Futurama: Transkript der Folge "Das Kochduell" [#4.11]

Transkript der Folge "Das Kochduell" [#4.11]

Deutsches Transkript erstellt von MG

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

Originaltitel: 30% Iron Chef
Ausstrahlung: 25.01.2003
Deutscher Titel: Das Kochduell
Ausstrahlung: 14.04.2002
Buch:
Regie:

Darsteller

Fry: Dirk Meyer
Leela: Marion Sawatzki
Bender: Hans-Rainer Müller
Prof. Farnsworth: Thomas Reiner 
Off-Sprecher: Butz Combrinck

 

Gastdarsteller

Inhaltsangabe
Benders große Leidenschaft ist das Kochen - auch wenn alle anderen aus der Crew seine Gerichte für schlichtweg ungenießbar halten. Als der Roboter den ehemaligen Meisterkoch Spargel kennen lernt, sieht er seine Chance gekommen, einiges in der Kunst der Speisenzubereitung dazuzulernen. Dummerweise stirbt Spargel noch vor dem Unterricht - wie sollte es auch anders sein - an einem von Benders Gerichten. In den letzten Atemzügen bittet der Koch Bender um einen großen Gefallen ... [Text: ProSieben]

 


 

Planet Express. In der Küche

Bender sieht sich die Sendung „Guten Morgen Erde" an.

 

Eine Grafik mit dem Logo der Sendung erscheint dann erfolgt ein Umschnitt auf die Moderatoren - Morbo und Linda - im Studio.

 

Morbo: [im TV] Guten Morgen, Erde. Da sind wir wieder. Unser nächster Gast hat der Welt seit über 20 Jahren das Kochen beigebracht, aber offensichtlich hat meine Frau nicht zugehört.

 

Linda lacht.

 

Linda: [im TV] Ohhaha, echt komisch!

 

Morbo: [schreit; im TV] Ich werde sie vernichten! [normaler Tonfall] Und nun bitte ich um einen freundlichen Begrüßungsapplaus für Meisterkoch Elzar! [Applaus ist zu hören und Morbo geht in die Studioküche, wo Elzar bereits wartet] Also Elzar, was wirst du für Morbo kochen, was er dann mit seinen mächtigen Kiefern verschlingt?

Elzar: [im TV] Morbo, ich werde dir sofort ein nettes, namenloses Horrorgericht aus der Fremde zubereiten – mit Mango Chutney.

 

Elzar stellt einen Topf auf die Herdplatte. Morbo hebt den Deckel und schaut herein, dabei kommen Röntgenstrahlen heraus, so dass sein Schädelknochen zu sehen ist.

 

Morbo: [im TV] Ihr jämmerlichen Menschen, macht euch bereit das Rezept aufzuschreiben!

 

Bender steht am Herd und rührt mit einem Kochlöffel im Topf. Fry kommt herein

 

Fry: Hey, was machst du mit all den Töpfen und Pfannen? Baust du dir ’ne Frau?

 

Bender: Zum Teil. In der Zwischenzeit koch’ ich einen köstlichen Sunday Brunch für meine besten Freunde!

Er nimmt ein Hühnchen aus seiner Bauchklappe und verschlingt es. Man hört ein Geräusch ähnlich einem Schredder, das aus seinem Bauch kommt. Dann spuckt er das Skelett des Hühnchens aus. Aus den Federn ist ein Mop geworden, den er ebenfalls ausspuckt und mit diesem das Skelett abstaubt. Dann wirft er das Skelett in eine Pfanne.

 

Fry: Ähem, Brunch, ah ja. Dann warn’ – sag’ ich’s besser den anderen!

 

Bender: Okey-dokey!

Fry geht und Bender schüttet eine ganze Schachtel Motron's Salz auf das Skelett. Als das nicht zu reichen scheint, nimmt er noch eine Schachtel Salz und gibt eine kleine Prise auf den schon entstandenen Salzberg.

 

~*~

Planet Express: Farnsworths LaborDer Rest der Crew hat sich um einen Tisch versammelt auf dem eine Flasche liegt, in der ein Miniaturraumschiff ist.

 

Hermes: Ooo!

 

Leela: Schön!

 

Farnsworth: Ja, das ist ein herrliches, verkleinertes Modell, der größten Flasche des Universums. Ich hab’ ein kleines Raumschiff hineingebastelt damit sie nicht angebohrt wird.

 

Zoidberg: Ohh! [streckt die Arme nach der Flasche aus]

 

Farnsworth: Halt! [schlägt die Arme weg] Zum letzten Mal, Zoidberg! Sieh’ es dir mit den Augen an, nicht mit deinen Scheren!

 

Fry kommt herein

 

Fry: Reißt euch zusammen. Bender kocht uns Brunch!

