Monk: Transkript der Folge "Mr. Monk und das Attentat" [#1.01]

Transkript der Folge "Mr. Monk und das Attentat" [#1.01]

Deutsches Transkript erstellt von MG

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!
 

Originaltitel: Mr. Monk and the Candidate
Ausstrahlung: 12.07.2002
Deutscher Titel: Mr. Monk und das Attentat
Ausstrahlung: 29.06.2004
Buch: Andy Breckman
Regie: Dean Parisot

Darsteller

Tony Shalhoub [Adrian Monk]
Jason Gray-Stanford [Lt. Randall Disher]
Ted Levine [Captain Leland Stottlemeyer]
Bitty Schramm [Sharona Fleming]

 

Gastdarsteller

 

 

Stanley Kamel [Dr. Charles Kroger]
Kane Ritchotte [Benjy]
Gail O'Grady [Miranda St. Claire]
Stellina Rusich [Trudy Monk]
Michael Hogan [Warren St. Claire]
Ben Bass [Gavin Lloyd]
Rob LaBelle [Sheldon Burger]
Vincent Gale [Jesse Goodman]
Mary Black [Mrs. Street]
Shawn Reis [Ian Sykes]
Fred Ewanuick [Jake]
Christopher Shyer [Carl]

 

 

Inhaltsangabe
Der extrem reiche Geschäftsmann Warren St. Claire kandidiert für das Bürgermeisteramt. Sein Wahlkampfmanager ist der zwielichtige, aber geniale Gavin Lloyd. Seine Frau Miranda muss mit ansehen, wie ein Attentatsversuch auf ihren Mann verübt wird, dem ein Leibwächter zum Opfer fällt. Die Stadt ist alarmiert. Der Bürgermeister will den Besten für die Ermittlungen haben: Monk. Doch die Theorien von Monk sind zu absurd. Er glaubt, dass der Anschlag auf St. Claire im Zusammenhang mit dem Mord an einer jungen Frau in Santa Clara steht. Ein Wahlkampfmitarbeiter, der ihm Informationen zukommen lassen wollte, wird getötet. Und auch hier glaubt Monk nicht an einen Unfall wie alle anderen, sondern an Mord. Doch Monk mit seinen persönlichen Problemen eckt überall an. Er bringt sogar seine treue Assistentin Sharona gegen sich auf. Doch alle spüren, wie einzigartig Monk ist und wollen ihn ins Boot holen, doch noch ist Monk von der Aufklärung des Falles weit entfernt.. [Text RTL]

 


An einem Tatort

Adrian Monk, seine Assistentin Sharona Fleming und mehrere Polizisten befinden sich in einer Wohnung, in der eine Frau ermordet wurde, die blutend auf dem Boden liegt. Die Möbel wurde umgestoßen und Monk sieht sich suchend, die Polizisten beobachten jede seiner Bewegungen.

Monk: Der Herd!

Detective: Hier drüben, in der Küche.

Monk: Nein, ich meine MEINEN Herd. Ich-ich glaub’, ich hab ihn angelassen.

Sharona: Keine Angst! Ich hab ihn ausgemacht, bevor wir gegangen sind.

Monk: Sind Sie da sicher? Auch den kleinen Knopf gedreht?

Sharona: Ja.

Monk: Den kleinen Knopf?

Sharona: ALLE Knöpfe. Der Herd ist aus, Adrian!

Detective: Entschuldigen Sie, Sir! Für uns war das ein mißglückter Einbruch. Sie kam nach Hause, hat ihn überrascht. Er geriet in Panik, er schnappte sich in der Küche ein Messer...

Monk: Nein! Nein, nein. Nein, nein. Das-das war kein Einbruch!

Detective: Ach nein?

Monk: Er wollte nur, daß es so aussieht. Dieser Kerl war eiskalt. Er trug Schuh-Schoner, um Schuh-Abdrücke zu vermeiden. [blutige Schuhabdrücke werden eingeblendet] Nicht unbedingt das, was der Crack- Raucher aus der Nachbarschaft macht.

Während er das sagte, hat er unentwegt an einer Lampe herumgespielt, was Sharona genervt hat, sie weist ihn zurecht.

Sharona: Adrian! Adrian!

Monk: Er war hier drin, hat gewartet.

Detective: Worauf gewartet?

Monk: Na ja, auf sie. [zeigt auf die Leiche] Er war mindestens eine Stunde hier. Er hat geraucht. Das kann man an den Gardinen riechen. Menthol-Zigaretten: Salem. Vielleicht aber auch Newports.

Detective: Vielleicht hat SIE ja geraucht!

Monk: Nein, nein! Sie war Calvinistin. Die rauchen nicht. Die betrachten den Körper als heiligen... Als heiligen Kelch des ... Tut mir Leid, ich kann mich nicht konzentrieren. Ich glaube, ich hab Gas gerochen! Haben Sie das Klicken gehört? Man muß ein Klicken hören, nicht bloß spüren. Es hören! [Sharona sieht ihn streng an] Jedenfalls: Nach dem Mord an Miss, äh...

Detective: Nicole Vasques, 25.

Monk: Ja, Miss Vasques! Da war er noch 'ne Weile hier. Er hat irgendwas gesucht.

Detective: Was hat er gesucht?

Monk: Das weiß ich doch nicht! Er hat in ihrem Computer etwas gesucht. Die Datei hat er wahrscheinlich gelöscht.

Detective: Sonst noch was?

Monk: Ja, er ist groß. Er ist 1,90. Vielleicht 1,94. [zu Sharona] Was ist mit der... Was ist mit der Zündflamme? Sie wissen doch...

Sharona: Mit der Zündflamme ist alles bestens!

Monk: Manchmal geht sie aus! Wissen Sie noch, wie sie das letzte Mal fast ausging?

Sharona: Ich soll den ganzen Weg zurückfahren, um zu sehen, ob Ihr Herd an ist oder nicht? Wollten Sie das damit sagen? Wollten Sie das damit sagen?

Monk: Nein! Nein, nein. Würden Sie das? Könnten Sie das? Das wär’ fantastisch!

Sharona: Oh! Entschuldigen Sie, meine Herren! Nur eine Sekunde, ja? Nur... [zieht Adrian zur Seite]

Officer: [zum Detective] Wer ist denn das?

Detective: Seine Kindergärtnerin.

Sharona: [redet leise auf Adrian ein] Vergessen Sie diesen verdammten Herd, okay? Sie sind hier bei der Arbeit - als privater Berater!

Monk: Ich weiß, aber ich hab es gerochen, und da ist...

Sharona: Halten Sie die Klappe! Wenn die im Department Sie für verrückt halten, dann wird man Sie nie wieder einsetzen. Man wird Sie nie wieder engagieren, und wir werden beide arbeitslos! Verstehen Sie jetzt die Bedeutung von dem, was ich sage?

Monk: Mhm.

Sharona: Also: Reißen Sie sich zusammen! Konzentrieren Sie sich, und seien Sie brillant! Sie SIND brillant!

Detective: [zu Monk] Verzeihen Sie, Sir! Bestimmt haben Sie Recht, aber woher wissen Sie das alles? Ich meine das mit dem Computer und...

Monk: Das ist doch offensichtlich! Auf der Tastatur sind keine Fingerabdrücke - nicht einmal ihre. Und warum? Er hat sie benutzt und anschließend abgewischt.

Detective: Ach ja. Und Sie sagen, er wäre groß.

Monk: Tja, das Opfer ist klein. Vielleicht 1,60. Aber der Stuhl wurde auf die niedrigste Stufe gestellt.

Detective: Wow! Wir sind die ganze Zeit hier, und keinem ist das aufgefallen. Sir, wenn Sie noch etwas bleiben könnten! Der Gerichtsmediziner ist unterwegs. Der Gerichtsmediziner ist unterwegs.

Monk: Nein! Tut mir Leid, ich muß los. Ich bin sicher, daß ich Gas gerochen habe.

Sharona: Meine Herren, Sie wissen, wo Sie uns finden. Rufen Sie uns einfach an! [Sharona und Adrian gehen]

Officer #1: Das ist der berühmte Adrian Monk?

Officer #2: Ja, die lebende Legende!

Detective: Wenn Sie das „leben“ nennen!

 

VORSPANN

 

Während des Vorspanns: Adrian Monk spricht zu sich selbst, während er sich die Zähne putzt und anzieht.

Monk: Doc, ich fühl mich super! Dr. Kroger! Ich fühl mich super, Dr. Kroger! Man sollte sich nicht mit Nebensächlichkeiten aufhalten. Ich lasse mich treiben im Strom. Es ist mein neues Ich. Ich habe ein neues Ich. Dank Ihnen! Das verdanke ich allein Ihnen! Ich hab das Gefühl, als würde ich wieder im Sattel sitzen. Und das ist allein Ihr Verdienst, Doc! Doc, ich habe Ihren Rat befolgt. Ich schwimme mit dem Strom!

SCHNITT: In der Therapie

Monk sitzt seinem Therapeuten, Dr. Kroger, in dessen Praxis gegenüber.

Dr. Kroger: Also! Mit dem Strom, sagen Sie. Gut! Gut für Sie. Was machen Sie gerade? Sind Sie beratend tätig?

Monk: Ja, in Santa Clara. Da hab ich einen alten Freund, der ist Vize-Polizeichef. Und er hat mich hinzugezogen!

Dr. Kroger: Und wie fühlen Sie sich dabei? Ich-ich meine, Sie wissen schon: Daß Ihr Rat gesucht wird.

Monk: Fantastisch! Es fühlt sich an wie damals. Ich sitz wieder im Sattel!

Dr. Kroger: Und glauben Sie, Sie könnten voll wieder einsteigen? Ich-ich meine nicht als Berater. Ich meine im Polizeidienst.

Monk: Auf jeden Fall! Ohne Abstriche! Denken SIE, ich bin so weit? Das, das ist doch die Frage! [fixiert einige Kissen auf der gegenüberliegenden Couch, die durcheinanderliegen]

Dr. Kroger: Ist alles in Ordnung?

Monk: Alles bestens!

Dr. Kroger: Sie starren dauernd zu dem Kissen rüber. Wenn Sie das Kissen geraderücken wollen, können Sie das gerne tun!

Monk: Nein, nein, nein, nein, nein. Ich hab gerade nur ... Nein, muß nicht sein.

Dr. Kroger: Wie schlafen Sie zur Zeit? Haben Sie immer noch diese Träume?

Monk: Tja, Trudy und ich waren sieben Jahre lang verheiratet. Es wäre doch merkwürdig, wenn ich nie von ihr träumen würde. Sie testen mich gerade! Sie-sie-sie haben es absichtlich so hingelegt!

Dr. Kroger: Wirklich?

Monk: Okay! Okay. Tja, was soll ich sagen? Ähm, ich... Ich fühle mich... Entschuldigen Sie bitte! [steht auf und legt das Kissen gerade hin] So. Ja, so ist es gut! Ach, dann kann ich das ja auch gleich... [zupft einige Blumen zurecht] Okay! Halb so wild! Wo waren wir? [setzt sich wieder]

 

SCHNITT: Ein Hochhaus

Ein Maler nimmt eine Plane und einen Farbeimer aus seinem Lieferwagen und geht damit in ein Hochhaus. Er betritt eine leerstehende Wohnung, die er von innen verschließt. Dann wickelt er aus der Plane ein Gewehr aus und fixiert das Gewehr mit dem Band einer Jalousie. Er richtet die Waffe nach unten, wo eine jubelnde Menschenmenge dem Bürgermeisterkandidaten Warren St.Claire zuhört, der eine Wahlkampfveranstaltung abhält.

SCHNITT: Der Bürgermeisterkandidat redet, während sein Assistent Gavin im Hintergrund letzte Anweisungen gibt.

St. Claire: Ich freue mich, dass Sie so zahlreich gekommen sind! Das klingt so, als wären Sie bereit für den Wechsel. Ja! Hab ich Recht oder nicht?

