King of Queens: Transkript der Folge "Speedy Gonzales" [#4.12]

Transkript der Folge "Speedy Gonzales" [#4.12]

Deutsches Transkript erstellt von MG

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

Originaltitel: Ovary Action
Ausstrahlung: 17.12.2001
Deutscher Titel: Speedy Gonzales
Ausstrahlung: 08.01.2003
Buch: Richard J. Feinstein
Regie: Rob Schiller

Darsteller

Kevin James [Doug Heffernan]
Leah Remini [Carrie Heffernan]
Jerry Stiller [Arthur Spooner]
Nicole Sullivan [Holly Shumpert]

Gastdarsteller

Dakin Matthews [Joe Heffernan]
Jenny O'Hara [Janet Heffernan]
Jane Lynch [Dr. Foreman]

Inhaltsangabe
Seit Monaten versuchen Doug und Carrie nun schon erfolglos, ein Baby zu machen. Als auch ein neuer Versuch kurz vor Weihnachten fehlschlägt, beschließt Carrie, einen Spezialisten aufzusuchen, um die Ursache herauszufinden. Doug geht in der festen Überzeugung mit, dass ihm die Schuld in die Schuhe geschoben wird. Doch Fehlanzeige: Es stellt sich heraus, dass bei Carrie eine Störung der Eierstöcke vorliegt und sie deshalb nicht schwanger wird. Doch der Eisprung steht bei Carrie unmittelbar bevor, so dass die Ärztin den beiden den Rat gibt, es in den nächsten Tagen im Schlafzimmer richtig krachen zu lassen. Dumm nur, dass ausgerechnet an diesen fruchtbaren Tagen Dougs Eltern ihren Weihnachtsbesuch angesagt haben. Das ohnehin schon komplizierte Vorhaben wird angesichts dieses Besuches natürlich noch komplizierter. Wie sollen die beiden Dougs Eltern bloß die Wahrheit beibringen? [Text: RTL II]


Szene 1 – Dougs und Carries Haus
Vorweihnachtszeit. Doug sitzt im Wohnzimmer auf dem Sofa und verpackt ein Weihnachtsgeschenk. Carrie ist oben. In der Ecke des Wohnzimmers steht ein Weihnachtsbaum.

Doug: Carrie?

Carrie: Ja?

Doug: Du darfst noch nicht runterkommen, ich verpack’ nämlich gerade dein Geschenk.

Doug klebt das Geschenk mit Tesafilm zu und bemerkt, dass an einem Ende das Papier fehlt.

Carrie: Ist gut.

Er knickt das Geschenk ein wenig und klebt es mit Tesafilm zu. Dann legt er es zu den anderen Geschenken unter den Weihnachtsbaum, obwohl es nicht sehr ordentlich verpackt ist.

Doug: So jetzt kannst du kommen!

Carrie: Eine Sekunde!

Doug: Was tust du da eigentlich?

Carrie: Ich mach Pipi auf 'n Stäbchen!

Doug: Du meinst wohl auf einen Schwangerschaftstest?

Carrie kommt mit dem Test in der Hand die Treppe herunter.

Carrie: Hier ist er!

Doug: Und? Kriegen wir 'n Erben oder was?

Carrie: Keine Ahnung. Es dauert drei Minuten.

Doug: Na los komm! Wird’ positiv werd positiv! Dougie will bald Daddy sein! [nimmt das Stäbchen und wedelt damit herum]

Carrie: So, jetzt hör auf damit rumzuwedeln das ist kein Fieberthermometer. Leg es dahin. Und lass diesen Quatsch! Gott hoffentlich bin ich endlich schwanger. Wir versuchen es nun schon so lange. Ich hab's langsam satt.

Doug: Danke.

Carrie: Also wenn ich jetzt wieder nicht schwanger bin, mach ich bei dieser Fruchtbarkeitspraxis einen Termin für uns.

Doug: Oh, bitte hör auf damit. Wir brauchen so was nicht.

Carrie: Wieso nicht. Wir-wir versuchen es seit 5 Monaten ohne jeden Erfolg! Was ist so schlimm daran sich untersuchen zu lassen?

Doug: Wir werden da im Wartezimmer sitzen, man wird zu uns rübersehen und... seien wir ehrlich, Sie werden es mir anhängen.