Alle schreien erschreckt auf.

 

Farnsworth: Oh Gott! Meine armen Därme!

 

Fry: Er ist so stolz auf seine schreckliche Kocherei. Wenn wir’s nicht essen, ist er am Boden zerstört.

Leela: Okay, nur keine Panik. Wenn wir das Schiff erreichen können wir nach Norden fliegen und uns ein paar Wochen unter den Polareiskappen verstecken.

 

Farnsworth: Gute Idee!

 

Fry: Dann aber schnell!

 

Zoidberg: Worauf warten wir noch?

Sie laufen schnell zur Tür. Die Tür öffnet sich und davor steht Bender, der in einem Suppentopf rührt.

 

Bender: Fliegt ihr irgendwo hin?

 

Fry: Ähem, wenn du uns den einzigen Fluchtweg abschneidest! Das ist doch albern!

Bender: In dem Fall: der Brunch wär serviert! Kommt mit, vorwärts, hör auf zu weinen, Leela!

 

Alle folgen Bender. Leela fängt an zu weinen. Farnsworth steckt noch einmal den Kopf zur Tür herein.

 

Farnsworth: Zoidberg, willst du etwa nicht kommen?

Erschreckt nimmt er die Scheren von der Flasche.

 

Zoidberg: Natürlich. Wer, ich?

 

Farnsworth: Ich will nämlich nicht, dass du das Ding anfasst.

 

Zoidberg: Ja, das weiß ich. [Farnsworth geht und Zoidberg hebt die Flasche hoch] Verrate Zoidberg deine Geheimnisse! [Er streckt zuerst seine Zunge in die Flasche, bricht ein Stück vom Raumschiff ab und zerbricht schließlich die Flasche in zwei Teile] Oh, oh nein! Der Professor wird mich verhauen. Aber wenn Zoidberg es repariert, komm’ ich vielleicht so davon! [Er nimmt eine Tube „Krazy Kleber" von der Anrichte, drückt die Flasche aber zu stark und spritzt den Kleber auf seine Jacke. Er schreit, stolpert rückwärts und fällt auf eine Anrichte mit Laborgegenständen] Oh, was? Ohh!

 

~*~

Planet Express: LoungeDie Crew sitzt am Tisch und Bender tischt auf.

 

Bender: Heute habe ich das Essen auf jeden individuell zugeschnitten. Zum Beispiel Amy, du bist hübsch, daher habe ich dir ein Pony gebacken. [Alle stöhnen. Ein Ponybein mit Hufeisen liegt auf Amys Teller] Na was ist! Esst! Ich hab’ den ganzen Tag wie ein Sklave an dem dreckigen Ofen gestanden! [geht singend in die Küche]

 

Hermes: Oh nein, das ist ja furchtbar!

 

Farnsworth: Ein Glück, dass ich heimlich dieses Wurmloch in den Tisch eingebaut hab’!

Er drückt einen Knopf und ein Wurmloch öffnet sich in der Mitte des Tisches. Er schüttet sein Essen hinein.

 

Amy: Und wo geht das Zeug dann hin?

 

Farnsworth: Keine Ahnung, da bin ich mir noch nicht ganz sicher. [schaut in das Wurmloch. Das Essen fällt ihm auf den Kopf] Oh, das gibt’s doch nicht!

 

Er nimmt einen Lappen aus seinem Kittel, steckt ihn in das Wurmloch und wischt sich damit das Essen vom Kopf. Bender kommt summend herein, seine Antenne fährt aus, man hört ein Klingeln wie von einer Mikrowelle und Bender nimmt einen Kuchen aus seiner Bauchklappe]

 

Bender: Der Kuchen ist fertig. Ihr mögt unheimlich viele Sachen, stimmt’s?

Er stellt den Kuchen auf den Tisch, der noch vor sich hinschmort. Zoidberg kommt herein. Er trägt einen Trenchcoat und eine Kuckucksuhr und ein paar Reagenzgläser sind zu sehen.

 

Zoidberg: Ein lässiges hallo. Ich bin’s Zoidberg, benehmt euch natürlich. [Die Kuckucksuhr schlägt zur vollen Stunde und der Kuckuck stößt ihm wiederholt in den Nacken] Au, au, oh, oh! Geh’ da runter!

 

Leela: Wie interessant, Dr. Zoidberg. Mach’ nur weiter.

 

Leela schüttet ihr Essen in einen Blumentopf mit einer Palme und setzt sich dann wieder an den Tisch. Bender bekommt davon nichts mit und geht summend in Richtung Küche. Dann sieht er die tote Pflanze.

 

Bender: Hey, sieh’ sich einer die Palme an, die wird immer nur krank, wenn ich was koche. Was ist das bloß für ein Zufall, Professor? Sie sind doch ein so anerkannter Wissenschaftler!