Gavin: Die Band fängt erst an, wenn die Ballons aufsteigen, okay?

St. Claire: San Francisco hat eine einfache Entscheidung zu treffen.

Gavin: Warten Sie auf mein Stichwort!

St. Claire: Wollen wir auf der Stelle treten, oder wollen wir weiterziehen?

Die Menschenmenge jubelt, der Attentäter hat den Bürgermeister im Visier seines Gewehrs.

St. Claire: Ich kann Sie gut verstehen.

Gavin: [setzt sich neben die Frau von St.Claire] Hey, wie geht's denn so?

Miranda: Ich krieg noch Kiefersperre, Gavin. Wann kann ich denn aufhören, zu lächeln?

Gavin: Daran werden Sie sich gewöhnen müssen, Miranda. Als Sie mich engagiert haben, hab ich Ihnen gesagt: Das Rathaus ist erst der Anfang. Ich bin Ihr Moses. Ich werde Sie und Ihren Mann in das gelobte Land führen.

St. Claire: Wie mein alter Herr immer zu sagen pflegte...

Miranda: Ich kenn jetzt Sacramento, Gavin. Das ist wohl kaum das gelobte Land!

Miranda: Vergessen Sie Sacramento! Ich spreche vom Weißen Haus.

St. Claire: Und vergessen Sie nicht: Wenn Sie mich wählen, bekommen Sie zwei Bürgermeister zum Preis von einem. Meine Frau Miranda!

Die Menge jubelt, Miranda steht auf und geht auf Warren zu.

St. Claire: Und das ist nicht nur so dahingeredet! Ich bin bereit, diesen Weg zu gehen. Sind Sie bereit, mir zu folgen?

Die Menge jubelt und brüllt „Ja!“ Die Band beginnt zu spielen, plötzlich schießt der Attentäter und trifft einen von den Leibwächtern. Die Menge bricht in Panik aus, Polizisten ziehen ihre Waffen, der Attentäter schießt erneut.

Gavin: [zeigt auf ein Hochhaus] Er ist da oben!

Officer: Wo denn? Wo denn?

Gavin: Da oben!

Officer: Alle Einheiten herschicken!

 

SCHNITT: Das Polizeirevier

Captain Stottlemeyer sitzt in seinem Büro und telefoniert. Lieutenant Disher, sein Assistent, steckt den Kopf zur Tür herein.

Stottlemeyer: Okay, ich ruf zurück. Ich ruf zurück! Okay. [legt auf]

Disher: St. Claire hat wieder eine Erklärung abgegeben.

Stottlemeyer: Gibt er uns dafür die Schuld?

Disher: Bisher noch nicht. Nur das übliche Blabla, daß er sich nicht zum Schweigen bringen läßt.

Stottlemeyer: Der gibt uns noch früh genug die Schuld dafür. Früher oder später tut das doch jeder! Wir werden auch eine Erklärung abgeben. Ist noch jemand von der Presse da?

Disher: Die Frau von Channel 3.

Stottlemeyer: Die hübsche?

Disher: Nein, die andere.

Stottlemeyer: Na egal!

Disher: Gut. Wer tritt vor die Kamera?

Stottlemeyer: Ich. Ich mach das schon. Die Leute sollen sehen, daß die Polizeiführung Verantwortung trägt.

Disher: Ja, Sir.

Stottlemeyer: Wissen wir schon was über den Schützen?

Disher: Die Jungs von der Spurensicherung sind immer noch am Tatort. Da kommt der stellvertretende Bürgermeister.

 

Der stellvertretende Bürgermeister tritt ein.

Stottlemeyer: Oh, Sheldon Burger! Wer hat Sie denn von der Leine gelassen?

Burger: Ich komm gerade aus dem Krankenhaus. Der Leibwächter hat es nicht geschafft. Der Bürgermeister kommt gerade aus Sacramento zurück. Ich muß Ihnen wohl nicht erklären, Captain: Das könnte ein Himmelfahrts- Kommando werden.

Stottlemeyer: Ich verstehe.

Burger: Wenn wir das nicht mit einem Freistoß lösen, wird man uns als Idiot hinstellen.

Stottlemeyer: Ich bin kein Idiot, Sheldon! Wir setzen jeden verfügbaren Mann darauf an!

Burger: Glaub ich nicht! Der Bürgermeister sagt, das kann nur Ihr alter Freund.

Stottlemeyer: Monk?

SCHNITT: In Sharonas Wagen

Sharona fährt, Monk sitzt auf dem Beifahrersitz und hat ängstlich die Schultern hochgezogen.

Monk: Bus!

Sharona: Ich kann's immer noch nicht glauben. Der Bürgermeister persönlich will uns!

Monk: Sehen Sie den Bus da vorne?!

Sharona: Das ist sensationell. Das ist der erste Schritt zurück in die Truppe!

Monk: Ich habe bereits einen Job. Schon vergessen? Einfädeln, einfädeln! Was machen Sie denn? Auf welcher Spur fahren Sie eigentlich?

Sharona: Wollen Sie fahren? Dann sitze ich da und brülle und mache Sie verrückt. Denn Sie MACHEN mich verrückt, Adrian!

Monk: Schon gut, tut mir Leid. Da ist rot! ES IST ROT! Wirklich, da war rot!

SCHNITT: Vor dem Polizeirevier.
Stottlemeyer und Disher stehen vor dem Gebäude, umringt von einer Meute von Journalisten. Sharona und Monk bahnen sich einen Weg durch die Menge.

Sharona: [zu den Journalisten] Schon gut, Leute! Nein, tut mir Leid. Heute keine Stellungnahmen.

Disher: [leise] Wen haben wir denn da? Den defekten Detective!

Stottlemeyer: Hallo Monk! [schüttelt Monk die Hand]

Monk: Captain!

Stottlemeyer: Sharona!

Monk: Lieutenant! Lieutenant!

Sharona: Hi! [gibt Adrian ein Tuch]

Stottlemeyer: Sie sehen gut aus. Dr. Kroger sagt, Sie gehen wieder unter Menschen.

Sharona: Es geht wirklich voran! Ich kann manchmal gar nicht mit ihm Schritt halten.

Stottlemeyer: Ausgezeichnet! Tja, der Kandidat wartet oben auf uns. [alle gehen ins Gebäude] Eins möcht ich noch klarstellen: Sie sind hier, weil der Bürgermeister glaubt, Sie könnten übers Wasser gehen. Aber Sie sind Zivilist, Monk! Sie haben nur den Status eines Beobachters. Okay, wenn wir da drin sind, werde ICH reden. Sie sagen gar nichts, verstanden? Hören Sie, Monk! Als ich Ihnen vor drei Jahren die Marke abnahm, hab ich gesagt, ich würde mich sehr freuen, Sie wieder an Bord begrüßen zu können. Und es war ernst gemeint. Aber offenbar sind Sie noch nicht so weit!

Monk: Reden jetzt Sie oder die Uniform?

Stottlemeyer: Ich BIN die Uniform, Monk! Das haben Sie schon nicht verstanden, als ich Ihr Vorgesetzter war. Kommen Sie mir nicht in die Quere, und alles wird gut!

Monk: Ja, Sir! Und ich bin sicher, Karen und Sie werden Ihre Probleme lösen.

Stottlemeyer: Was haben Sie gerade gesagt?

Monk: Sie und Ihre Frau - Sie haben doch ein paar Probleme!

Stottlemeyer: Was soll der Schwachsinn? Karen und mir geht's gut! Wir sind ein Traumpaar!

Monk: Natürlich, Sir! Ich hab mich geirrt. Ich bin froh, mich geirrt zu haben. [geht an Stottlemeyer vorbei]

Stottlemeyer: Hey Monk! Kommen Sie her! Woher wissen Sie das?

Monk: Sie haben sich nicht gründlich rasiert. Karen wär das aufgefallen. Und Ihre Krawatte - sie hat sie immer gebunden. Sie macht den doppelten Windsorknoten. Schlußfolgerung: Sie haben sich allein angezogen. Und der [zeigt auf den Pappbecher] Ramada-Inn-Becher! Sie sollten ihr vielleicht 'n paar Rosen schicken.

Stottlemeyer: Wenn wir da drinnen sind, sagen Sie keinen Ton!

In einem Konferenzraum.

Gavin: Nein, nein, vergessen Sie's! Wir liegen vier Prozentpunkte hinten und haben noch zehn Tage! Ich stecke unseren Mann nicht in 'ne Glasbox!

Stottlemeyer: Niemand will irgendwen in eine Glasbox stecken, Mr. Lloyd.

Disher: Wir wollen nur Ihre Auftritte in der Öffentlichkeit begrenzen. Und Ihren Zeitplan nicht im Voraus bekannt geben.

Gavin: Oh, ein toller Vorschlag! Vielleicht sollten wir uns mit der ganzen Kampagne in einen Keller verkriechen. Wie wär das?

St. Claire: Also Gavin, das ist nicht fair. Der Captain macht doch nur seine Arbeit!

Stottlemeyer: Mr. St. Claire, wer könnte hinter diesem Anschlag stecken? Vielleicht ein früherer Angestellter?

Miranda: Oder eine Ex-Frau? Oder ein Gewerkschafter! Ich kenne ein paar frühere Geschäftspartner, die uns keine Weihnachtskarten mehr schicken. Da habt ihr wirklich eine harte Nuß zu knacken!

St. Claire: Ein Mann, der keine Feinde hat, hat nichts auf die Beine gestellt.

Jesse: Warren, wollen Sie das wirklich durchziehen? Niemand würde es Ihnen verübeln, wenn Sie jetzt aussteigen.

St. Claire: Jesse! Früher haben Sie mal gesagt, aussteigen sei ein Schimpfwort.

Stottlemeyer: Entschuldigung, man hat uns nicht vorgestellt. Tut mir Leid, wer sind Sie?

Jesse: Jesse Goodman. Ich leite die Kampagne. Vizepräsident - Querstrich - besorgter Freund.

Während des Gesprächs ist Monk im Zimmer herumgelaufen und hat Akten gerade gerückt, eine Tafel ordentlich hingestellt und steht jetzt vor einer Wandtafel, in die lauter Stecknadeln gesteckt sind.

St. Claire: Ich könnte nicht kandidieren, wenn Jesse nicht alles dirigieren würde. [sieht, daß seine Frau einen Drink nimmt] Baby! Brauchst du das jetzt?

Miranda: Ja, allerdings! Gestern hat jemand versucht, meinen Mann unmittelbar neben mir zu ermorden.

Stottlemeyer: [sieht das Monk die Nadeln entfernt und an anderer Stelle wieder einsteckt] Monk!

Miranda: Entschuldigen Sie mal! Was ... Was machen Sie denn da?

Monk: Ich bring da nur Ordnung rein. Ich bring da nur Ordnung rein.

Gavin: Das gibt's doch nicht! Was soll das? Das ist farbkodiert - nach Wahlbezirken! Ich habe drei Wochen dafür gebraucht!

Monk: Entschuldigung!

Stottlemeyer: Monk!

Miranda: [zu Monk] Zu welchem Dezernat gehören Sie?

Stottlemeyer: Ma'am, das ist Adrian Monk. Er ist nicht mehr bei der Polizei. Er ist nur als Berater hier.

Monk: Ich kann sie wieder so ordnen, wie sie waren.

Gavin: Nein! Nein! Nein! Stopp! Sie können sich unmöglich daran erinnern, wie das war!

Sharona: Doch, kann er! Das kann er!

Monk: Ja, kann ich. Es wird wirklich nicht lange dauern. Geben Sie mir eine Sekunde!

Monk hatte die Tafel umgedreht, doch Gavin will sie wieder zurückdrehen. Es entsteht ein kurzes Gerangel, bei dem sich alle Nadeln lösen und auf den Tisch fallen.

