Transkript der Folge „Die Überraschungsparty“ [#1.02] aus der Serie „Die wilden Siebziger!”

Transkript der Folge Die Überraschungsparty [#1.02] aus der Serie Die wilden Siebziger!”

Letzte Änderung: 24/12/2014     

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der DVD-Version dieser Folge!
Länge der Folge auf DVD: 21:35 Minuten

 

Originaltitel: Eric's Birthday 
Ausstrahlung: 30.08.1998
Deutscher Titel: Die Überraschungsparty

Ausstrahlung: 22.01.2000

 

Buch: Bonnie Turner, Terry Turner
Regie: David Trainer

 

Darsteller

Topher Grace (Eric Forman)                    

Mila Kunis (Jackie Beulah Burkhardt)        

Ashton Kutcher (Michael Kelso)                 

Danny Masterson (Stephen Hyde)                   

Laura Prepon (Donna Pinciotti)                

Wilmer Valderrama (Fes (Foreign Exchange Student) )

Debra Jo Rupp (Kitty Forman)                   

Kurtwood Smith (Red Forman)                     

Tanya Roberts (Midge Pinciotti)               

Don Stark (Bob Pinciotti)           

Lisa Robin Kelly (Laurie Forman)           

 

Inhaltsangabe
Erics Mutter Kitty will zu Erics Geburtstag eine Überraschungsparty schmeißen. Eric hat aber auf eine spießige Fete im Stile seiner Eltern gar keine Lust. Trotzdem findet das Fest statt - und Eric hat ganz gegen seinen Willen sogar Spaß auf der Party... [Text: RTL]


 

Akt 1

 

Szene 1 – Im Keller

Eric und seine Freunde sitzen vor dem Fernseher.

 

Hyde:         Stört es zufällig  noch jemanden, dass diese Frauen in Tittfield wohnen?

 

Eric:           Genau genommen liegt Petticoat Junction,  unterhalb von Tittfield. [1]

 

Hyde:         Ok, stört es zufällig noch jemanden, dass sie unterhalb von Tittfield wohnen?

 

Donna:      Mich stört, dass sie im Wasserreservoir ihrer Stadt baden.

 

Kelso:        Mit einem Hund.

 

Jackie:       Aber das  ist kein Trinkwasser, das ist das Wasser für die Eisenbahn.

 

Donna:      Es sind trotzdem drei nackte Frauen und ein Hund.

 

Fez:            Ich möchte der Hund von Tittfield sein.

 

Kitty kommt mit einem Wäschekorb in der Hand die Treppe herunter.

 

Kitty:         Huhu, ich komme runter! Beachtet mich gar nicht.  Ich will nur ein bisschen Wäsche waschen. Eric, Schatz, ich dachte, du ziehst das an deinem Geburtstag an. [hält ein kariertes Hemd hoch] Du siehst so hübsch darin aus.

 

Eric:           Warum sollte ich an meinem Geburtstag hübsch aussehen?

 

Kelso:        Du hast Geburtstag?

 

Kitty:         Oh,  man weiß nie, was einem am Geburtstag alles passieren kann.

 

Eric:           Mom! Bitte schmeiß keine Party für mich.

 

Kitty:         Na hört euch mal unseren kleinen Playboy an. Als ob ich Zeit hätte, für dich 'ne Party zu schmeißen. Ach übrigens, deine Schwester Laurie kommt übers Wochenende in die Stadt, um uns zu besuchen. Aus keinem besonderen Grund, einfach nur so. [geht]

 

Donna:      [zu Eric] Tja, du kriegst 'ne Party, und das Beste daran ist: Es wird 'ne Überraschung!

 

Kelso:        Mir ist gerade eingefallen, dass Donna älter ist als du.

 

Donna:      Bloß einen Monat.

 

Fez:            Schön für dich, Eric.

 

Eric:           Was ist schön für mich?

 

Fez:            In meinem Land ist es ein Zeichen für großes Glück, wenn man eine ältere Frau liebt.

 

Eric:           [mit Blick auf Donna; mahnend zu Fez] Fez! Fez!

 

Fez:            Nein, es gibt Kamele dazu.

 

 

 

VORSPANN

 

 

 

Szene 2 – Das Haus der Formans

Am Morgen. Das Radio spielt Musik.  Red sitzt am Küchentisch und liest die Zeitung. Kitty kommt mit der Saftkanne zum Tisch herübergetanzt. Eric kommt aus dem Wohnzimmer herein.