Geht in die Küche

 

~*~

Planet Express: KücheBender wischt den Boden mit einem Wischmop und wringt ihn über einem Tablett mit Gläsern aus. Er nimmt das Tablett von der Anrichte und will sich auf den Weg in die Lounge machen, wo die Crew am Tisch sitzt. Als er die Tür öffnet hört er Fry reden.

 

Fry: Ich will ja Benders Gefühle nicht verletzen, aber...

Planet Express: Lounge

 

Fry: ...dieses Essen schmeckt wirklich wie ausgekotzt!

 

Leela: Es ist einfach ungenießbar! Was wird es wohl kosten, wenn ich mir die Zunge rausnehmen lasse?

Bender, der nun ganz eingetreten ist, beginnt zu weinen, lässt die Gläser vom Tablett auf den Boden rutschen und läuft zurück in die Küche. Die zerbrochenen Gläser liegen auf dem Boden und die austretende Flüssigkeit brennt ein Loch in den Fußboden.

~*~

Planet Express: UmkleideraumBender öffnet sein Spind und nimmt einige Notizzettel heraus, mit der Aufschrift „Ein Brief von Bender", „Ein Lösegeldbrief von Bender" und „Dringende Bitte um Aufmerksamkeit von Bender." Er klickt mit dem Finger und ein Stift fährt heraus. Auf einer Checkliste steht „Ich begehe Selbstmord", „Ich lasse mich tätowieren" und „Ich laufe davon." Er kreuzt das letzte an.

 

Bender: [weinend] Und diesmal meine ich’s ernst!

 

Außerdem kreuzt er am Ende der Checkliste noch „Diesmal meine ich es ernst" an.

 

~*~

Vor dem Planet Express GebäudeBender kommt aus dem Gebäude und geht weg. Über dem Rücken trägt er sein Bündel an einem Stock. Er wirft seine Chefkochmütze weg. Mehrere Ratten kommen aus der Mütze herausgelaufen.

 

~*~

Auf der Straße

Bender läuft immer noch weinend durch die Straßen.

 

Bender: Ach, was soll der ganze Quatsch? Das war dumm von mir, davon zu träumen, Koch zu werden. Ich hab’ gar nicht das Zeug dazu und das wird sich auch niemals ändern. [Er bricht erneut in Tränen aus, sieht plötzlich auf und begreift, dass er vor Elzars Restaurant steht] Mein Entschluss steht fest: Elzar wird mir das Kochen beibringen!

~*~

 

Elzars Küche

 

Elzar: Kommt überhaupt nicht in Frage.

Bender liegt auf dem Boden und klammert sich an Elzars Beine.

 

Bender: Aber ich seh’ regelmäßig deine Sendung. Das bist du mir schuldig!

 

Elzar: Ich schulde dir gar nichts! Und außerdem habe ich deine Antenne im Schritt! Zudem hasse ich dich und letztendlich kannst du überhaupt nicht kochen.

Bender heult erneut auf und hört dann ganz plötzlich auf zu weinen

 

Bender: Was war noch mal das erste?

 

Elzar: Ich hasse dich!

 

Bender: Ich meine das war Nummer zwei.

 

Elzar: Ich hab’ es aufgewertet. Raus!

~*~

Planet Express: Farnsworths LaborZoidberg betrachtet die zerbrochene Flasche

 

Zoidberg: Oh, ich krieg’ das Schiff bestimmt nie wieder zusammen. Wenn der Professor das sieht, dann tritt er mir noch sonst wohin! [weint, hört dann plötzlich auf] Warte! Was würde der Roboter tun? [denkt nach] Jemanden anschwärzen.

 

Fry kommt herein

 

Fry: Hallo?

Zoidberg lacht hinterhältig

~*~

Planet Express: BadezimmerFry steht in der Dusche, er hat den Rücken zur Eingangstür gedreht. Zoidberg tritt ein

 

Fry: [singt] I’m walking on sunshine! Di di di on sunshine!

 

Zoidberg ersetzt Freys T-Shirt durch ein neues mit der Aufschrift „Ich hasse Flaschen" und isst das Original auf.

 

~*~

Die Dächer über Neu New YorkBender sitzt auf einigen Röhren. Er ist sehr deprimiert und er hat Rost im Gesicht.

 

Bender: [weint] Es ist vorbei! Mein Traum Koch zu werden ist toter, als die Katze auf der ich sitze!

 

Zwei Landstreicher stehen neben ihm

 

<;;font size="2" face="Verdana">Hobo: Gus, alter Freund heißen wir diesen neuen Roboter herzlich willkommen.

Bender rollt sich die Hemdsärmel auf, bereit zuzuschlagen

 

Bender: Wie hast du mich da gerade genannt?