Sharona: Adrian, lassen Sie die Tafel los! Ha!

SCHNITT: Einige Zeit ist vergangen. Adrian steckt die Nadeln wieder an die Tafel, alle anderen sitzen an dem Konferenztisch.

Gavin: Captain, Sie sagten, er wär nicht mehr bei der Polizei?

Stottlemeyer: Er hat so 'ne Art Jagdschein bekommen.

Disher: Eine psychisch bedingte Entlassung.

Sharona: Eine vorübergehende Suspendierung!

Disher: Psychisch bedingt!

Sharona: Eine vorübergehende Suspendierung! Nächste Woche steht eine Überprüfung an.

Miranda: Ist das ein Scherz? Da versucht jemand, meinen Mann umzubringen und Sie schicken uns Rain Man?

Stottlemeyer: Mrs. St. Claire, ich kann Ihnen versichern: Dass wir Mr. Monk hinzuziehen, ist ein Hinweis darauf, wie ernst wir diesen Fall nehmen.

Gavin: Ist er ... [macht eine Geste die besagen soll „Ist er durchgedreht?“]

Sharona: Nein! Es ist mehr eine Art von Angstpsychose. Ausgelöst wird so eine Psychose häufig von einem einzigen traumatischen Ereignis.

Miranda: Hat ihm einer mit 'ner Schaufel was übergezogen?

Sharona: Seine Frau ist vor vier Jahren getötet worden. Durch eine Autobombe.

Monk: Ja! [hat alle Nadeln wieder richtig reingesteckt]

Gavin: Unglaublich!

Monk: Warten Sie! [ändert noch schnell zwei Nadeln] So. Jetzt würde ich gerne sehen, von wo aus geschossen wurde.

 

SCHNITT: Die Wohnung aus der geschossen wurde

Captain Stottlemeyer, Disher, Sharona, Monk und ein Officer sind in der Wohnung. Adrian sieht sich um, die anderen schauen ihm zu.

Officer: Was macht er da?

Sharona: Das ist wirklich beeindruckend. Es ist diese Mischung aus Zen und Sherlock
Holmes.

Nachdem sich Monk gründlich umgesehen hat, hebt er den Arm und zeigt auf eine Schnur an der Jalousie.

Stottlemeyer: Was?

Monk: Er hat diese Schnur zur Stabilisierung beim Zielen benutzt. Das hab ich schon mal gelesen. Im Handbuch für die Green Baretts - Spezialeinsatz-Kommando.

Stottlemeyer: Schon möglich.

Monk: Captain, würden Sie das mal kurz halten? [gibt ihm einen Stock] Halten Sie es hoch! Wie ein Gewehr.

Stottlemeyer: Gut.

Monk: Wie groß sind Sie? - 1,83.

Monk: Wirklich?

Stottlemeyer: 1,80.

Monk: Unser Mann ist größer: 1,90. Vielleicht 1,93. Genau wie in Santa Clara!

Stottlemeyer: Wie was?

Sharona: Der Mordanschlag in Santa Clara. Da sind wir auch beratend tätig.

Disher: Ja, davon hab ich gelesen. Ein ganz anderer Modus operandi.

Stottlemeyer: Sie glauben, es gibt eine Verbindung, weil dieser Typ groß ist? Lieutenant, geben Sie mir den Trainer der Warriors! Ich möchte wissen, ob all seine Jungs ein Alibi für Donnerstagmorgen haben.

Monk: Captain! Wissen Sie, wie viele Männer über 1,90 sind?

Stottlemeyer: Nein! Sie etwa?

Monk: Im Höchstfall 0,5 %. Die Wahrscheinlichkeit, daß zwei Männer in dieser Stadt in dieser Kategorie innerhalb von zwei Tagen einen Mordanschlag begehen, ist extrem gering.

Stottlemeyer: Und das alles nur wegen 'ner verdrehten Jalousiestrippe, Monk! Monk, das ist weit hergeholt - auch für Sie!

Monk: Das und er trug Schuh-Schoner. [riecht an der Gardine] Und er raucht Newports!

Stottlemeyer: Das ist keine Polizeiarbeit, das ist 'ne Kabarett-Show!

Monk: Er hat schon zwei umgebracht. Zwei. [sieht zum Fenster hinaus und sackt in sich zusammen]

Sharona: [führt Monk weg] Ach, das bedeutet nichts. Er hat nur Probleme mit sehr großen Höhen.

 

SCHNITT: Die Wahlkampfzentrale von Warren St.Claire

Adrian und Sharona gehen in Begleitung eines jungen Mannes zu einem Computer hinüber.

Mann: Kein Problem! Ich brauche nur einen freien Computer - dann kann ich ihren Namen checken. Ah ja, da ist einer! Oh, äh ... Also V-A-S ...

Sharona: Q-U-E-S. Nicole Vasques.

Mann: Ich kenn sie zwar nicht, aber das heißt gar nichts. Ich bin erst seit ein paar Tagen hier. Aber mal sehen! Sie gehört nicht zum Wahlkampfteam. Und steht auch nicht auf der Liste. Sorry!

Monk: Wie ist Ihr Name?

Drake: Drake.

Monk: Drake, ich bin Adrian Monk. Hier ist meine Karte. Wenn Ihnen was einfällt, rufen Sie an!

Drake: Na klar, sicher! [steckt die Karte unter seine Mütze] Okay.

 

SCHNITT: In einer Kirche

Die Beerdigung des ermordeten Leibwächters. St.Claire steht vor den Gästen und hält einen Rede. Der Verstorbene ist in einem offenen Sarg aufgebahrt. Sharona und Monk sitzen auf der Empore.

St. Claire: Was sagt man über einen Freund, der Kugeln abgekriegt hat, die für einen selbst bestimmt waren? Floskeln wie „Vielen Dank“ scheinen da nur leere Hülsen zu sein. Als ich hörte, dass Jason gestorben war,

Sharona: [flüstert] Dieser Typ ist zu gut, um wahr zu sein.

Monk: Vielleicht ist er ein anständiger Mann. Wäre doch möglich!

St. Claire: Und dann war ich bei Resa, Jasons Mutter. Und sie hat mich darauf hingewiesen, dass ihr Sohn niemals aufgegeben hat.

Sharona: Wissen Sie, was ich denke? Ich denke, er war's.

Monk: Wer?

Sharona: St. Claire! Diese Publicity ist unbezahlbar!

Monk: Ja.

St. Claire: Aufgeben ist niemals eine Alternative.

Sharona: Was meinen Sie dazu?

Monk: Ich glaube, dieser Fall und das Mädchen in Santa Clara hängen irgendwie zusammen.

Sharona: Und wer war's?

Monk: Jemand, der sie beide gekannt hat. Jemand ...

Sharona: Was suchen Sie denn?

Monk: Haben Sie meine Schlüssel? Ich kann meine Schlüssel nicht finden.

Sharona: Ich habe Ihre Schlüssel nicht! Adrian, beruhigen Sie sich! Ich habe Ihre Schlüssel nicht angerührt. Denn wenn ich Ihre Schlüssel anrühre, flippen Sie aus. Beruhigen Sie sich!

St. Claire: Die Demokratie des Todes ist ...

Sharona: Adrian, jetzt hören Sie schon auf damit!

Monk: Der muss doch irgendwo ... [sucht aufgebracht in seinen Taschen]

St. Claire: Wir wollen uns an Jason erinnern, so wie er war: An einen tapferen ...

Monk: Ich hab sie.

Sharona: Ich wusste, sie sind irgendwo!

Monk: Ich hab sie. Das ist toll. Okay. Eine unglaubliche Erleichterung!

Adrian schwenkt die Schlüssel hin und her und sie fallen über die Empore auf die Hand des Toten.

St. Claire: In wenigen Augenblicken werden wir den Sarg schließen ... und für immer von Jason Abschied nehmen.

Sharona: [sieht, daß Adrian den Schlüssel wiederhaben will] Ist doch egal! Wir haben Reserveschlüssel! Oh bitte nicht!

Monk: Nein, es ist der Schlüsselanhänger. Der Schlüsselanhänger hat Trudy gehört. Ich muss ... Ich muss dieses Schlüsselbund haben! Diese Büroklammer da ... Diese Büroklammer da ...

Sharona: Nein!

St. Claire: Ihr Schmerz und ihre Trauer ...

Sharona: Dafür kommen Sie direkt in die Hölle!

Monk: Ach, ich BIN in der Hölle!

St. Claire: Möge seine Liebe für immer in unseren Herzen und unseren Gebeten sein! Wir sollten weiterleben, als wäre er noch unter uns. Das würde ihn mit Freude erfüllen. Gönnen wir uns noch einen letzten Augenblick der Meditation! Schweigen! [Während der Rede hat Adrian Zahnseide aus der Tasche genommen und die Büroklammer daran befestigt. Jetzt läßt er das Band herunter und angelt damit nach dem Schlüssel] Und jetzt, alter Freund, nehmen wir ein letztes Mal Abschied von dir.

St.Claire salutiert vor dem Verstorbenen, Adrian bekommt den Schlüssel zu fassen und zieht dabei den Ärmel mit hoch. Der tote Leibwächter „winkt“ jetzt der Trauergemeinde zu.

Trauergemeinde: [entsetzt] Oh!

SCHNITT: Vor der Kirche
Monk, Sharona, St.Claire und dessen Frau Miranda stehen am Eingang der Kirche.

Frau: Sie sollten sich wirklich schämen!

Miranda: [zu Monk] Liegen Sie nachts wach und überlegen sich, wie Sie den Wahlkampf meines Mannes stören können?

St. Claire: Nicht doch! Miranda!

Monk: Nein, Ma'am. Ich liege nachts wach und versuche, an überhaupt nichts zu denken.

St. Claire: So etwas passiert nun mal! Gott, für einen Moment dachte ich, ich hätte einen neuen Wahlkampfslogan: „Stimmen Sie für St. Claire, er kann Tote aufwecken!“ Wo ist mein junger Freund?

Jesse: Hier, Sir!

St. Claire: Bringen Sie Miranda bitte nach Hause! [geht]

Jesse: Natürlich.

Monk: Mrs. St. Claire, ich hätte da ein paar Fragen.

Miranda: Zunächst möchte ich Sie etwas fragen. Wie können Sie überhaupt irgendetwas ermitteln? Man hat mir gesagt, Sie hätten Phobien vor Bakterien, Dunkelheit, Höhen, Menschenmengen und… Milch!

Sharona: An der Milch arbeiten wir gerade. Bei der Milch macht er gute Fortschritte.

Miranda: Ha!

Monk: Mrs. St. Claire, ich merke, Sie sind etwas aufgebracht. Aber ich kann Ihnen erklären, warum der Schlüssel fiel. Ich war in Gedanken bei einem anderen Fall. In Santa Clara wurde eine junge Frau getötet. Eine Nicole Vasques. Kennen Sie sie zufällig? [zeigt ihr ein Bild]

Miranda: Nein.

Monk: Nein?

Miranda: Nein!

Monk: Sir! Sir, haben Sie sie gekannt? Nicole Vasques?

St. Claire: Äh ... Nein, sollte ich?

Monk: Nein. Nein, nicht notwendigerweise. Verzeihen Sie!

St. Claire: Jesse!

Monk: Ma'am, sehen Sie sich das Foto noch mal an! Nicole Vasques!

Miranda: Ich bin sicher, daß ich diese Frau nie gesehen hab. Aber eins weiß ich sicher: Wenn mein Mann zum Bürgermeister gewählt wird, werden Sie nie wieder in dieser Stadt arbeiten. Gehen wir!

Monk: [zu Sharona] Sind Sie als Wählerin eingetragen?

Sharona: Ich gehe nie zur Wahl. Das würde diese Leute nur ermutigen. Ach, verschwinden wir! Das macht mich ganz krank. Wissen Sie, wie groß das Vermögen ihres Mannes ist?

