Transkript der Folge „Frühlingsgefühle“ [#1.20] aus der Serie „Desperate Housewives”

Transkript der Folge „Frühlingsgefühle“ [#1.20] aus der Serie „Desperate Housewives”

 

Letzte Änderung: 24.12.2014 

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!

 

Originaltitel: Fear no more
Ausstrahlung: 01.05.2005
Deutscher Titel: Frühlingsgefühle

Ausstrahlung: 25.10.2005

 

Buch: Adam Barr
Regie: Jeff Melman

 

Darsteller

Teri Hatcher [Susan Mayer]

Felicity Huffman [Lynette Scavo]

Marcia Cross [Bree van de Kamp]

Eva Longoria [Gabrielle Solis]

Brenda Strong [Mary Alice Young / Erzählerin]

James Denton [Mike Delfino]

Steven Culp [Rex van de Kamp]

Nicolette Sheridan [Edie Britt]

Mark Moses [Paul Young]

Ricardo Antonio Chavira [Carlos Solis]

Cody Kasch [Zach Young]

Andrea Bowen [Julie Mayer]

Christine Estabrook [Mrs Huber]

Doug Sevant [Tom Scavo]

Zane Huett [Parker Scavo]

Brent Kinsman [Preston Scavo / Porter Scavo]

Shane Kinsman [Preston Scavo / Porter Scavo]

 

 

Gastdarsteller
Harriet Sansom Harris [Felicia Tilman]
Lauren Cohn [Ginger]
Jeff Doucette [Reverend Crowley]
Nikki Snelson [Autoverkäuferin]
Melinda McGraw [Annabel Foster]
Lesley Ann Warren [Sophie Bremmer]

 

 

Inhaltsangabe
Gabrielle leidet seit einiger Zeit unter unerklärlicher Übelkeit und reagiert empfindlich auf Gerüche. Als ihr eine Autoverkäuferin sagt, sie sei schwanger, kann sie es nicht glauben - bis sie einen Schwangerschaftstest macht. Es scheint, als habe sich jemand sich an ihrem Verhütungsmittel zu schaffen gemacht hat ... George ist immer noch besessen von Bree. Er versteckt es aber und erfindet sogar eine Freundin, um Rex' Verdacht zu zerstreuen ... [Text: ProSieben]


 

 

Mary Alice Voiceover: Was bisher geschah …

 

 

Das Haus der Familie Solis

Tag. Carlos und Gabrielle unterhalten sich.

 

Carlos:             Ich möchte ein Kind.

 

Gabrielle:        Wir haben was abgemacht: keine Kinder.

 

Carlos vertauscht Gabrielles Antibabypillen.

 

Mary Alice Voiceover: ... man machte sich an Medikamenten zu schaffen....  

 

 

In einer Tiefgarage

Nacht. Mike Delfino trifft sich mit einem Polizisten und nimmt Unterlagen entgegen

 

Sullivan:          Die Akte über Noahs Tochter.

 

 

 

 

Mary Alice Voiceover: ... man entdeckte Beweise...

 

 

Das Haus der Familie Young

Eßzimmer, Nacht. Edie Britt und Susan Mayer durchsuchen das Haus. Susan schiebt eine Videokassette in den Rekorder, als sie durch ein Geräusch an der Eingangstür gestört werden.

 

Edie:                Wonach suchen wir genau?

 

Susan:                         Was war das?

 

Susan versteckt sich hinter dem Sofa.

 

Mary Alice Voiceover: ... man brach in ein Haus ein.

 

 

 

 

Die Apotheke

Tag. Rex van de Kamp trifft auf Brees ehemaligen Verehrer, den Apotheker George.

 

Rex:                 Bree ist eine Dame. Sie ist ein bildschöne Frau, die Klasse hat. Wie Sie wissen,                               heiraten die am Ende Ärzte, nicht Apotheker.

 

George sieht ihn wütend an. Dann wirft er eine Tablettenpackung in den Mülleimer.

 

Mary Alice Voiceover: ... und man übte jede Menge Rache. 

 

Ende der Rückblende

 

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Susans Schlafzimmer, Nacht. Susan liegt auf dem Bett und schreibt. Sie hält inne und betrachtet ein Foto von sich und ihrer Tochter Julie, als diese noch ein Baby war.

 

 

Mary Alice Voiceover: Seit sie ein kleines Mädchen war,..... wollte Susan Mayer schrecklich gerne                                              Mutter werden.

 

 

 

Rückblende

 

 

Das ehemalige Haus der Mayers

Tag. Susan legt Baby Julie vorsichtig auf ein Sofa.

 

Susan:                         So, ich hol dir jetzt dein Fläschchen du Süße, ja.

 

Sie geht, um die Flache zu holen.

 

Mary Alice Voiceover: Und vom ersten Tag an, nachdem sie mit Julie aus dem Krankenhaus                                         gekommen war,... war sie eine schreckliche Mutter.

 

Als sie zurückkommt ist das Baby verschwunden.

 

Susan:                         So, jetzt aber schnell!  

 

Susan hebt Julie vom Boden auf.

 

 

 

 

Das ehemalige Haus der Mayers

Eine erneute Rückblende. Susan will gerade das Haus verlassen, sie wirft sich ein Handtuch über die Schulter und greift nach einer Tasche, dann geht sie.

 

Mary Alice Voiceover: Obwohl sie bei ihrer Tochter alles so gut machen wollte ... 

 

Baby Julie beginnt zu weinen.

 

Mary Alice Voiceover: ... erlebt Susan unzählige Niederlagen. 

 

Susan hört das Baby schreien und kommt zurück.

 

Susan:                         Tut mir schrecklich leid. Wie konnte ich dich nur vergessen?! 

 

Susan nimmt das Baby hoch und verlässt nun mit dem Baby das Haus.

 

 

 

Im Park

Julie fährt auf einem Karussell.

 

Mary Alice Voiceover: Natürlich brauchte Susan ein paar Jahre, ... um zu erkennen, dass sogar                                            die besten Eltern hin und wieder Fehler machen.

 

Susan sieht kurz nicht hin und plötzlich ist Julie von dem Karussell verschwunden. Ängstlich beginnt sie nach ihrer Tochter zu suchen.

 

 

 

Im Haus der Familie Mayer

Nacht, Susans Schlafzimmer. Von draußen ist Lärm zu hören.

 

Mary Alice Voiceover: Aber jetzt, da Julie ein Teenager war, ... erkannte Susan allmählich, ...  

 

Susan steht auf und geht zum Fenster. Als sie hinaus sieht sieht sie Zach, der Steine an Julies Fenster wirft.

 

Mary Alice Voiceover: ... dass man sich keine Fehler mehr erlauben konnte.         