Carrie: Wenn du dich dann besser fühlst, werde ich lauthals im ganzen Raum bekannt machen, dass du den letzten jugoslawischen Samenspenderwettbewerb gewonnen hast.

Doug: Wir brauchen die Untersuchung nicht. Ich bin sicher der Test da wird positiv. Ich fühle es!

Carrie: Ja? Woher weißt du das?

Doug: Neulich Abend als wir's getan haben da war ich megastark. Wir hatten guten Kontakt und ich hab’s voll durchgezogen. Und die Stütze war genau richtig. Das ist der Schlüssel.

Carrie: Oh ja. Ich hoffe du hast Recht. Es wäre doch wunderschön zu Weihnachten schwanger zu sein, findest du nicht?

Doug: Ja, und wenn meine Eltern kommen, können wir's dann persönlich sagen. Ein tolles Geschenk. Die Partnerjogginganzüge geben wir zurück.

Carrie: Oh, da fällt mir ein ich muss ja noch das Büro aufräumen und den Futon für sie fertig machen. Du hast ihnen doch gesagt dass sie diesmal im Büro schlafen, oder? [Doug brummt vor sich hin] Es ist nicht zu fassen wie feige du bist!

Doug: Ach Carrie, das ist nicht so leicht, ich meine wir haben ihnen sonst immer unser Schlafzimmer gegeben. Sie jetzt über den Flur zu schieben ist eine etwas peinliche Sache.

Carrie: Wieso? Wenn wir sie in Floridas besuchen schlafen wir auch nicht in ihrem Schlafzimmer, sondern auf einer wackeligen alten Klappcouch die außerdem nach Katze riecht. Was nicht weiter schlimm wäre, wenn sie eine Katze hätten.

Doug: Ja, du hast Recht. Tut mir Leid dass ich es nicht schaffe meinen Eltern ins Gesicht zu sagen „Hört zu Mom und Dad ihr schlaft diesmal neben dem Faxgerät. Fröhliche Weihnachten.“

Carrie: Du brauchst das gar nicht groß anzukündigen. Wenn du ihre Koffer raufträgst stellst du sie einfach kommentarlos ins Büro.

Doug: Kluges Mädchen!

Carrie: Ich bin nicht klug. Nur cleverer als manch anderer.

Arthur kommt aus der Küche ins Wohnzimmer und sieht auf dem Esstisch Carries Schwangerschaftstest liegen.

Arthur: Hey, wessen negativer Schwangerschaftstest ist das denn?

 

Szene 2 – Dougs und Carries Haus
In der Küche. Arthur kommt aus dem Keller nach oben Carrie steht an einem Küchenschrank.

Arthur: [singt] Stille Nacht heilige. . .

Carrie: Nacht.

Arthur: Danke Schätzchen. [singt weiter] . . . heilige Nacht alles schläft. . .

Carrie: Hast du Hunger Dad? Willst du einen Snack bevor Holly kommt?

Arthur: Aber sicher! [öffnet den Kühlschrank] Ho-ho was ist das? Eine Riesenplatte voll verschiedener Käsesorten. „Halleluja“ singen die Engelein!

Carrie: Lass das bitte eingepackt. Du kriegst ein Thunfischsandwich.

Arthur: Ich verstehe. Da taucht plötzlich eine Käseplatte auf die ihr mir offenbar vorenthaltet. Das wird doch wohl nicht etwa mit der für heute erwarteten Ankunft von Dougs lieben Eltern zusammenhängen, oder doch?

Carrie: Das ist nicht nur für unseren Besuch, sondern für uns alle.

Arthur: Oh, wie schön! Wenn's dir nichts ausmacht, nehme ich mir dann ein Löffelchen Brie. [nimmt einen Löffel und will den Käse probieren]

Carrie: Dad, lass das! Du machst mich wahnsinnig! Hör auf!

Arthur: Nein ich höre nicht auf! Ich lebe hier seit vielen Jahren und habe noch nie eine Käseplatte bekommen!

Carrie: Nächste Woche kauf’ ich dir auch eine.

Arthur: Ich will keinen Käse aus Mitleid, ich will Käse aus Liebe! [zu Doug, der gerade aus dem Wohnzimmer hereinkommt] Du liebst deine Eltern mehr als mich, gib's zu!

Doug: Ja.

Das Telefon klingelt, Carrie hebt den Hörer ab. Gleichzeitig klopft es an der Hintertür, die Arthur öffnet.

