Transkript - Eine schrecklich nette Familie - 3x05 - Der König der Klos

Das Haus der Bundys – Tag

Peggy steht mit einem Ei in der Hand in der Küche. Bud und Al sitzen auf dem Sofa.

 

PEG: Will eigentlich niemand Frühstück? Ich hab' ein Ei und einen halben Müsliriegel. Ich könnte ein Omelette machen.

AL: Nein, danke Peg. Ich empfinde immer noch wohligen Ekel nach diesem Festmahl mit dem dreibeinigen Hühnchen. Warum kaufst du ein Hühnchen mit drei Trommelschlegeln?

PEG: Es kostet nur sieben Cent pro Pfund, das mit zwei Beinen kostet 1 Dollar 19 pro Pfund. Entschuldige vielmals wenn ich an unser Bankkonto denke, statt an unsere Gesundheit.

AL: Du hast dir nicht gedacht, dass irgendwas nicht stimmen kann, wenn auf dem Etikett steht Tschernobyl Farm. Ich meine wie viele Hühnchen haben Flossen?

PEG: Das kannst du mir nicht vorwerfen. Ich dachte, das wär' 'n zusätzlicher Kopf! Dir hat's geschmeckt, oder Bud?

BUD: Es war schmackhaft, aber schwer zu essen. immer wenn ich 'n Stück abgeschnitten habe, ist es nachgewachsen.

AL: Kann einer nicht versuchen Kelly aus dem Klo rauszukriegen in mir rumorts. Und ich versuch' immer noch zu verdauen.

Kelly kommt die Treppe herunter.

KELLY: Nächste.

AL: Ach, endlich.

BUD: Ich bin dran, Dad. Ich muss mich jetzt stadtfein machen für die Schule.

KELLY: Ah, dann brauchst du wohl deine Smokingjacke mit den passenden hellblauen Windeln.

BUD: Ich gefall' den Mädchen... jawohl.

KELLY: Also, was gibt's heute zu essen, Mom. Einen übrigen Hühnchentumor?

PEG: Wisst ihr, das tut mir weh. Ich füttere eine vierköpfige Familie mit 32 Cent und ernte nur Undank dafür. Ich versuche eben Geld zu sparen für Dinge, die wichtiger sind für unsere Familie. Kann ich bitte 70 Dollar haben für die Lotterie?

AL: Kann ich dir nur 70 Cent geben für einen Schweinebraten?

PEG: Al, der Jackpot ist jetzt bei 6 Millionen Dollar. Ich habe ein System. Ich weiß, ich kann gewinnen!

KELLY: Ach, lass Daddy in Ruhe, Mom. Er muss schwer arbeiten für sein Geld. Dad? Könnte ich 100 Dollar haben für eine Pythonschlange? Ja, die brauch' ich für die Schulaufführung.

PEG: Heirate deine eigene Brieftasche. Al, bitte... Ich will nur 70 Dollar für mein komplettes System. Ich hab' die Zahlen verfolgt und weißt du, wenn ich in der Schule in etwas gut war -

AL: Ja, Peg. Aber in der wirklichen Welt gibt's keine Preise für den längsten Aufenthalt in einer Klasse.

Bud kommt die Treppe herunter.

BUD: Es gehört ganz dir, Dad.

AL: Wird auch langsam Zeit. Der Mann der zur Arbeit geht und die Rechnungen bezahlt kann nun endlich die Früchte seiner Arbeit genießen. Tretet zurück, Kinder. Euer Daddy zeigt euch wie's geht.

BUD: Oh.. und Gummistiefel wären angesagt.

AL: Oh, nein!

BUD: Doch! Es steigt wie der mächtige Mississippi Also, wenn ihr mich fragt hast entweder du oder Mom versucht, Kellys Zwischenzeugnis runterzuspülen. Oh, nein hab' ich jetzt die drei Sechser verraten?

PEG: Sie wird wieder nicht versetzt.

