich weiß wovon ich spreche! Warum sollte sie einem völlig Fremden den Vorzug geben, häh? ...

(Paris, Yetta sitzt mit Andrew Lloyd Webber in einem Café vor dem Eiffelturm)

Yetta: Paris ist wirklich zauberhaft, Mr. Lloyd Webber, aber wir hätten auch einen Rundflug buchen können und so durch ganz Europa kommen! (Sie will den Vertrag vor ihr auf dem Tisch unterschreiben) Wo gehört die Unterschrift hin? (sie unterschreibt)

 

7. Szene :

(Büro, Maxwell läuft auf und ab, C.C. kommt mit einem Blumenkleid bekleidet hereingetänzelt)

C.C. Hallooo, Hallooo, Frühling liegt in der Luft!

Maxwell: Yetta hat die Rechte an ihren Liebesbriefen verkauft, an Andrew Lloyd Webber! Was hast du dazu zu sagen?

C.C. (schwebt zur Terrassentür): Wieso sind diese Türen geschlossen? (öffnet sie) Hach, es ist so ein wundervoller Tag! (stellt sich mit ausgestrecktem Arm nach draussen) Was für eine Brise! (eine weiße Taube landet auf ihrer Hand) Oh hallo, kleines Vögelchen, bist du nicht zauberhaft! (pfeift der Taube etwas vor, diese pfeift zurück) Ha ha ha! (fängt an zu singen und zu tanzen) „I’m as restless as a willow in a windstorm. I must believe as a waidio ... (Maxwell schließt die Tür, Fran kommt rein)

Fran: Liebling, ich hab dir ... (schaut zur tanzenden C.C. raus und schüttelt den Kopf) Ich hab dir ein Eis mitgebracht, um dich aufzumuntern.

Maxwell: Oh, weißt du ich hätte wirklich gerne Schokoladensirup!

Fran (schaut wieder zu C.C.): Tja, wer von uns nicht.

Maxwell: Weißt du, ich hab nachgedacht, Schatz. Dieser Vertrag zwischen Yetta und Webber kann auf gar keinen Fall rechtsgültig sein, also machen wir uns doch nicht vor, Yetta hat nicht mehr alle Tassen im Schrank!

Fran: Oh Liebling, dass sie uns für J.R. und Sue Allen und sich für Miss Alley hält, bedeutet nur, dass sie von Zeit zu Zeit verwirrt ist!

Maxwell: Von Zeit zu Zeit?

(Rückblick ... Küche, Yetta nimmt ein Hemd aus einer Reisetasche)

Yetta: Oh süßer Wauwau, so ein hübsches Hundebaby! (zu Brighton) Wow, sie sollte ihm mehr zu fressen geben!

(Wohnzimmer, Niles putzt die Klaviertasten, Yetta steht auf und klatscht)

Yetta: Wundervoll! (steckt einen Geldschein in eine Vase auf dem Klavier) Danke!

(Wohzimmer)

Sylvia: Wieso isst eigentlich nie jemand was von diesem Obst?

Fran: Ma, das Zeug ist aus Wachs!

Yetta (kaut): Sogar die Äpfel?

(Damentoiltte, Yetta ist in einer Kabine)

Fran: Yetta!

Yetta: ... Was ist?

Fran: Wann kommst du da endlich raus?

Yetta: Ich kann mich nicht entscheiden, soll ich Nixon wählen oder Kennedy?

(Büro)

Yetta: Etwas furchtbares ist  passiert, ich hab es gerade in den Nachrichten gehört!

Maxwell: Was denn? Was ist passiert, Yetta?

Yetta: Augenblick! ... Ich hab’s vergessen!

Gracie: Keine Sorge, für den Fall, dass Sie’s vergessen haben Sie’s mir gesagt!

Yetta: Wer bist du denn?

(wieder zurück im Büro)

Fran: Oh du hast Recht. Dieser Vertrag ist sowas von ungültig! (Sylvia kommt rein)

Sylvia (zeigt Fran eine Postkarte): Wie zum Teufel kommt meine Mutter nach Paris und wieso posiert sie neben Jim Morrison’s Grab?

Fran: Ma, weißt du Andrew Lloyd Webber schleimt sich bei Yetta ein, damit sie ihm die Rechte an ihren Liebesbriefen verkauft.