 

Eric:           Morgen.

 

Red:           Morgen.

Eric will sich etwas aus dem Kühlschrank nehmen, Kitty kommt herbeigelaufen und schlägt ihm die Tür vor der Nase zu.

 

Kitty:         Nein! Ich mach das. [gibt ihm die Milchflasche; Eric will einen Schrank öffnen] Nein! Ich mach das.

 

Eric:           Habe ich da drin gerade sieben Tüten Kartoffelchips gesehen?

 

Kitty:         Die waren im Angebot.

 

Eric:           Bitte schmeiß keine Party für mich.

 

Kitty:         Ich schmeiß keine Party für dich.

 

Red:           Erspar ihm das.

 

Kitty:         Ich mach nichts.

 

Red:           Er ist zu alt für 'ne Überraschungsparty.

 

Kitty:         Ich bin ganz deiner Meinung.

 

Red:           Dann brüll nicht so.

 

Kitty:         Ich brülle nicht.

 

Eric:           Hört mal, ich weiß, das Geld wird knapp. Deshalb will ich nicht so groß feiern.

 

Red:           Ich entscheide, wann das Geld knapp wird. Also, was sollen wir dir schenken? Geld spielt keine Rolle, wenn es was Sinnvolles ist.

 

Eric:           Ok, ich möchte einen Kassettenrekorder fürs Auto. Für Kassetten, nicht für 8-Spur-Bänder. Kein 8-Spur-Gerät, ok?

 

Kitty:         Also mir will nicht in den Kopf, wieso man in die Autos nicht gleich Plattenspieler einbaut.

 

Eric:           Die Hauptsache ist: Ich will kein altmodisches 8-Spur-Gerät.

 

Red:           Dann wirst du keins bekommen.

 

Kitty:         Aber Hasi, er wünscht sich eins.

 

Eric:           Nein, ich möchte einen Kassettenrekorder, kein 8-Spur-Gerät.

 

Red:           Du kriegst ein Delco. Ein gutes amerikanisches Gerät, für einen guten amerikanischen Wagen.

 

Eric:           Es muss kein Delco sein, es ist nur für Musik.

 

Red:           Ach, paß mal auf Junge, da haben wir schon den ersten Fehler. Man muss immer darauf achten, dass alles zusammenpasst. Du kaufst für den Wagen doch kein Billigbenzin, oder?

 

Eric:           Nein, Sir. Ich fahr dann mal los.

 

Kitty:         Gut. Ich möchte, dass du mir was im Supermarkt kaufst und zwar eine große Packung Kuvertüre und 15 Beutel Schokodrops. Vollmilch, nicht Zartbitter. [Eric sieht seine Mutter verdattert an] Die sind für deine Schwester. [Eric geht; zu Red] Oh, das war knapp.

 

 

Szene 3 – Das Haus der Formans

Auf dem Hof. Die Jungs spielen Basketball, Jackie und Donna sehen dabei zu.

 

Jackie:       Also?

 

Donna:      Was ist?

 

Jackie:       Was schenkst du Eric zum Geburtstag?

 

Donna:      Keine Ahnung. Mir fällt nichts Passendes ein. Ich möchte ihm etwas Besonderes schenken.

 

Jackie:       [begreift plötzlich] Er hat dich geküsst.

 

Donna:      Pst!

 

Jackie:       Steig in den Wagen. Los, wir haben was zu bereden. [Beide setzen sich in den Wagen] Ok, was ist passiert?

 

Donna:      Jackie, ich werde nicht mit dir darüber reden.

 

Jackie:       Mit wem willst du denn sonst darüber reden?

 

Beide schauen zu Jungen hinüber, die gerade Geräusche mit ihren Achselhöhlen machen.

 

Donna:      Na schön. Wir kamen von dem Rundgren Konzert, und ich hab auf dem Wagen gesessen und Eric 'n Kuss gegeben.

 

Jackie:       Mit oder ohne Zunge?

 

Donna:      Ich find's unglaublich, dass ich mit dir darüber rede.

 

Die Jungen haben Fez am Hosenbund gepackt und tragen ihn vorbei.

 

Fez:            Nicht, Leute.