AL: Wen interessiert's? Da piekt sich ein Hühnchen seinen Weg durch meinen Körper. Warum haben wir ein Haus mit nur einem Klo gekauft?

PEG: Weil die anderen Häuser in unserer Preisklasse ausgebrannt waren. Außer diesem wundervollen Häuschen ohne Küche, das ich wollte.

AL: Ja, Peg, wir müssen alle mit unseren Enttäuschungen leben. ich muss sogar mit meiner schlafen.

PEG: Ist das sein neuer Name?

AL: Aber worum es geht, ist... Als junger Mann hatte ich zwei Träume. Einer war Astronaut zu werden und auf dem Planeten Jane Mansfield zu landen. Der andere war ein Klo zu haben für mich ganz allein. Naja, Janey ist von der Bahn abgekommen und musste auf einem dunkleren Planet notlanden. Aber Familie ich verwirkliche jetzt meinen zweiten Traum. Ich habe beschlossen, ein Klo zu bauen. Das tollste Klo auf der ganzen Welt und ich möchte, dass ihr euch gleich etwas merkt. Niemand wird dieses Klo benutzen außer mir.

PEG: Schatz, wie können wir uns leisten, plötzlich ein Klo zu bauen. Zur Zeit geben wir den Kindern Zucker und sagen ihnen es sind Vitamine.

AL: Vorerst keine Vitamine mehr, Kinder. Aber keine Sorge, es kostet nicht viel, denn ich baue es ohne fremde Hilfe.

BUD: Mom, ich habe Angst.

 

Das Haus der Bundys – Tag

Peggy sitzt auf der Couch. Kelly kommt herein.

PEG: Hallo, Schatz. Wie war die Schule?

KELLY: Ach, lesen, rechnen, falscher Alarm, das Büro des Schulleiters. Das Übliche.

PEG: Kelly? Du glaubst doch an deine Mutter, oder nicht?

KELLY: Na ja, 'n bisschen schon.

PEG: Das freut mich. Kannst du mir Geld für die Lotterie leihen?

KELLY: Kann ich nicht, Mom. Weil Dad sein Traumklo baut, hat er uns das Taschengeld gestrichen. Glaubt er eigentlich blonde Haare wachsen einfach so?!

Al kommt zur Tür herein. Er schiebt eine mannshohe Holzkiste vor sich her.

AL: Es ist hier! Wo ist Bud? Ich möchte, dass er das sieht! Bud! Komm hier her! Familie versammelt euch!

BUD: Was ist das, Dad?

AL: Mein Schicksal, Sohn. Schon als kleiner Junge hab' ich mir gesagt, wenn ich Erwachsen bin, möchte ich eine Sache haben. Eine Toilettenschüssel, wie sie mein Vater hatte.

PEG: Ich dacht es wär' 'n Schädel wie 'ne Erdnuss. Das hatte er nämlich auch.

AL: Du verdirbst mir den Augenblick nicht, Peg. Also zurücktreten und weidet eure Augen an dem!

Al entfernt die Holzverkleidung der Kiste und zum Vorschein kommt eine weiße Toilette mit Spülkasten.

KELLY: Ist das 'ne Fata Morgana oder 'ne Toilette?

AL: Nicht nur eine Toilette. Eine Ferguson. Die Königin der Schüsseln. Bud, setz dich. Ich will dir die Geschichte der Ferguson erzählen. Also... diese Babys werden in Maine fabriziert, in der kleinen Ferguson Fabrik. Sie ist die Stradivari der Toiletten und mein Dad konnte darauf spielen wie auf 'ner Geige. Ja, ich werde nie vergessen, wie mein Dad mich mitgenommen hat nach Maine um die Fabrik zu besichtigen. Ich musste dringend pinkeln. Ich habe ihn gebeten mal rechts ran zu fahren. Aber er hat gesagt: "Nein, warte bis wir dort sind, es lohnt sich." Und er hatte recht.

BUD: Entschuldige bitte, Dad. Aber eine Toilette ist eine Toilette.