Carrie: [am Telefon] Hallo?

Arthur: Hallo Holly.

Holly: Hi !

Doug: Hi !

Holly: [zu Arthur] Oh, sehen Sie nur, Sie und Scout tragen denselben Pullover. Anscheinend habt ihr euch abgesprochen.

Arthur: Nein, aber ich muss zugeben, ich hab’ ihn neulich schon darin gesehen und ich fand er sieht echt scharf aus.

Holly: Tja, also dann los! Wiedersehen!

Arthur und Holly wollen gehen. Carrie ruft ihnen hinterher.

Carrie: [am Telefon] Oh, warten Sie mal! [zu Arthur] Hey Dad da steht 'ne geöffnete Büchse Thunfisch für dein Sandwich.

Arthur: Wenn er sich in köstlichen Käse verwandelt, esse ich ihn! [geht]

Carrie: [am Telefon] Ok, hören Sie, das klingt großartig! Ja in 'ner halben Stunde sind wir da. Ich danke Ihnen vielmals. Gut bis gleich.

Doug: Wo sind wir in 'ner halben Stunde?

Carrie: Das war der Arzt wegen des Tests. Sie können uns gleich drannehmen, da hat einer abgesagt.

Doug: Was jetzt? Um drei kommen doch meine Eltern an!

Carrie: Na das ist doch perfekt! Wir erledigen das schnell und fahren von da aus zum Flughafen.

Doug: Nein, nein, nein, mir ist irgendwie nicht danach.

Carrie: Wieso nicht?

Doug: Weil ich lieber erst im neuen Jahr hören will, dass ich von jetzt an Boxershorts tragen soll.

Carrie: Unsinn, komm!

 

Szene 3 – Die Arztpraxis
Carrie und Doug sitzen vor dem Schreibtisch der Ärztin. Die Ärztin kommt herein und setzt sich ihnen gegenüber.

Dr. Forman: Okay, ich darf Ihnen mitteilen, dass die vorläufigen Tests die wir gemacht haben bereits ausreichen um das Problem einzukreisen.

Carrie: Oh, das ist sehr gut. Also was ist los?

Dr. Forman: Doug.

Doug: [lässt seufzend den Kopf sinken] Ja.

Dr. Forman: Die Anzahl und Beweglichkeit Ihrer Spermien sind hervorragend.

Doug: Ja! Ich liebe euch Jungs! Entschuldigung, tut mir Leid.

Dr. Forman: So weit so gut. Carrie bei Ihnen haben wir eine Auffälligkeit festgestellt. Offenbar haben Sie nur einen funktionierenden Eierstock. Was bedeutet, dass Sie nur halb so fruchtbar sind wie es normal wäre.

Carrie: Wirklich?

Dr. Forman: Es gibt Medikamente dagegen die Sie nehmen können, aber vielleicht wird es auch so klappen. Denn wie's aussieht beginnt zufälligerweise bei Ihnen gerade wieder ein Ovulationszyklus. Ja, und das heißt, die nächsten drei Tage wären der perfekte Zeitraum um schwanger zu werden. Also mein professioneller Rat an Sie ist: Lassen Sie's krachen!

SCHNITT: Im Auto
Carrie und Doug haben Janet und Joe vom Flughafen abgeholt und fahren nun nach Hause.

Janet: Und Kinder? Was gibt's Neues?

Szene 4 – Dougs und Carries Haus
Carrie, Doug, Janet und Joe kommen durch die Eingangstür herein

Carrie: Kommt rein in die gute Stube!

Janet: Du meine Güte Carrie, das Haus ist ja wunderschön! Und so festlich!

Carrie: Danke, Janet.

Joe: Hey, wo ist die Figur von den Miami Dolphins die ich euch geschickt hab’? Hängt ihr die gar nicht auf?

Doug: Nein, da oben hängen schon meine Jets-Figuren.

Joe: Und?

Doug: Und? Ich werde doch nicht meine Jets von deinen Dolphins anmachen lassen.

Joe: Hast du sie nicht alle? Figuren können sich doch nicht gegenseitig anmachen.

Doug: Die sind beide in derselben Liga.

Carrie: Während ihr die wahre Bedeutung von Weihnachten diskutiert, mache ich mal einen Kaffee.