 

Donna:      Ok. Also, hör zu. Ich kenne Eric schon seit meiner frühesten Kindheit und ich kann mit ihm über alles reden. Wir mögen die gleiche Musik, wir mögen Baseball… und dann hab' ich ihn geküsst und dann hat sich alles verändert. Ich weiß nicht, ob er mein Freund ist oder mein Kumpel? Wenn er mein Freund ist, verlier' ich ihn als Kumpel und wenn ich Mist bau' verlier' ich ihn als Freund und als Kumpel. Und jetzt muss ich ihm was schenken, und ich hab keine Ahnung

 

Jackie:       Donna! Donna! Ich hab die Lösung. Schenk ihm eine Duftkerze.

 

Donna:      Eine Duftkerze?

 

Jackie:       So was ist praktisch und romantisch. Oh, yeah!

 

 

Szene 4 – Das Haus der Formans

Im Keller. Laurie, Erics Schwester, steht nur mit einem langen T-Shirt bekleidet vor der Waschmaschine und sortiert ihre Wäsche. Die Jungen kommen von draußen herein.

 

Fez:            Ich war im Ballbesitz. Ich hab gewonnen.

 

Kelso:        Nein, du hast nicht gewonnen.

 

Fez:            Doch, ich war im Ballbesitz. [sieht Laurie, die gerade Wäsche in die Maschine steckt] Mein lieber Schwan.

 

Kelso:        Hallo, Laurie.

 

Laurie:      Hallo, Kelso. [zu Hyde] Hi.

 

Fez:            [fasziniert] Wer ist die Göttin?

 

Kelso:        Die Göttin ist Erics Schwester.

 

Hyde:         Sie ist keine Göttin, sondern eher so was wie ein irdisches Flittchen, wenn ihr mich fragt.

 

Eric:           Laurie.

 

Laurie:      Eric.

 

Eric:           Willst du dir nicht lieber was anziehen?

 

Laurie:      Wieso?

 

Eric:           Ist dir das nicht peinlich?

 

Laurie:      Nein. Ich hab Lust drauf.

 

Eric:           Und musst du unbedingt hier rumstehen?

 

Laurie:      Ich warte darauf, dass der Trockner meine Jeans fertig hat. Und ich will dich hier nach Möglichkeit nicht mehr sehen, wenn ich meine Sachen wasche.

 

Eric:           Ich fürchte, Kelso hält nicht mehr so lange durch.

 

Laurie:      Sein Pech. Übrigens, wer glaubt, ich bin darunter nackt, irrt sich. Ich trage Unterwäsche, seht ihr. [hebt ihr Shirt kurz an] Wenn wir am Strand wären, würdet ihr mich gar nicht bemerken.

 

Hyde:         Wenn wir am Strand wären, wäre Kelso schon längst im Wasser.

 

Laurie:      [zu Eric] Wie ich höre, besitzt du jetzt ein Auto? Kann ich's mir von dir ausleihen, ich brauche es?

 

Eric:           Gut, aber dann musst du mir 'n Gefallen tun.

 

Laurie:      Dir? Nein, vergiss es.

 

Eric:           Bitte, Laurie. Du musst Mom nur sagen, dass ich zu alt für Überraschungspartys bin.

 

Laurie:      Aber du bist das Baby, und Mama liebt ihr Baby.

 

Eric:           Wenn du's machst, leih ich dir auch meinen Wagen.

 

Laurie:      Die ganze Nacht!

 

Eric:           Die ganze Nacht? Na gut.

 

Laurie:      Nimm mich nicht auf den Arm, Baby. [kneift ihn liebevoll in die Wange; geht]

 

Kelso:        Ja! Deine Schwester will mich! Du hast gemerkt, dass sie mit mir geflirtet hat, oder?

 

Hyde:         [zu Fez, der sich einmischen will] Nicht eingreifen.

 

Kelso:        Das war doch klar. Ich hab gesagt: „Hallo, Laurie.“ Und sie hat gesagt: [ein Zusammenschnitt von Lauries Worten folgt] „Hallo, Kelso, ich warte und ich will dich, Baby. Nimm mich jetzt. Ich brauche es von dir. Ich brauche es die ganze Nacht. Und Mama liebt ihr Baby. Ich bin darunter nackt. Und ich hab Lust auf dich, Kelso.“ [zu den anderen] Was ist? Ihr habt's nicht bemerkt?

 

 

Szene 5 – Das Haus der Formans

Abend. Im Esszimmer. Familie Forman sitzt beim Abendessen. Draußen maunzen einige Katzen. Red beugt sich aus dem Fenster und schreit die Katzen an.