Es beginnt zu regnen und Adrian und Sharona laufen schnell zum Wagen.

Monk: Nein.

Sharona: 150 Millionen Dollar!

Monk: Hier! [gibt Sharona den Autoschlüssel]

Sharona: Das haben die heute Morgen im Radio gesagt.

Monk: Ein handfestes Motiv. -

Sharona: Allerdings!

SCHNITT: Die Limousine des Bürgermeisters
Miranda sitzt auf dem Rücksitz mit einem Drink in der Hand. Jesse sitzt neben ihr. Adrian beobachtet die Szene.

Jesse: Willst du dich damit umbringen?

Miranda: Schon möglich.

 

SCHNITT: Auf dem Polizeirevier

Monk und Sharona warten auf Stottlemeyer.

Stottlemeyer: Miranda St. Claire hat persönlich den Bürgermeister angerufen. Konnten Sie sich nicht einen neuen Schlüsselanhänger kaufen?

Sharona: Es war ein Geschenk von Trudy - und damit unersetzbar.

Disher: Captain, ich hab hier den Bericht der Spurensicherung. Es handelt sich um Hohlprojektile. Beim Einschlag verformen sie sich.

Stottlemeyer: Schwierig zurückzuverfolgen, hm?

Disher: Ja, aber wir hatten Glück. Eins der Projektile war noch intakt. Und wir kennen die Waffe: Ein Weatherby Fibermark-Gewehr aus Großbritannien!

Monk: Großbritannien. Für große Entfernungen. Bevorzugt von Söldnern und paramilitärischen Gruppen.

Disher: Das stimmt. Er hat Recht!

Stottlemeyer: Dann stellen Sie mal 'ne Liste mit allen Waffen- und Munitionsverkäufen zusammen!

Disher: Ja, Sir!

Monk: Überprüfen Sie dabei auch gleich den Fall Nicole Vasques?

Stottlemeyer: Wen?

Sharona: Den Mordfall in Santa Clara.

Disher: Sir, Ihr ...

Stottlemeyer: Die Fälle haben nichts miteinander zu tun, Monk! Sie arbeitete für eine Behörde, er kandidiert als Bürgermeister. Sie hatte eine billige Mietwohnung, er besitzt Häuser in der ganzen Welt. Sie wurde erstochen, er wurde erschossen. Vergessen Sie's! [geht]

Sharona: Und? Vergessen wir's?

Monk: Natürlich nicht!

Sharona: Und was machen wir jetzt?

Monk: Wir folgen dem Geld. Das wollte ich schon immer mal sagen! [geht mit Sharona hinaus]

 

SCHNITT: In einem Kindergarten

Miranda St.Claire sitzt inmitten von vielen kleinen Kindern und liest ihnen aus einem Buch vor. Monk und Sharona stehen im Hintergrund und hören zu. Auch die Presse ist anwesend und schießt Fotos.

Miranda: „Und die Königin sagte zu ihrem Hofarzt: Ich mache mir solche Sorgen um die Prinzessin! Sie besitzt so viele Smaragde und Rubine. Und alle Juwelen des Königreichs. Aber sie lacht niemals. Wer kann die Prinzessin zum Lachen bringen? Also riefen sie den Hofnarren. [ein Kind hustet] Der Hofnarr war der albernste und komischste Narr, den es je gab. Das wußte jeder. Seine Schellen erklangen, als er in den Hof gerollt kam. Meine Königin hat mich gerufen, rief er singend und verbeugte sich. Hofnarr, sprach die Königin, die Prinzessin hat vergessen, wie man lacht. Und hiermit beauftrage ich dich, ihr Lachen wieder an den Hof zurückzuholen. Wann soll ich anfangen, fragte er. Genau in diesem Moment trat die Prinzessin in den Hof des Schlosses und alles verstummte. [mehrere Kinder husten] Entweder jetzt oder nie, rief sie. Der Narr drehte sich um, begrüßte die Prinzessin und verbeugte sich. Schlug einen Purzelbaum, und als er aufstand, wuchsen Blumen in seiner ..."

Ein kleiner Junge, der neben Monk steht, bohrt sich in der Nase und steckt dann den Finger in den Mund. Monk, der sich beim Husten der anderen Kinder schon den Rollkragen bis über das Gesicht gezogen hat, schreit nun auf und weicht beim Läuten der Schulglocke erschrocken zurück.

Monk: Aaah!

Sharona: Alles in Ordnung?

Monk: Ja, mir geht's schon besser. [nach einem Blick auf Miranda] Wie ist ihre Laune?

Sharona: Auf dem Tiefpunkt.

Miranda: Kann ich bitte noch mal vorbei?

Sharona: Da ist sie. [zu Miranda] Hey, Sie können toll mit Kindern umgehen!

Miranda: Ja, ist nicht so schwierig. Hauptsache, man hat selbst keine! Bringen wir's hinter uns! Ich muß noch zu einer Wohltätigkeitsveranstaltung in Denver.

Monk: Natürlich, natürlich. Ich, äh ... Ich hab auch nur noch ein paar Fragen, Mrs. St. Claire. Reine Hintergrund-Informationen. Wirklich! Ähm ... Haben Sie eigentlich ein Bankkonto auf Ihren Namen?

Miranda: Nein.

Monk: [zu Sharona] Wollen Sie sich nicht ein paar Notizen machen?

Sharona: Ich kann mir das alles merken!

Monk: Ja, aber vielleicht schreiben Sie's trotzdem auf.

Sharona: Glauben Sie, ich kann mir das nicht merken?

Monk: [zu Miranda] Wie lange sind Sie schon mit Warren verheiratet?

Miranda: Fünf Jahre.

Monk: Das ist bestimmt nicht leicht. Er ist so beschäftigt! Und jetzt will er auch noch Bürgermeister werden. Ich könnte mir vorstellen, daß es ziemlich stressig ... Aaah!

Monk, der während des Gesprächs versucht hatte, sich auf einen viel zu kleinen Stuhl zu setzen, fällt jetzt damit fast um.

Miranda: Sie waren auch verheiratet, hm?

Monk: Ja. War ich.

Miranda: Dann muß ich Ihnen wohl nicht sagen, daß es in jeder Ehe Streß gibt. Deswegen nennt man es ja auch Ehe! Sonst noch etwas?

Monk: Ja. Werden Sie nachher noch Mr. Goodman sehen?

Miranda: Jesse?

Monk: Jesse.

Miranda: Warum fragen Sie das?

Monk: Tja, falls Sie ihn sehen ... Würden Sie ihm ausrichten, er möchte mich anrufen? Ich würde gerne mit ihm reden und ... Na ja, FALLS Sie ihn sehen.

Miranda: Wollen Sie mir etwas unterstellen, Mr. Monk?

Monk: Ich weiß nicht. Könnte Anlaß dazu bestehen?

Miranda: Ach. Mr. Monk! Sie scheinen ein intelligenter Mensch zu sein. Gelegentlich. Warren ist der erste Mann in meinem Leben, der bei mir nie aufgegeben hat. Ich hätte diese Kugel auf mich gelenkt, wenn ich ihn damit hätte retten können. Das müssen Sie mir glauben!

Monk: Mrs. St. Claire! Ich muß Ihnen zwar zuhören, aber ich muß Ihnen nicht glauben.

Miranda: Dann kann ich ja jetzt wohl gehen! [geht]

Sharona: Sie war es. Ich hab nicht den geringsten Zweifel daran.

Sharonas Handy klingelt.

Sharona: Hallo? Adrian, ist für Sie. Okay?

Monk: Ja, hier Monk.

Drake: Oh, Mr. Monk! Hier ist Drake vom St.-Claire-Wahlkampfteam. Ich glaub, ich hab etwas für Sie.

Monk: Wann können wir uns sehen?

Drake: Eigentlich wollt ich gleich losfahren. Wir könnten uns doch bei Ihnen treffen! Ich bin in etwa 'ner halben Stunde da.

Monk: Einverstanden. Bis gleich!

SCHNITT: Die Wahlkampfzentrale.
Drake steht am Telefon, Gavin geht vorbei.

Gavin: Ein Privatgespräch?

Drake: Nein, Sir!

Gavin: Gut!

Monk: [am Telefon] Könnte sein, daß ich mich etwas verspäte.

Gavin: Okay, Leute! Ich liebe jeden Einzelnen von euch. Aber diese Umschläge füllen sich nicht von allein!

SCHNITT: Drakes Wagen
Drake sitzt am Steuer und hört fröhliche Musik. Unvermittelt kommt ein Mann auf die Straße gelaufen und beginnt die Frontscheibe seines Wagens zu putzen.

Drake: Oh nein. Nein! Nein, nein, nein, nein, nein, nein! Nein! Nein danke! Nein, nicht heute! Ich hab sie gerade geputzt, okay? Ach, was soll's? Schon gut, schon gut! [kramt nach Geld und wird plötzlich von dem Mann niedergeschlagen] He! Aah!

SCHNITT: An einer Unfallstelle im Wald
Ein Auto ist die Böschung heruntergefahren. Stottlemeyer und Disher sind zum Fahrzeug heruntergestiegen, Monk und Sharona stehen noch auf der Straße

Disher: He, Captain! Captain! Captain! Vorläufiges Ergebnis: Wahrscheinlich ein Unfall. Schwere Kopfverletzungen.

Stottlemeyer: Mhm. Alles klar.

Sharona: Captain? Captain! Liegen irgendwelche Unterlagen im Wagen? Etwa ein Notizbuch?

Stottlemeyer: Nein.

Sharona: [gibt die Information an Adrian weiter] Captain?

Stottlemeyer: Ja?

Sharona: Was ist mit seiner Kappe?

Stottlemeyer: Was?

Sharona: Er hat seine Notizen gern unter seiner Kappe versteckt.

Stottlemeyer: [zu Disher] Hat das Opfer 'ne Kappe getragen?

Disher: Wir haben nichts gesehen.

Stottlemeyer: Er hat keine Kappe getragen.

Sharona: Er hat anscheinend keine Kappe getragen.

Stottlemeyer: Was wird denn das? Kommen Sie doch runter! Der Unfallort ist hier unten.

Monk: [zu Sharona] Ich hab nicht die richtigen Schuhe an.

Sharona: [zum Captain] Dafür hat er heute nicht die richtigen Schuhe an.

Stottlemeyer: Er hat nicht die richtigen Schuhe an. Tja, dann gibt's hier nicht mehr viel zu tun! Der Gerichtsmediziner war schon da. Offenbar ein Autounfall. [kommt die Böschung herauf]

Monk: Nein. Nein, das war kein Unfall. Es sind keine Bremsspuren auf der Straße.

Stottlemeyer: Weil sie naß ist! Sie sind nicht der einzige Detective, Monk! Ich habe auch nach Bremsspuren gesucht! Aber so was passiert ja in den Bergen öfter. Er ist mit fast 100 Sachen in die Kurve gefahren. Bumm!

Monk: Nein, das ist 'ne Inszenierung. Er ist woanders ermordet worden.

Stottlemeyer: Vielleicht können Sie mir auch sagen, wo dieser Mord stattgefunden hat! Das würde die Sache vereinfachen.

Monk: Cole Avenue, Ecke 17. Straße.

Stottlemeyer: Woher wollen Sie das denn wissen?

Monk: Wir wollten uns vor meinem Haus treffen. Wahrscheinlich fuhr er über die Cole. Ich nehme an, er wurde an dem Stoppzeichen an der 17. ermordet.

Stottlemeyer: Wieso an der 17.?

Monk: Da ist ein Obdachlosenasyl. Die putzen da für ein paar Münzen die Scheiben. Ich glaube, jemand hat sich dem Wagen genähert und dann mit dem Scheibenputzen angefangen und ihn überfallen. Die Windschutzscheibe kann man sogar von hier aus besser sehen. Die Fahrerseite ist sauber, die Beifahrerseite schmutzig.