 

Gus: Einen Roboter. Du bist ein Robo-Hobo.

 

Bender: Okay, ich hab’ verstanden „Romo."

 

Hobo: Ich wollte dich nicht beleidigen, mein Penner Freund. Aber komm doch mit und wir bereisen zusammen die Weltraumschiene.

~*~

Die WeltraumschieneEin Zug fährt auf der Weltraumschiene und hat Container von Baltimore & Orion, Starlight Express und Wrath-Of-Conrail geladen. Der Zug fährt auf einen kleinen Planeten zu, über dem ein gewaltiges Prisma steckt. Ein Waggon öffnet die Tür. Die Landstreicher stehen in der Tür und tragen Raumanzüge

 

Gus: Achtung! Wir springen ab, bei dem leuchtenden Prisma dort oben.

 

Hobo: Wir fahren fast mit Lichtgeschwindigkeit, also abrollen bei der Landung.

Sie springen ab. Der Zug fährt durch das Prisma und jeder Waggon fliegt in eine andere Richtung davon.

 

~*~

Pennerbasis AlphaDie Landstreicher rollen sich bei der Landung ab, nur Bender landet auf seinem Kopf

 

Bender: Auuu!

Landstreicher stehen um Feuer herum und wärmen sich die Hände.

 

Gus: Willkommen auf der Pennerbasis Alpha, dem größten Hobodschungel im Quadranten.

 

Bender: Ach, ich hab’ schon besseres gesehen. Moment ich denke dabei an Eugene, Oregon. [Jemand stellt einen Kuchen auf ein Fensterbrett. Die Landstreicher schnüffeln und fliegen mit ihren Jetpacks direkt in Richtung des Kuchens] Moment. Ein Kuchen mit Landstreicher abhebendem Aroma. Wer hat ihn gebacken?

 

Gus: Helmut Spargel. Er war mal der beste Koch aller Zeiten.

 

Hobo: Sein Restaurant war so was von hochgestochen! Um eine Reservierung zu bekommen musste man ein Paralleluniversum schaffen, wo man schon ’ne Reservierung hatte.

 

Gus: Ja, ich hab’ da mal gegessen, als ich mit ’nem Senator zusammen war.

 

Bender: Hey Spargel, wenn du so’n toller Koch bist, warum bist du dann hier gelandet?

 

Spargel, ein kleiner, glatzköpfiger Mann sieht aus dem Fenster des Hauses und seufzt

 

Spargel: Vor Jahren war ich Moderator einer Fernsehsendung...

Rückblende

Ein jüngerer Helmut Spargel kocht in einer Studioküche

 

Spargel: [erzählt] ..."Daheim in der Landküche" mit Helmut Spargel. Aber eines Tages fand die Extreme Soda Company, die die Sendung gesponsert hatte, sie wäre zu altmodisch.

 

Ein Mann in einem Kostüm in Form einer Getränkedose kommt herein

 

Mann: Spargel, Sie sind gefeuert! Wir brauchen einen Koch, der die heute jüngeren, mehr extreme kochenden Zuschauer anlockt.

Ein junger Elzar kommt herein

 

Spargel: Elzar!

 

Elzar: Jetzt verzieh’ dich schon, alter Mann! Peng!

Spargels Soufflé fällt in sich zusammen

 

Spargel: Mein Soufflé!

Ende der Rückblende

 

Spargel: Elzar war von der dunklen Seite der Kochkunst verführt worden. Koriander, Mango Salsa und Himbeeressig!

 

Bender: Dieser gemeine Schwindler!

 

Spargel: Was mich betrifft, ich wurde vorübergehend geisteskrank und landete hier. Jetzt back’ ich Kuchen aus alten Schuhen.

 

Bender: Meine Geschichte ist ähnlich wie Ihre, nur interessanter, weil Roboter darin vorkommen. Dieser Mistkerl Elzar hat auch meinen Traum Koch zu werden zerstört.

Isst ein Stück von Spargels Kuchen

 

Spargel: Interessant. Du möchtest Koch werden. Aber als Roboter hast du doch gar keinen Geschmack.

 

Bender: Ach, das ist so was von unfair! Ich habe acht andere Sinne, aber die würde ich alle eintauschen, selbst den Bauchladen, um schmecken zu können.

Er nimmt das Stück Kuchen wieder aus seiner Bauchlade heraus

 

Spargel: Du verstehst mich nicht. Ohne die Ablenkung durch den Geschmack ist dein Kopf frei um den Zen des puren Aromas aufzunehmen. Du kannst der beste Koch aller Zeiten werden.

 

Bender: Tatsächlich?

 

Spargel: Ja. Genauso wurde Beethoven ein berühmter Komponist, weil er taub war!