Janet: Oh, das wär’ wundervoll, Schatz. Soll ich helfen?

Doug: Nein, lass Mom, ruh’ dich aus. Ich helf’ ihr.

Doug und Carrie gehen in die Küche. Joe betrachtet immer noch den Baum.

Janet: Finger weg von seiner Figur!

Joe: Ich wollte doch nur eine Zuckerstange.

SCHNITT: Die Küche
Doug und Carrie kommen aus dem Wohnzimmer herein.

Doug: Und, äh, alles klar bei dir?

Carrie: Das war wahrscheinlich der deprimierendste Arztbesuch meines Lebens.

Doug: Hast du irgend so was geahnt? Ich mein’ vorher… war da vielleicht so ein komisches eineierstöckiges Gefühl?

Carrie: Wie meinst du das? Glaubst du ich müsste dauernd seitlichüberkippen? So ein Mist!

Doug: Aber du hast doch gehört, was die Ärztin gesagt hat. Einer ist für Besucher geöffnet.

Carrie: Ja, das stimmt. Wir haben drei fruchtbare Tage vor uns, die wir auf keinen Fall vergeuden dürfen.

Doug: Hey, meine Waffe ist so scharf, damit leg ich dich um und jeden hinter dir.

Carrie: Es ist nur blöd, dass gerade in diesen paar Tagen deine Eltern bei uns wohnen. Wenigstens haben wir diesmal unser Schlafzimmer.

Doug: Ja. [plötzlich] Oh Gott die Koffer!

Carrie: Na los!

Doug läuft schnell von der Küche ins Wohnzimmer und sieht sich nach seiner Mutter um. Joe sitzt auf dem Sofa. Doug sieht, dass seine Mutter schon in den ersten Stock gegangen ist und läuft ihr hinterher.
SCHNITT: Die obere Etage
Doug stürzt um die Ecke, Janet wollte gerade die Koffer ins Schlafzimmer tragen.

Doug: [ruft] Mom! Mom!

Janet: Was rennst du wie ein Verrückter hinter mir her?

Doug: Ich bin nicht gerannt. Ich-ich… oh, lass nur, ich nehm’ die!

Janet: Oh, danke Schätzchen. Dein Vater würde nie seinen - du weißt schon was - hoch bemühen.

Doug: Ja. Weißt du was? Komm doch mit ins Büro. [beide gehen ins Büro] Ok? Et voilà ! Und schon sind wir da. Eine Prachtsuite, hm?

Janet: Und was wollen wir hier drin?

Doug: Oh, um ganz ehrlich zu sein Mom, Carrie und ich haben uns unterhalten und wir dachten, dass ihr vielleicht Spaß hättet… unseren Computer zu sehen.

Janet: Wozu Schätzchen?

Doug: [zögernd] Wozu? Weil wir dir einen zum Geburtstag schenken wollen! So!

Janet: Oh mein Gott!

Doug: Setz dich hin und probier ihn aus, unseren kleinen Schatz.

Janet: Das ist ja so süß von euch!

Doug: Ja, nicht wahr?

SCHNITT: Das Wohnzimmer
Joe sitzt immer noch auf dem Sofa, Arthur kommt zur Eingangstür herein. Auch Holly mit zwei Hunden an der Leine kommt herein.

Joe: Hey, Spooner! Schön Sie zu sehen.

Arthur: Frohe Festtage.

Joe: Und wer ist das? Ein bisschen jung für Sie, hm?

Holly: Hi, ich bin Holly Shumpert.

Joe: Joe Heffernan. Zwei hübsche Bürschchen haben Sie da.

Holly: [schaut auf ihre Brust, begreift dann] Danke. Oh, die Hunde, die Hunde! Verstehe! Nein das sind nicht meine. Ich führ’ sie spazieren. Berufsmäßig.

Joe: Sie sind Hundebetreuerin?

Arthur: Und eine sehr beschäftigte! Auf Wiedersehen!

Joe: Wie jetzt? Was heißt denn das Spooner? Gehen Sie auch mit Hunden aus? Ihr zwei seid ein Team seh’ ich das richtig?

Holly: Nicht direkt, nein nein. Es ist so, Doug und Carrie bezahlen mich. Na ja, Arthur muss auch raus und da nehm’ ich ihn eben mit.