Stottlemeyer: [zu Disher] Überprüfen Sie die Windschutzscheibe!

Sharona: Er glaubt Ihnen, Adrian! Entschuldigen Sie, Officer!

Stottlemeyer: [zu sich selbst] So ein verdammter Mistkerl!

Sharona: Adrian, dieser Officer wird Sie nach Hause bringen, okay? Danke! Benehmen Sie sich ordentlich, er ist bewaffnet!

Monk: Warum? Wo fahren Sie denn hin?

Sharona: Ich habe ein Date. Das wissen Sie doch!

Monk: Aber ich dachte, das wäre ein Scherz.

Sharona: Sie dachten, das wär ein Scherz? Was? Trauen Sie mir etwa kein Date zu?

Monk: Nein, so hab ich das nicht gemeint.

Sharona: Was spricht dagegen, daß ich ein Date habe, Adrian?

Monk: Gar nichts. Entschuldigung! Es ist nur ... Heute ist Dienstag! Unser Gemüsekuchen-Abend!

Sharona: Oh, jetzt kommen Sie nicht damit! Mein elfjähriger Sohn kann einen Gemüsekuchen machen! Wir sehen uns dann, okay?

 

SCHNITT: In Monks Wohnung

Adrian ist in der Küche und kocht. Nebenher telefoniert er mit Benji, Sharonas Sohn.

Monk: Alles klar, alles klar! Langsam! Augenblick! Sekunde noch! Okay, wie war das? Eine dreiviertel Tasse? Drei Viertel?

Sharona: Benjy, mit wem telefonierst du?

Benjy: Mit niemandem.

Sharona: Gib mir das Telefon! Monk? Sind Sie das? Hey, ich lege jetzt auf. Rufen Sie bitte nicht noch mal an! Benjy muß noch Hausaufgaben machen!

Monk: Nicht auflegen! Nein! BENJY, RUF MICH ZURÜCK! BITTE!

SCHNITT: In einem Restaurant.
Sharona sitzt mit einem Mann an einem Tisch.

Mann: Klingt ziemlich durchgeknallt.

Sharona: Der schlimmste Job, den ich je hatte.

Mann: Ach ja? Warum kündigen Sie dann nicht?

Sharona: Weil es auch der BESTE Job ist, den ich je hatte. Ich erlebe Abenteuer. Und ich finde es spannend, Bösewichter hinter Gitter zu bringen! Ich fühle mich wie ... Wie heißt sie noch mal? Supermans Freundin?

Mann: Lois Lane!

Sharona: Ich bin Lois Lane.

Mann: Ja.

Sharona: Wie viele Krankenschwestern können das von sich sagen? Nicht viele! Nicht viele.

Mann: He, das steht Ihnen sehr gut.

Sharona: Was? Das Kleid?

Mann: Das Lächeln.

Sharona: Danke!

SCHNITT: Adrians Küche
Adrian kocht noch immer und hat dabei den Fernseher eingeschaltet.

TV-Sprecher: Die Polizei rätselt immer noch über die Hintergründe des Anschlags eines Heckenschützen auf den Bürgermeisterkandidaten Warren St. Claire. Die Ermittlungen bei diesem Attentatsversuch von letzter Woche kommen einfach nicht voran. Jetzt sind neue Video-Aufnahmen an die Öffentlichkeit gelangt. Aufgenommen von einem Touristen, der zufällig am Tatort war. Wir möchten Sie warnen, denn diese Aufnahmen sind sehr drastisch. Wir sehen hier, wie die Schüsse den Leibwächter von St. Claire tödlich treffen.

SCHNITT: Im Restaurant

Mann: Auf das Maßhalten! In allen Dingen. Außer der Liebe.

Monk kommt herein und geht direkt zu Sharonas Tisch hinüber.

Sharona: Monk! Was machen Sie denn hier?

Monk: Ich hab die Nachrichten gesehen. Es gibt ein neues Video mit dem St.-Claire-Anschlag. Irgendetwas paßt da einfach nicht zusammen!

Mann: Mr. Monk, nehm’ ich an.

Monk: Dann sind Sie bestimmt Carl aus dem Fitness-Club.

Mann: Mhm.

Mann: Tja ... Wollen Sie sich nicht zu uns setzen?

Sharona: Nein, das wollte er nicht! Wie heißt das Sprichwort? „Drei sind einer zu viel.“ Und Monk haßt Menschenmengen. Nicht wahr?

Monk: Ach. Mir geht es gut, wenn Sie in der Nähe sind. [setzt sich an den Tisch] Man, das ist wirklich schön! Nicht wahr?

Sharona: Entschuldigung! Worüber ... worüber haben wir gerade gesprochen?

Mann: England.

Sharona: Mein Gott, stimmt ja. England. Carl hat erzählt. Er hat von seiner Zeit in England erzählt. Er war Rhodes-Stipendiat.

Monk: Nein, ist nicht wahr!

Sharona: Doch!

Monk: Mhm.

Sharona: Ja, und er machte den Abschluß magna cum lauda.

Monk: Cum laude!

Sharona: Genau! Ich weiß. Und jetzt hat er seine eigene Anwaltskanzlei. Spezialisiert auf Showstars. Stellen Sie sich vor, wen er vertritt! Darf ich's ihm sagen?

Mann: Ja, sicher.

Sharona: Francis Ford Coppola!

Monk: Oh, den!

Mann: Ja, aber keine große Sache. 'ne Boulevardzeitung hat über ihn geschrieben, er wär bei der Oscar-Verleihung betrunken gewesen. Jetzt verklagen wir die wegen übler Nachrede.

Sharona: Das ist doch schon was!

Monk: Ich weiß nicht, was ich tun soll. Ich bin nicht besonders gut darin. Na schön: Dieser Mann lügt eindeutig. Er ist kein Anwalt.

Mann: Was?

Monk: In Oxford gibt es kein magna cum laude. Und eine Zeitung verklagt man wegen Verleumdung. Nicht wegen übler Nachrede. Ich halt schon die Klappe. Vergessen Sie, was ich gesagt habe! Ist halb so wild, Carl! [sieht auf Carls Essen] Also, das sieht ja ... Großer Gott, was ist das?

SCHNITT: Monk und Sharona haben das Restaurant verlassen. Sharona stürmt wütend davon, Monk folgt ihr.

Monk: Was hätt ich denn tun sollen? Ihn einfach weiterlügen lassen?

Sharona: Ja! Ja! Es war unser erstes Date! Taxi! Da gibt man gern ein bißchen an. Das ist doch vollkommen menschlich! Denken Sie, ich hätt ihm was von Benjy erzählt? Oder davon, daß ich Tänzerin in Atlantic City war? Nein!

Monk: Was für 'ne Art Tanz?

Sharona: Ich kann das einfach nicht mehr. Ich kündige.

Monk: Nicht schon wieder!

Sharona: Nein, diesmal ist es ernst gemeint. Meine Schwester wird meine Sachen abholen.

Monk: Was soll das? Sie wissen doch, daß Sie zurückkommen werden!

Sharona: Erzählen Sie mir nicht, was ich tun werde! Sie denken, Sie wüßten alles? Ob Sie's glauben oder nicht: So gut kennen Sie mich nicht.

Monk: Na schön. Gehen wir einfach wieder rein!

Sharona: Nein! Nein. Es ist zu spät. Hören Sie! Ich muß Verantwortung tragen - für den Jungen. Und ich glaube, ich muß mir einen normalen Job suchen, bevor ich noch völlig durchdrehe.

Monk: Wie ich? Wie ich? [Sharona setzt sich in ein Taxi] Na schön! Ich werde Sie nie vergessen.

Sharona: Sie vergessen doch nie etwas! [zum Fahrer] Delancey, Ecke 28.!

Monk geht durch die dunkle Stadt nach Hause. Er betritt seine Wohnung, geht an zwei Fotos von Trudy vorbei und setzt sich an den Schreibtisch. Dort geht er nochmals die Unterlagen von Trudys Unfall durch. Schließlich schläft er am Schreibtisch ein und träumt von seiner verstorbenen Frau.

 

SCHNITT: In der Garage des Polizeireviers

Die Spurensicherung untersucht das verunglückte Auto. Disher kommt mit einem Zettel in der Hand auf Stottlemeyer zu.

Stottlemeyer: Okay, dann lassen Sie mal hören!

Disher: Das haben wir unter dem Beifahrersitz gefunden. In seiner Kappe. Der dritte Name ...

Stottlemeyer: Ich sehe schon, ich sehe schon!

Disher: Sie war Wahlkampfhelferin. Vor zwei Monaten hat sie gekündigt. Deshalb stand ihr Name nicht mehr auf der Liste. Also hatte Monk Recht. Da gibt's eine Verbindung.

Stottlemeyer: Wie macht der das? Ich meine, ich hab zwei Augen, ich sehe alles, was er sieht, aber ich ... ich sehe nicht das, was er sieht!

Disher: Sir, wenn ich darf ... Was Monk tut, das sind doch bloß Tricks! Ich meine, kann er irgendwas hiervon? Kann er eine Ermittlung in der ganzen Stadt organisieren? Eine Abteilung führen? Die Truppe motivieren? Adrian Monk hat nicht halb so viele Qualitäten wie Sie! Er kann Ihnen nicht das Wasser reichen, Sir!

Stottlemeyer: Danke, Lieutenant! Nichtsdestotrotz ... brauchen wir ihn jetzt. Schaffen Sie ihn her!

Disher: Er ist nicht zu Hause.

Stottlemeyer: Dann ist er bei Sharona. Rufen Sie Sharona an!

Disher: Hab ich getan. Sie sagt, sie hat gekündigt.

Stottlemeyer: Sharona hat gekündigt? Heißt das, Monk ist allein? Da draußen in der Öffentlichkeit?

 

SCHNITT: Sharona Haus

Ein Mann klopft an die Eingangstür, Benji öffnet.

Benyi: Hallo?

Burger: Bist du Benjy?

Benyi: Ja. Wer sind Sie?

Burger: Ich bin Sheldon Burger, zweiter Bürgermeister. Fährst du gern Skateboard?

Benyi: Mom, Monk hat wieder Mist gebaut!

SCHNITT: Burger steht bei Sharona in der Küche.

Sharona: Vergessen Sie's!

Burger: Monk ist uns immer einen Schritt voraus. Ohne Sie funktioniert es aber nicht richtig. Die Stadt San Francisco wäre Ihnen zu Dank verpflichtet. [nimmt einen Keks] Wow, die sind echt gut! Haben Sie die gebacken?

Sharona: Das sind Oreos, Sheldon!

Burger: Ach ja?

Benyi: Steht doch dick und fett drauf!

Burger: Ach ja!

Sharona: Wie muß ich mir den Dank der Stadtvorstellen?

Burger: Sagen Sie's uns, Sharona! Alles, was Sie wollen!

Benyi: Eine Skateboardbahn! Mom, die sollen eine Skateboardbahn im Park bauen!

Sharona: Na schön! So sieht der Deal aus! Ich suche Monk und bringe ihn zurück, und Sie schulden mir einen Gefallen!

Burger: Welchen denn?

Sharona: Eines Tages wird es an Ihrer Tür klopfen. Egal, was ich sage, was auch immer ich wünsche, Sie sagen ja, okay?

Burger: Wenn es vernünftig ist.

Sharona: Dann vergessen Sie's!

Burger: Okay, okay, okay! Auch wenn's nicht vernünftig ist!

SCHNITT: Monk steht am Grab seiner Frau und spielt auf der Klarinette eine traurige Melodie. Sharona kommt hinzu.

Monk: Das war unser Song.

Sharona: Sie hat es sicher gehört.

Monk: Ich wüßte nicht wie. Sie ist doch seit 4 Jahren tot. Willkommen an Bord!