AL: Toiletten von heute verdienen nicht mal den Namen. Sie kommen in Designerfarben daher und sind zu niedrig. Und wenn du spülst machen sie einen kleine, schwachen fast um Verzeihung bittenden Ton. Nicht die Ferguson. Die gibt es nur in weiß. Und wenn du spülst... bah... wuusch... Das ist 'ne männliche Spülung. Eine Ferguson sagt: „Ich bin 'ne Toilette“. Setz dich und gib mir deinen besten Schuß. Wenn die Ferguson sprechen könnte, die hätte was zu erzählen. Und jetzt hab' ich eine, die nur mir gehört. Ach, es wär' so schön, wenn mein Dad auf ihr -

Al verbirgt das Gesicht in den Händen. Bud geht zu Peg und Kelly.

BUD: Ich glaube, diesmal kommt er nicht mehr zurück.

Al setzt sich auf die Toilette.

AL: Siehst du das, Dad? Ich sitze auf meiner eigenen Ferguson. Du wusstest immer, dass ich das schaffe.

PEG: Beim Prozess müsst ihr euch daran erinnern.

 

Das Haus der Bundys – Tag

Peg, Marcy und Steve sitzen auf der Couch. Die Ferguson steht immer noch im Wohnzimmer. Al hat einen Zettel an den Spülkasten geklebt, auf dem steht „Do not touch.“

STEVE: Eine Ferguson sagst du.

PEG: Ich glaube sie ist von Elfen gebaut worden. Irgendwo in Kanada.

MARCY: Und wie lange braucht er, um die neue Toilette zu bauen?

PEG: Na ja, in der Anleitung steht, ein Kind schafft es in drei Wochen. Also schätze ich sechs, acht Monate. Dann übergeben wir's einem Kind.

STEVE: Na ja, das positive ist. Eine zweite Toilette erhöht den Wert eures Hauses beträchtlich. Aber das negative ist... er macht es wohl selber.

MARCY: Steve, frag ihn doch mal, ob du ihm helfen kannst.

STEVE: Warum soll ich ihm helfen?

MARCY: Weil er nicht fertig wird, wenn du's nicht tust. Und dann kommt er rüber und benutzt unser Klo. So wie letzte Woche.

STEVE: Das war der Tod von unserem Goldfisch.

 

Die Garage der Bundys – Tag

Al hat einen Bretterverschlag für die Toilette gebaut. Steve kommt herein. Al sitzt in einem Stuhl und wischt sich mit Toilettenpapier über das Gesicht.

STEVE: Oh, hallo Al. ich wollt' nur durchgehen und nach Hause...

AL: Nein, nein, nein, nein, gut das du da bist. Ich wollt' dich was fragen, Steve. Was hältst du davon?

STEVE: Es ist ein Traum. Ja, es wird der Augenblick kommen, wo ich auf meinem Klo sitze und mir wünsche, mein Auto zu sehen.

AL: Erkenn' ich da ein kleines grünäugiges Monster, dass sich in deine Stimme geschlichen hat? Du kannst ehrlich sein. Komm, du kannst ehrlich sein. Es ist wunderschön oder nicht?

STEVE: Al, ich sehe, dass nirgendwo 'n Abfluss vorgesehen ist.

AL: Das soll doch 'n Männerklo werden. Und du weißt wie das ist, wenn man ein Klo mit einer Frau teilen muss. In meinem Fall Peggy. Du hast Nylons an der, an der Schnur aufgehängt, du hast Nagellack wo die Zahnpasta hingehört... irgendwo liegt 'ne Flasche Essig herum Ich meine, was tun die damit? Machen die vielleicht 'n Salat? Jedenfalls nicht in meinem Klo. In meinem Medizinkasten habe ich nur Männersachen. Du weißt, Ohrpulver, Magnesiummilch, Zahnstocher, mein Rasierer...

STEVE: Wozu brauchst du 'n Rasierer, wenn du keinen Abfluss hast?