Joe: Moment, moment, warten Sie 'ne Sekunde. Hat sie gerade gesagt Doug und Carrie bezahlen eine Hundebetreuerin, um Sie auszuführen?

Arthur: Jetzt halten Sie die Luft an! Sie führt mich nicht aus, sie geht mit mir spazieren! Wenn ich nach links will gehen wir nach links, wenn ich nach rechts will gehen wir nach rechts. Kein Hund auf der ganzen Welt kann solche Entscheidungen treffen!

 

Szene 5 – Dougs und Carries Haus
Abends. Carrie und Doug sind im Büro und bereiten die Klappcouch vor, um darauf zu schlafen.

Carrie: Du hattest ihre Koffer schon hier im Raum und konntest es nicht zu Ende bringen?

Doug: Ich wollte ja, aber die Worte wollten einfach nicht rauskommen.

Carrie: Vergiss es, davon geht die Welt nicht unter.

Doug: Wir müssen ihr übrigens einen Computer kaufen.

Carrie: Ok, ich sag dir was. Wenn ich nicht mindestens ein Baby dafür kriege, dann bist du toter als tot. Ja. Also dann… komm zu mir kleiner Bär.

Carrie legt sich auf die Couch, wobei es gewaltig quietscht.

Doug: Oh Gott, das quietscht ja!

Carrie: Ist nicht schlimm. Komm her alles wird gut.

Doug: Das Ding trägt uns nicht.

Carrie: Dann mach es ganz vorsichtig. Komm schon. [Doug legt sich hin] Na siehst du Schatz es hört auf.

Doug: Ja, weil ich ganz still bin. Aber wenn wir anfangen wird es klingen wie in Geppettos Werkstatt.

Carrie: Schön langsam versuch es. Na siehst du? Bist du so weit? Jetzt geht' s los!

Sie umarmen und küssen sich, ein leichtes Quietschen ist zu hören.

Doug: Ok. Leise.

Carrie: Ja ja.

Es klopft an der Tür.

Doug: Ok.

Joe: Ja? Hey, Dougie ich hab’ völlig vergessen dich zu informieren dass ich Lou Di Maria versprochen habe, dass wir uns seinen Enkel ansehen. Morgen Abend bei so 'ner weihnachtlichen Chorkramsingerei. Du erinnerst dich doch an Lou?

Doug: Ja Lou, ja.

Joe: Ihr wollt doch sicher auch kommen. Es wär’ eine Freude für Lou und deine Mutter.

Doug: Klar, Dad wir gehen hin.

Joe: Sehr Schön! Gute Nacht.

Carrie: Gute Nacht.

Doug: Nacht. Das hat nicht gerade geholfen.

Carrie: Nein. Hatte dein Vater schon immer braune Flecken an den Schenkeln?

Doug: Kann ich dir nicht sagen.

Carrie: Weißt du, so was können sie heute mit Laser wegmachen.

Doug: Jetzt hör auf, das ist ja noch abtörnender!

Carrie: Ok, tut mir Leid. Du hast Recht. Ich liebe dich. Also, komm her.

Sie umarmen und küssen sich wieder, als plötzlich das Telefon klingelt.

Doug: Was?

Carrie: Wir kriegen ein Fax. Es wird nicht lange dauern. [das Fax ist laut zu hören] In 'ner Minute haben wir Sex.

Doug: So.

Carrie: Jetzt.

Sie beginnen sich wieder zu küssen, aber das Fax lärmt noch immer. Doug steht auf und zieht den Stecker aus dem Gerät. Dann legt er sich wieder hin.

Doug: Na bitte, jetzt liege ich viel tiefer als eben.

Carrie: Hör zu, folgendes. Lass es uns für heute Abend vergessen, ja? Und morgen früh werden wir mit deinen Eltern sprechen, ihnen erklären worum es geht und uns unser Schlafzimmer wiedergeben lassen.

Doug: Nein, nein, nein darüber will ich nicht mit ihnen sprechen.

Carrie: Wieso nicht?

Doug: Weil mir nicht danach ist, meine Eltern um Hilfe beim Sex zu bitten. Ich bin da eigen.

Carrie: Ok, wie wär denn das. Wir sagen morgen das blöde Gesinge ab und dann haben wir das ganze Haus nur für uns.

Doug: Nein, das können wir nicht einfach. Das ist Lou Di Marias Enkel.