 

 

 

Im Haus der Familie Mayer

Nacht, Julies Schlafzimmer. Susan kommt herein und findet Julie im Bett liegend, mit einem Kissen über dem Kopf. Sie versucht offensichtlich den Lärm an ihrem Fenster zu ignorieren.

 

Susan:                         Julie? Was treibt Zach da draußen? Hatte ich dir nicht gesagt, du sollst nicht mehr                              mit ihm reden!

 

Julie:               Eben, deswegen wirft er auch Kieselsteine an mein Fenster!       

 

Susan:                         Schön, das reicht. Ich werde das jetzt ein für allemal regeln!

 

Susan geht zum Fenster.

 

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Nacht, im Garten. Zach nimmt eine Handvoll Kies und wirft es an Julies Fenster, gerade in dem Moment, als Susan es öffnet.

 

Susan:                         Zach! Was denkst du dir eig- Au! Au! Au! Ah! Au!   [sie wird von den Kieseln                                    getroffen]

 

Julie geht zum Fenster, Zach steht immer noch im Garten und winkt ihr zaghaft zu.

 

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Nacht, Wohnzimmer. Susan liegt auf dem Sofa und lässt sich von Julie ihre Augen verarzten. Zach steht im Hintergrund um sich für seine Tat zu entschuldigen.

 

Zach:               Mrs. Mayer, mir tut das SO Leid. Wissen Sie, mit einem Steinchen hat es nicht                                    funktioniert. Da hab' ich eine Handvoll genommen.

      

Susan:                         Au. Au

 

Zach:               Ich mache es auch wieder gut. 

 

Susan:                         [verärgert] Ach, und wie?! Krieg ich 'ne Hornhautspende von dir?

 

Julie:               Mom, leg dich hin.

 

Zach:               Ich wollte ja nur mit Julie reden. Sie hat mich nie zurückgerufen.

 

Julie:               Also gut. Jetzt bin ich ja hier. Was willst du? 

 

Zach:               Ach komm schon, Julie. Ich wollte dich nur wiedersehen. Du weißt schon, reden, was                     unternehmen.  

 

Julie:               Vielleicht wäre es besser, wenn wir uns eine Weile nicht mehr sehen, okay?

 

Zach:               Wieso? 

 

Susan:                         [sarkastisch] Du hast ihre Mutter mit Steinen beworfen! Reicht das erstmal als                           Grund?  

 

Zach verlässt enttäuscht und frustriert das Haus.

 

Julie:               Danke! Vielen Dank! Ich wollte eigentlich schon seit Wochen mit ihm Schluss                                    machen. Durch dich hab ich jetzt eine Ausrede. 

 

Mary Alice Voiceover: Ja, Susan hatte als Mutter viele Male versagt...  

 

Julie:               Das war gut, Mom.

 

Mary Alice Voiceover: ... daher freute sie sich über jeden noch so kleinen Sieg.  

 

Susan:                         Gern geschehen.

 

 

 

VORSPANN

 

 

 

Die Wisteria Lane

Tag. Die Straße ist von der Sonne durchflutet und sieht sehr friedlich aus.

 

Mary Alice Voiceover: Jedes Jahr kommt der Frühling in die Wisteria Lane. Es ist die Zeit, wenn die                                 Blumen anfangen zu blühen. Wenn die Schmetterlinge aus ihren Kokons                                               schlüpfen. Wenn die Bienen anfangen, nach Nektar zu suchen. 

 

 

 

 

Eine Blumenausstellung

Tag. George riecht gerade an einer Orchidee, als Bree und Rex hinzukommen.

 

Mary Alice Voiceover: Der Frühling ist auch die Zeit, ... wenn die Fantasien eines jungen Mannes                          zur Besessenheit werden.  

 

George geht auf das Ehepaar zu.

 

George:           Hallo! 

 

Bree:               [überrascht] Himmel! So eine Überraschung! Rex, sieh mal! Da ist George!

 

George:           Wie schön, dich zu sehen, Bree. Dr. van de Kamp.  

 

Rex:                 George.

 

George:           [zu Rex] Und, wie steht's mit der Gesundheit? 

 

Rex:                 Nicht gut. Und mein Kardiologe ist ein Idiot.   

 

Bree:               Der Arzt hat schon zwei Mal seine Dosis erhöht und es hilft trotzdem nichts.

 

George:           Das kommt sicher von allein wieder in Ordnung. Es ist wirklich komisch, das wir uns                 hier begegnen. Ich habe zufällig Eintrittskarten für eine Bonsai-Ausstellung am                               Freitagabend übrig. Würde dich das interessieren?       

 

Bree:               [eilig] Aber natürlich! Rex?

 

Rex:                 Ein ganzen Abend lang nur Bonsaibäume. Wäre es da nicht einfacher, ihr erschießt                             mich? 

 

George:           [ernst] Vermutlich.

 

George lacht über seinen eigenen Witz. Bree stimmt mit ein und berührt George an der Schulter.

 

Bree:               Wie wäre es, wenn wir beide allein dort hingehen? 

 

Rex:                 Äh eigentlich. Bree, wir-wir haben doch was vor am Freitag Abend.  

 

Bree:               Was denn? Wir haben nichts vor.  

 

George:           Ich glaube dein Mann will damit nur sagen, dass er nicht möchte, dass du mit mir                                    weggehst. 

 

Bree:               Rex, bist du noch eifersüchtig? 

 

Rex:                 Nein.

 

Bree:               Es stimmt, dass wir während der Trennung ein paar Dates hatten. Aber George und                       ich sind nur Freunde. Nicht wahr?

 

George:           Rein platonisch. Aber wenn Sie sich bedroht fühlen?

 

Rex:                 [lügt] Ich fühle mich nicht bedroht.  

 

Bree:               Gut. Einverstanden. 

 

George:           Und, hast du vor, heute etwas zu kaufen?

 

Bree:               Ich konnte Rex endlich davon überzeugen, seine erste Orchidee zu kaufen.

 

George:           Ich hoffe, Sie kennen sich aus. Ich hasse Menschen, die wertvolle Blumen besitzen                                   und nicht wissen, wie man damit umgeht. 

 

Rex:                 Wissen Sie was ich hasse? Unkraut. Es taucht einfach so aus dem Nichts auf, und                          man hat Mühe, es wieder los zu werden.

 

George:           Mit den richtigen Chemikalien kann man fast alles loswerden.  [zu Bree] Bis Freitag.

 

Bree:               Ja, bis Freitag.

 

 

Im Autohaus

Tag. Gabrielle betrachtet einen blauen Sportwagen.

 

Verkäuferin:    Mrs. Solis! So eine Überraschung! Sie sind ja schon so lange nicht mehr bei uns                            gewesen! 

 

Gabrielle:        Ja,ja, ich weiß. Mein Mann und ich, wir wollten uns etwas zurückhalten. Aber das                          haben wir schnell gelassen. Das Leben ist schön. Und das hier würde es noch so viel                      schöner machen!