 

Red:           Verlasst mein Grundstück! [setzt sich wieder an den Tisch; zu Laurie] Also, wie geht's deiner Freundin, Janis?

 

Laurie:      Schwanger.

 

Kitty:         Ach, Janis war so ein nettes Mädchen. Wie konnte das nur passieren?

 

Eric:           Tja, weißt du: Zuerst wandert das Ei durch den Eileiter in den Uterus, wo es sich dann einnistet.

 

Red:           Eric, um Himmels willen. Diese Sprache ist doch nichts für Frauen.

 

Laurie:      Ist schon in Ordnung. Ich weiß sehr gut, was ’n Eileiter ist, und ich glaube, Mom auch.

 

Kitty:         [zu Eric] Na ja, es gefällt mir nur nicht, dass mein kleiner Liebling solche Worte in den Mund nimmt. Du bist doch immer noch mein Baby. [tupft ihm den Mund ab]

 

Eric:           Danke, Mom. Laurie?

 

Red:           Hör auf, deine Schwester anzustarren und iss deine Karotten.

 

Laurie:      Ach ja, Eric hat mich gebeten, euch zu sagen, er wär' schon zu alt für 'ne Party. Schlüssel!

 

Kitty:         Es gibt keine Party, Laurie. Plappermaul.

 

Eric:           Laurie, mir ist gerade eingefallen, dass ich dir den Wagen nicht leihen kann, weil ich dich hasse.

 

Red:           Laurie, du kannst nicht mit dem Kombi rumfahren. Er ist alt und unberechenbar. Wenn er kaputtgeht, bist du auf die Hilfe von irgendwelchen Verrückten angewiesen.  Bei Eric ist das nicht schlimm, aber du fährst mit dem Toyota. Ach, und das ist für dich. [gibt ihr Geld]

 

Red:           Reicht das für Benzin?

 

Kitty:         Oh, ich glaube… Hasi, gib ihr noch 'nen 10er, für alle Fälle.

 

Eric:           Ich könnte auch Benzingeld brauchen.

 

Red:           Ja, und wenn Frösche Flügel hätten, würde man sie nicht so oft platt fahren. [2]

 

SCHNITT: Nacht

Das Haus der Formans liegt im Dunkel. Es klingelt an der Haustür, Eric kommt im Schlafanzug die Treppe heruntergelaufen.

 

Eric:           Ich komme schon, ich komme! [öffnet die Tür; es ist Donna im Nachthemd!] Donna! Donna, es ist 3 Uhr nachts, bist du verrückt?

 

Donna:      Verrückt? Ich bin verrückt vor Liebe zu dir. Was ist es nur an dir, was mich mit brennender Leidenschaft erfüllt?

 

Eric:           Tja, ich bin jetzt 17.

 

Donna:      Halt den Mund und setz dich. Ich muss dir jetzt dein Geburtstagsgeschenk geben. Ich kann damit nicht länger warten. Mach die Augen zu. [zieht ihr Nachthemd aus und gibt es ihm]

 

Eric:           Das ist mein Geburtstagsgeschenk?

 

Donna:      Nein, das ist mein Nachthemd. Ich bin dein Geschenk. Mach die Augen auf, Geburtstagskind.

 

SCHNITT: Eric liegt in seinem Bett und erwacht schreiend aus seinem Traum, als seine Familie „Überraschung!“ brüllt. Kitty hält Eric ein Tablett mit zwei Spiegeleiern und Toast entgegen.

 

Kitty:         Ein Geburtstagsfrühstück, und damit hat es sich, junger Mann. Du kriegst noch ein paar Geschenke und finito. Übrigens ist es viel zu spät, dir die Sache mit der Party nochmal zu überlegen, also glaub ja nicht, dass du eine bekommst, sonst wirst du ganz furchtbar enttäuscht sein. [geht]

 

Red:           Happy Birthday. Übrigens: Der Rasen mäht sich nicht von selbst. [geht]

 

Eric:           Danke, Mom, Dad.

 

Laurie:      Hi, Brüderchen. Schicke Frisur. Aber - [geht]

 

 

 

Akt 2

 

Szene 6 – Das Haus der Formans

Im Keller. Die Freunde sitzen hübsch angezogen im Keller. Alle schweigen sich an.

 

Eric:           Hört zu, ich weiß, warum ihr hier seid.