Sharona: Tun Sie nicht so, als wären Sie überrascht. Sie hatten Recht damit, daß die Fälle miteinander zu tun haben. Nicole Vasques hat als Wahlkampfhelferin für St. Claire gearbeitet. Was ist das für ein Gefühl, wenn man immer Recht hat?

Monk: Ein furchtbares!

Sharona: Kommen Sie! Gehen wir!

Monk: Ich weiß nicht, ob ich mir das zumuten kann.

Sharona: Adrian, Sie schaffen das schon.

Monk: Werden Sie mir je erzählen, was Sie in Atlantic City getanzt haben?

Sharona: Gesellschaftstänze.

Monk: Wirklich?

SCHNITT: In Adrians Wohnung.
Sharona und Adrian sind in der Küche. Im Fernsehen werden die Schüsse auf St.Claire gezeigt.

Monk: Wahlkampfhelferin ... Wahlkampfhelferin. Was hat sie da getan?

Sharona: Ach dies und das. Hauptsächlich in der Buchhaltung ausgeholfen. Nach 7 Wochen hat sie gekündigt. Man hat mir gesagt, das wäre nicht ungewöhnlich.

Monk: Was für eine kleine Versammlung?

Sharona: Wie oft wollen Sie sich das noch ansehen, Adrian? Sie verpassen noch „Der Preis ist heiß“!

Monk: Diese Kundgebung ... Warum hat Gavin Lloyd sie da stattfinden lassen? Unter der Woche? Mitten im Finanzdistrikt?

Sharona: Im Radio haben sie was über Gavin Lloyd gebracht. Offenbar war er ein genialer
politischer Shooting-Star. Doch jetzt will kaum einer was mit ihm zu tun haben.

Monk: Warum nicht?

Sharona: Na ja, es hat nie eine offizielle Anklage gegeben, aber angeblich ist einiges von den Wahlkampfspenden, die Gavin gesammelt hat, ganz plötzlich verschwunden gewesen.

Monk: Ach ja! Dabei ging es um einen Sitz im Senat. In North-Carolina. [wirft eine Konservendose in den Müll]

Sharona: Adrian! Was machen Sie da?

Monk: Da war eine Delle drin.

Sharona: Wo? Das kann man doch gar nicht sehen.

Monk: Ich bin wie ich bin. Wollen Sie sie?

Sharona: Natürlich will ich sie. Ich bin ja nicht geistesgestört. Oh, die hat auch eine Delle!

Monk: Nicht schlecht!

Sharona: Ich weiß. Ich kapier nicht mal, warum Sie da einkaufen, Adrian.

 

SCHNITT: Monk geht auf einem Bürgersteig entlang und berührt und zählt dabei jede Parkuhr. Schließlich geht er über die Straße, als plötzlich ein Auto anfährt und direkt auf ihn zukommt. Monk geht jedoch noch einmal zurück und berührt die Parkuhr, die er zuvor vergessen hat, was ihm das Leben rettet.

Monk: 105. 106. 107, 108. 109. 110. 122. 123, 124, ...

Der Wagen wendet und Arian läuft davon, natürlich berührt er im Laufen alle Poller und Parkuhren, denen er begegnet. Immer noch von dem Auto verfolgt läuft er in eine Seitenstraße und kann schließlich entkommen.

SCHNITT: Monk geht mit Sharona die Straße entlang und schildert ihr sein Erlebnis.

Monk: Sie hätten mich sehen müssen! Unglaublich! Ich hab es drauf! Ich bin abgetaucht! Ich bin gerannt! Ich hab’ Haken geschlagen!

Sharona: Das ist fantastisch, Adrian!

Monk: Verstehen Sie nicht? Das bedeutet, wir sind dicht dran! Wir machen jemanden nervös.

Sharona: Immerhin sind Sie schneller als ein Wagen.

Monk: Das war nicht mal mein schnellstes Tempo.

Sharona: Warum nicht?

Monk: Sie wissen doch.

Sharona: Haben Sie wieder alle Poller abgeklatscht?

Monk: Ja, ich hab keinen ausgelassen. [Sie sind in der Wahlkampfzentrale angekommen; am Eingang] Adrian Monk. Ich möchte zu Gavin Lloyd.

SCHNITT: Im Büro des Wahlkampfmanagers

Gavin: Wie alt war die?

Sharona: 25.

Gavin: Das ist ja herzzerreißend.

Sharona: Sie hat für Ihre Buchhalterin Flo gearbeitet. Letzten Sommer war sie etwa 7 Wochen lang hier.

Gavin: Diese jungen Dinger kriegen wir en masse bei jedem Wahlkampf. Wir nennen sie Zugvögel. Dann taucht der alte Freund wieder auf, sie kriegen einen neuen Job...

Monk: Flo hat gesagt, Sie hätten ein längeres Gespräch mit ihr geführt.

Gavin: Ich? Ja?

Monk: Ja, das war irgendwann im letzten Juli. Sie hatten ein längeres Gespräch mit ihr und danach ist sie nicht mehr zur Arbeit erschienen.

Gavin: Ich rede jeden Tag mit hundert Leuten oder mehr. Wir ... haben leider letzte Woche noch einen verloren. Ein Autounfall in Sausalito.

Monk: Ja. Davon haben wir gehört. Sir, ich würde nicht vorgeben, daß ich allzuviel von Politik verstehe. [wühlt im Abfalleimer herum, in dem sich geschredderte Akten befinden]

Gavin: Stimmen Sie einfach für Warren St. Claire - das reicht schon.

Monk: Aus welchem Grund haben Sie diese Veranstaltung auf der Plaza abgehalten?

Gavin: Im Herzen des Finanzdistrikts? Wir wollten der Geschäftswelt klar machen, daß Warren St. Claire auf ihrer Seite steht. Und es hat funktioniert. Haben Sie die letzten Umfrageergebnisse gesehen?

Monk setzt die Papierschnipsel wieder zu einem Dokument zusammen.

Monk: Ja, habe ich. Herzlichen Glückwunsch! [leise] Chicago.

Gavin: Äh ... Das hier ist ein vertrauliches Dokument.

Monk: Entschuldigung!

Gavin: Deshalb haben wir es auch zerschreddert.

Monk: Verzeihung!

Gavin: Ist schon okay. Ist okay. Ich mache Ihnen einen Vorschlag, Mr. Monk. Ich tue meinen Job. Sie tut ihren Job. Er tut seinen Job. Und Sie, Sir, Sie und Miss ...

Sharona: Fleming!

Gavin: Fleming gehen jetzt und tun ihren Job. Viel Glück!

Monk: Danke!

Gavin: Schon gut!

SCHNITT: Im Büro von Jesse Goodman.
Adrian und Sharona warten auf Jesse und betrachten derweil ein Bild, das an der Wand hängt.

Jesse: Mr. Monk? Tut mir Leid, daß Sie warten mußten.

Sharona: Ist schon okay. Wissen Sie, Mr. Goodman, dieses Bild hier ist sehr ... Wie soll ich das sagen? Es ist ...

Monk: …furchteinflößend!

Jesse: Dieses Werk habe ich gerade erst erstanden. Es ist ... Ich mußte es einfach haben.

Monk: Der Kunstgeschmack sagt viel über einen Menschen aus.

Sharona: Er war's, Monk.

Sharona: Nur ein paar Fragen, Sir. Wie lange arbeiten Sie schon für Mr. St. Claire?

Jesse: Seit 9 Jahren. Ich bin mit am längsten hier.

Monk: Aber er hat Sie nie zum Partner ernannt.

Jesse: Ich hab keinen Grund, mich zu beschweren. Ich hatte viel Glück!

Monk: Wie ich sehe, waren Sie verreist. [zeigt auf zwei Koffer, die in der Ecke stehen]

Jesse: Äh, im Norden. Meine Familie hat ein Häuschen am Rockaway-See. Ich mußte mal wieder zu mir kommen. Es war eine höllische Woche.

Monk: Mr. Goodman, zwei Sachen sind mir ganz klar. Erstens ... [will eine Lampe berühren]

Sharona: Adrian!

Monk: Erstens: Ihr Häuschen ist bestimmt sehr schön. Und zweitens: Sie waren auf gar keinen Fall dort.

Jesse: Was?

Monk: Ihre Armbanduhr ist zwei Stunden vorgestellt. Am Rockaway-See ist das unnötig. Sie waren nicht im Norden. Sie waren im Osten. Wenn ich mich nicht irre, was ich niemals tue, waren Sie in Chicago.

Jesse: Ist doch verrückt! Ich kenne niemanden in Chicago.

Monk: Sie kennen Miranda St. Claire. Uns hat sie erzählt, sie fliegt nach Denver. Aber sie hatte ein Ticket geordert nach Chicago. Tja! Sharona, was wir hier haben, ist der Klassiker. Zwei Erwachsene tun etwas Verwerfliches und wollen verhindern, daß das publik wird.

Jesse: Was ich jetzt sagen werde, darf diesen Raum nicht verlassen. Miranda und ich waren ... waren zweimal zusammen.

Sharona: Mit letzter Nacht dreimal.

Jesse: Nein. Letzte Nacht war Schluß. Es ging mir nicht um sie. Ich... Ich wollte Warren verletzen. Den legendären Warren St. Claire! Ich war es leid, sein Kettenhund zu sein.

Monk: Sie sagen, Sie wollten ihn verletzen.

Jesse: Nein, ich wollte ihn nicht richtig verletzen.

Sharona: Oh nein, natürlich nicht! Sie wollten nur seine Frau flachlegen!

Jesse: Wenn Sie mich wegen irgendwas beschuldigen wollen, rufen Sie meinen Anwalt an!

Monk: Was ist das hier? [betrachtet das Bild]

Jesse: Was?

Monk: Das bin ich, nicht wahr?

Jesse: Hören Sie, ich habe keine Zeit für so einen Schwachsinn! Die Besprechung ist beendet! [geht]

Sharona: Er ist weg.

Monk: Das bin ich, nicht wahr?

Sharona: [Sharonas Handy klingelt, sie hebt ab] Hallo?

Monk: Nicht wahr?

Sharona: Alles klar!

Monk: Das bin ich.

Sharona: [zu Monk] Hey, die haben ihn. Fahren wir! Die haben ihn. Kommen Sie!

SCHNITT: Im Wohnhaus des mutmaßlichen Attentäters. Monk, Sharona, Stottlemeyer und Disher gehen die Treppe hinauf zur Wohnung von Sykes.

Stottlemeyer: Das FBI hat ’ne dicke Akte über diesen Kerl. Ian Sykes gehörte mal zu einer Spezialeinheit. Letzten April hat er ein Zielfernrohr für sein Weatherby-Fibermark-Gewehr gekauft. Sie warten hier, bis wir drin sind. Alles klar?

Sharona: Wissen Sie zufällig, wie groß er ist?

Stottlemeyer: Ja, er ist 1,96 groß.

Monk: Hatte ich mal wieder Glück!

Sharona: [zu Monk] Das hat ihn beeindruckt.

Die Polizei stürmt die Wohnung.

Polizist: Polizei! Polizei! Los, los, los! Alles sauber! Polizei! Rauskommen! Ganz langsam! Nur keine Hektik! Sind Sie allein?

Ein Mann in einem Rollstuhl erscheint.

Sykes: Sie brauchen sich nicht zu entschuldigen, Sir. Jeder macht mal Fehler. Tatsache ist: Ich war durchaus mal 1,96. Früher!

Monk: Aber Sie haben ein Zielfernrohr für eine Weatherby Fibermark gekauft.

Sykes: Ja, Sir! Für meinen Vater. Er geht jetzt allein auf die Jagd. Die Rocky Mountains sind nicht das richtige Revier für Behinderte.

Disher: Entschuldigung!

Alle gehen, nur Monk schaut sich den Rollstuhlfahrer genauer an, dann geht auch er.