 

Verkäuferin:    Wunderbar. Setzen Sie sich rein! Lernen Sie es kennen.

 

Sie öffnet die Tür und Gabrielle setzt sich hinein.

 

Gabrielle:        Am liebsten hätte ich es bis Samstag in meiner Auffahrt. Ich geb' am Abend ein                                 großes Grillfest. Und ich möchte, dass es jeder sieht. 

 

Verkäuferin:    Wie schön. Was ist denn der Anlass? 

 

Gabrielle:        Das ist 'ne Abschiedsparty für meinen Mann.  

 

Verkäuferin:    Wirklich? Wo geht er hin? 

 

Gabrielle:        [sucht nach einer Erklärung] Es ist... so eine Art staatlich gefördertes                                                Forschungsprojekt.

 

Verkäuferin:    Wie lange wird er denn weg sein?

 

Gabrielle:        Acht Monate.  [leise zu sich selbst] Sechs bei guter Führung.

 

Verkäuferin:    Ist die Lederausstattung nicht wundervoll? 

 

Gabrielle:        Ja. [hält sich die Hand unter Nase, um den Geruch abzuhalten] Ja, nur der Geruch                          ist etwas intensiv.   

 

Verkäuferin:    Wir haben es direkt aus Italien importiert. 100% italienisches Kalbsleder.

 

Gabrielle nickt und versucht zu lächeln. Schließlich überkommt sie aber doch die Übelkeit und sie muß sich auf den Beifahrersitz übergeben. Die Verkäuferin guckt entsetzt.

 

 

 

Im Autohaus

Tag. Gabrielle ist aus dem Auto ausgestiegen und man sieht wie das Reinigungspersonal das Auto reinigt.

 

Gabrielle:        Tut mir schrecklich Leid. Es ist ganz plötzlich über mich gekommen. Es ist                                        merkwürdig. Seit kurzem wird mir von Gerüchen schlecht. 

 

Verkäuferin:    Empfindliche Brüste? Rückenschmerzen?

 

Gabrielle:        Ja! Grassiert das im Moment?

 

Verkäuferin:    Schon seit Jahrhunderten. Ich hab das bei meinem Ältesten auch durchgemacht.                          Ehrlich gesagt, Sie können sowieso nie einen Kindersitz in diesem Spider                                           unterbringen. Die Viertürer sind viel geräumiger.

 

Gabrielle:        Moment! Verzeihen Sie! Sie denken, ich bin schwanger? Nein, ich bin nicht                                        schwanger!

 

Verkäuferin:    Ach so. Sie-Sie haben alle Symptome und da hatte ich vermutet -

 

Gabrielle:        Sie haben falsch vermutet! 

 

Verkäuferin:    Tja, das tut mir Leid.

 

Gabrielle:        Ich nehme die Pille, verflucht! Okay!

 

Verkäuferin:    Okay. [fühlt sich merklich unbehaglich]

 

Gabrielle:        Ach, und noch was! Ich will keinen Viertürer! Ich will ein kleines sexy Cabrio. Und ich              will sofort eines! Jetzt gleich! 

 

Verkäuferin:    Ich bereite die Papiere vor.

 

Gabrielle:        DAS hier aber nicht. Darin hab ich mich übergeben.

 

Verkäuferin:    Natürlich. Sie bekommen ein frisches.

 

Gabrielle lächelt, als siech die Verkäuferin entfernt. Als sie aber daran denkt, dass sie schwanger sein könnte, sieht sie unglücklich aus.

 

 

 

Petersons

Toms Büro, Tag. Lynette kommt mit einer Akte unter dem Arm herein.

 

Tom:                Lynette!

 

Lynette:           [sieht das Tom mit einer Frau arbeitet, die ihr gerade den Rücken zudreht] Du hast                                   die Harpan-Akte vergessen.

 

Die Frau dreht sich um und Lynette ist bei ihrem Anblick entsetzt.

 

Annabel:          Mein Gott! Lynette!

 

Mary Alice Voiceover: Wenn Lynette von einem Menschen nicht erwartet hätte, ihn je wieder zu                                          sehen, dann war es Annabel Foster. [Annabel lächelt Lynette an]

 

 

 

Petersons

Im Aufzug, Tag. Rückblende. Die Aufzugtüren öffnen sich und man sieht Tom und Annabel.

 

Mary Alice Voiceover: Vor acht Jahren hatte Annabel Tom angefleht, sie zu heiraten. Aber er hatte                            ihr gesagt, er wäre nicht der Typ, der heiratet.

 

Man sieht Tom und Annabel, wie sie sich im Aufzug unterhalten.

 

Mary Alice Voiceover: Dann, eines Tages, begegnete Tom zufällig einer aufstrebenden jungen                                       Führungskraft namens Lynette Lindquist. 

 

Lynette betritt den Aufzug. Annabel gibt Tom einen Kuß und verläßt den Aufzug. Tom und Lynette sehen sich an.

 

Mary Alice Voiceover: Und nach ein paar leidenschaftlichen Wochen entschied Tom, dass er                                     vielleicht doch der Typ war, der heiratet. 

 

Tom und Lynette küssen sich um Aufzug.

 

Mary Alice Voiceover: Was eine verbitterte Annabel dazu brachte, nach Chicago zurückzuziehen.                                                Für immer... 

 

Eine verbitterte Annabel steigt allein in den Aufzug.

Ende der Rückblende.

 

 

 

Petersons

Toms Büro, Tag.

 

Mary Alice Voiceover: ... zumindest hatte Lynette das gehofft.

 

Annabel:          Du siehst fantastisch aus!

 

Lynette:           Danke! Und du? Du bist hier! Hier im Büro! In Toms Büro! 

 

Annabel:          Ja, schon fast drei Monate. Hat Tom dir nichts erzählt?  

 

Lynette:           Das hat er... wohl offenbar vergessen. 

 

Beide sehen Tom an.

 

Annabel:          Ah! Angst, deiner Frau zu sagen, dass du mit deiner Exfreundin zusammenarbeitest!                  Dann bin ich wohl ein kleines schmutziges Geheimnis.

 

Tom lacht. Lynette kann nicht glauben, was sie sieht.

 

Lynette:           Tja, dann lass ich euch mal weiterarbeiten. Wir sehen uns nachher.

 

Tom:                Kann's kaum erwarten.

 

Lynette:           Ach, hätte ich fast vergessen! Deine Akte. Hier!

 

Lynette schmeißt ihm die Akte entgegen. Tom und Annabel lachen nervös.

 

 

 

Wisteria Lane

Edies Bauplatz. Edie schaut gerade einige Pläne an, als Paul hinzukommt. Mike arbeitet im Hintergrund.

 

Edie:                He, Paul! Was gibt's?

 

Paul:                Etwas geht mir nicht aus dem Sinn und da wollt' ich Sie fragen.

