Dr. House: Transkript der Folge "Irrtum" [#2.03]

Transkript der Folge "Irrtum" [#2.03]

Deutsches Transkript erstellt von MG (Abschrift erstellt von Hurly)

 

 

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

 

 

Originaltitel: Humpty Dumpty
Ausstrahlung:
Deutscher Titel: Irrtum
Ausstrahlung:
Buch: Matt Witten
Regie: Dan Attias

Darsteller

Hugh Laurie ... Dr. Gregory House
Lisa Edelstein ... Dr. Lisa Cuddy
Omar Epps ... Dr. Eric Foreman
Robert Sean Leonard ... Dr. James Wilson
Jennifer Morrison ... Dr. Allison Cameron
Jesse Spencer ... Dr. Robert Chase

 

Gastdarsteller

 

 

special: Sela Ward ... Stacy Warner
Ignacio Serricchio ... Alfredo
Charlie Robinson ... Robert
Christine Avila ... Luisa (Alfredos Mutter)
JR Villarreal ... Manny (Alfredos Bruder)

 

 

Inhaltsangabe

 


VORSPANN

Dr. Cuddy joggt am Morgen eine Straße entlang. Sie kommt an einer Nachbarin vorbei, die gerade ihre Zeitung aufhebt.

Cuddy: [hebt eine Hand] Hi.

Nachbarin: Morgen.

Cuddy kommt an ihrem Haus an und ringt nach Luft. An der Hausfront ist eine Leiter gelehnt, auf der ein junger Mann (Alfredo) steht. Er steigt herunter.

Cuddy: Hi, Alfredo. Sind Sie schon fertig?

Alfredo: Oh, nein, noch nicht. Ich werd' erst morgen fertig.

Cuddy: Spielt Mexiko heute gegen Argentinien?

Alfredo: Nein, nein. Mein [atmet hörbar ein] mein Asthma ist ziemlich schlimm heute.

Cuddy: Nach sechs Jahren, Alfredo, weiß ich genau, was läuft, aber ich geb' ein Essen.

Alfredo: Ich, äh, werd' ganz sicher morgen fertig.

Cuddy: Die Party ist heute. Wenn's regnet, muss ich Eimer auf den Tisch stellen und das versaut mir das Fest.

Alfredo: Aber ich sehe keine Wolken, also kein Regen.

Cuddy: Na schön, Sie dürfen nachhause, aber wenn es heute abend in die Weingläser meiner Gäste regnet…

Alfredo: Schon klar, okay. Gut, Seniora, ich mach' es.

Cuddy: Vielen Dank. [geht in Richtung Tür]

Alfredo: [inhaliert sein Asthmaspray] No problema. [Cuddy nickt und geht ins Haus; Alfredo steigt wieder auf die Leiter]

Im Haus. Cuddy stöhnt. Sie hat offensichtlich Seitenstechen. Sie geht an den Kühlschrank, nimmt sich eine Flasche Wasser und trinkt davon. Sie verschluckt sich und hustet, als an ihrem Fenster Alfredo vorbeifällt. Er ist vom Dach gestürzt.

Kamerafahrt auf einen Rettungswagen, der über eine Brücke rast.

Schnitt zu Cuddy, die im Wagen Alfredo untersucht.

Cuddy: Das Rückenmark scheint intakt zu sein. Holen Sie tief Luft.

Alfredo: [versucht es und keucht] Das tut weh.

Cuddy: [hört ihn ab] Versuchen Sie's. [zum Sanitäter] Atemgeräusche bilateral. Ich glaube, es ist kein Pneumothorax.

Alfredo: Nur Asthma.

Cuddy: Und vermutlich 'ne gebrochene Rippe. [tastet ihn ab] Wenn's weh tut, sagen Sie's.

Alfredo: Aaah, au, au… [Cuddy bemerkt Verfärbungen an zwei Fingern seiner rechten Hand]

Cuddy: Ihr Ring- und der kleine Finger sind dunkler als die anderen.

Alfredo: Fühlt sich komisch an. Wie Nadelstiche.

Cuddy: Wie lange fühlen sie sich schon so an?

Alfredo: Ich hab' das noch nie bemerkt. Ist das schlimm? [Cuddy sieht besorgt zum Sanitäter]

ERÖFFNUNGSSEQUENZ/CREDITS

Kamerafahrt über das Klinikgelände.

Schnitt zu einem Flur der Klinik. Cuddy, House und Wilson besprechen den Fall.

Cuddy: So, wie die Hand aussieht, könnte er sie verlier'n.

Wilson: Wie kann jemand, der vom Dach fällt, sich so die Finger verletzen?

House: [lutscht an einem Lolli] Hm, vielleicht wurde ein Halswirbel angeknackst und dabei der Ulnaris… [starrt auf Cuddys verschwitztes T-Shirt] Sorry, ich hab' 'n Konzentrationsproblem. Dieses Tank Top saugt ja echt Feuchtigkeit auf. [Cuddy zieht ihre Jacke zu] Einklemmung des Ulnaris und Unterbrechung der Blutzufuhr. Denkbar wäre natürlich auch ein disseminiertes Gerinnungsproblem.

Wilson: DIC? [ironisch] Klar, wenn einer vom Dach stürzt, ist der erste Gedanke doch ein Gerinnungsproblem.

House: Ein Trauma kann die Gerinnungsenzyme aktivier'n. [lässt sich von Cuddy die Akte geben] Er kann mehr verlier'n als nur die Hand.

Cuddy: Ich danke Ihnen vielmals. Alfredo arbeitet schon lange für mich und ich…

House: Krieg' ich Bonuspunkte, wenn ich Interesse heuchle?

Schnitt zu House, der mit Cuddy den Besprechungsraum betritt.

House: Zervikales MRT, komplette DIC Diagnose und hängen Sie ihn an einen Heparintropf.

Cameron: Wen?

House: [wirft die Akte auf den Tisch] Sie wollen seinen Namen wissen? Steht bestimmt in der Akte. [zeigt auf Cuddy] Oder fragen Sie sie. Sie ist seine älteste, beste Freundin. Sie waren zusammen bei den Pfadfindern.

Cuddy: Ich mach' mich an die Bluttests.

House: Nein. Sie, verehrte Freundin, sind schon lange keine richtige Ärztin mehr. Sie versauen mir die Ergebnisse.

Foreman: Ich tu es.

Cuddy: [zu Foreman] Sie haben Praxisdienst. [zu House] Ich versteh' noch was von diesem Beruf.

House: [ans Team] Besorgen Sie mir Blut, literweise. [das Team geht; an Cuddy] Hm, die sind besser. Die sind geduscht.

Schnitt zu Cuddy. Etwas abseits von Alfredos Krankenzimmer beobachtet sie, wie Chase ihm Blut abnimmt. Alfredos Mutter (Luisa) und sein jüngerer Bruder (Manny) sind ebenfalls bei ihm. Stacy taucht hinter Cuddy auf.

Stacy: Sie müssen nicht rein zu ihm.

Cuddy: Einhändige Handwerker waren noch nie sehr gefragt.

Stacy: Juristische Klagen verliert man durch reden. Ich kenne Sie, Lisa. Sie gehen da rein, bieten ihm an, seine Arztrechnungen zu bezahlen, seinen Lohn und sagen so was dummes wie: "Es tut mir leid.".