Sylvia: Tja, da schleimt er sich bei der Falschen ein, ich habe schon seit Jahren die gerichtliche Vormundschaft!

Maxwell: Was? Gott sei Dank! Das bedeutet ja du könntest uns die Rechte an dem Stoff abtreten!

Sylvia: Klar!

Maxwell: Großartig! Was müssen wir tun um ins Geschäft zu kommen?

(Paris, Sylvia und Maxwell sitzen in dem Café vor dem Eiffelturm)

Sylvia: Das wär doch wirklich nicht nötig gewesen, aber wir sollten jetzt nach der Rechnung fragen, unser Flug nach London geht schon in einer Stunde! (ruft den Kellner, wegen der Rechnung) Frère Jaques, Frère Jaques! Dormez vous! (Maxwell hält ihr einen Stift hin, Sylvia unterschreibt)

(Sechs Wochen später,es erscheint das Werbeplakat mit der Aufschrift „49TH STREET THEATRE: Yetta’s Letter’s, dann ein Ausschnitt aus dem Musical, die junge Yetta, Richard und andere Passagiere tanzen und singen auf dem Kreuzfahrtschiff)

(Nach der Premiere, Küche, Fran, Maxwell, C.C., Niles und Yetta lesen laut, Kritiken aus der Zeitung vor)

Maxwell: „Sheffield landet den größten Hit der Broadwaysaison!“

C.C.: „Ein hundertprozentiger Tony-Kandidat!“

Niles: „Die schwungvollste Inszenierung des Jahres!“

Fran: „Pumpernickel, nur 49 Cent im Sonderangebot!“ (reißt die Anzeige aus der Zeitung)

Yetta: Oh, wenn die Geschichte einen nicht vom Sockel haut, wie sie diesen Superkellner für einen Pelzhändler abservieren konnte! (geht raus) Mann, war die bescheuert!

Niles: (druckst): Tja, äh, (gähnt) ich bin irgendwie schläfrig, ich äh, ich werde mich jetzt zurückziehen. Nochmals herzlichen Glückwunsch, Sir! (geht die Treppe hoch)

Maxwell: Danke!

C.C: Tja, ich habe auch einen langen Tag gehabt und ich muss mich morgen noch um die ganze PR-Kampagne kümmern, also dann, bis morgen!

Fran und Maxwell: Bye! (C.C. macht die Tür auf, schlägt sie gleich wieder zu und rennt rückwärts nach oben)

Maxwell: Weißt du was Liebling...

Fran: Ja?

Maxwell: Nach all den Jahren der Konkurrenz, übertrumpfe ich Andrew Lloyd Webber

Fran: Mmmhhh!

Maxwell: Und es fühlt sich nicht so gut an, wie ich erwartet hatte! ... Deswegen schicke ich ihm jetzt die hier (reißt die Kritiken aus der Zeitung)

Fran: Weißt du Schatz, aus Yettas Geschichte könnte man bestimmt einen guten Film machen. (dämpft das Licht)

Maxwell: Oh ich weiß. Deswegen wird mein Anwalt morgen früh auch sofort mit Sylvia über die Filmrechte verhandeln.

Fran: Ohh!

Maxwell: Ja, so eine super Gelegenheit werde ich mir nicht entgehen lassen! (Beide gehen die Treppe hoch)

(Paris, Sylvia uns Steven Spielberg sitzen in dem Café vor dem Eiffelturm)

Sylvia: Also Steven! Sind Sie einer von den Regopark-Spielbergs oder einer von den Jurassic Park-Spielbergs? (ruft den Kellner wegen eines Kaffees) Sonnez les matinées, sonnez les matinées! Ding, Dang, Dong! (unterschreibt den Vertrag)

 

Abschlussszene:

(Wohnzimmer, Maxwell liest, Niles staubt ab, C.C. kommt rein)

C.C.: Maxwell! Ich habe gerade Niles‘ Musical gelesen und es ist genial!

Maxwell: Na ja, das seh ich nicht.

C.C.: Wie wärs jetzt ... (schnippst mit dem Finger ... Niles und andere Butler und Butlerinnnen fangen an zu singen und tanzen) ...