 

Edie:                Was denn?   

 

Mike belauscht das Gespräch.

 

Paul:                Als ich Sie nachts in meinem Haus erwischt hab', was wollten Sie dort wirklich?

 

Edie:                Aber das wissen Sie doch. Ich hab' Ihren Schlüssel vorbei gebracht. 

 

Paul:                Im Wohnzimmer lagen ein paar Sachen plötzlich woanders. Wonach haben Sie                                 gesucht?

 

Edie:                [tut verwirrt] Ich weiß nicht, was Sie meinen?    

 

Paul:                Muss ich die Polizei informieren?

 

Edie:                Machen Sie, was Sie wollen.

 

Paul:                Wie Sie meinen.

 

Paul geht, aber Edie ruft ihn zurück.

 

Edie:                Okay, okay. Susan hat mich dazu gebracht.  

 

Mike hört auf zu arbeiten, als er Susans Namen hört.

 

Edie:                Sie will unbedingt herausfinden, warum Mary Alice sich umgebracht hat und sie                               faselt ständig von Erpresserbriefen und toten Babys. Ach, und sie war ganz                           aufgeregt, als sie auf einer Kassette den Namen "Angela" gelesen hat.

 

Paul:                Hat sie gefunden, was sie suchte?

 

Edie:                Nein, Sie kamen gerade, als wir uns das Video ansehen wollten. 

 

Paul:                Verstehe.

 

Edie:                Sie hält Sie anscheinend für böse. 

 

Paul:                Danke, Edie.

 

Paul geht. Mike kommt zu Edie herüber um herauszufinden was los ist.

 

Mike:               Was wollte er denn von dir? 

 

Edie:                Weil Susan Mayer von Mary Alice regelrecht besessen ist, wäre ich fast verhaftet                            worden. Jetzt ist Paul hinter ihr her. Wenn ich sie mögen würde, würde ich sie                              warnen. Aber leider!

 

 

 

Im Coffee Shop

Tag. Susan bestellt sich am Tresen einen Kaffee

 

Susan:                         [zu der Bedienung]  Danke. 

 

Sie sieht durch das Fenster Mike kommen. Da sie ihm nicht begegnen will, setzt sie sich einfach an einen Tisch mit mehreren Frauen und tut, als ob sie dazugehört. Die Frauen gucken verdutzt.

 

Mike:               Susan?

 

Susan:                         Na ja, wir reden dann nachher weiter.

 

Mike:               Du gehst mir immer noch aus dem Weg, hm?

 

Susan:                         Nein. Nein. Was willst du?

 

Mike:               Wie ich höre, warst du mit Edie in Paul Youngs Haus.    

 

Susan:             Wer hat dir das erzählt? 

 

Mike:               Edie.

 

Susan:                         Tja, ja, das stimmt schon. Wir wollten nur nachsehen... nicht so wichtig. Es war                                 dumm.

 

Mike:               Ich möchte, dass du dich von dem Kerl fern hältst.  

 

Susan:                         Ja, das hab' ich sowieso vorgehabt.

 

Mike:               Gut.  [er will gehen, aber Susan hält ihn zurück]

 

Susan:                         Mike? Ich weiß, warum ich vorhabe, mich von ihm fernzuhalten. Aber warum willst                         du, das ich das mache?

 

Mike:               Ich weiß, dass er ein schlechter Mensch ist. Also bitte lass dich nicht mit ihm ein.  

 

Susan:                         Mach ich nicht. Ich versprech's.

 

 

 

Das Haus der Familie van de Kamp

In der Küche. Bree arrangiert gerade einige Blumen, als Rex hinzukommt.

 

Rex:                 Also. Ich hab nachgedacht über diesen Apotheker.

 

Bree:               George? Was ist mit ihm? 

 

Rex:                 Du solltest nicht mit ihm ausgehen.

 

Bree:               Verdirb mir das bitte nicht. Er ist der einzige Freund, der sich für kulturelle Dinge                                    interessiert.

 

Rex:                 Bree, ich mache mir Sorgen, weil er dich offensichtlich immer noch liebt.

 

Bree:               Nein, er möchte nur, dass wir Freunde sind. Das hat er mir gesagt.

 

Rex:                 Tja, was soll ein verliebter Mann sonst sagen? Er versucht verzweifelt, sich mit dir zu               verabreden. 

 

Bree:               Er scheint mir aber nicht verzweifelt zu sein.

 

Rex:                 Als du ihn berührt hast, haben seine Hände sogar gezittert. 

 

Bree:               Das hast du gesehen? [sie ist alarmiert]

 

Rex:                 Damals bei unseren ersten Verabredungen ging's mir auch so.

 

Bree:               Daran erinnere ich mich nicht. 

 

Rex:                 Es stimmt aber. Wenn du dich weiter mit ihm triffst, machst du ihm nur falsche                                Hoffnungen.

 

Bree:               Ich will ihn natürlich auf keinen Fall noch einmal verletzen. 

 

Rex:                 Nein. Sicher nicht. Ich halte es sogar für besser, die Apotheke zu wechseln.  

 

Bree:               Wirklich?  [hält mit ihrer Tätigkeit inne] Also gut. Weißt du, was mir am meisten                              fehlen wird? George gibt mir immer das Gefühl, dass ich mit mir zufrieden sein kann.

 

Rex:                 Ja, er ist ein fabelhafter Kerl.

 

Bree geht mit den Blumen davon. Als sie wiederkommt lächelt sie.

 

Bree:               Schatz! Zittern deine Hände immer noch, wenn sie mich berühren?  

 

Rex:                 Nein! Aber hör mal, wir sind seit 18 Jahren verheiratet.

 

Bree:               Stimmt. Das sind wir.  Und du weißt immer noch nicht, wann du lügen sollst.  

 

Bree geht und lässt einen deprimierten Rex zurück. Er nimmt einige von seinen Tabletten.

 

 

 

Die Apotheke

Gabrielle sucht in den Regalen nach einem Schwangerschaftstest.

 

Gabrielle:        Entschuldigen Sie bitte. Dieser Schwangerschaftstest, ist der auch gut?

 

Ginger:            [desinteressiert] Ich denke schon.

 

Gabrielle:        Okay. Haben Sie eine Toilette?

 

Ginger:            Nur für Angestellte.

 

George kommt hinzu und erkennt in Gabrielle eine Freundin von Bree. Deswegen behandelt er sie auch ausgesprochen höflich.

 

George:           Ach, die Toilette? Gleich da drüben bitte, Mrs. Solis. Zu Ihrer Verfügung.  

 

Gabrielle:        Danke.

 

George:           [streng] Was habe ich Ihnen gesagt, wie Sie Kunden behandeln sollen?! Setzen Sie                                ein Lächeln auf, sonst räumen Sie im Lager Regale ein, wo Sie keiner sieht!