 

Bender: Und Rembrandt war blind und hatte eine Holzhand!

 

Spargel: Bender, jetzt pass mal auf, ich werde dich ausbilden. Aber zunächst mal musst du alles vergessen, was kochen betrifft.

Bender drückt einen Knopf an der Seite seines Körpers

 

Bender: Abgemacht.

Zwischensequenz

Bender trainiert zur Musik von Joe Espositos „You're The Best". Als erstes lernt er, wie man Kartoffeln mit einem Laserschwert schält. Dann stellt Spargel eine Platte Salat unter Benders Hintern, Bender schüttet sich Pfefferkörner in den Kopf, dreht den Kopf mehrmals und aus seinem Hintern kommt gemahlener Pfeffer, den er über den Salat streut. Als nächstes schneidet er eine Gurke mit einem Messer sehr schnell in Scheiben, passt dabei jedoch nicht auf und schneidet sich seinen Arm auch noch in Scheiben. Spargel nimmt ihm das Messer ab, zeigt es einigen anwesenden Landstreichern und zerteilt dann eine Tomate in zwei Hälften. Die Landstreicher applaudieren

 

~*~

Planet Express: Farnsworths LaborFarnsworth telefoniert mit einem spanischen Freund

 

Farnsworth: Ja, das ist absolut richtig, Ricardo, ein Schiff in einer Flasche. Wie bitte?... Augenblick mal... ich seh’ mal nach!

Er dreht sich um, sieht die zerbrochene Flasche und lässt vor Schreck den Hörer fallen

 

Ricardo: [am Telefon] Hola? Professor? Qué pasa?

 

~*~

Planet Express Draußen tobt ein Gewitter. Es ist fünf Minuten vor Zwölf. Farnsworth, Hermes, Zoidberg, Amy, Leela, Fry und Scruffy sind in dem Raum versammelt.

 

Farnsworth: Ich hab’ euch alle hier in den Anklagessal gebeten, weil einer von euch ein Miniaturschiff Zerstörer ist!

 

Zoidberg: [atmet schnell ein] Äh, ich spiele Erstaunen.

 

Farnsworth: Gewisse Anhaltspunkte lassen vermuten, dass der Täter niemand anders ist als unser... Philip J. Fry!

 

Alle erschrecken. Fry, der bisher mit untergeschlagenen Armen dagesessen hat, nimmt die Arme zur Seite und gibt den Blick auf das T-Shirt mit der Aufschrift „Ich hasse Flaschen" frei.

 

Fry: Was?!

 

Farnsworth: Oh, es war ein brillanter Plan. Aber du hast einen fatalen Fehler gemacht... dieses Geständnis zu hinterlassen.

Er hält ein Blatt Papier hoch, auf dem „Fry gesteht" steht. Am unteren Ende des Blattes steht „Vom Schreibtisch von Dr. John Zoidberg".

 

Zoidberg: Fry du gemeiner Schuft!

 

Fry: Ich erinner’ mich überhaupt nicht daran, aber ich hab’ auch nicht das nötige Geld, um mich zu verteidigen.

 

Farnsworth: Dann bleibt mir keine andere Wahl, als von dir die gesamten Materialkosten einzufordern. 10 Dollar!

Zoidberg erschrickt. Fry nimmt 10 Dollar aus seiner Brieftasche

 

Fry: Hier, bitte!

Zoidberg hört Violinenklänge und schlägt die Scheren über dem Kopf zusammen

 

Zoidberg: [schreit] Was habe ich getan?!

 

~*~

Pennerbasis AlphaSpargel sitzt, umgeben von Landstreichern, an einem Tisch. Bender kommt aus einer Hütte, in der Hand eine Servierplatte mit Haube. Er stellt die Platte vor Spargel ab

 

Spargel: Deine Lehre ist damit beendet, kleiner Dessertlöffel. Allerdings, wie ein Mann, der gerne Schachweltmeister werden möchte, wenigstens ein Schachspiel gewinnen muss, so musst du wenigstens ein essbares Mahl servieren. [flüstert] Hab’ Erfolg und ich verrate dir das uralte Geheimnis [noch leiser] des perfekten Geschmacks.

 

Die Menge murmelt aufgeregt

 

Gus: Ooh ja!

 

Bender: Essen ist fertig! [er hebt die Haube]

 

Gus: Hm, sieht fabelhaft aus!

Spargel probiert einen Bissen und Bender sieht ihm gespannt zu. Spargel kaut und schluckt, die Menge hält gespannt den Atem an

 

Spargel: Es ist... akzeptabel.

Die Landstreicher jubeln

 

Bender: Yahoo! Noch etwas, was ich gut kann. Moment, warum hörst du auf zu essen, Meister?