Carrie: Wer zum Teufel ist Lou Di Maria?
Doug: Lou Di Maria von „Lou Di Maria Gebrauchtwagen“ .

Carrie: Oh! Oh mein Gott! Und den kenn’ ich nicht?

Doug: Ein alter Freund unserer Familie, okay. Hör zu, ich werd das jetzt absolvieren. Ich schaff das schon. Na komm tun wir's. Ich liebe dich du bist so scharf.

Carrie: Na gut.

Doug: Lass es uns tun.

Sie beginnen wieder sich zu küssen, als es erneut and er Tür klopft.

Doug: Ok!

Carrie: Ja!

Die Tür öffnet sich und Janet kommt herein.

Janet: Ich hörte ihr geht morgen mit zur Choraufführung von Lous Enkel. Das finde ich so lieb! [beugt sich über Doug und küsst ihn, der wendet sich angeekelt ab]

Janet verlässt das Zimmer wieder.
Carrie: Und willst du weitermachen, oder?

Doug: Ich wär’ nicht mal fähig Julia Roberts zu vernaschen.

Szene 6 – Das Chorsingen von Lou di Marias Enkel
Carrie und Doug sitzen hinter Janet und Joe und hören sich den Gesang an.

Janet: [zu Joe] Einfach zauberhaft. Allerliebst.

Joe: Ja.

Carrie: [zu Doug, genervt] Verfluchte Gören.

Doug: Ist irgendwas?

Carrie: Was ist? ’Ne Menge ist. Ich hab’ nur einen funktionierenden Eierstock und der ist gerade am Kochen und ich muss hier sitzen und mir dieses Gequake anhören.

Doug: Würdest du wohl etwas leiser reden, bitte?

Carrie: Ich werde nicht leiser reden. Ich will jetzt ein Baby! Können wir hier nicht verschwinden?

Doug: Nein!

Carrie: Wieso nicht? Wir wohnen fünf Minuten von hier. Wir können für ’ne halbe Stunde nach Haus flitzen, es machen und wenn die Bande fertig ist, sind wir wieder hier.

Doug: Also, ich weiß nicht.

Carrie: Komm schon. Die beiden werden es nicht mal merken. Das Schicksal wollte, dass wir Sitze hinter ihnen gekriegt haben. Ich denke, das war der Weihnachtsmann, der uns sagen will „Nutzt die Möglichkeit und schiebt einen Quickie ein.“

Doug: Aber unauffällig. Hier hocken überall Di Marias.

Das Lied ist gerade beendet, das Publikum applaudiert und Doug und Carrie erheben sich von ihren Sitzen, um unauffällig zu verschwinden.

Carrie: Ok, das kriegen wir hin. 'tschuldigung.

Doug: Darf ich?

Kind: Und jetzt machen Sie bitte alle bei unserem berühmten Jingle-Bells-Tanz mit!

Die Musik erklingt, doch Doug hat sich immer noch nicht durch die Sitzreihe gearbeitet. Er stolpert und umarmt fast eine Zuschauerin.

Doug: Tut mir Leid, meine Frau hat nur einen Eierstock.

Die Kinder ziehen singend durch den Gang, auf dem jetzt auch Doug steht.

Kind: Wollen Sie mit uns tanzen, Sir?

Doug: Äh, nein, meine Frau hat einen schlimmen Eierstock, verstehst du?

Kind: Ach kommen Sie schon!

Doug: Nein, es stimmt, der kocht nur alle zwei Monate.

Doug wird von dem Kind mitgerissen und reiht sich in die Parade der Kinder ein. Carrie sieht ihn missbilligend an.

 

Szene 7 – Dougs und Carries Haus
Später am Tag. Carrie, Doug, Joe und Janet sitzen am Küchentisch bei einer Tasse Kaffee.

Carrie: Also wir haben ein Problem. Ich hab nur einen guten Eierstock.

Janet: Du Arme.

Carrie: Ja, und wir versuchen für euch einen Enkel zu zeugen. Dabei stellte sich heraus, dass ganz genau diese drei Tage in denen ihr hier seid unsere letzte Chance für die nächsten Monate sind zu empfangen. Genau genommen haben wir nur noch eine Nacht.

Joe: Ich sagte doch, es liegt nicht an Dougie.

Janet: Das tut uns furchtbar Leid, Carrie. Wie können wir euch helfen?