 

Bree kommt herein und sieht sich nach George um.

 

George:           [erfreut] Bree! Was für eine freudige Überraschung! Was führt dich her? Haben wir                          nicht erst letzte Woche das Rezept für Dr. van de Kamp eingelöst?

 

Bree:               George, so wie es aussieht kann doch nicht mit zu dieser Bonsai-Ausstellung                               kommen.

 

George:           Wieso nicht?

 

Bree:               Ich glaube, es wäre falsch, wenn wir zu viel Zeit miteinander verbringen würden.

 

George:           Dr. van de Kamp hat etwas über mich gesagt. Was war es?

 

Bree:               Das ist nicht wichtig.

 

George:           Bitte, sag's mir.  

 

Bree:               Er hat gesagt, du liebst mich immer noch.

 

George:           Das ist... Das ist Blödsinn. Ich liebe dich nicht, Bree. Wirklich nicht. Um ehrlich zu                            sein ich liebe Ginger.

 

Bree:               Ginger? Deine Hilfskraft?

 

George:           Ja. Es ist was Ernstes.

 

Sie schauen beide zu Ginger herüber.

 

Bree:               [erfreut] Warum hast du mir das nicht gesagt?!

 

George:           Tja, wir wollen nichts überstürzen. Doch sie ist meine große Liebe.

 

Bree:               Du meine Güte! Das ändert natürlich alles! Eine Freundin von mir macht am                                 Samstag ein Grillfest. Ich finde du solltest auch kommen!

 

George:           Wirklich?

 

Bree:               Ja. Zusammen mit Ginger.

 

George:           Ginger? Ich-ich weiß nicht, ob sie es einrichten kann. 

 

Bree:               Doch, Sie muss einfach mitkommen, denn wenn Rex euch beide zusammen sieht, ist                  er beruhigt.

 

George:           Oh! Okay.

 

Gabrielle          [off screen] Das ist Scheiße! !!!

 

Bree und George drehen sich herum und sehen eine wütende Gabrielle aus der Toilette stürmen.

 

Gabrielle:        Sie haben kein Toilettenpapier mehr. [zu Bree] Bree! Ich ruf dich dann an.

 

Sie stürmt wütend hinaus.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo House

Im Wohnzimmer, Nacht. Tom kommt von der Arbeit nach Hause und ruft nach Lynette.

 

Tom:                Lynette? Schatz! Ist hier niemand?  

 

Lynette:           [steht für Tom unsichtbar in einer Nische neben den Fenstern] Drei Monate?

 

Tom:                Gott! Du... du kannst einen aber erschrecken. 

 

Lynette:           Wolltest du mir das überhaupt erzählen? 

 

Tom:                Ich wollte schon. Aber ich hab's hinausgeschoben. Ich wusste, wie du reagierst.

 

Lynette:           Gratuliere! Du kennst mich in- und auswendig. Warum hast du diese Frau bloß                                  eingestellt?

 

Tom:                Also eigentlich hat Peterson sie gefunden. Ich hab nur für sie gebürgt.

 

Lynette:           Tom!

 

Tom:                Ach komm schon, Schatz! Ich hab ihr nur ein bisschen geholfen! Das kann ich doch                           wohl tun! Sie war verzweifelt, als ich sie deinetwegen verlassen hab'! Ich hatte ein                              schlechtes Gewissen.

 

Lynette:           Empfindest du noch was für sie?

 

Tom:                [hebt die Hand] Das reicht. Mit dir kann ich nicht reden.  

 

Er will die Treppe hinaufgehen.

 

Lynette:           Komm schon, du kannst es mir sagen! Du hast sie immer noch gern, habe ich recht?              Nur ein winzig kleines bißchen?

 

Tom:                Ich hab' nur versucht, ihr gegenüber anständig zu sein. Das ist alles.

 

Lynette:           Du kannst nicht mit ihr arbeiten!

 

Tom:                Was soll ich machen? Kündigen?!

 

Lynette:           Red' mit Peterson. Vielleicht kann er sie versetzen lassen. Wolltet ihr nicht sowieso                            irgendwas in Belize aufbauen?

 

Tom:                Schatz, du spinnst doch! 

 

Lynette:           Nein. Ich meine es ernst. Wenn sie bleibt, werde ich ständig in deinem Büro                             aufkreuzen. Ich bring dir Essen. Jeden Tag! Ich bring' die Kinder zu Besuch. Ich                                  wechsle auf deinem Schreibtisch die Windeln. Bei jedem Geburtstagskuchen im                                 Pausenraum und bei jeder Abschiedsfeier werde ich da sein... und sie beobachten.

 

Tom:                Na dann werde ich dir schon mal 'nen Parkplatz besorgen. Denn sie geht nicht. 

 

Lynette starrt ihm entgeistert nach.

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

In der Küche. Sophie hämmert über der Tür einen Perlenvorhang an.

 

Sophie:            Das peppt das Zimmer auf, findest du nicht?!

 

Bevor Susan ihrer Mutter antworten kann, klingelt es an der Haustür.

 

 

 

Die Wisteria Lane

Vor dem Haus der Mayers. Zach steht mit einer Topfpflanze in der Hand vor der Tür, um sich zu entschuldigen.

 

Zach:               Ach, ich hab' Ihnen nur was gebracht. Als Entschuldigung dafür, dass ich Sie mit                                Kies beworfen hab'.

 

Susan:                         [nimmt die Pflanze] Das war wirklich nicht nötig.

 

Zach:               Doch. Ich finde schon. Ich möchte, dass wir Freunde sind. 

 

Susan:                         Tja, weißt du... daraus wird aber nichts. 

 

Zach:               Wieso nicht? 

 

Susan:                         Abgesehen davon, dass ich durch dich fast erblindet wäre... Es ist nur ein paar                                 Wochen her, da bist du in meinem Haus vollkommen ausgerastet. Du hast                                              rumgeschrieen, mit Möbeln geworfen.

 

Zach:               Okay. Ich gebe zu, da hab' ich etwas überreagiert. Aber ich war wütend. Wir müssen                  das hinter uns lassen. Wegen Julie. 

 

Susan:                         [versteht nicht] Wieso wegen Julie?

 

Zach:               Was meinen, wie sie sich fühlt, wenn ihre Mutter und ihr Freund sich gar nicht                                   verstehen? 

 

Susan:                         Zach, Julie sieht dich nicht als ihren Freund an. Ich glaube sogar, dass sie nichts                             mit dir zu tun haben will. 

 

Zach:               Das hat sie gesagt?  

 

Susan:                         Ja. 

 

Zach:               Das glaube ich Ihnen nicht.

 

Susan:                         [gibt ihm die Pflanze zurück] Von mir aus glaub' was du willst.

 

Susan dreht sich um und geht ins Haus. Zach folgt ihr.