 

Spargel: [stöhnt] Weil... mein Magen im Begriff ist zu explodieren.

 

Die Zuschauer erschrecken

 

Bender: Was? Mein Essen hat dich umgebracht? Oh man!

 

Spargel: [stöhnt] Es tut so weh. Aber nicht die Zuversicht verlieren. Das Wichtigste ist, dass du diesen Elzar besiegst, wenn ich tot bin. [er nimmt ein kleines Fläschchen aus der Tasche] Wenn du das hier benutzt kannst du nicht versagen. [Bender nimmt es]

 

Bender: Oh, ein Rautenfläschchen von Mrs. Dash?

 

Spargel: Nein, es ist ein reiner Gewürzextrakt. Nur ein paar Tropfen führen zur inneren Perfektion jeder Mahlzeit, die damit Erfolg hat. [sein Magen explodiert] Oh, ha, ha! So... so endet mein Leben.

 

Er stirbt und fällt kopfüber in die Platte mit Benders Essen

 

Bender: Ich werde dich rächen, Meister! Ich schwöre in Gegenwart dieser sturzbetrunkenen Penner, dass ich Elzar besiegen werde!

 

Gus: Hey, ich bin nicht betrunken, ich bin geisteskrank. Trotzdem gefällt mir, was du gesagt hast.

~*~

Elzars RestaurantBender trifft auf seinen Gegner

 

Bender: Elzar, ich bin wandelndes Beispiel deiner ungelösten Kochprobleme!

 

Elzar: Was fällt dir ein -

Bender fegt ein Gewürzwiesel von einem Tisch

 

Bender: Helmut Spargel hat ’ne Nachricht für dich. Und die lautet „Oh, ich bin tot!"

 

Elzar: Spargel, hä? Was hat er denn gemacht? Sich selbst zu Tode gelobt?

 

Bender: Nein. Er hat was gegessen, was ich gekocht hab’ und durch einen dummen Zufall ist sein Magen explodiert. Und jetzt bin ich gekommen um ihn zu rächen!

 

Elzar: Es sieht aber ganz so aus, als ob du ihn umgebracht hast.

 

Bender: Das mag durchaus sein, aber du bist sein eingeschworener Feind. Ich fordere dich heraus, zu einem Duell der Köche.

Er schraubt eine Hand heraus und schlägt Elzar damit ins Gesicht. Die Gäste schreien bestürzt auf

 

Gäste: Unverschämtheit!

 

Elzar: Gut, bitte. Treffen wir uns auf dem alten Fernsehschlachtfeld des Küchenkolosseums. Wessen Menü besser ist, der darf den Titel „Eiserner Koch" für sich beanspruchen.

 

Bender: „Eiserner Koch"? Ha! Ich besteh’ zu 30% aus Eisen. [schlägt auf seinen Körper] Ich kann nicht verlieren! Und damit gehst du unter. Und außerdem hab’ ich eine Reservierung für eine Person unter „Dr. Bender."

 

Das Planet Express Raumschiff kommt angeflogen und landet außerhalb des Kolosseums

 

~*~

Im KüchenkolosseumEs gibt zwei Küchenzonen in jeder Seite des Studios und große Bilder von Bender und Elzar sind zu sehen. Das Studio ist vollständig dunkel.

 

Hiroki: Darf ich vorstellen, der Superintendent des Küchenkolosseums... Vorsitzender Koji! [Ein Spot wird auf ihn gerichtet. Sein Fuß ruht auf einem weißen Tiger] Kein Roboterkoch ist hier jemals angetreten, aber heute hat sich einer hier hereingedrängt, der sich bewirbt um den Titel des...

 

Weiße Tauben fliegen aus seinem Umhang

 

Koji: ...Eisernen Ko-Ko-Kochs!

Bender und Elzar kommen auf einer Plattform aus dem Untergeschoß hochgefahren. Sie bleiben vor ihren Bildern stehen. Die Zuschauer jubeln. Die Planet Express Crew sitzt im Zuschauerraum und jubelt ebenfalls

 

Fry: [schreit] Ja, zeig’s ihm!

 

In der Mitte des Studios sitzt Hiroki mit verschiedenen berühmten Schiedsrichtern an einem Tisch

 

Hiroki: Kommen wir zu den heutigen prominenten Schiedsrichtern: Der Captain der Harlem Globetrotters, Ethan „Bubblegum" Tate!

 

Tate: Konnichiwa Bruder!

 

Hiroki: Fernsehnachrichten Monster Morbo!

 

Morbo: Ich grüße dich, du jämmerlicher Moderator!

 

Hiroki: Und eine Frau, die gerade einen tausenjährigen galaktischen Krieg gegen ihre Dandys verloren hat. Martha Stewarts Kopf!