Carrie: Wisst ihr ein bisschen mehr Privatsphäre wär für uns eine große Hilfe.

Janet: Wieso habt ihr das nicht gleich gesagt als wir gekommen sind? Joe, vielleicht sollten wir in ein Hotel ziehen.

Joe: Was? Wieso?

Janet: Wieso? Weil Douglas keinen Sex haben kann, wenn wir drei Meter weiter schlafen.

Joe: Ach nein? Das hat er in der Schulzeit doch auch getan.

Janet: Niemals!

Joe: Na klar! Mit dieser Kleinen da, dem Mädchen aus dem Flötenkreis. Wie war ihr Name?

Doug: [stützt den Kopf in die Hände, verlegen] Betsy Keenan.

Joe: Ja, genau die! Sie waren im Heizungsraum. Ich hab’ alles gehört. [zu Janet] Du warst vor dem Fernseher eingeschlafen.

Janet: Davon hatte ich keine Ahnung. [zu Doug] Ich hoffe doch, dass ihr euch geschützt habt?

Doug: Oh Gott.

Doug ist mittlerweile so verlegen, dass er sein Gesicht mit der Hand bedeckt. Es klopft an der Hintertür, Arthur kommt aus dem Keller und öffnet die Tür.

Arthur: [zu Carrie] Ich geh schon Schatz. Guten Morgen Holly. [zu den anderen] Wir sehen uns nachher.

Joe: Warte mal Spooner! Janet das hier ist die Frau von der ich dir erzählt hab’. Die mit Arthur Gassi geht.

Holly: Hi ! Frohe Festtage.

Joe: Ja. Hey, ich brauch’ auch frische Luft. Haben Sie was dagegen wenn ich mitgehe?

Arthur schüttelt im Hintergrund verneinend den Kopf.

Holly: Nein, meinetwegen.

Joe: Wundervoll, alles klar! Wir sind sicher ein paar Stunden weg.

Holly: Kommt Jungs.

Arthur, Joe und Holly verlassen die Küche.

Janet: Ok, ich hab 'ne Idee Wie wär's wenn ich mit Joe und Arthur heute Abend schön essen gehe und ihr habt das Haus für euch allein. Und ihr könnt natürlich euer Schlafzimmer wiederbekommen.

Carrie: Das wär’ mehr als perfekt, Janet. Dankeschön.

Janet: Aber gerne doch. Also wie lange sollen wir euch denn in Ruhe lassen? Mitternacht? Eins?

Doug: Ma, ihr könnt nicht so lange durch die Nacht irren!

Janet: Wie lange wirst du denn brauchen, Dougie?

Carrie: Sicher nicht bis Mitternacht.

Doug: Sehr nett!

Doug: Tja dann kommt so gegen neun. Neun ist gut.

Janet: Neun? Ein Speedy Gonzales, hm?

Szene 8 – Dougs und Carries Haus
Am Abend. Doug und Carrie sind im Schlafzimmer. Carrie sitzt im Bett, Doug davor. Er stützt seinen Kopf in die Hände.

Carrie: Doug es ist fünf vor halb um neun sind sie wieder da!

Doug: Ich weiß wann sie wiederkommen, aber was soll das an meinem Problem ändern?

Carrie: Vier vor halb.

Doug: Also das ist mir noch niemals vorher passiert.

Carrie: Das ist nicht ganz die Wahrheit.

Doug: Das eine Mal zählt nicht da, hatten die Mets die Weltmeisterschaft verloren.

Carrie: Wieso bist du eigentlich so gestresst? Es gibt keinen Grund. Wir sind völlig allein im Haus. Mein Dad und deine Eltern sind zusammen essen gegangen.

Doug: Genau! Sie vertrödeln die Zeit damit ich mit dir Sex haben kann. [laut] Das ist der ganze Zweck des Essens! Ist dir klar unter welchem Druck ich dadurch bin?

Carrie: Doug, hörmal, die denken garantiert nicht ein bisschen an uns. Die überlegen wahrscheinlich gerade wie wenig Trinkgeld sie dem Kellner geben wollen.

Doug: Glaub mir die reden über uns! [äfft seine Mutter nach] „Joe denkst du sie haben den Enkel schon gemacht? Oder wollen wir noch 'n Kaffee trinken?“ [äfft Joe nach] „Keine Ahnung, frag’ Spooner.“ [spricht wie Arthur] „Ich hab den Kaffee erfunden!“

Carrie: Es ist jetzt drei vor halb.