 

Zach:               Wenn sie das gesagt hat, dann nur, weil Sie ihr Sachen über mich erzählen, die nicht                     wahr sind!

 

Paul                 [von der anderen Straßenseite] Zach, komm her!

 

Mrs Tilman, die Schwester von Mrs Huber, ist in ihrem Vorgarten an einem Blumenbeet und beobachtet den Vorgang.

 

Paul:                Sofort!

 

Zach:               Bitte! Sie dürfen mir das nicht kaputt machen.   

 

Mrs Tilman beobachtet wie ein deprimierter Zach die Straße überquert und zu seinem Vater geht.

 

 

 

Das Haus von Mrs Tilman

Rückblende. Mrs Tilman schenkt für sich und ihre Schwester Tee ein. Mrs Huber betrachtet einige Fotos, die auf dem Tisch stehen.

 

Mrs Huber:      [off screen] Woher kennst du Mary Alice?

 

Mrs Tilman:     Wen?

 

Mrs Huber:      Mary Alice Young. Sie wohnt im Haus neben mir. In Fairview. Sie ist hier mit dir                               zusammen auf dem Foto. [zeigt ihrer Schwester das Foto]

 

Mrs Tilman:     Das ist Angela Forest. Wir waren Kolleginnen im Reha-Zentrum. Vor 15 Jahren.

 

Mrs Huber:      Ach, Blödsinn Felicia! Ich kenne doch meine Nachbarin.

 

Mrs Tilman:     [verwirrt] Hat diese Mary Alice vielleicht Kinder?

 

Mrs Huber:      Sie hat einen Jungen. Einen Halbwüchsigen.

 

Mrs Huber setzt sich ihrer Schwester gegenüber hin und schaut diese an. Sie ist begierig darauf, den neuesten Klatsch über ihre Nachbarn zu hören.

 

Mrs Huber:      Was ist ?

 

Mrs Tilman:     Angela und ich haben mit einer sehr verwirrten jungen Frau zusammengearbeitet,                            die einen kleinen Jungen bekam. Etwa ein Jahr danach sind Angela und ihr Mann                            verschwunden. Und kurz darauf hörte ich, dass das Kind auch verschwunden war.                                     Die Leute haben gesagt, es wäre Zufall. Aber insgeheim habe ich immer gehofft,                                dass sie ihm ein Zuhause gegeben hat.

 

Mrs Huber:      Soll das heißen, sie hat der Frau das Baby gestohlen? 

 

Mrs Tilman:     Guck nicht so geschockt, Martha. Dann wirkt dein Gesicht so fett.  

 

Mrs Tilman:     Die leibliche Mutter des Jungen war eine Drogensüchtige. Wenn Angela wirklich                          deine Nachbarin ist, woran ich noch zweifle, dann hatte das Kind sehr großes Glück.

 

Ende der Rückblende

Mrs Tilman beobachtet Zach, wie er über die Straße geht.

 

 

 

Petersons

Im Pausenraum. Annabel gießt sich gerade eine Tasse ein.

 

Annabel:          Lynette! He! 

 

Annabel:          Ach, wenn du Tom suchst, der ist mit einem Kunden unterwegs.

 

Lynette:           Nein, eigentlich wollte ich zu dir. 

 

Annabel:          He, das ist lustig. Ich hab' mir das auch schon überlegt. Ich bin schon so lange hier,                   wir könnten doch ausgehen. Mittagessen. Nur wir beide.

 

Lynette:           [sarkastisch] Ja, ich seh' mal im Terminkalender nach. Also, Annabel... empfindest                           du etwas für Tom?

 

Annabel:          [konsterniert] Bitte?

 

Lynette:           Du hast schon verstanden.

 

Annabel:          Na schön, du willst darüber reden, Lynette. Dann reden wir. Ja, Tom und ich waren                           verliebt. Aber er hat nun mal dich geheiratet. Ich hab nicht vor, ein glückliches Paar                 auseinander zu bringen. Abgesehen davon ist das ja wohl mehr deine Art, oder?

 

Kollege:           Morgen, die Damen! Ich brauch' nur 'n bißchen neuen Treibstoff. Ja, für den einen ist                        es schwarze Brühe, für den anderen flüssiges Gold. Und jetzt wieder zurück in den                           Schützengraben!

 

Lynette:           Pass gut auf. Tom und ich sind ein Team. Unsere Ehe ist bombensicher. Egal was du                    tust, sie zerbricht nicht.  

 

Annabel:          Warum bist du dann eigentlich hier und warnst mich?

 

 

 

Die Kirche

 

Reverend:        Gabrielle! Was führt SIE denn hierher?  

 

Gabrielle sieht unglücklich den Reverend an.

 

Reverend:        Heilige Mutter Gottes, was haben Sie jetzt wieder angestellt?  

 

Reverend:        Sie sind schwanger?!

 

Gabrielle:        Ja. Und das ist unmöglich. Ich nehm' doch die Pille. Die Sie vermutlich für eine                                Sünde halten. Aber sie funktioniert. Es ist eine zu 99,9 Prozent sichere Sünde. 

 

Reverend:        Nun, vielleicht zeigt Gott in diesem einen Zehntel Prozent seine Anwesenheit?

 

Gabrielle:        Das mussten Sie ja jetzt loswerden, oder? Gott hat mich aufs Kreuz gelegt! Ihm                              passt mein Lebensstil nicht und deshalb bestraft er mich!

 

Reverend:        Nun, haben Sie etwas getan, das eine Bestrafung verdient hätte? 

 

Gabrielle schaut den Reverend mit einem Blick an, der sagt „Als wenn Sie das nicht wüssten“

 

Reverend:        Der Gärtner?  Ich dachte, das wäre vorbei.   

 

Gabrielle:        Das war es ja auch. Und dann. Ach, Sie verstehen das wohl nicht. Der Punkt ist ich                              wär' 'ne miserable Mutter. Ich bin selbstsüchtig ich bin ichbezogen. Der Einzige, der                        noch selbstsüchtiger ist als ich, ist Carlos. Der Mann ist so selbstsüchtig, dass er                             nicht mal merkt, wie selbstsüchtig ich bin. Wir wären furchtbare Eltern.

 

Reverend:        Gabrielle, ich würde gern helfen, aber ich weiß nicht genau, was Sie von mir wollen.

 

Gabrielle:        Ich möchte nur wissen, auf wen ich wütend sein muss.

 

Reverend:        Ein Vorschlag. Sie müssen nicht wütend sein, vielmehr dankbar. Kinder sind ein                          Geschenk, meinen Sie nicht?

 

Gabrielle:        Ich hab keine Zeit für so 'nen Mist. Ich muss 'ne Party vorbereiten. Danke. 

 

 

 

Die Wisteria Lane

Der Bauplatz von Edies neuem Haus. Edie spricht gerade mit zwei Arbeitern.