AL: Der ist nicht zum Rasieren, Steve. Für meinen Seelenfrieden. Das da drüben, das ist mein eigener Entwurf. Das ist mein vier Rollen Toilettenpapierspender. Kein Mangel mehr in kritischen Situationen. Wenn die Bombe fällt, ich bin gerüstet.

STEVE: Hör mal zu, Al. Es könnte zu Plünderungen kommen. Du brauchst wahrscheinlich 'n Gewehr, um die Rollen zu beschützen.

AL: Das ist 'ne gute Idee. Ich hatte kürzlich auch 'ne gute Idee. Ich war in vielen Toiletten in letzter Zeit. Zu Forschungszwecken. Ich habe etwas in einer öffentlichen Toilette in der Stadt gesehen, was für mein Klo gut passen würde.

STEVE: 'Ne Tür, die so hoch ist, dass du durchkriechen kannst, ohne zu bezahlen?

AL: Oh, entschuldige bitte, Steve. Weißt du, ich hab' nicht deine Klasse, ich hab' keinen Fisch, der mit dem Bauch nach oben im Klo schwimmt.

STEVE: Dieser Fisch war morgens noch am Leben, Al.

AL: Na jedenfalls war ich in einem Behindertenklo. Und da hab' ich gesehen, dass die so schöne Stangen haben. Na ja und ich brauche auch oft eine Stange, um wieder aufzustehen.

 

Das Haus der Bundys – Tag

Marcy sitzt am Küchentisch. Peg kommt mit einem Teller an den Tisch.

MARCY: Du willst das Hühnchen wirklich nicht?

PEG: Nein, die Kinder hassen Resteverwertung. Ach... bring' es nur nicht in die Nähe einer Uhr. Jedenfalls, Marcy... ich weiß einfach, das meine Lotterienummern kommen werden. Jetzt suche ich 70 Dollar zum Spielen. Also, was sagst du, Marce? Du leihst mir die 70 Dollar und wenn ich gewinne bekommst du sie zurück!

MARCY: Ich will ehrlich zu dir sein, Peggy. Ich habe einer Freundin mal Geld geliehen. Aber diese Person hat es mir nie zurückgegeben. Ich habe nie ein Wort darüber verloren, aber eine tiefe Verstimmung ist geblieben. Und das hat unser Verhältnis sehr belastet, soweit, dass allein der Anblick dieser Person mich krank macht.

PEG: Das ist nicht dein Ernst. Was für ein mieses Niveau. Wer war das?

MARCY: Du warst das, Peggy.

PEG: So... Was hältst du von dem Recht an Al's Organen nach seinem Tod? Klingt gut, hm? Oh nein, das kann ich nicht tun. Die hab' ich schon verpfändet für eine Tankfüllung. Aber weiß du, ich glaube ich hab' die Milz noch übrig.

MARCY: Nein. Aber danke. Wir haben schon soviel Schnick-Schnack herumstehen, es wär' nur noch was zum abstauben. Du Peggy, wenn du das Geld wirklich brauchst. Es werden Aushilfskräfte gesucht, im Supermarkt.

PEG: Das würdest du für mich tun?

MARCY: Hör zu... warum fragst du Al nicht einfach nach dem Geld?

PEG: Das kann ich nicht. Seitdem er dieses blöde Klo baut, versteckt er seinen Geldbeutel immer woanders. Al's Pinkelschüssel zieht wirklich den Lebenssaft aus dieser Familie. Weißt du, das er nur noch dieses Klo im Kopf hat. Jetzt macht er sogar schon Spülgeräusche wenn er schläft. Wa-wusch... Nicht, dass er seine üblichen Geräusche aufgegeben hätte

MARCY: Na wahrscheinlich hab' ich Glück. Steve hält sich nur irgendwo fest und summt.

PEG: Was für ein Schwein... Na ja, aber wenigstens baut er kein Denkmal für seine Notdurft. Ich kann nur sagen, Marcy, Al liebt diese Toilette mehr, als er mich liebt.