Cuddy: Halten Sie mich für 'n Idioten?

Stacy: Ich halte Sie für keine Juristin. Gehen Sie nicht rein. Glauben Sie mir. Die Leute von House packen das schon. [sie geht]

Cuddy: Ja.

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer.

Chase: Das brennt jetzt vielleicht 'n bisschen. Hm, die Medizin verdünnt das Blut und lässt es wieder besser fließen. [sieht auf Alfredos linke Hand] Ein paar ganz schön schlimme Narben haben Sie da.

Alfredo: Ich bin Handwerker. [Chase spritzt das Mittel] Wie lange muss ich hier bleiben?

Chase: Kommt drauf an, wie schnell wir rausfinden, was Ihnen fehlt.

Alfredo: Ich muss arbeiten, sonst werde ich gefeuert.

Chase: Dr. Cuddy wird Sie nicht feuern.

Alfredo: Ich putze sechs Tage die Woche in einem Fastfood Laden. Ich muss arbeiten. Meine Mutter verdient nicht genug.

Manny: Ich kann arbeiten. Ich bin alt genug.

Alfredo: Du bist alt genug, wenn du studiert hast.

Manny: Warum? Du hast doch auch nicht…

Alfredo: Ich hatte auch keinen erwachsenen Bruder, der mir gesagt hat, dass ich die Klappe halten soll.

Chase: Ich verspreche, dass wir Sie gehen lassen, sobald wir können.

Alfredo: [fängt an, sich von den Schläuchen und Kabeln zu befreien] Hör'n Sie, mir geht's gut. Ich fühl' mich schon viel besser. Ich werd' nachhause gehen.

Chase: Nein! Hören Sie, wenn das hier ein Gerinnungsproblem ist, kann das sehr ernst werden, klar?

Alfredo: Sie können mich hier nicht festhalten. Sie können mich nicht zwingen.

Chase: Dreh'n Sie mal Ihre Hand. Ich will Ihre Hand seh'n. [nun verfärbt sich auch der Mittelfinger dunkel]

Alfredo: Wo ist Dr. Cuddy?

Schnitt zum Besprechungsraum. Chase und Cameron erstatten Cuddy Bericht.

Chase: Jetzt verfärbt sich schon der dritte Finger.

Cameron: Die PTT ist verlängert. Die Fibrinspaltprodukte sind erhöht, seine Gerinnung ist gestört, sieht nach 'ner leichten DIC aus.

House: Ja, so leicht offenbar nicht. Wenn das so weiter geht, wird seine Hand zu totem Fleisch mutier'n. Die Hand sitzt an seinem Arm. Der sitzt wiederum… keine Ahnung, aber sicher an was wichtigem.

Cuddy: Und das alles nach einem Sturz vom Dach?

House: Ja, wäre er doch nur auf den Kopf gefall'n, dann hätte er keines von diesen Symptomen.

Cuddy: Wir brauchen was stärkeres als Heparin. Humanes, aktiviertes Protein C.

House: Sie sieht aus wie Cuddy, das gleiche Dekolletee. Protein C ist nur bei schwerer Sepsis induziert.

Cuddy: Und wie viel seiner Gliedmaßen müssen gefährdet sein für die Einstufung "schwer"?

House: Aber das Zeug ist echt saugefährlich. Es kann innere Blutungen auslösen, damit einen Anfall und Ende der Durchsage.

Cuddy: Oder es verbessert sich.

House: Wenn ich mal so was vorschlage, zeigen Sie sofort diese hässliche Fratze wie eine Hyäne. Zugegeben, ich finde Sie sexy damit.

Cuddy: [zu Chase und Cameron] Tun Sie's. [sie geht]

Schnitt zu House und Wilson auf einem Flur.

House: Protein C zu geben ist unverantwortlich. Nur das ungefährliche Zeug wirkt leider nicht.

Wilson: Es ist genau das, was du tun würdest.

House: Wie recht du hast.

Schnitt zu Cuddy und Stacy, die in Cuddys Büro gehen.

Stacy: Es ist genau das, was er tun würde.

Cuddy: Ich weiß. Ich glaube, er will mich nur schützen.

Stacy: Nein, das wäre nicht typisch für ihn.

Cuddy: Ich habe ihn überstimmt. Er ist der beste Diagnostiker, den wir in diesem Krankenhaus haben und ich hab' ihn überstimmt.

Stacy: Der Junge liegt Ihnen am Herzen und deswegen sollte Ihr Urteil mehr wert sein als seins.

Cuddy: Und er hat betont, ich wäre schon seit Jahren nicht mehr eine richtige Ärztin.

Stacy: Ich würd' sagen, das klingt schon eher nach ihm.

Schnitt zu House und Wilson, immer noch auf dem Flur. House greift in eine Dose mit Lollis.

Wilson: Du hast Cuddy nur verarscht, nicht?

House: Sie dachte wirklich, ich wollte sie davon abhalten.

Wilson: Eins kannst du Cuddy nicht nachsagen, dass sie naiv ist.

House: Nein, das erste Opfer in dieser Sache ist ihr Sinn für Humor.

Wilson: Komisch, es gibt doch nichts Lustigeres, als einen Kerl fast zu töten.

Schnitt zu Foreman. Er hat Praxisdienst und untersucht einen älteren Afroamerikaner (Robert).

Robert: Ich hab' nur Schwierigkeiten beim Treppensteigen.

Foreman: Wann ist Ihnen das, das erste Mal aufgefallen?

Robert: Äh, vor einer Woche.

Foreman: Ihr Blutdruck ist etwas erhöht, aber ich hab' da was, das Ihnen helfen kann. Es ist 'ne Pille, die Ihren Blutdruck senken wird. Es wurde gezielt für Schwarze entwickelt.

Robert: Gezielt?

Foreman: Wir Afroamerikaner neigen zu Stickoxidmangel und äh, Studien zeigen, dass das Mittel dem entgegenwirkt. [schreibt ein Rezept] Es ist das erste Mittel, das…

Robert: Von was für Studien reden Sie da, man?

Foreman: Na ja, eben die üblichen Studien. Die hol'n sich Patienten, geben ihnen Medikamente…

Robert: Ach, ich hab' mich schon fünfzig Jahre von Weißen belügen lassen.

Foreman: Tze, denken Sie, ich war zulange auf der Sonnenbank?

Robert: Glauben Sie, die sagen Ihnen alles?

Foreman: Das Problem bei uns Schwarzen ist, wir können nicht mehr unterscheiden zwischen Rassismus und "Jeder wird beschissen!".

Robert: Ja? Was ist mit diesem billigen Meningitiszeug, das sie in Afrika verkaufen? Glauben Sie etwa, das ist kein Rassismus?

Foreman: Nein, nur Profitgier. [steht auf] Sie wollen's den Weißen richtig zeigen? Dann versuchen Sie, noch solange zu leben, dass Sie Ihre Rente kassier'n können. [reicht ihm das Rezept] Nehmen Sie die Pillen. [er geht]

Kamerafahrt über das abendliche Klinikgelände.

Schnitt zu Alfredo, der allein in seinem Zimmer liegt. Er tastet nach seiner rechten Schulter und wird panisch.

Alfredo: Schwes… Schwester! Schwester, Hilfe, Schwester. Schwester. [Chase kommt herein]

Chase: Was ist denn?