 

Kelso:        Wie meinst du das, Eric? Wir besuchen dich nur, wie immer. Wir sind zwar schick angezogen, aber das bedeutet nichts.

 

Kitty:         [kommt die Treppe herunter] Hallo, Kinder. Ihr müsst mir bei etwas zur Hand gehen. Jackie, Donna, Michael, Steven, junger Mann mit dem Akzent, helft mir bitte. Du nicht, Eric.

 

Die Freunde verschwinden nach oben, wo kurz darauf ein großes Möbel- und Stühlerücken zu hören ist. Eric bleibt allein im Keller zurück.

 

Eric:           Ich halte das nicht aus. [will zur Hintertür hinaus, doch da steht Red Wache] Dad!

 

Red:           Nein.

 

Eric:           Aber ich –

 

Red:           Nein, du bleibst.

 

Kitty:         [auf dem Treppenabsatz] Eric? Eric, Schatz! Kommst du mal bitte kurz rauf? [zu den anderen] Seid ruhig, er kommt.

 

SCHNITT: Im Wohnzimmer.

Eric packt seine Geschenke aus, auf dem Kopf trägt er eine goldene Krone aus Staniol, die Freunde und seine Familie stehen um ihn herum und brüllen „Überraschung!“

 

Eric:           [lahm] Wow! Ich meine: Hurra!

 

Kitty:         Das ist ein echtes 8-Spur-Gerät.

 

Eric:           Das sehe ich.

 

Red:           Genau, was du haben wolltest.

 

Kitty:         Du hast so viel Wind darum gemacht, deshalb hab ich es aufgeschrieben.

 

SCHNITT: Eric packt das nächste Geschenk aus.

 

Eric:           Kassetten. Stark. Danke, Hyde.

 

Hyde:         Gern geschehen.

 

Kitty:         Oh, die können wir mit dem 8-Spur-Gerät abspielen.

 

SCHNITT: Eric packt das nächste Geschenk aus.

 

Eric:           Hey, ein Rasierschaumspender.

 

Kitty:         Oh, den wird er noch viele Jahre lang nicht brauchen. Viele, viele Jahre.

 

Midge:       Klar wird er ihn brauchen. Er ist schon fast ein Mann.

 

Donna:      Ich hab was für dich.

 

Jackie:       Nein! Donna, hilf mir, meine Handtasche suchen. Sofort!

 

SCHNITT: In der Küche.

Jackie und Donna kommen herein.

 

Donna:      Jackie, du hast gar keine Handtasche dabei.

 

Jackie:       Ach, nein. Du kannst ihm dein Geschenk doch nicht vor seinen Kumpels geben.

 

Donna:      Ich bin einer von seinen Kumpels.

 

Jackie:       Hör zu, Donna. Ich hab über dieses Geschenk sehr intensiv nachgedacht. Bitte, mach mir nicht alles kaputt.

 

Donna:      [sarkastisch] Es tut mir leid. Ich war wohl ziemlich egoistisch.

 

Jackie:       Ich verzeihe dir.

 

SCHNITT: Im Wohnzimmer.

Die Party ist in vollem Gange.

 

Red:           Komm, Kitty. Es wird Zeit, dass wir verschwinden.

 

Kitty:         Was? Hasi, die Party fängt doch erst an.

 

Red:           Ich weiß, deshalb gehen wir jetzt zu Bob.

 

Kitty:         Aber ich wollte Eric 'ne Party schenken.

 

Red:           Und das hast du getan. Wenn ihr Mist baut, gibt's Hausarrest.

 

Bob:           Macht's gut, ihr Früchtchen.

 

Kitty:         Was ist, wenn ihnen der Ketchup ausgeht oder sowas?

 

Red:           Wir gehen.

 

Kitty:         Gut. In der Küche sind noch mehr Brötchen, und wir haben auch noch süßsaure Gurken, falls ihr keinen Dill mögt.

 

Red zieht Kitty zur Tür hinaus, endlich sind die Jugendlichen allein.

 

Laurie:      Ok, ich würde gern noch bleiben, aber ich muss los.

 

Eric:           Kaufst du uns Bier, es springt was für dich raus?

 

Laurie:      Glaubt ihr wirklich, durch Bier wird eure kleine Party besser?

 

Alle:           Ja!

 

Laurie:      Ich gebe zu, das würde euch Babys einen Hauch vom Erwachsenendasein vermitteln, aber der wär bloß künstlich und deshalb wäre es ein Fehler.