Doug: Oh Gott , drei vor halb! Komm schon! Komm schon! Verdammtes Ding du!

Carrie: Doug, das wird dir sicher nicht helfen. Du musst lockerlassen.

Doug: Oh, dafür kommst du in die Hölle!

Carrie: Doug jetzt hör mal zu ja? Hör mir zu! Vergiss einfach mal alles was dich so sehr bedrückt, ok? Nur du und ich sind zusammen hier. Und jetzt komm ins Bett, ok?

Doug: Ok.

Carrie: Sehr gut. Alles klar. Jetzt werde ich das Kissen für dich aufschütteln, so wie du’s gern hast. So. Okidoki !

Doug: Was ist das?

Carrie: Da ist nichts! Gar nichts!

Doug: Oh mein Gott, das ist Nachthemd von meiner Mutter! Das ist Mamas Nachthemd! Oh Gott, oh Gott nein!

Carrie: Ist schon weg! Ist schon weg! Aus! Ok? Geht's wieder? Nein, nein, nein. Komm wieder ins Bett. Komm Schatz. Hier lang Baby. So ist es gut. Komm zu Mama.

Doug: Oh Gott!

Carrie: 'tschuldigung das war nicht so gemeint. Jetzt hör mir mal zu mein kleiner Bär. Du bist der absolut wundervollste Mann der mir jemals begegnet ist. Und das Allertollste was ich mir vorstellen kann, wäre ein Baby mit dir zu haben. Die Sache ist nur die, wir haben noch 20 Minuten. Ok? Also hilf mir dir zu helfen. Ja?

Doug: Ja.

Carrie beginnt Doug zu küssen.

Carrie: Wie ist das?

Doug: Das ist… Ja das ist gut.

Carrie: Na siehst du? Und jetzt mach dir richtig heiße, sexy Gedanken. In Ordnung?

Doug: Und was?

Carrie: Denk an Alyssa Milano, hm? Die ist heiß und ihr Name ist der von einem Keks.

Doug: Ja.

Carrie: Ja nicht?

Doug: Das ist gut.

Sie küssen sich wieder, als von draußen Stimmen zu hören sind.

Janet: Ich hab dir gesagt es ist viel zu früh.

Joe: Wieso können wir denn nicht reingehen?

Carrie: Hörst du auch was?

Doug: Ja.

Carrie: Was ist das?

Doug: Weiß ich auch nicht. Das sind Stimmen. Wo-wo kommen die her?

Doug zieht die Jalousie am Fenster hoch und sieht seine Eltern und Arthur vor dem Haus stehen.

Janet: Wir sollen erst in 25 Minuten da sein. Vielleicht sind sie noch nicht fertig mit dem Babymachen

Joe: Ich frier’ mir den Hintern ab.

Janet: Geh’ doch spazieren. Oder machst du das nur wenn ein junges Mädchen dich mitnimmt?

Arthur: Endlich hat mal jemand den Mumm das auszusprechen!

Janet: Scht! Wir bleiben jetzt ganz still hier stehen und warten bis es neun ist. Denn länger braucht Dougie nicht.
Doug schließt das Fenster und dreht sich wieder zu Carrie um.

Carrie: Wir versuchen's in ein paar Monaten noch mal.

Doug: Geht klar.

SCHNITT: Dougs und Carries Haus, zwei Monate später
Doug nimmt eine Kekspackung aus dem Küchenschrank und sieht sie sich an. Es sind „Milanos“

Doug: [schreit] Carrie! Ich bin heiß!

SCHNITT: Im Park
Holly geht mit Arthur, Joe und den Hunden spazieren. Holly unterhält sich angeregt mit Joe. Arthur trottet hinterher.

Joe: Ihre ganze Familie ist also in Maine?

Holly: Ja, alle dreizehn. Ich bin die Einzige von ihnen, die nicht in die Fischzucht wollte.

Joe: Fischzucht? Was gibt' s denn da oben? Kabeljau?

Holly: Hauptsächlich Blaubarsch.

Arthur: [zu den Hunden] Keine Sorge Freunde. Er ist nur ein Abenteuer für sie. Das hat überhaupt nichts zu bedeuten.

 

---=== ENDE ===---