SCHNITT: Vor dem Haus

Stottlemeyer: Okay, Leute, was soll's! Der Tanz geht weiter! Da müssen die Fallanalytiker noch mal ran. Sagen Sie dem Bürgermeister Bescheid! Wir stehen wieder am Anfang. [zu Monk] Was ist?

Monk: Ihre Schuhe!

Stottlemeyer: Ja?

Monk: Die sind abgenutzt. Und es gibt abgeschabte Stellen.

Stottlemeyer: Ja, meine Schuhe sind abgenutzt, Monk. Sie sind nicht so fleckenlos wie Ihre, weil ich sie nämlich benutze!

Monk: Seine waren auch ganz abgenutzt.

Disher: Was ist, Sir?

Stottlemeyer: [zu Disher] Rufen Sie das SWAT-Kommando! [zu Monk] Und Sie steigen in Ihren Wagen! Los! Los, los, los! Schaffen Sie ihn hier weg! Los!

Hektische Betriebsamkeit beginnt und Monk und Sharona überqueren die Straße um sich in Sicherheit zu bringen.

Monk: Stottlemeyer hat gesagt, hier drüben sind wir in Sicherheit.

Sharona: Das ist eine Frechheit! Uns schickt er auf die billigen Plätze, weil er das Lob für sich alleine will! Na super, der Akku ist alle! Ich muß schnell bei Benjy anrufen! Sie bleiben hier stehen! Ich suche schnell ein Telefon! [steigt in ihr Auto]

Monk: Beeilen Sie sich!

Sharona: Mache ich! Versprochen!

Sharona fährt davon und Adrian beobachtet wie sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Verdächtige über eine Feuerleiter absetzen will. Aufgeregt zeigt Adrian in die Richtung des Flüchtigen, aber niemand beachtet ihn.

Monk: Hey! Hey! Er ... Da ... Da hinten ist er! Hey! Er ist hier! Hey, warten Sie! Ach! Rufen Sie ... Das gibt's doch nicht! [nimmt die Verfolgung auf und klettert auf eine Feuerleiter] Nicht runtergucken!

Auf halber Höhe umklammert Monk ängstlich die Feuerleiter und traut sich weder vor noch zurück. Der Verdächtige klettert einfach über Adrian hinweg, ohne das der etwas unternehmen könnte.

Sykes: Entschuldigen Sie!

Monk: Ah! Sie ... Sie ... .. haben das Recht zu schweigen.

SCHNITT: Adrian sitzt in eine Decke gehüllt an einem Krankenwagen, Sharona sitzt daneben, Stottlemeyer steht vor ihm.

Stottlemeyer: Er hat „Entschuldigen Sie!“ gesagt und ist dann über Sie hinweggestiegen?

Monk: Nein, er ist wohl eher um mich herumgestiegen.

Disher: Gut gemacht, Detective!

Monk: Ich glaube nicht, daß er mich erkannt hat. Weder oben in seiner Wohnung, noch jetzt auf der Feuertreppe.

Stottlemeyer: Und was bedeutet das?

Monk: Das bedeutet, er ist nicht derjenige, der versucht hat, mich zu überfallen. Wir haben es mit unterschiedlichen Männern zu tun.

Disher: Wenn wir ihn erwischt hätten, hätten wir ihn jetzt dazu befragt.

Stottlemeyer: Um das klarzustellen: Ich bin verwirrt, Monk. Sie sagen doch immer, Sie wollen Ihre Marke zurück, richtig? Sie wollen Ihre Marke zurück, damit Sie die Menschen dieser Stadt vor Vergewaltigern und Mördern schützen können, so lange die nicht auf Leitern klettern oder über böse, furchteinflößende Brücken laufen! Ist das korrekt?

Sharona: Verschonen Sie ihn damit, Captain! Es geht ihm schon schlimm genug!

Stottlemeyer: Nein! Sie verschonen mich damit! Also, Sie wollen eine Waffe tragen? Sie wollen eine Waffe tragen, und andere Cops sollen sich auf Sie verlassen?! Nein! Nein, nein, das glaube ich kaum! Den Fall sind Sie los!

Sharona: [leise] Aufgeblasener Arsch!

Stottlemeyer: Entschuldigung, was haben Sie gesagt? Was haben Sie gesagt?

Monk: Hier geht's doch gar nicht um das, was heute passiert ist. Habe ich Recht? Hier geht es nur um Sie und mich! Um Sie und mich!

Stottlemeyer: Nein, nein, Monk, da muß ich Sie enttäuschen. Tatsache ist, daß der meistgesuchte Mann der Stadt entkommen konnte, weil Ihnen schwindlig war! Habe ich Recht?! Diesmal wird Ihnen auch der Bürgermeister nicht helfen. Nach dieser Sache sind Sie für immer erledigt!

Stottlemeyer geht und Disher wirft Monk und Sharona einen vorwurfsvollen Blick zu.

Sharona: Was ist das? Ihr harter Blick?

SCHNITT: In einer Tiefgarage. Adrian steht in Gedanken versunken da, Sharona kommt im Benyi im Auto angefahren.

Benyi: Hey, Mom, was macht er da?

Sharona: Hier wurde seine Frau ... Hier ist Mrs. Monk gestorben.

Sharona: Hey, Monk!

Benyi: Hey, Monk! [geht skateboarden]

Sharona: Benjy, sei vorsichtig!

Monk: Sie ... Sie hatte hier wahrscheinlich eine Verabredung. Aber mit wem? War es eine Story, an der sie gearbeitet hat?

Sharona: Ich weiß es nicht.

Monk: Und ich kann es nicht sehen. Wieso kann ich es nicht sehen?

Sharona: Vielleicht, weil Sie zu dicht dran sind, Monk. [Benyi fährt gegen eine Mülltonne] Benjy!

Monk: Ist alles in Ordnung?

Sharona: Alles in Ordnung!

Benyi: Nur keine Panik!

Sharona: Wie oft hab ich dir gesagt, du sollst vorsichtiger sein?

Benyi: Mach dir keinen Streß! Alles bestens!

Sharona: Du bringst dich noch um, wenn du nicht aufpaßt!

Monk: Geht es dir gut?!

Benyi: Ja, ja, alles okay!

Monk: Geht es dir gut?!

Benyi: Ja, alles okay!

Monk: Geht es dir gut?!

Benyi: Alles okay!!!

Sharona: Was soll ...

Monk: Hast du das gehört?

Benyi: Ja, das ist ein Echo! Sie sollten öfter rausgehen.

Sharona: Benjy, sei bitte vorsichtig!

Benyi: Schon gut!

Ein Auto hupt. Monk berührt Sharona an der Schulter und beide lauschen.

Sharona: Was? Was?

Monk: Ich weiß es!

Sharona: Sie wissen was? Sie wissen, wer es war? Sie wissen, wer St. Claire töten wollte? Monk, wer war's? Sie wollen mir nicht sagen, wer es war?

Monk: Es spielt keine Rolle! Sie werden nicht auf mich hören! Wie sagte der Captain? Ich bin für immer erledigt! [geht davon]

SCHNITT: Sharona klopft an die Haustür von Sheldon Burger. Burger öffnet.

Burger: Hey, Sharona!

Sharona: Hi, Sheldi! Kann ich kurz reinkommen?

Burger: Klar!

SCHNITT: Der Ort des Attentats. Monk stellt mit Stottlemeyer, Disher, St.Claire und einigen anderen die Szene nach, als sich die Schüsse ereigneten.

Monk: Alles ... klar! Könnten Sie sich alle genau dahin stellen, wo Sie gestanden sind, als die Schüsse gefallen sind? Mrs. St. Claire! Ich glaube, Sie standen ... hier.

Miranda: Was bringt das? Wir wissen doch, wer meinen Mann umbringen wollte. Dieser Verrückte! Wie heißt er doch gleich?

Disher: Ian Sykes.

Gavin: Wahrscheinlich ist er schon unterwegs nach Mexiko.

Monk: Das ist wahr. Mr. Goodman, wenn Sie ... Das ist wahr, Ian Sykes konnte entkommen.

Disher: Allerdings!

Monk: Genau und ich fühle mich auch ganz furchtbar deswegen. Aber heute suchen wir seinen Komplizen. Denjenigen, der Ian Sykes angeheuert hat.

St. Claire: Spielen Sie Poker, Mr. Monk! Denn entweder bluffen Sie hier gerade Ihren Arsch weg oder Sie sitzen auf einer echt tollen Hand.

Monk: Finden Sie's doch raus! Sir, die ganze Woche habe ich mir das Hirn zermartert. Wer sollte auf Sie schießen wollen? Und gestern kam ich auf die Lösung. Vielleicht haben wir alle die falsche Frage gestellt. Vielleicht hat der Schütze genau das getroffen, was er treffen wollte: Ihren Leibwächter!

Jesse: Das ist doch verrückt! Wer sollte denn Jason Rondstadt was tun?

Miranda: Es gibt nicht allzu viel, was dafür spricht.

Monk: Das mag sein! Was wäre wenn ... Was wäre wenn Jason Rondstadt der Leibwächter war, der zu viel wußte? [zu Gavin] Sie haben wieder in die Kriegskasse gegriffen.

Gavin: Ts... Das soll wohl ein Witz sein!

St. Claire: Das ist doch Schnee von gestern, Monk!

Monk: Mr. St. Claire, ich bitte um Verzeihung, Sir! Auf Ihre Markierung! Ich glaube, Folgendes ist passiert: Nicole Vasques ist die Bücher durchgegangen. Da ist ihr einiges verdächtig vorgekommen.

SCHNITT: Rückblende. In der Wahlkampfzentrale. Eine junge Frau zeigt Gavin ein Dokument.

Nicole: „Entschuldigen Sie, Sir! Könnte ich Sie einen Augenblick sprechen?“

Gavin: „Ja.“

Nicole: „Offenbar ist eine größere Summe auf ein anderes Konto überwiesen worden.“

Monk: Sie hat Sie darauf angesprochen und Sie haben sie abgewimmelt.

Gavin: „Gut, daß Ihnen das aufgefallen ist. Dafür bezahle ich Sie ja!“ „Ich sehe mir das an!“

Nicole: „Ja. Vielen Dank, Sir!"

Ende der Rückblende.

Monk: Vielleicht wollten Sie ihr die Unterschlagung in die Schuhe schieben.

Gavin: Ist dieser Typ zu fassen? Sie sind völlig ausgetickt! Durchgeknallt!

Monk: Sie hatten Angst, die Kleine würde reden. Sie haben sie nicht kaufen können, denn sie besaß Loyalität. Dann haben Sie beschlossen, jemanden anzuheuern, der sie tötet. Aber wen? Sie haben Jason Rondstadt gefragt. Aber er hat es abgelehnt. Sie saßen in der Hölle umgeben von ehrlichen Menschen.

Gavin: Ich denke nicht, daß ich mir das anhören muß!

Stottlemeyer: Doch, das müssen Sie! Doch, Sie müssen!

Gavin: Na schön!

Monk: Danke, Captain! Dann haben Sie weitergesucht. Und Sie haben einen Profi gefunden: Ian Sykes. Sykes hat Nicole getötet. Aber Sie hatten immer noch ein ungelöstes Problem: Jason Rondstadt, den Sie zuerst gefragt hatten.

SCHNITT: Rückblende, der Tag der Ansprache von St.Claire. Ian Sykes schießt auf den Leibwächter.

St. Claire: „Wie mein alter Herr immer zu sagen pflegte:“ “Wenn die Entscheidung ansteht, dann muß man die Chance ergreifen." "Sind Sie bereit, dem zu folgen?“

Monk: Die Idee, Jason Rondstadt in aller Öffentlichkeit umzubringen, war brillant! Denn alle würden annehmen, es wäre ein versuchtes Attentat. Und Sie landen gleich zwei Treffer! Ihr Problem ist aus der Welt, und Ihr Kandidat steht wie ein Held da.

Gavin: Ich nehme nicht an, daß Sie Beweise dafür vorlegen können.