 

Eric:           Dann machst du es nicht?

 

Laurie:      Natürlich nicht. Ich fahre jetzt zu einer Party mit meinen erwachsenen Freunden. Und 'nem Fass. Bye.

 

Kelso:        Hey, Laurie, wo ist die Party? Vielleicht schauen wir da später mal rein.

 

Laurie:      Davon kannst du nur träumen, du Idiot! [geht]

 

Kelso:        Ok, aber das habt ihr doch mitgekriegt.

 

SCHNITT: Im Haus der Pinciottis

In der Küche. Bob, Midge, Red und Kitty sitzen am Tisch und spielen ein Würfelspiel.

 

Bob:           Drei Vieren. Die hab ich gebraucht.

 

Midge:       Bob ist unheimlich gut im Würfeln.  

 

Kitty:         Und die Hausbar?

 

Red:           Abgeschlossen.

 

Kitty:         Was ist, wenn was passiert?

 

Red:           Dann rufen sie an.

 

Kitty:         Und wenn ihnen die Chips ausgehen?

 

Red:           Dann werden sie verhungern.

 

Bob:           Ich mach mir erst mal einen schönen Tom Collins. Red?

 

Red:           Nein. Kitty braucht einen.

 

Kitty:         Ich mach mir ja solche Sorgen. [steht auf und sieht zur Tür hinaus] Mein Gott, Laurie fährt weg.

 

Red:           Schatz, sie geht aufs College. Was soll sie auf dem Kindergeburtstag?

 

Kitty:         Vielleicht sollte ich mal drüben anrufen. Nur für den Fall, dass-

 

Red stürzt zum Telefon und reißt den Hörer an sich.

 

Red:           Kitty, was könnte passieren?

 

Kitty:         Was passieren könnte? Entschuldige, es könnte eine Menge passieren. Oh, eine Menge!

 

SCHNITT: Kittys Fantasie

Kitty malt sich die Party in den schlimmsten Farben aus. Die Kinder sind zu sehen, Kitty spricht aus dem off.

 

Kitty:         [Donna] Endlich sind die doofen Erwachsenen weg. Jetzt können wir auf den Putz hauen, bis es kracht. [Jackie] Wir gehen Eric 'ne Geschlechtskrankheit anhängen. [Kelso] Hey, seht mal, Untersetzer. Weg mit den Dingern. [Eric, der gefesselt an einen Sessel dasitzt] Bitte, Freunde, meine Mom hat die Untersetzer nicht umsonst dahin gelegt. [Hyde] Ich glaube, ich werde mein Getränk jetzt direkt auf die Möbel stellen. Dann bleibt da nämlich ein feuchter Ring. [Eric] Nein! Warum hab ich meine Mutter nicht gebeten, auf uns aufzupassen? [Fez] Sei ruhig, du dummer Amerikaner. Ich benutze das Telefon deiner Eltern für sündhaft teures Ferngespräch. [Eric] Aber das ist unmoralisch. [Fez] Ha, in meinem Heimatland, wenn ich bloß wüsste, wie es heißt, ich vergesse das immer, ist die Moral dazu da, um sie aus den Angeln zu heben. Aber vorher esse ich erst mal ein paar Chips. Was? Keine Chips mehr? Jetzt bin ich furchtbar böse. Ich muss irgendwas erschießen. [Eric] Nicht die Porzellanfigur meiner Mutter!  [Fez schießt] Wieso?

 

SCHNITT: Die Küche der Pinciottis.

Red beruhigt Kitty.

 

Red:           Du übertreibst mal wieder.

 

Midge:       Kitty, als Valerie eingeschult wurde, habe ich mich genauso gefühlt aber dieser kleine Gedichtband hat mir geholfen. Er heißt: „Verse aus einem leeren Nest“.

 

Bob:           Lies doch mal das mit dem einsamen, kleinen Vogel vor.

 

Midge:       „Das Lied des kleinen Vogels ist verklungen. Er ist allein, fort sind die Jungen.“

 

Bob:           [ergriffen] Oh Gott.

 

Kitty:         Stimmt, das ist wirklich schön. Ich brauche noch einen. [reicht Red ihr leeres Glas]

 

Red:           Aber du trinkst sonst immer nur einen.

 

Kitty:         Na und, heute trink ich mal zwei.

 

SCHNITT: Die Küche der Formans.

Jackie redet immer noch auf Donna ein.