Alfredo: Ich, ich kann mein Arm nicht bewegen. Ich kann mein Arm nicht bewegen.

Chase: Schon gut, schon gut, ganz ruhig.

Schnitt zu Chase, der Cuddy in ihrem Büro Bericht erstattet.

Chase: Die Protein C Nebenwirkungen, die wir befürchtet haben, sind eingetreten.

Cuddy: Wo war die Blutung?

Chase: Im Gehirn. Sie verursacht eine Lähmung, rechtsseitig. Ich hab' abgebrochen und einen Neurochirurgen verständigt.

Schnitt zum OP Saal, wo der Neurochirurg Alfredo operiert. Cuddy sieht dabei zu.

Kamerafahrt über das Klinikgelände. Der nächste Tag.

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Cameron untersucht ihn.

Alfredo: Ich kann ihn wieder bewegen. Ist alles in Ordnung? Kann ich dann wieder nachhause?

Cameron: Die Operation war erfolgreich, aber wir haben nur das Problem behoben, das die Medizin verursacht hat. [Alfredos Mutter sagt etwas auf spanisch]

Alfredo: Sie sagt, Sie sehen jung aus. Sind Sie sicher, dass Sie…

Cameron: Wir arbeiten zu fünft an dem Fall. Die, äh, anderen sind älter.

Alfredo: Warum kommt Dr. Cuddy nicht? [hustet]

Cameron: [gibt ihm etwas zu trinken] Hier. Das hört sich aber nicht gut an. [hört ihn ab; CGI Effekt in die Lunge]

Schnitt zum Besprechungsraum. Cuddy sieht sich ein Röntgenbild an.

Cameron: Seine Finger sind noch dunkler. Die Temperatur liegt bei fast vierzig mit steigender Tendenz und die Röntgenaufnahme zeigt jetzt Lungeninfiltrate. [House schreibt es auf die Tafel]

House: Das Gute daran ist, er wird nicht rumnölen wegen des Verlustes seiner Hand, wenn er nicht atmen kann.

Cuddy: Das sturzbedingte Trauma kann ein akutes Atemnotsyndrom verursacht haben.

House: Richtig, ich habe Ihr Dach vergessen.

Cuddy: Eine mögliche Folge sind Lungeninfiltrate, vielleicht Fieber und eventuell auch zyanotische Finger.

House: Die Frage ist nur, wieso? [nimmt Vicodin]

Cameron: Wieso, was?

House: Wieso diese bizarre Psychopathologie eine ausschließlich auf persönlichen Schuldgefühlen basierenden Diagnose bedarf. [Cuddy guckt beleidigt] Nehmen wir mal an, wir lagen bisher falsch und nehmen wir mal an, nur für eine Sekunde, dass sich die Erde nicht nur um Cuddys Dach dreht. Angenommen, er war schon krank vor der Kollision mit der Schwerelosigkeit und hat nur nichts gemerkt.

Foreman: Aber Pneumonie kann DIC auslösen und die wieder zyanotische Finger.

Chase: Aber sie schlägt nicht so schnell zu.

House: Richtig, nur Asphalt schlägt so schnell zu. Es ist keine Pneumonie. Die dunkel verfärbten Finger sind ihm vielleicht entgangen, aber nicht die Atemprobleme. Was noch?

Cuddy: Es ist Pneumonie. Er wollte nachhause. Ich dachte, er lügt, deswegen hab' ich gesagt, ich hätte abends Gäste. Es war meine schuld.

House: Wieso haben Sie nicht 'ne Knarre geholt und ihn erschossen?

Cuddy: Ich dachte, es wär' nur Asthma.

House: Das hätten Sie schon früher erwähnen können, Doktor, denn dann hätten wir vielleicht ein paar Blutkulturen ins Labor schicken können, statt einen ganzen Tag Ihren Selbsthasstiraden zu lauschen.

Cameron: Es ist eine ganz gewöhnliche, bakterielle Pneumonie. Die, ähm, wird er übersteh'n.

House: Dann geben Sie ihm ganz gewöhnliches Levaquin und machen Sie ein ganz gewöhnliches Echokardiogramm. Und seh'n Sie sich bei ihm zuhause um.

Cuddy: Eine Blutuntersuchung wird uns zeigen, welche es ist.

House: Wenn der Typ Nagellackentferner schnüffelt oder vielleicht Federn bei seinem Papagei rausreißt, kommen wir schneller ans Ziel. Und Freund Julio wird sicher schnell wissen wollen, was ihm fehlt. [nickt Cameron zu] Geh'n Sie mit.

Cuddy: Er heißt Alfredo und ich kann sehr gut allein den Schlüssel holen.

House: Rico und ich trauen Ihnen nicht mehr zu, zu entscheiden, was wichtig ist und was nicht. [Cuddy geht; zu Cameron] Los! [Cameron folgt ihr]

Foreman: Vielleicht schreiben Sie mal ein Buch über Büropolitik, House.

House: Glauben Sie mir, viel schlimmer wäre, wenn ich ihr sagen müsste, Sie werden bei IHR einbrechen.

Chase: Wa… wa… wa… warten Sie mal. In, äh, Cuddys Haus?

House: [gießt sich einen Kaffee ein] Sehen Sie, das ist schockierend. Unser Freund arbeitet seit ungefähr drei Wochen da. Können Sie ausschließen, dass er sich da was geholt hat?

Foreman: Kein Mensch bricht ins Haus seiner Chefin ein.

House: Ich bin Ihr Chef.

Chase: Sie ist einschüchternder als Sie.

House: Hmmm, sie ist 'ne Frau. Keine Sorge, ich komme mit.

Schnitt zur Lobby. House, Chase und Foreman kommen aus dem Fahrstuhl und gehen zum Ausgang. House hat wieder einen Lolli im Mund und grinst. Sie gehen an Stacy und Wilson vorbei.

Stacy: [zu Wilson] Geht House mit seinen Assis zum Mittagessen?

Wilson: Nein, keine Chance.

Stacy: Und wo gehen sie dann hin?

Wilson: Ich habe keine Ahnung.

Stacy: Und wieso können sie dann nicht essen gehen?

Wilson: Weil das House nicht ähnlich sieht. Hast du das nicht gesagt?

Stacy: Er hat dieses selbstzufriedene Lächeln aufgesetzt und wenn ihn was freut, teilt er es auch jemandem mit und der einzige jemand, den er kennt, bist du.

Wilson: Er, äh, bricht in Cuddys Haus ein.

Stacy: Was? Wieso?

Wilson: Ähm, medizinische Gründe.

Stacy: Was interessiert ihn so besonders an Cuddy?

Wilson: Was interessiert dich so besonders an seinen Interessen?

Stacy: Was interessiert dich so besonders an meinem…

Wilson: DU, Verehrteste, hast House verlassen. Dann hast du geheiratet und, äh, da ist nichts zwischen den beiden.

Stacy: Ich frage ja nur. Das ist ja wohl erlaubt.

Wilson: Ja, das ist es wohl.

Schnitt zu House, Chase und Foreman, die nun an Cuddys Haus angekommen sind.

House: Na, was denken Sie? Rote Tangas? Ich tippe auf rote Tangas. [holt eine Kreditkarte aus seiner Brieftasche] Okay, zwanzig Dollar, dass ich die Tür in zwanzig Sekunden aufkriege.