MARCY: Ach, Peggy, mach dich nicht lächerlich.

Al kommt aus der Garage und grüßt Peggy nur knapp, umarmt und küsst aber die Toilette.

AL: Hallo, Peg. Daddy liebt dich.

PEG: Was hat diese Toilette, das ich nicht habe?

AL: Einen Job.

 

Das Haus der Bundys – Nacht

Das Haus ist dunkel. Peg und Bud sitzen dick eingepackt auf der Couch und sehen fern.

TV-Sprecher: ... Jackpot gewonnen. Also spielen Sie weiter. Denn der Jackpot von 21 Millionen Dollar könnte Ihnen gehören.

PEG: 21 Millionen und die werden alle mir gehören.

BUD: Du meinst uns, oder nicht Mom?

PEG: ...klar

Peggy lacht. Kelly kommt mit einer Sturmlaterne in der Hand die Treppe herunter.

KELLY: Mach dich nicht lächerlich. Mom, wann schaltet Dad den elektrischen Strom wieder ein? Ich will 'n paar Platten spielen.

BUD: Ach, hör auf, Kel. Du brauchst keine Platten, den Text kennst du doch. Sing einfach: „Oh Satan, ja Satan... Satan ich bin deine Brut.“

KELLY: Iss Dads Socken!

BUD: Riech an seinen Schuhen.

PEG: Also Kinder wir sind hier alle mit den Nerven fertig. Ich glaube die Dunkelheit und Kälte wirkt auf uns.

KELLY: Oh, ernsthaft. Ist das unser Leben?

PEG: Na ja, du bist alt genug, um die Wahrheit zu erfahren. Ja, das ist es.

Das Licht geht wieder an.

PEG: Okay Kinder. Jacken aus, Daddy macht 'ne Pause.

Al kommt aus der Garage.

AL: Also ich hab' die schönste Zeit meines Lebens. Bud... hallo Kelly... Spatzi. Ich hab' 'ne Idee. Wie wär's wenn ich die Kamera hole und jeder posiert für ein Foto mit dem Klo?

KELLY: Oh... kann ich den Kopf reinstecken, bitte!?

AL: Du hast dich mit dieser Klugscheißerei gerade aus einem Foto intrigiert. Wer fängt an?

PEG: Al, wir leben hier wie die Affen. Kannst du bitte dieses Klo fertigmachen?!

AL: Peg, ich werde jetzt hier aufgehalten. Ich wär' längst fertig, aber irgendwas passiert mit meinem Werkzeug. Bud, hast du meine verstellbaren Schraubenschlüssel?

BUD: Ja, Dad. Jetzt hast du mich. Ich hatte doch diese wilde Party... und habe Mädchen hier gehabt... und wir haben das Licht ganz schummrig gedreht und wir... haben 'n Abfluß gebaut...

AL: Kelly?

KELLY: Ach, hör auf, Dad. Sieh dich doch um. Wenn ich was klauen würde, dann ganz sicher nicht aus diesem Haus.

AL: Dann waren es die Nachbarn. Die Leute denken, wenn man eine Ferguson hat, hat man auch Geld.

PEG: Ja. So wie die Leute auch denken, wenn man einen Mann hat, hat man Sex.

AL: Sag was du willst, Peg. Du bringst mich nicht runter. Ich habe durch diese wundervolle Kloschüssel ein natürliches Hoch. Hört mir zu, Kinder, ich arbeite weiter. Wenn ich nur dahinterkommen würde was mit meinem Werkzeug ist und meinen Kupferrohren und meinen Handtüchern und meinem Leben und meiner Potenz...

Al geht wieder in die Garage. Das Licht geht aus. Peg und die Kinder singen.

Alle: Flintstones, Flintstones, wir sind die Flintstones....

 

Die Garage der Bundys – Nacht

Peg schleicht sich – im Nachthemd – in die Garage und nimmt eineige Kacheln. Al kommt mit einer Bohrmaschine unter einer Plane hervor.