 

Stewart: Frisches Schweinefleisch ist das Geheimnis.

Kurze Zeit später

Elzar und Bender stehen in der Mitte des Studios, vor dem Vorsitzenden Koji

 

Hiroki: Und nun wird Vorsitzender Koji die Hauptzutaten vorstellen, die in jeder Mahlzeit vorkommen müssen.

 

Bender: [leise] Ist es Hähnchen: „Hähnchen à la King" ist es Fisch: „Fisch à la King" ist es Truthahn: „Fisch à la King."

 

Koji nimmt ein Tuch von den Zutaten

 

Koji: Soylent Green!

 

Hiroki: Soylent Green, eine klassische Zutat der Gourmet Küche. Und die Schlacht ist eröffnet. [Bender und Elzar laufen auf den Teller mit Soylent Green zu und nehmen sich herunter, soviel sie tragen können. Elzar beginnt sofort das Soylent Green in kleine Häppchen zu schneiden] Aki, was bereitet Elzar vor?

 

Aki: Na ja, Hiroki-san, als ich ihn gefragt hab’ hat er gefragt, was mich das anginge und hinzugefügt, das meine Mutter ’ne Prostituierte war.

 

Stewart: In England auf dem Land dekorieren viele Prostituierte ihre Zimmer mit heiteren Kürbissen.

 

Einige Zeit ist vergangen. Bender knetet einen Teig mit der Hand.

 

Ansagerin: Noch 30 Minuten.

Bender setzt sich auf den Teig und rollt ihn mit seinem Hintern aus

 

Hiroki: Seht nur wie Bender den Teig knetet!

 

Tate: Ich hab’ noch nie so gezielte, kräftige Arschbewegungen gesehen!

 

Stewart: Da kennst du meine aber nicht!

 

Tate: Nein, es tut mir furchtbar Leid!

Einige Zeit später.

 

Ansagerin: Es verbleiben noch fünfzehn Minuten.

Elzar gibt ein Signal und ein Gabelstapler fährt eine überdimensionale Torte herein, die aus Soylent Green besteht.

 

Hiroki: Der eiserne Koch lässt seine einzigartige Kreation auffahren: eine Tortennachbildung der Innenstadt von Venedig.

Die Kamera zeigt die Torte und man sieht einen Gondoliere auf dem Kanal entlangschippern, der „La Donna e mobile" singt. Im Publikum versucht ein Mann mit einem Bauchladen etwas zu verkaufen.

 

Mann: Zum Andenken ’n Truthanschneider! Kaufen Sie zum Andenken einen Truthahnschneider!

 

Fry: Ja, ich nehm’ einen. Mein Truthahn ist trocken. Ich hab’ schon alles versucht. [öffnet seine Geldbörse, die aber leer ist] Oh, tut mir Leid, ich muss verzichten.

 

Zoidberg hört Geigenmusik und schlägt die Arme über dem Kopf zusammen.

 

Zoidberg: Och! Diese furchtbare Schuld! Es ist einfach unerträglich.

 

Ansagerin: Noch 15 Sekunden!

Elzar richtet bereits sein Essen an, ein Mann mit einem Ständer voll Gewürzwiesel kommt, Elzar wählt ein Wiesel aus

 

Elzar: Jupp!

Er würzt das Essen mit dem Gewürzwiesel

 

Ansagerin: Noch zehn Sekunden!

Bender hämmert auf seinem Essen mit einem Hammer herum, aber es lässt sich nicht aus der Schale lösen. Schließlich stellt er die Schale so auf das Tablett

 

Bender: Meister Spargel, wenn du mich da oben hören kannst, in dieser Gosse, in der ich dich verlassen hab’. Das ist für dich.

Er nimmt die Flasche mit der Geheimzutat heraus und schüttet sie über das Essen. Der Gong ertönt

 

Koji: Die Zeit ist abgelaufen!

Einige Zeit ist vergangen. Es geht jetzt zum „Abschmecken".

 

Hiroki: Der eiserne neptunianische Koch hat wirklich alles getan, um den Preisrichtern zu gefallen. Er hat sogar den Salat mit 100 Dollar Noten garniert. Mal sehen, wie es Ihnen schmeckt!

Elzar stellt die Teller vor Tate und Morbo und streut etwas Essen in das Glas von Martha Stewart

 

Tate: Mmm, Soylent Green. Das ist einfach meine Art von Leuten!

 

Morbo: Fabelhaft! Morbo wird das in seinen Sack stopfen, zur weiteren Verdauung.

 

Stewart: Ich schwimme in meinem eigenen Soylent Abfall und das ist herrlich.

Der Gong ertönt erneut.