Chase: Okay.

Foreman: Die Wette gilt. [Chase sieht auf seine Armbanduhr]

House steckt die Karte wieder ein, bückt sich und hebt einen Blumentopf an. Darunter befindet sich ein Schlüssel. Chase und Foreman rollen mit den Augen, House lächelt zufrieden. Er schließt die Tür auf. Foreman und Chase geben ihm beim reingehen je zwanzig Dollar in die Hand.

Schnitt zu Cuddy und Cameron, die Alfredos Heim durchsuchen.

Cuddy: Keine Möbelpolitur, keine Farbverdünner oder sonst was, das sich zu schnüffeln lohnt.

Cameron: Hier ist auch nichts, außer ein paar Kakerlaken. [tritt über einen nassen Läufer] Entzückend. Jemand sollte SEIN Dach mal reparier'n. [man sieht Wasserflecken an der Decke] Und, wieso haben Sie House noch nicht gefeuert? [Cuddy guckt fragend] Es, äh, es ist, hm… sie brüllen sich doch immer an und da dachte ich, sie hassen sich vermutlich. Also…

Cuddy: Ich hasse ihn nicht.

Cameron: Wieso nicht? Er ist ein toller Arzt, aber jeder andere Verwaltungschef hätte ihn schon vor Jahren gefeuert.

Cuddy: Die Frage lautet eher, wieso habe ich ihn eingestellt.

Schnitt zu House, Foreman und Chase. Sie durchsuchen mittlerweile Cuddys Haus.

Foreman: Wieso wussten Sie, dass da 'n Schlüssel lag? Haben Sie vielleicht auch ein paar Handwerksjobs für Cuddy erledigt?

House: [sucht gerade unter der Spüle] Jemand, der so zwanghaft unsicher ist wie Cuddy, versteckt wahrscheinlich drei Extraschlüssel, nicht weiter als drei Meter von der Tür.

Foreman: Oh, Sie betrachten Zwanghaftigkeit als negative Eigenschaft.

House: [hält eine Flasche in der Hand] Dieses Insektizid ist organisch, die Seife ist hypoallergen. Ich check' das Schlafzimmer.

Im Schlafzimmer. House steht vor Cuddys Bett.

House: Hier… tanzt also der Bär. Hm. [setzt sich mit einem Schwung aufs Bett]

Schnitt zu Cuddy und Cameron.

Cameron: Sie waren beide an der Michigan. Kannten Sie ihn damals schon?

Cuddy: Ah, ich bin noch im Vorklinikum gewesen. Da war er schon eine Legende.

Cameron: Sie kannten ihn also nur als Legende?

Cuddy: Mein Gott, sind Sie subtil. Interessiert Sie was Bestimmtes?

Cameron: [guckt unter ein Doppelstockbett] Oh.

Cuddy: Noch mehr Kakerlaken?

Cameron: Schlimmer.

Cuddy: [sieht ebenfalls nach und entdeckt eine tote Ratte] Wundervoll.

Schnitt zu Chase und House in Cuddys Schlafzimmer.

Chase: Es kann nicht sein, dass Sie nur erraten haben, wo der Schlüssel lag.

House: [nimmt einen Tanga aus Cuddys Schublade] Geht das als rot durch? [wirft ihn Chase zu]

Chase: Sie haben zwanzig Sekunden gesagt und darauf gewettet.

House: [sieht in die Schublade] Mein Gott, hier sind Fotos von Ihnen drin, nur von Ihnen. [Chase guckt geschockt] Sieht aus wie 'n freakiger Schrein.

Chase: Ist nicht Ihr Ernst.

House: [macht die Schublade zu, bevor Chase hineinsehen kann] Nein.

House geht ins Badezimmer und nimmt eine Packung Tampons in die Hand.

House: Sie benutzt Super Tampons. Wissen Sie, warum?

Chase: Sie sind viel zu sehr mit Gehässigkeiten zugange, als dass sie nicht… zugange waren.

House: Hey, ich bin auch zu Leuten fies, mit denen ich nicht gepennt hab'. Das müssten SIE doch wissen. [öffnet den Waschbeckenunterschrank]

Foreman: [kommt hinzu] Nichts zu finden. Gehen wir jetzt oder wollen Sie noch an irgendwas schnüffeln?

House: [betrachtet das Wasserrohr] Aber Hallo, sieh einer an. Es ist pelzig, es ist schwarz und es lebt. [Makroaufnahme des Schimmels am Rohr]

Kamerafahrt über das Klinikgelände.

Schnitt zu House, Foreman und Chase, die einen Klinikflur entlang gehen. Sie treffen auf Cuddy und Cameron.

Cuddy: Die Lungenfunktionen des Patienten verschlechtern sich rapide. Das Levaquin wirkt nicht. Er hat offensichtlich keine gewöhnliche Pneumonie.

House: Es freut mich, dass Sie seinen bevorstehenden Tod akzeptier'n.

Cuddy: Raten Sie mal, was er hat.

Cameron: Ratten.

House: Die Narben an der Hand.

Cameron: Rattenbisse.

House: Alfredo sagt, sie stammen von Bauarbeiten, damit er nicht zugeben muss, dass er Ratten im Haus hat. Die Katholiken haben recht. Stolz ist des Menschen Tod.

Cuddy: Er hat Streptobazillen.

Cameron: Rattenbissfieber.

House: Boogie, Woogie, Hoogie.

Cuddy: Passt perfekt zu den Symptomen. [betreten alle den Besprechungsraum]

House: Ist sicher eine Möglichkeit, aber was ist mit dem Aspergillus Schimmelpilz, den wir unterm Waschbecken entdeckt haben?

Cuddy: Welchem Waschbecken?

House: [wirft den Gummihandschuh in den Mülleimer] Sie sollten Ihr Bad besser reinigen.

Cuddy: [aufgebracht] Sie sind bei MIR eingebrochen?

House: Nein, natürlich nicht. Ich hatte einen Schlüssel.

Cuddy: Sie hatten kein Recht, in meine Privatsphäre einzudringen. Dafür gab es nicht den geringsten, medizinischen Grund und einen moralischen schon mal gar nicht. [betrachtet ein Röntgenbild von Alfredos Lunge] Oh, verdammt. Sie haben recht. Die fokale Konsolidierung deutet auf 'ne Pilzpneumonie hin.

House: Sie haben recht, ich hab' recht. Positiv gesehen hat es den Vorteil, dass Sie immer noch dafür verantwortlich sind.

Cameron: Die Standardtherapie dafür wäre Amphotericin. Das ist wahnsinnig gefährlich.

Cuddy: Ja, und was soll das heißen?

House: Die aggressive Risikoschiene hat beim letzten Mal nicht funktioniert. Diesmal wird es funktionier'n. Geben Sie ihm das Ampho terrible.

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Cameron gibt über einen Tropf das Medikament. Alfredo hustet unaufhörlich. Eine Schwester kühlt ihm die Stirn. Mutter und Bruder sind bei ihm.

Schnitt zu Cuddy, die in ihr Büro geht. Alfredos Bruder Manny war ihr gefolgt.

Manny: Dr. Cuddy? [sie dreht sich zu ihm]

Cuddy: Häh?

Manny: Ich bin Manny, Alfredos Bruder.

Cuddy: Wie geht es ihm?