 

Lynette:           Edie, hi.

 

Edie:                Hi.

 

Lynette:           Wow, geht ja wirklich schon voran!

 

Edie:                Ja, langsam und ziemlich teuer.

 

Lynette:           Na aber es lohnt sich doch. Ich finde, du machst das toll. 

 

Lynette:           Hör mal, du hast doch reichlich Erfahrung mit Männern. Ich-ich brauche deinen Rat.

 

Lynette und Edie setzen sich hin und Lynette erzählt die ganze Geschichte.

 

Lynette:           Und ich weiß, dass Tom mich liebt. Aber ich traue dieser Frau einfach nicht. Ich                                  weiß, das sie irgendwas vorhat. Ich weiß auch nicht, vielleicht bin ich ja bloß                                     paranoid.

 

Edie:                Nein, nein, es ist gut, dass du zu mir gekommen bist. Es gibt zwei Möglichkeiten.                           Zuerst muss ich wissen, wie sieht diese Frau überhaupt aus.

 

Lynette:           Fantastisch. Sie sieht umwerfend aus.

 

Edie:                Okay. Dann bleibt es nur eine Möglichkeit wie man da herangeht. Und du musst                                  schnell handeln.

 

Lynette:           Ich bin ganz Ohr.

 

Edie:                Es ist eigentlich ganz einfach. Wenn ich mich von einer Frau bedroht fühle, gehe ich              auf sie zu. Ich mache ich sie zu meiner besten Freundin.

 

Lynette:           Edie, du hast doch gesagt, du hättest keine Freundinnen!

 

Edie:                Das stimmt auch. Ich hab' mich auch noch nie von einer anderen Frau bedroht                             gefühlt. Wichtig ist nur eins: Sei deinen Freunden nahe...

 

Lynette:           ... aber sei deinen Feinden noch näher.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

Tom sitzt im Wohnzimmer auf dem Sofa und spielt mit dem Baby. Lynette kommt von ihrer Unterhaltung mit Edie zurück.

 

Lynette:           Tom? Wir machen ein Abendessen. Ich hab' vor, Annabel herzubitten. 

 

Tom sieht total geschockt aus.

 

 

 

Das Haus der Familie Young

Zach ist im Badezimmer und spritzt sich Wasser ins Gesicht. Sein Vater kommt herein.

 

Zach:               Wir ziehen nicht um.

 

Paul:                Susan weiß etwas. Edie hat gesagt, sie -

 

Zach:               Ist mir egal was Edie Britt sagt. Ich verlasse Julie nicht!

 

Paul:                Du riskierst unser Leben, unsere Zukunft für eine Schulhofschwärmerei?

 

Zach:               Es ist mehr als das. Julie liebt mich.

 

Paul:                Warum weigert sie sich dann, dich zu sehen?

 

Zach:               Mrs Mayer lügt sie an. Sonst wäre sie schon längst mit mir zusammen.

 

Paul:                Bist du sicher? Julie ist ein besonderes Mädchen, weißt du.

 

Zach:               Ich weiß.

 

Paul:                Sie könnte fast jeden Jungen haben, den sie will. Du bist ein wunderbarer Junge,                               wirklich. Aber... du bist nicht so besonders, Zach. Ich denke nicht.

 

Zach:               Sie hat mich geküsst!

 

Paul:                In letzter Zeit?  

 

Zach sieht deprimiert zu Boden.

 

Paul:                Na komm, wir packen unsere Sachen und verschwinden. Wir lassen den ganzen Mist                        hinter uns und fangen von vorne an. Es wird andere Mädchen geben! Ich versprech's                         dir!

 

Zach:               Nein!

 

Paul:                [hält Zach am Arm fest] Wenn Susan zur            Polizei geht, ist es aus! Dann nehmen sie                           mich mit! Und sie nehmen dich mit! Begreifst du das nicht?!

 

Zach:               Wenn Julie mich nicht mehr liebt, dann ist es mir egal! Dann ist mir alles egal!  [Paul                       lässt ihn gehen]

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

In der Küche. Lynettes Dinner-Party ist in vollem Gange.

 

Annabel:          McGruder hatte absolut keine Ahnung was los war! Während des gesamten Drehs für                   die Pacer-Kampagne hat er praktisch nur Bensons Hand gehalten.

 

Tom:                Wie dieser Burnham ihn aufs Kreuz gelegt hatte! Da wäre ich auch nervös gewesen!

 

Annabel:          Oh, ich weiß. Das war furchtbar!

 

Annabel greift nach Toms Hand, was Lynette bemerkt.

 

Lynette:           Entschuldigt mal kurz. Ich will hier nur schnell die Teller abräumen.

 

Tom:                Schatz, brauchst du Hilfe?

 

Lynette:           Ich mach das schon. [sie räumt ab und bemerkt, dass die Jungs auf der Treppe                                stehen.] Oh, ich glaube, wir haben Gesellschaft.

 

Tom:                Hey Jungs! Ist es nicht Zeit fürs Bett? 

 

Lynette:           Och, sie sehen dich doch nie. Lass sie noch ein bisschen aufbleiben.

 

Tom:                Na gut. Kommt her. Kommt, ich möchte euch jemanden vorstellen. Das ist Miss                              Foster.

 

Annabel:          Hi.

 

Lynette:           Sie ist eine uralte Freundin von eurem Daddy.

 

Annabel:          He, was hast du da?    

 

Porter:             Ein Bild. Haben wir gemalt.   

 

Annabel:          Zeig mal, was da drauf ist. 

 

Porter:             Das sind wir alle mit Mommy und Daddy. Wir sind richtig glücklich.  [das klingt                                alles sehr auswendig gelernt]

 

Annabel:          Das ist ja wirklich süß. Wann habt ihr das gemalt? 

 

Porter:             Heute. Mom hat es gesagt.

 

Lynette            [lacht nervös] Ich hab nur gesagt, sie sollen was Schönes malen. Alles andere                              kommt von ihnen,

 

Porter:             Aber du hast doch gesagt - 

 

Lynette:           Still, Schätzchen. Die Erwachsenen reden.

 

Annabel:          Das habt ihr wirklich toll gemacht. Hey, hättet ihr vielleicht auch Lust mal ein Bild                              von mir zu malen?    

 

Porter:             Ja, du siehst hübsch aus.

 

Lynette            [merkt, das ihr Plan nicht aufgeht] Okay, toll. So wie Dad schon gesagt hat: Zeit                                    zum Schlafen. Ich bring sie rauf ins Bett. Kommt, Jungs! 

 

Annabel:          Ich muss schon sagen, Lynette Dein Haus ist warm und einladend. Deine Kinder sind                      fantastisch. Der ganze Abend war praktisch eine Werbung für die perfekte Familie.  

 

Lynette:           Findest du?