AL: Lass die Kachel fallen! Du, Peg?

PEG: Oh, Al, es tut mir Leid. Aber du versteckst immer deinen Geldbeutel und ich war gezwungen es zu verkaufen um in der Lotterie zu spielen. Al... weißt du... wenn du sterben würdest, würde ich Stütze bekommen. Aber wenn du lebst, hab' ich gar nichts! Ich muss das tun. Verstehst du das nicht? Weißt du, du willst dir dieses Klo bauen und diese Lotterie ist irgendwie mein Klo. Wir haben beide einen Traum. Deiner ist nur menschlicher.

AL: Na gut, Peg, wenn du meinst das ein Gewinn in der Lotterie wichtiger ist, als unsere Ehe... dann mach nur so weiter. Habe ich vergessen zu erwähnen, das du es nicht bis zur Tür schaffst? Komm jetzt. Setz dich hierher. Peg... Schatz, wir brauchen die Lotterie nicht, wir haben einander.

PEG: Ich will die Lotterie.

AL: Peg, ich bitte dich doch nur gar nichts zu tun. Niemand kann das besser als du. Tu einfach so, als hätten die Kinder Hunger und ich die Grippe.

PEG: Du meinst, ich sitz' auf der Couch und tu als wärst du nicht da.

AL: Ja.

PEG: Wie als du deinen Fuß gebrochen hattest?

AL: Ja. Nur für eine Woche, Peg. Könntest du das für mich tun. Bitte?!

PEG: Och, du bist so niedlich, wenn du bettelst. Also gut, Al.

AL: Ach Peg, da wär' noch eine Sache. Wenn du schon klauen musst für die Lotterie. Tu's eine Woche lang bei den Kindern.

PEG: Okay...

AL: Oh, Peg. Mir is' was Komisches passiert. Ich war neulich an der Tankstelle und ich hab... ich hab mir die Augen gerieben. Und ein Mechaniker kam zu mir und sagte: "Tun Sie das nicht, die gehören mir." Was hat der wohl gemeint?

PEG: Ach, du weißt doch wie diese Ausländer sind, Schatz. Die denken doch, es gehört Ihnen alles.

Das Haus der Bundys – Tag

Peg und Kelly sitzen auf der Couch und sehen fern.

Sprecher: Wir gratulieren unsrem Gewinner von 60 Millionen Dollar, Mr. Soo Lum Park. nicht schlecht für jemanden, der erst seit zwei Wochen im Land ist, was Soo?

BUD: Hat jemand mein Skateboard genommen?

PEG: Ach, lass mich in Ruhe.

KELLY: Na ja, wenigstens ist Daddy mit dem Klo fertig. Weißt du, das Wohnzimmer wirkt gleich um soviel größer ohne die Ferguson.

PEG: Ja. Das muss ein großer Augenblick sein für euren Vater. Er sitzt immer noch auf seiner Ferguson, während wir hier sprechen. Das muss lustig für ihn sein. Er ist seit über einer Stunde da drin.

Al kommt aus der Garage.

PEG: Wie war es, Al?

AL: Ich weiß nicht, Peg. Ich hab' Verstopfung. Das ist der schlimmste Tag meines Lebens. Ob Dad das wohl auch passiert ist?

PEG: Soll ich dir 'n halbgares Hühnchen machen, Schätzchen?

AL: Nein, aber trotzdem danke, Peg. Es braucht was viel stärkeres als rohes Hühnerfleisch um mich soweit zu kriegen.

Sprecher: Bleiben Sie bitte auf disem Sender für eine Reihe von aufregenden Serien. Schwarzwaldklinik, Das Traumschiff, und die mit recht so beliebte Insel der Träume.

Al geht mit der Zeitung unter dem Arm auf die Toilette. Man hört die Klospülung und sieht den Brunnen aus dem Vorspann, dem das Wasser ausgeht.

 

AL: Ah, das ist eine männliche Spülung.