Manny: Er macht sich Sorgen wegen des Geldes. Ich würd' gern für Sie arbeiten.

Cuddy: Wie alt bist du, Manny?

Manny: Fünfzehn.

Cuddy: Zwölf?

Manny: Ich kann malern, ich kann mähen und Laub harken. Ich kann sofort anfangen.

Cuddy: Alfredo will, dass du erst die Schule abschließt.

Manny: Als würde Sie das interessier'n.

Cuddy: Manny, ich kenn' dein Bruder wirklich…

Manny: Er fällt von Ihrem Dach runter und Sie geh'n ihn nicht mal besuchen. Miststück. [er geht]

Schnitt zu House, der in einem Behandlungsraum sitzt und auf einem Minifernseher seine Soap guckt. Es klopft an der Tür.

House: [ruft] Ich hab' 'n Patienten. [Stacy kommt herein]

Stacy: Nicht laut Dienstplan.

House: [brummig] Hm, es ist drei Uhr fünfzehn.

Stacy: Läuft gerade Werbung? [House nickt] Wie geht es Cuddy?

House: Hm, sie verhält sich nicht wie Cuddy. Sie ist 'ne Freude.

Stacy: Du kennst sie doch. Sie kann schlecht mit solchen Situationen umgehen, fühlt sich persönlich verantwortlich.

House: Der konkrete Terminus ist Narzissmus. Dass du an allem schuld bist, kannst du nur glauben, wenn du den Glauben hast, allmächtig zu sein.

Stacy: Man, Greg, glaubst du das wirklich?

House: Ich glaub' nicht, dass ich die Welt verändern kann. Und ich liege nachts auch nicht wach und quäle mich deswegen.

Stacy: Nein, dich quält nachts wohl eher, dass du…

House: Hey, ich, ähm, sprach hier gerade von Cuddy, Stacy.

Stacy: Sie nimmt Anteil.

House: Ach, sie suhlt sich in Schuldgefühlen.

Stacy: Sie reagiert nicht gleichgültig. Wie du weißt, ist das Ganze kein Denksport für sie. Die Patienten sind reale Menschen und ihre Gefühle sind echt. [House betrachtet Stacy mit einer Mischung aus Belustigung und Faszination] Und ich habe ihr auch noch geraten: "Halte dich fern von ihm.".

House: Mein Gott, es ist ansteckend. Du fühlst dich auch schon schuldig.

Stacy: Ich hab' nur gesagt, sei nachsichtig. Das bist du ihr schuldig.

House: [nach einem Moment] Hm, die Werbung ist vorbei.

Stacy: Es war schön, mit dir zu reden. [beide lächeln sich gekünstelt an]

Schnitt zu House, der nun Robert untersucht.

House: [hört ihn ab] Knisper, Knasper, Knusper. Haben Sie Rice Krispies da drin?

Robert: So schlimm, ha?

House: Sie waren gestern schon hier und wie ich sehen kann, hat Dr. Foreman Ihnen Medizin verschrieben. Und kein Wunder, das Zeug wirkt nicht gleich am ersten Tag.

Robert: Ich neh'm nichts, was mir so'n Nutella verschreibt.

House: [stutzt] Heißt das, Sie vertrau'n ihm nicht, weil er schwarz ist? Gut, dann verschreib' ich Ihnen noch mal dasselbe. Dann werden Sie's ja schlucken.

Robert: Ich hab' nichts am Hut mit rassistischer Medizin.

House: Sie ist rassistisch, weil sie schwarzen Menschen mehr hilft als weißen? Dann bedanke ich mich im Namen meiner Rasse, dass Sie aus Prinzip gerne für uns sterben.

Robert: Hör'n Sie, mein Herz ist rot und Ihres auch. Und es macht keinen Sinn, uns unterschiedlich zu behandeln.

House: Doch, ich hab' einen Unterschied entdeckt. Äh, zugegeben, die Stichprobe ist nicht repräsentativ, aber aufgrund meiner Erfahrung der, hm… [sieht auf seine Armbanduhr] letzten neunzig Sekunden, sind alle Schwarzen für mich Vollidioten. Sorry, Afroamerikaner.

Robert: [steht auf] Ich such' mir 'n anderen Arzt.

House: [genervt] Bitte. Gut. [wirft ein Rezept weg und schreibt ein neues; seufzt] Ich geb' Ihnen die Medizin, die wir den Republikanern immer geben. [Robert nimmt das Rezept]

Kamerafahrt auf eine Fensterfront der Klinik.

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Cameron untersucht seine Hand.

Alfredo: Ich glaub', die Medizin wirkt. Sie sind schon heller, oder?

Cameron: Das seh' ich aber nicht so, Alfredo. Was macht das Kribbeln?

Alfredo: Das stört mich nicht besonders.

Manny: Sag' ihr auch das andere. Sag's ihr schon. [Alfredo guckt böse und erwidert etwas auf spanisch] Er kann nicht pinkeln, schon seit gestern nicht.

Cameron: Und seit wann genau?

Manny: Seit mittags.

Alfredo: Ist kein Problem, ich trinke nicht viel.

Cameron: [nimmt den Tropf ab] Ich denke, wir gönnen Ihnen eine kleine Pause von dieser Medizin. [Alfredos Mutter fragt etwas auf spanisch]

Alfredo: Sie sagt, das ist doch die Medizin, die mich wieder gesund machen soll.

Cameron: Es geht nur um eine kleine Umstellung. Entschuldigen Sie.

Cameron verlässt das Zimmer und trifft auf dem Flur auf House.

Cameron: Er produziert kein Urin. Ich glaube, wir haben seine Nieren zerstört mit dem Amphotericin. Es geht zuende.

Luisa: [steht in der Tür und hatte Cameron gehört] Es geht zuende.

House: [leise zu Cameron] Achtung, die Cops. [Luisa murmelt etwas auf spanisch und weint] Ein oder zwei Worte versteht sie anscheinend.

Kamerafahrt auf Alfredo. Seine Mutter und sein Bruder sind bei ihm.

Schnitt zum Besprechungsraum.

Cameron: Seine Nieren versagen aufgrund der direkt toxischen Wirkung auf das proximale Tubulusepithel.

Cuddy: Der Beweis, dass meine brillante Idee, ihm Amphotericin zu geben, ihn tötet.

House: [sieht einige Berichte durch] Doch es war keine Zeitverschwendung. Aufgrund der Reaktion, müssen Sie nicht Ihren Waschschrank reinigen. Es war kein Aspergillus.

Foreman: Die Blutkulturen zeigen keinen Nachweis von Rattenbissfieber.

House: Da sind aber immer noch 'n Haufen anderer Pneumonien.

Foreman: Kein Nachweis von Moraxella, Nocardia, Cryptococcus.

Chase: Der Objekt Titer deutet auf Chlamydien Antikörper hin.

Foreman: Nein, das Thoraxröntgen zeigt kein Erscheinungsbild von Chlamydien Pneumonie.

Chase: Aber der Titer deutet auf…

Cameron: Er hatte letztes Jahr eine Geschlechtskrankheit. Er hat Salzmangel. Wie wär's mit Legionellen?

Chase: Das haben wir getestet, negativ.

House: [betrachtet die Tafel] Das ist alles Kacke.