 

Jackie:       Du gehst auf die Veranda, und ich hol Eric.

 

Donna:      Da ist es stockfinster.

 

Jackie:       Aber du schenkst ihm eine Kerze. Alles klar? Hier, Streichhölzer.

 

Donna:      Vielleicht zündet er sie nicht an.

 

Jackie:       So was darfst du nicht sagen, nicht mal denken. Also, wenn er sie auspackt, wird er sagen: „Stark“, oder so was Ähnliches. Und dann musst du ihn ansehen. Etwa so. [legt den Kopf schief und zwinkert Donna zu]

 

SCHNITT: Im Wohnzimmer.

 

Fez:            Was hast du von Donna bekommen?

 

Eric:           Bis jetzt noch gar nichts.

 

Kelso:        Oh, vielleicht kriegst du das Supergeschenk. Du weißt schon, das echte Supergeschenk. Ihr wisst doch, was ich meine, wenn ich sage „das Supergeschenk“, oder?

 

Hyde:         Ja, wir haben es verstanden, voll verstanden.

 

Fez:            Ich bin aus der Fremde, aber sogar ich weiß es.

 

Jackie:       [kommt aus der Küche herein] Ach, Eric, Donna ist auf der Veranda.

 

Kelso:        Jetzt kriegt er das Supergeschenk.

 

SCHNITT: Auf der Veranda.

Eric packt Donnas Geschenk aus.

 

Eric:           Oh, eine Duftkerze. Das find ich stark.

 

Donna:      Ach, das ist doch gar nichts. [versucht Eric so anzublicken, wie Jackie es ihr vorgemacht hat]

 

Eric:           Geht's dir gut?

 

Donna:      Oh, mir geht's bestens, ja.

 

Eric:           Du hast so ausgesehen, als wärst du krank, oder so was.

 

Donna:      Nein, ich benehme mich nur völlig bescheuert.

 

Eric:           Hey, das ist mein Job.

 

Donna:      Ich bin mit dem Geschenk nicht zufrieden.

 

Eric:           Wieso nicht? Die Kerze ist einsame Spitze. Hätte ich Streichhölzer, würde ich sie anzünden.

 

Donna:      Oh, hier.

 

Eric:           Du hast an alles gedacht.

 

Donna:      Tja, alles Gute zum Geburtstag.

 

Beide stehen verlegen nebeneinander und sehen sich nicht an. Als sie sich endlich näher kommen ist ein lautes Krachen zu hören und sie rücken schnell wieder voneinander ab. Red führt eine betrunkene Kitty nach Hause.

 

Kitty:         Oh! Oh, Eric! Was für ein fabelhafter Einfall. Oh, wir sind nie auf die Idee gekommen, 'ne Kerze mit rauszunehmen.  Mein Gott, ist das romantisch.

 

Red:           Los, Kitty, komm rein. Hier draußen gibt es nichts zu sehen.

 

Eric:           Danke, Dad.

                 

Kitty:         [von drinnen; zu Red] Hasi, wir haben doch Kerzen im Schlafzimmer, oder?

 

 

ABSPANN

 

Donna und Eric sitzen auf der Veranda und sehen sich an. Aus der Küche sehen die Freunde zu und kommentieren alles was sie sehen.

 

Jackie:       Es ist so weit. Er geht ran.

 

Kelso:        Er hat Geburtstag. Sie muss ihn zuerst küssen.

 

Jackie:       Das hat sie neulich schon gemacht.

 

Alle:           Was?

 

Jackie:       Vergesst es. Haltet den Mund und seht zu.

 

Hyde:         Na, mach schon, Forman, geh ran.

 

Eric:           Die Tür ist offen. Wir können euch hören. Wir können euch sogar sehen.

 

Die Freunde gehen schnell  in Deckung.

 

Fez:            Küsst er sie?

 

Hyde:         Keiner von uns kann was sehen, Fez.

 

Fez:            Eric, küsst du sie?

 

 

 

 

=== ENDE ===

 

[1] Die Freunde schauen sich die Serie „Petticoat Junction“ an, die von 1963-1970 im US-Fernsehen ausgestrahlt wurde. Im Vorspann der Comedyserie baden drei Frauen mit einem Hund im Wasserreservoir der Stadt. Im Original heißt „Tittfield“ allerdings „Hooterville“

[2] Original: „Yeah... and if a frog had wings, it wouldn't bump its ass when it hops.“