 

Hiroki: Und nun zu Herausforderer Bender. Ein Schüler des legendären Helmut Spargel. Ich muss sagen, Bender ist ein wundervolles mechanisches Wesen.

Bender stellt die Teller vor die Jury und schüttet das Essen ebenfalls in das Glas von Martha Stewart. Das Wasser verfärbt sich augenblicklich dunkelbraun und der Kopf ist nicht mehr zu sehen.

 

Stewart: Oooh... köstlich!

 

Tate: Auf den ersten Blick sieht’s ein bisschen funky aus, doch es schmeckt einfach funkay!

 

Morbo: Das hässlich aussehende Essen des Herausforderers hat uns gezeigt, dass selbst Scheußlichkeiten von innen süß sein können.

Er beginnt zu weinen. Tate steht auf und umarmt ihn

 

Einige Zeit später. Es ist Zeit für den „Urteilsspruch"

 

Hiroki: Und nun zum Urteilsspruch. Der Sieger wird der neue „Eiserne Koch" während der Verlierer verurteilt ist abzuwaschen. Wessen Essen war einfach zum Fressen? Und wer hat damit den Gourmet Himmel erreicht?

Leela kreuzt ihre Finger

 

Koji: Herausforderrrrr Bendeerrrrr!

Das Publikum applaudiert

 

Fry: Juhu!

 

Leela: Du hast es geschafft, Bender. Ich hab’s gewusst!

 

Farnsworth: Das ist mein Roboter, der gehört mir!

 

Bender: Es ist mir eine Ehre, Vorsitzender Koji.

 

Koji: Domo arigato, Mr Roboto.

 

Bender: Vorsitzender-san, ich bin hergekommen mit einem Ziel. Elzar vor einem zahlreichen Publikum zu demütigen. Und ich glaub’, dass habe ich geschafft.

Elzar steht an einer Spüle und wäscht ab

 

Elzar: [grimmig] Ja, ohne Zweifel

 

Bender: Aber das wahre Zen des Geschmacks findet man nicht in einem Kolosseum, das findet man in einer kleinen Küche mit Freunden. Aus diesem Grund lehne ich den Titel „Eiserner Koch" ab und akzeptiere nur den einfachen Titel „Zink Saucier", den ich soeben erfunden hab’. Dafür gibt es nämlich auch ein doppelt so hohes Preisgeld.

 

Alle applaudieren, nur Zoidberg sitzt nicht auf seinem Platz. Er läuft auf die Bühne zu Bender und Koji und wendet sich an das Publikum

 

Zoidberg: Moment! Ich muss es euch allen sagen. Ich hab’ die Flasche des Professors kaputtgemacht [Publikum: „Oh"] Und was noch schlimmer ist, ich hab’ meinen besten Freund Fry angeschwärzt! [weint] Ich kann ihm seine 10 Dollar niemals zurückbezahlen, daher bleibt mir nur der einzig ehrenwerte Ausweg, mich selbst umzubringen. [Er reißt Kojis Schwert an sich, öffnet sich das Hemd und ist bereit zuzustoßen. Die Zuschauer halten erschrocken die Luft an] Dann lebet alle wohl. [Er sticht zu, aber das Schwert knickt an seinem Panzer weg.] Nanu?

 

Koji: Oh! Dieses Schwert kostet 5000 Dollar!

 

Zoidberg lässt das Schwert fallen

 

Zoidberg: Fry war’s!

Er läuft davon

 

~*~

Planet Express: Lounge Die Crew schaut sich die Show im Fernsehen an. Bender schaltet den Fernseher aus

 

Bender: Und so habe ich Elzar besiegt – dank Spargels Zauberflüssigkeit.

 

Leela:

Ja, wir waren dort. Und eben haben wir es noch mal im Fernsehen gesehen.

 

Farnsworth: Hmm. Lass mich das Rautenfläschchen mal sehen, Bender. [er nimmt das Fläschchen und stellt es in eine Art Mikrowelle zum analysieren. Ein Ausdruck kommt aus einem Drucker] Großer Gott! Laut Analyse durch den Spectrolizer war Spargels Zauberflüssigkeit... Wasser. Ganz normales Wasser!

 

Alle: OH!

 

Hermes: Nein!

 

Fry: Also war das wahre Geschenk, das Spargel dir gemacht hat, Selbstvertrauen, das du der beste bist.

 

Farnsworth: Ja, ganz normales Wasser. Versetzt mit nichts weiter als ein paar Löffelchen LSD.

 

Bender nimmt die Flasche

 

Bender: Das wichtigste ist für meinen Standard, ich hab’ ehrlich und fair gewonnen. Und nun, wer hat Appetit auf Brunch? Gekocht mit sehr viel „Selbstvertrauen"?

 

Leela: Ich bin dabei!

 

 

 

---=== ENDE ===---