Cuddy: Vielleicht hatten wir schon zu Anfang recht. [House rollt mit den Augen] Grundursache der Probleme ist eine DIC, die beim Sturz vom Dach zur Auslösung kam.

Chase: Eine DIC würde kein so hohes Fieber auslösen.

House: Sehen Sie, mein Schleimi stimmt mir zu. Wie hoch ist es?

Chase: Vor zwei Stunden neununddreißig vier unter Paracetamol.

House: Und wie viel hatte er am Valentinstag? [Chase guckt irritiert] Die einzige Temperatur, die mich interessiert, ist die, die er im Moment hat. [er geht]

Schnitt zu House, der Alfredos Krankenzimmer betritt. Manny unterhält sich gerade mit seinem Bruder auf spanisch.

House: Den Mund auf! [Alfredo reagiert nicht, weil er Manny gerade lautstark zurechtweist] Okay, und jetzt noch mal in meiner Sprache. Machen Sie den Mund auf! [Manny geht] Unter die Zunge. [Alfredo nimmt das Thermometer] Sie benutzen die linke Hand. Tut die rechte weh?

Alfredo: Nein, es geht mir besser.

House: Tut sie wirklich nicht weh oder sagen Sie das nur, weil Sie denken, Sie kommen dann schneller hier raus?

Alfredo: Sie tut nicht weh. Es geht mir gut.

House: [schnüffelt] Hm, Sie müffeln ganz schön. [drückt auf Alfredos Hand, der vor Schmerz keucht] Ihre Hand fängt an zu faulen.

Schnitt zu Stacys Büro. House und Cuddy sind bei ihr.

House: Worum geht es hier?

Cuddy: Ob wir einem jungen Mann die Hand entfernen sollen.

House: Ja, es geht darum, sie zu amputier'n und nicht darum, sie auf mehrere Eigentumswohnungen zu verteilen. Das ist keine Rechtsfrage.

Cuddy: Stellen Sie sich absichtlich doof oder sind Sie es?

House: [imitiert einen schwachsinnigen Gesichtsausdruck] Häh?

Cuddy: Ich halte es für verfrüht.

Stacy: Ich hab' genug gehört.

House: [wird laut] Was? Sie sagt nur ein Wort und sofort hältst du zu ihr? [Stacy legt einen Finger auf die Lippen] Du solltest wenigstens warten, bis sie 'n medizinischen Grund nennt, sonst neh'm ich das nämlich persönlich.

Stacy: Ah, halt die Klappe. [House seufzt] Sollte ich irgendwie herausfinden, dass ihr zwei euch über eine angemessene Therapie nicht einig seid, kann das vor Gericht für meine Mandanten unangenehm werden und meine Mandanten seid nun mal ihr. Also, ich hab' hier 'ne Menge zu tun und deswegen schlage ich vor, dieses Gespräch in einer halben Stunde fortzusetzen, okay?

Auf dem Flur vor Stacys Büro. Cuddy und House brüllen sich an.

Cuddy: Alle Symptome sind bedingt durch das zugrundeliegende Problem und der Medizin, die wir ihm geben.

House: Welches zugrundeliegende Problem? Sie haben keine Ahnung, was das zugrundeliegende Problem ist.

Cuddy: SIE sind der Diagnostiker.

House: Bitte, alles meine schuld. Fühlen Sie sich jetzt besser?

Cuddy: Seine Hand hat noch einen arteriellen Puls.

House: Seine Hand ist 'ne Klärgrube und die Kacke kommt bereits raus.

Cuddy: Ähm… Sie haben die aggressive Absicht, jemandes Lebensunterhalt zu zerstör'n.

House: Ich geb' einen Scheiß auf seinen Lebensunterhalt.

Cuddy: Wenn er die Hand verliert, verliert er seinen Job. All seine Jobs. Er ist nicht wie wir.

House: Als Krüppel kann er nicht arbeiten?

Cuddy: Er wird sein Zuhause verlier'n. Sein kleiner Bruder schmeißt die Schule hin.

House: Der amerikanische Traum wird zerstört. Todtraurig und sehr bewegend, aber kein einziger, medizinischer Fakt in der ganzen Jammerstory. Sie sind nicht mehr sachlich. Sie betrachten die Sache nicht mehr aus der Sicht eines Arztes. Sie tun gerade so, als hätten SIE Alfredo vom Dach geschubst. Sie wollen es bereinigen? Tut mir leid, nichts lässt sich bereinigen.

Schnitt zu Stacys Büro.

House: Ich darf freudig vermelden, wir waren uns so schnell einig, dass wir sogar die Unterwäsche des anderen tragen. Schapp, Zapp, Zerapp.

Stacy: [zu Cuddy] Ist das wahr?

House: Nein, war gelogen. Unkluge Frage, wenn sie mit im Zimmer ist.

Stacy: Es ist eine gravierende Entscheidung.

House: Wir haben sie getroffen.

Stacy: Wir sollten mit der Ethikkommission sprechen.

House: [genervt] NEIN! [seufzt und zeigt auf Cuddy] SIE trifft eine medizinische Entscheidung, um später keine Reue zu empfinden. [deutet auf Stacy] DU triffst eine juristische Entscheidung, um MIR zu beweisen, dass ich unrecht habe.

Stacy: Greg, wir wissen, dass du für aggressives…

House: Du wolltest eine formale Einigung, die alle Beteiligten absichern. Die hast du jetzt. Kann ich jetzt den Eingriff durchführ'n? Bitte, bitte, bitte.

Stacy: [zu Cuddy] Lisa. Sind Sie sicher, dass Sie das wollen?

Cuddy: [steht auf] Ich muss wohl jetzt die Familie informier'n. [sie geht]

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Seine Mutter und Cuddy sind bei ihm.

Cuddy: Ihre Hand ist nicht zu retten. Die Bakterien zerfressen sie. Wenn ihnen dort die Nahrung ausgeht, gehen sie woanders hin.

Alfredo: Wenn Sie mir die Hand abschneiden, bin ich dann geheilt?

Cuddy: Das wissen wir noch nicht, Alfredo. Wir müssen zuerst noch die eigentliche Ursache finden, die Sie krank gemacht hat. Aber Sie werden währenddessen nicht an Wundbrand sterben.

Alfredo: Ich ging mit zwölf von der Schule ab, weil ich arbeiten musste, um meiner Familie zu helfen. Sie wissen, dann krieg' ich nie wieder 'n guten Job, werde nie mehr so viel Geld verdienen, um mir ein eigenes Haus zu kaufen. Aber Manny, der muss zur Schule. Der ist der Beste seiner Klasse.

Cuddy: Vielleicht muss er die Schule gar nicht verlassen. Es wäre doch möglich, dass er… [Alfredo schüttelt den Kopf]

Alfredo: Sind Sie sicher, dass… dass das nötig ist?

Cuddy: Ja.

Alfredo: [weint] Okay… okay.

Kamerafahrt über das Klinikgelände.

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Luisa sitzt am Bett ihres Sohnes und singt ihm das spanische Lied "Duérmete, Mi Niño" vor. Sie streichelt seine Hand. Überblende zur OP, in der nun Alfredos Hand amputiert wird. Cuddy sieht dabei zu.

Schnitt zum Besprechungsraum. House steht vor der Tafel. Foreman betritt den Raum.

Foreman: Ich hatte einen Anruf von einem Praxispatienten. Ihr Name fiel dabei.