Monk: Na ja ... Das hier war Ihr Fehler. [holt ein Foto aus der Tasche]

Gavin: Mein Fehler?

Monk: Hey! Dieses Foto wurde Sekunden nach den Schüssen aufgenommen. Das sind Sie, nicht wahr? Sie zeigen auf den Schützen.

Gavin: Ja, und? [Rückblende: Kurz nach den Schüssen] „Er ist da oben!“ „Wo denn?“ „Da oben!“ „Da oben!“

Monk: Sie haben als Einziger dahingezeigt. Woher haben Sie gewußt, wo er war?

Gavin: Weil ich ihn gesehen habe. Er war da oben. Sehen Sie?

Monk: Ach ja, das hätte ich fast vergessen! Meine Herren! Meine Herren, darf ich bitten! Letzten Donnerstag gab es hier etwa 400 von solchen Luftballons. Es gibt nur eine Möglichkeit, warum Sie wußten, wo Sykes war: Sie haben den Mann beauftragt.

Gavin: Also, das ist doch nun ... völlig abwegig. Alles passierte so schnell. Es war ein Chaos! Das reinste Chaos! Vielleicht hab ich ihn nicht gesehen, sondern nur die Schüsse gehört.

Monk: Sie… haben sie gehört?

Gavin: Ja, ich hab sie auf jeden Fall gehört! Auf jeden Fall! Wir alle haben sie gehört! Und sie sind von da oben gekommen!

Monk: Tja, wenn das wahr ist, dann wird es Ihnen nicht schwer fallen, Sharona zu finden.

Gavin: Was?

Monk: Sie ist da oben in einem dieser Gebäude. Mit einer Starterpistole. [spricht in ein Funkgerät] Hekyll, hier ist Jekyll! „Sind Sie so weit?“

Sharona: [im Hochhaus in einer leeren Wohnung] Jederzeit, Jekyll!

Monk: Na dann los!

Sharona schießt und man hört ein deutliches Echo.

Monk: [zu Gavin] Klingt wie ein Echo, nicht wahr? Wollen Sie's noch mal probieren? [zu Sharona über Funk] Hekyll, wir versuchen's noch mal!

Gavin: Dort!

Monk: Dort?

Gavin: Nein, äh ... Da drüben!

Monk: Sind Sie sicher?

Miranda: Oh mein Gott!

Gavin: Nein! Moment, Moment, Moment! Noch mal! Worauf warten Sie?

St. Claire: Und Sie haben sich „mein Moses“ genannt.

Monk: Und wie der echte Moses wird er nicht mit Ihnen ins gelobte Land ziehen.

Gavin: Warren, ich hatte keine Wahl! Diese kleine Nicole wollte mich vernichten! Sie hätte uns beide vernichtet!!! Warren!

Es ertönt erneut ein Schuß. Gavin taumelt und faßt sich dann an seinen linken Arm. Er hat eine blutige Hand.

Monk: Okay, Sharona! Hören Sie auf! Es reicht, wir haben ihn. Es ist vorbei, es ist vorbei. Sharona?

Stottlemeyer: Los, alle Mann weg hier! Los, los, los, los, los!

Alle gehen in Deckung als noch ein Schuß ertönt und eine Autoscheibe getroffen wird. Auch Sharona sucht Deckung in der Wohnung. Als sie aus dem Fenster sieht erblickt sie den Attentäter.

Sharona: Oh mein Gott! Es ist Sykes! Er ist hier!

Stottlemeyer: Sykes? Was macht der denn hier?

Monk: Ich denke, er und Gavin haben ein paar Probleme zu klären.

Sharona: Er verschwindet. Ich werde ihm folgen.

Monk: Wo wollen Sie hin? Sharona, lassen Sie das!

Sharona: Er versteckt seine Kanone. Jetzt geht er nach unten.

Monk: Bleiben Sie, wo Sie sind! Rühren Sie sich nicht von der Stelle!

Stottlemeyer: Für wen hält sie sich?

Monk: Keine Ahnung! Lois Lane.

Sharona folgt dem Attentäter in den Keller und hält per Funk Kontakt zu Monk und Stottlemeyer.

Sharona: Er ist im Kesselraum.

Monk: Sharona, ich kann Sie nicht hören! Die Verbindung ist weg! Wir kommen!

Stottlemeyer: Alles absperren! Sichert jede Tür, jedes Fenster!

Monk: Das ist Unsinn! Der kommt nicht raus.

Stottlemeyer: Was?

Monk: Sicher nicht. Er geht davon aus, daß Sie die Straße sichern. Er hat einen anderen Weg! Er hat einen Plan!

Disher: Woher wissen Sie das?

Monk: Weil er clever ist. Sharona!

Stottlemeyer: [zu Disher] Bleiben Sie an ihm dran! [über Funk] Wie viele Männer haben wir da hinten?

Sharona verfolgt immer noch den Attentäter, während Disher und Monk ihr zu Hilfe eilen.

Sharona: Monk! Er geht durch eine Tür. Sieht aus wie ein Tunnel. Ich werde ihm folgen.

Polizei postiert sich im Gebäude.

Monk: Lieutenant, was machen Sie denn da?

Disher: Ich gehe ordnungsgemäß vor, Monk! Alle Ausgänge sichern - von oben nach unten!

Monk: Was ist mit Sharona? Er könnte sich Sharona ...

Disher: Wir kümmern uns um Sharona. Bleiben Sie hier!

Der Attentäter befindet sich mittlerweile in den Abwässerschächten, in die auch Sharona heruntersteigt.

Sharona: Monk, ich bin ... Ah! Monk!

Auch Adrian ist in den Abwasserschächten angekommen, er ekelt sich so sehr, daß er die Arme ineinanderverschränkt und das Gesicht verzieht.

Sharona: Adrian, können Sie mich hören? Ich kann Sie nicht hören.

Adrian hustet, steigt aber tapfer weiter in die Kanalisation herab.

Monk: Ah ...

Sharona: Monk, bitte ko...! [Sykes umfaßt sie von hinten] Ah!

Sykes: Na toll, eine Geisel!

Sharona: Ah! Ah!

Sykes klemmt sich Sharona unter den Arm und schleift sie davon.

SCHNITT: Im Gebäude
Disher und einige Polizisten haben das Haus abgeriegelt.

Disher: Oben ist alles gesichert.

Stottlemeyer: Gut! Jetzt runter in den Keller und vorsichtig!

Disher: Captain, haben Sie Monk gesehen?

Stottlemeyer: Nein! Wieso?

Disher: Er ... hat meine Waffe.

SCHNITT: In der Kanalisation
Adrian verfolgt immer noch den Attentäter und Sharona. Er hält sich ein Tuch vor Mund und Nase und irrt durch die Kanalisation.

Sharona: Aaaah!

Monk steht eng an eine Wand gedrückt, als ihm von oben eine Ratte auf die Schulter springt.

Sharona: Oh! Hilfe!!! Hilfeeee! Aaah! Uh!

Monk: Stehen bleiben! Ich habe eine Waffe! Sykes, stehen bleiben!

Sharona reißt sich los und rennt zu einer Treppe, die nach oben führt. Sykes folgt ihr.

Sharona: Aaah! Schießen Sie doch endlich!

Monk: Ich bluffe nicht! Ich habe eine Waffe!

Adrian fällt die Waffe aus der Hand und er muß sie aus dem Abwasser fischen.

Sharona: Ah! Schießen Sie doch endlich!!! Au!

Monk: Lassen Sie sie los, Sykes! Sykes, lassen Sie sie los! Ah!

Er schießt, trifft jedoch nur eine elektrische Anlage, so daß der Abwasserkanal in Dunkelheit gehüllt ist. Man hört Sharona immer noch schreien und Adrian schießt erneut.

SCHNITT: Auf der Straße. Adrian und Sharona kommen aus der Kanalisation geklettert.

Sharona: Was haben Sie sich bloß dabei gedacht?!

Monk: Sie haben doch dauernd geschrieen: Schießen! Schießen!

Sharona: Er hätte mich umbringen können!

Monk: Ich hab gewußt, was ich tue. Ich hab hoch gezielt! Der Kerl ist doch riesig.

Sharona: Und wenn Sie ihn verfehlt hätten, was dann?

Monk: Ach ja, wie hätte ich den Kerl verfehlen sollen? Das ist doch King Kong.

Sharona: Und wenn mich ein Querschläger erwischt hätte?

Monk: Das ist wahr, daran habe ich nicht gedacht. Hallo?

Sie stehen auf der Straße neben riesigen Schneemännern aus Plastik, man hört die Melodie von „Jingle Bells.“

Sharona: Schneemänner?

SCHNITT: Monk, Sharona und Stottlemeyer gehen auf eine Menschenmenge zu.

Stottlemeyer: Geben Sie mir die Waffe! Her damit!

St. Claire: Da ist er! Jetzt können Sie einen echten Helden kennen lernen! Mr. Monk, ich möchte Ihnen hiermit im Namen von Miranda und der Stadt San Francisco von Herzen danken! [umarmt Monk] Gut gemacht! Ausgezeichnet!

Journalist #1: Sir, wie geht es jetzt weiter?

Journalist #2: Was planen Sie als Nächstes, Mr. Monk?

SCHNITT: In der Praxis von Dr. Kroger.
Adrian hat eine Therapiesitzung.

Dr. Kroger: Mein Sohn möchte ein Autogramm von Ihnen.

Monk: Wirklich?

Dr. Kroger: Ja, wirklich. Sie sind ein Held. Er hat Ihr Bild an die Wand gehängt.

Monk: Ich würde den Jungen gerne kennen lernen. Aber ... jeder hätte dasselbe getan.

Dr. Kroger: Da bin ich mir nicht so sicher, Adrian. Immerhin waren da 20 Cops. Und niemand hat getan, was Sie getan haben.

Monk: Ach ... Na ja ...

Dr. Kroger: Wissen Sie, ich glaube, wir machen echte Fortschritte. Und ... ich glaube, es könnte an der Zeit sein, daß ich mit dem Department über Ihre Wiedereinstellung rede. Würde Ihnen das gefallen?

SCHNITT: Adrian und Dr. Kroger verlassen das Gebäude.

Dr. Kroger: Ich kann aber nichts versprechen.

Monk: Das ist doch klar.

Dr. Kroger: Ich kann nur eine Empfehlung geben.

Monk: Ja, ja!

Dr. Kroger: Okay?

Monk: Das verstehe ich doch!

Dr. Kroger: Möglicherweise wollen die, daß Sie noch weitere Ärzte aufsuchen.

Monk: Kein Problem!

Dr. Kroger: Das wird nicht so leicht sein, Adrian. Da müssen Sie neue Tests durchstehen.

Monk: Einverstanden! Die sollten wir gleich durchführen. Ich meine es ernst. Das klingt gut.

Monk ist mittlerweile vor einem Fahrstuhl angelangt und will einsteigen. Als sich die Tür öffnet steht dort aber eine Frau und hustet, so daß Adrian es nicht über sich bringen kann den Fahrstuhl zu betreten.

Frau: Runter?

Dr. Kroger: Wir sehen uns nächste Woche.

Monk: Okay.

SCHNITT: Sharona wartet auf Monk.

Sharona: Wie ist es gelaufen?

Monk: Was soll ich sagen?

Sharona: Ach, keine Sorge! Dann eben das nächste Mal. Kommen Sie! Ich koche heute für Sie!

Monk: Ah ja, heute ist ja Dienstag. Dienstag gibt's immer Gemüsekuchen.

Sharona: Ja, eigentlich dachte ich, wir versuchen diese Woche mal was anderes ... Das war ein Scherz! Nur ein Scherz! Gehen wir! [Monk klatscht alle Pfeiler ab, vergißt aber einen] Adrian, Sie haben einen ausgelassen.

Monk: Stimmt! [geht zurück und klatscht auch diesen ab]

 

 

---=== ENDE ===---