House: Hm, vermutlich ein älterer Schwarzer, der denkt, die CIA hat die Rapmusik erfunden, damit ihr Afroamerikaner euch umbringt.

Foreman: Er sagt, Sie hätten ihm das Zeug für Weiße gegeben. Das ist genau der Grund, warum Schwarze nicht so lange leben.

House: Es ist keine Frage der Rasse, es sei denn, Nervtöter sind eine. Geht's ihm nicht besser?

Foreman: So weit ich weiß, ja. Ich werd' ihn wieder herbestellen und ihm das richtige geben.

House: Jetzt machen Sie mal 'n Punkt, Foreman. Das hat er schon.

Foreman: Häh?

House: Ich hab' ihm nur gesagt, ich würd' ihm die Medizin, die die Weißen kriegen, geben.

Foreman: [schüttelt den Kopf] Er hatte recht. Sie haben genau das getan, was Weiße immer tun. Sie haben gedacht, die Wahrheit müssen wir weder erfahren, noch versteh'n. Und deswegen belügen sie uns.

House: Es war nur 'ne Notlüge.

Foreman: 'Ne gute, Massa. [will gehen]

House: Genau, ich bin ein Rassist. Zu dumm, dass dieser Idiot das niemals erfahren wird für den Rest seines langen, langen Lebens.

Foreman: Jeder Sklavenhalter dachte, er tue dem schwarzen Mann einen Gefallen. Der Neger kann nicht für sich selbst sorgen, also lassen wir ihn arbeiten, geben ihm vier W&;;auml;nde und 'n Bett und zivilisier'n den Heiden. Ich sag' Ihnen was. Hör'n sie auf, uns Gefallen zu tun. Wenn sie recht behalten und wir wieder im Dschungel landen mit lausiger Blutdruckmedizin, dann wird das nicht ihre Schuld sein. [er geht]

Schnitt zum OP Saal. Alfredo wird immer noch operiert. Man sieht, wie die Hand abgetrennt wird.

Chirurg: Schere. Faden.

Chase steht dabei. Ihm fällt auf, dass sich ein Finger der linken Hand nun auch verfärbt hat. Stacy kommt zu Cuddy in den Beobachtungsraum.

Stacy: Alles in Ordnung? Überlegen Sie, ob es richtig war?

Cuddy: Ich wollte immer Ärztin werden, schon mit zwölf.

Stacy: Und ich wollte immer Juristin werden bis nach der zweiten Woche an der Uni. Sorry, Ihre Story.

Cuddy: Das Staatsexamen hab' ich mit fünfundzwanzig gemacht und war sauer, dass ich nur Zweite war. Chefärztin mit zweiunddreißig, die Zweitjüngste aller Zeiten, die erste Frau.

Stacy: Traurige Story.

Cuddy: Wäre ich Alfredos Ärztin gewesen…

Stacy: Sie SIND seine Ärztin.

Cuddy: Ich hatte veranlasst, dass er Protein C kriegt und wir mussten seinen Schädel öffnen. Dann sagte ich Amphotericin und das hat seine Nieren gekillt. Mit der Pneumonie lag ich total falsch. Ich hab' nur sein Haus durchsucht und, ähm, nicht meins. Durch mich wär' er wahrscheinlich gestorben, nur, weil ich seine Hand retten wollte. Oh, hätte ich nicht House, der mir über die Schulter sieht…

Stacy: Heißt das, Sie halten sich für weniger kompetent als ihn?

Cuddy: Damit sag' ich nur, House hatte recht. Ich war so engstirnig und sah es nicht. Ich bin keine Ärztin mehr, seit Jahren. [Chase kommt herein]

Chase: Sein kleiner Finger ist violett.

Cuddy: Ja, deswegen machen wir das ja.

Chase: Nein, ich meine an der anderen Hand, die wir nicht amputiert haben. [Cuddy guckt bestürzt]

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Er ist noch nicht wach und hat eine Atemmaske auf. Seine Mutter und Cuddy sind bei ihm. Cuddy betrachtet seine linke Hand.

Schnitt zu Cuddys Büro.

Cuddy: Die O2-Sättigung ist runter auf achtundachtzig. Seine Lunge versagt. Er braucht ein Atemgerät.

Cameron: Und eine Dialyse.

House: [lümmelt auf Cuddys Sofa] Sie lassen sich von dem Multiorganversagen ablenken. Kleine Finger sollen doch immer pink sein, oder? Hübsch rosa und nicht grau.

Cuddy: Aber das Organversagen wird ihn umbringen.

House: Der kleine Finger ist schon komisch. Was sagt uns das? [richtet sich auf]

Foreman: Dasselbe, was uns die andere Hand sagte, bevor wir sie amputiert haben. Das Symptom ist das gleiche.

House: Aber nicht zum gleichen Zeitpunkt. Also, die Blutwerte zeigen 'ne leichte DIC. Angenommen, sie schleicht auf die Weise, wie der Meeresspiegel sinkt, wenn man aus dem Wasser steigt und am Körper ein paar Tropfen hängen bleiben. Es ist theoretisch wahr, aber irrelevant. [steht auf]

Foreman: Keine DIC würde wohl alles erklär'n, wenn da sonst nichts wäre, das eine Erklärung bedarf.

House: Endokarditis. [CGI Effekt des Herzens] Sein Herz ist infiziert. Kleine, blumenkohlartige Bakterien hängen wie Kletten an den Herzklappen, verlieren aber manchmal den Halt und gehen dann im Blutstrom schwimmen. Am Donnerstag hatte sich eins abgelöst und war in die rechte Hand gewandert. Resultat, schwarze Finger und Gangrae. [man sieht die Hand noch einmal] Am Freitag hatte ein anderes die Nieren attackiert. Was am Samstag abgegangen ist, das wissen wir ja alle. Da war Party in der linken Hand. Das erklärt zudem das Fieber.

Cuddy: Das ist absolut plausibel, bis auf die Tatsache, dass wir schon darauf getestet und ein negatives Ergebnis hatten.

House: Was bedeutet, entweder ist er negativ oder… welche Infektion löst eine Pneumonie und eine kulturnegative Endokarditis aus? [alle denken nach] Die Gewinnsumme verringert sich mit jedem Hinweis. [imitiert stimmlich ein Huhn]

Chase: Sie denken an Psittakose? Alfredo hat kein Papagei zuhause.

House: Hör'n Sie auf zu quaken. Geben Sie ihm Doxycyclin.

Cuddy: Nein, das macht sein Gerinnungsproblem nur noch schlimmer.

House: Ich fand' Sie komischer, als Sie uns noch verrückte Arzneiexperimente vorgeschlagen haben. Wir geben ihm verdammt noch mal das Doxy und möglicherweise retten wir seinen Finger. Dann kann er in der Kneipe wenigstens fünf Bier bestellen.

Cameron: Wenn Sie sich irren, verliert er nicht nur beide Hände, sondern auch die Füße.

House: Ja, wenn ich mich irre, geht er ex, aber ich verstehe, was Sie meinen. Wo arbeitet er nachts?

Foreman: Er putzt in irgend so 'nem Fastfood Laden. Glauben Sie, er hat es von 'nem Chicken Nugget?

House: Seit wann erlauben Fastfood Läden, Zwölfjährigen ihren Fußboden zu schrubben?

Cuddy: Alfredo ist zwanzig.

House: Ehrlich? Er sieht jünger aus. [geht zur Tür hinaus; Cuddy folgt ihm]

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Seine Mutter ist bei ihm. House und Cuddy kommen herein.

House: [zu Alfredo] Wo wollten Sie heute Abend arbeiten gehen? Welchen Job machen Sie Samstagabend? [Alfredo reagiert nicht; House nimmt etwas aus einer Schublade]

Cuddy: Was tun Sie da?

House: Ich weck' ihn auf.

Cuddy: Aber er hat grad 'ne Hand verlor'n.

House: Ja, und darüber will ich reden.

Cuddy: [nimmt ihm die Spritze weg] Nein, das werden Sie nicht. [House fragt die Mutter etwas auf spanisch; zu Cuddy] Ich hab' keine Ahnung, was ich da gesagt hab'.

Cuddy: Wieso haben Sie nicht gesagt, dass Sie spanisch können?

House: Weil sie dann mit mir hätte reden wollen. [wieder zu Luisa auf spanisch, dann zu Cuddy] Oder so was ähnliches. [Luisa antwortet; zu Cuddy] Sie sagt, Samstagabend arbeitet er nicht. Geben Sie mir die Quasseldroge.

Cuddy: Dass es nicht in Ihre Theorie passt, bedeutet nicht, dass er lügt.

House: Als sie aus dem Zimmer war, hat der kleine Bruder darauf bestanden, seinen Job zu übernehmen. [fragt Luisa wieder etwas auf spanisch; sie antwortet] Da geht der gute Alfredo tanzen. Entweder ist das gelogen oder er tanzt mit Vögeln. [wieder an Luisa, die nicht versteht, was er will] Geben Sie IHR das Zeug, los!

Cuddy: Sie weiß doch gar nicht, wovon Sie sprechen.

House: Ich wette, es ist nicht weit von zuhause, wahrscheinlich ein leerstehendes Lagerhaus oder 'ne Fabrik. Schnappen Sie sich die Scooby Gang und schwärmen Sie aus.

Cuddy: Und wonach zum Henker suchen wir?

House: Finden Sie jemand, der beschissen aussieht und sagen Sie, Sie wollen mitwetten.

Cuddy: [zu Luisa] Ähm…

House: Sayonara! [sie gehen]

Ein Lagerhaus (Fabrik). Cuddy und Foreman betreten einen großen Raum. Viele Menschen sind dort. Es ist laut und man hört spanische Musik. Hier finden Hahnenwettkämpfe statt. Cuddy erkennt Manny, der die toten Tiere wegbringt. Sie und Foreman gehen wieder.

Schnitt zu Wilsons Büro. House jongliert mit nur einer Hand zwei Bälle. Das Handy klingelt und Wilson sieht auf das Display.

Wilson: [reicht es House] Es ist Cuddy.

House: [geht ran] Ich hab' ihm schon was gegen Ornithose verabreicht. Gleich, als Sie weg waren. Keine Ursache. [beendet das Gespräch; zu Wilson] Was glaubst du, ist der Rekord im Einhandjonglieren?

Wilson: Ähm, du kannst auch einhändig jojoen.

House: Stimmt, ja. [jongliert weiter mit beiden Händen]

Kamerafahrt über das Klinikgelände. Der nächste Tag.

Schnitt zu Alfredos Krankenzimmer. Ihm geht es sichtlich besser.

Alfredo: Ich wasch' mir doch immer die Hände.

Cuddy: Bei infizierten Vögeln kann man sich schon durch Einatmen von Staub anstecken.

Alfredo: Ab… aber warum werd' dann nur ich krank und niemand sonst?

Cuddy: Durch Ihr Asthma waren Sie anfälliger. Sie werden wieder gesund.

Alfredo: Ja. Gracias, [reicht ihr seine Hand, die sie ergreift] dass Sie mir das Leben gerettet haben.

Schnitt zu Cuddys Büro.

Cuddy: Er hat mir gedankt.

Stacy: Und das mit Recht.

Cuddy: Wir haben seine Hand amputiert. Wenn wir es früher entdeckt hätten…

Stacy: Wären Sie später dahintergekommen, wäre er jetzt tot.

Cuddy: Oh, das hat er nicht mir zu verdanken, sondern… [House kommt herein]

House: [gut gelaunt] Hallo!

Cuddy: Was wollen Sie, House?

House: Während ihr beide euch hier in Selbsthass suhlt, hab' ich vielleicht was, das hilft. [hält ein Schriftstück in der Hand; fröhlich grinsend] Wir werden verklagt.

Stacy: [überrascht] Du hast sein Leben gerettet. Das hat er selbst gesagt.

Cuddy: Wir einigen uns. Er hat jetzt einen Stumpf da, wo seine Hand war. Wir sind ja versichert. Ich glaub', die Rechtslage ist ziemlich klar.

House: Ka-Ching! Der neue, amerikanische Traum mit happy end. Alles wird wieder gut. [geht zur Tür, räuspert sich und kehrt wieder um] Cuddy? Ihr Schuldgefühl ist pervers und disqualifiziert Sie als Ärztin. Doch es qualifiziert Sie für Ihren Job.

Cuddy: Äh, soll das etwa heißen, perverse Schuldgefühle machen mich zur guten Chefin?

House: Wäre die Welt ein besserer Ort, wenn niemand Schuldgefühle hätte? Wird Sex dadurch besser? [deutet auf Stacy] Sie hätten sie mal sehen sollen in den letzten Monaten unserer Beziehung. Och, Schuldgefühle und zwar haufenweise. [Stacy guckt empört] Ich weiß, es lag nicht nur daran, dass es Ihr Dach war. Cuddy… hm, Sie sehen die Welt, wie sie ist und wie sie sein könnte, aber was Sie nicht sehen, ist das, was jeder andere sieht. Hm, die nicht zu überbrückende Kluft zwischen beidem.

Cuddy: House, ich bin nicht naiv. Ich weiß, dass Sie da…

House: Wenn ja, hätten Sie mich niemals eingestellt. Sie sind nur happy, wenn alles richtig ist, was zweierlei bedeutet. Ähm, Sie sind ein guter Boss, doch Sie werden niemals glücklich sein. [geht zur Tür] Übrigens, äh, wieso denken eigentlich immer alle, wir zwei hatten Sex? Könnte da vielleicht was dran sein? [er geht; Stacy guckt interessiert, Cuddy leicht verlegen]

Kamerafahrt auf die Terrasse von House' Büro. Es regnet. Der Song "Delicate" von Damien Rice beginnt und ist noch bis zum Ende der Episode zu hören.

Schnitt in House' Büro.

Wilson: Cuddy fühlt sich schuldig, weil sie nicht gleich Ornithose diagnostiziert hat?

House: [spielt mit einem Jojo] Ich denk', ja.

Wilson: Hm, das hätte sie unmöglich gekonnt.

House: Nein, das würd' ich auch so sehen. [sieht aus dem Fenster] Es regnet.

Schnitt zu Alfredo, der seinen Stumpf und seine gesunde Hand betrachtet.

Schnitt zu Cuddys Haus. Es regnet in ihr Wohnzimmer (Esszimmer). Sie stellt einen Topf auf den Tisch, trinkt einen Schluck Tee und geht zu Bett.

ENDE