 

Annabel:          Hättest du es geplant, wär's nicht besser geworden. Und das meine ich ernst.  

 

Lynette:           Gut.    

 

 

 

Die Wisteria Lane

Vor dem Haus der Mayers. Nacht. Susan wirft Abfall in die Mülltonne, als ihr plötzlich Paul gegenübersteht. Susan hat sich bei seinem Anblick erschrocken.

 

Paul:                Hallo, Susan.

 

Susan:                         Paul, hi.

 

Susan dreht sich um und sucht verzweifelt nach einem anderen Bewohner der Straße, aber niemand ist zu sehen.

 

Paul:                Wie ich höre, hast du mit Edie in meinem Haus rumgeschnüffelt.

 

Susan:                         Hä? [stellt sich dumm]

 

Paul:                Schon gut. Ich bin dir nicht böse. Also, was willst du über Angela wissen?

 

 

 

Das Haus der Familie Young

Im Wohnzimmer. Nacht. Susan sitzt am Tisch, Paul kommt mit zwei Tassen Kaffee herein.

 

Paul:                Das war der Geburtsname von Mary Alice. Sie wurde nach ihrer Tante Angela                          genannt. Als Teenager hatte sie mit ihr einen Streit und änderte ihren Namen in                         Mary Alice. Das war vor unserer Heirat. Du musst also entschuldigen, wenn ich die                          Einzelheiten nicht kenne.

 

Susan:                         Das ist alles? Das ist der Grund dafür? [kann nicht recht glauben, was sie hört]

 

Paul:                Lächerlich einfach, nicht wahr?

 

Susan:                         Sie hat ihren Namen geändert, weil sie sich mit ihrer Tante gestritten hat? Paul, das                        kann ich mir bei Mary Alice einfach nicht vorstellen. 

 

Paul:                Genau so wenig wie Selbstmord. Aber sie hat es getan. Also, können wir das Thema              endlich  abschließen? Oder musst du noch wegen etwas anderem bei mir schnüffeln?

 

Susan:                         Nein. Das war alles. Danke. 

 

Steht auf und will gehen.

 

Susan:                         Allerdings. Hast du was dagegen, wenn ich mir das Video, das ich gefunden                                   habe,mal ansehe? Das, auf dem "Angela" steht? Ich würd' Mary Alice gern mal als                         junge Frau sehen.

 

Paul:                Tut mir Leid, aber ich hab' die Videokassetten alle in den Müll geworfen.

 

Susan:                         Tja, also dann. 

 

Paul:                Susan? Das meine ich ernst. Ich hoffe, du lässt meine Familie jetzt in Ruhe. Deine                              ständigen Verdächtigungen werden allmählich anstrengend. 

 

Susan:                         Da hast du vollkommen Recht.

 

Susan geht und Paul schließt die Tür hinter ihr.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

Im Wohnzimmer. Nacht. Die Scavos und Annabel trinken nach dem Dinner noch eine Tasse Kaffee, als plötzlich das Handy von Annabel klingelt.

 

Annabel:          Oh, das ist mein Handy! Entschuldigung. Oh Gott! Das ist Peterson. Entschuldigt                             mich.

 

Tom:                Peterson?

 

Annabel verlässt den Raum.

 

Tom                 [zu Lynette] Du hast ja 'ne ziemliche Show veranstaltet.

 

Lynette:           Show?

 

Tom:                Die Jungs mit ihrem Bild, die ganzen Andeutungen, wie glücklich wir doch sind.

 

Lynette:           Ich hab' Annabel dezent darauf hingewiesen, dass du glücklich verheiratet bist.

 

Tom:                Nein, das war nicht dezent. Und du kränkst mich damit.

 

Lynette:           Nein, so hab ich das nicht gemeint.

 

Tom:                Hast du so viel Angst, dass du diese Nummer abziehen musstest?!

 

Lynette:           Red' bitte nicht so laut!       

 

Tom:                Es ist unwichtig, ob sie was für mich empfindet. So lange ich nicht darauf eingehe.                                     Habe ich dir auch nur EIN MAL Grund gegeben, an mir zu zweifeln?   

 

Lynette:           Jeder Mensch ist zu allem in der Lage. Als wir uns kennen gelernt haben, hast du                          jemanden betrogen.    

 

Tom:                Mit dir! Deinetwegen betrogen!

 

Lynette:           Das ist nun mal ein Verhaltensmuster. 

 

Tom:                Ach, jetzt mach mal 'n Punkt!

 

Lynette:           Aber was sollte ich denn davon halten? Du stellst deine ehemalige Freundin ein und                       sagst mir drei Monate lang nichts davon.

 

Tom:                Hätte ich es dir gleich am ersten Tag erzählt, wärst mir trotzdem an die Gurgel                                 gesprungen.  

 

Lynette:           Nein.

 

Tom:                Annabel gehört zur Vergangenheit.

 

Lynette:           Sie ist nebenan.

 

Tom:                Wie lange müssen wir verheiratet sein Lynette,wie lange, bis du mir endlich                         vertraust?

 

Lynette:           Ich vertraue dir.

 

Tom:                Wie oft hast du zu mir gesagt, wenn du je eine andere Frau anfasst, dann nehme ich                        die Jungs und gehe weg von hier und du wirst uns nie wieder sehen?!

 

Lynette:           Das ist doch nur etwas, was Ehefrauen zu ihren Ehemännern sagen. 

 

Tom:                Nicht alle Ehefrauen. Du bist dermaßen davon überzeugt, dass ich dir untreu sein                               werde! Das macht mich krank! Die Verdächtigungen, das Mißtrauen. Weißt du, nein-               nein anscheinend bist du erst dann zufrieden, wenn du mich aus dieser Ehe                         vertrieben hast! Nur damit du Recht behältst!

 

Lynette ist geschockt, Tom begreift erst jetzt, was er gesagt hat.

 

Tom:                Halt, warte. Vergiss das Letzte.

 

Lynette:           Zu spät. Du hast es gesagt. 

 

Tom:                Dann betrachte es als etwas, das Ehemänner zu ihren Ehefrauen sagen.

 

Die beiden stehen sich gegenüber, als Annabel hereinkommt.

 

Annabel:          Also, Peterson ist auf Wolke sieben. Er hat Insider-Informationen über das Metro-                                Konto. Das bedeutet, das wir die gesamte Präsentation noch mal machen dürfen.

 

Tom:                Heute noch?

 

Annabel:          Sie wird gleich morgen Früh gebraucht. Peterson meint, wir sitzen wahrscheinlich die                     ganze Nacht dran.

 

Tom:                Ich kann nicht fahren. Ich hab' getrunken.

 

Annabel:          Ich fahre. Na komm. 

 

Tom:                Danke.

 

Annabel:          Keine Sorge, Lynette. Ich bring ihn dir zurück, so schnell es geht.

 

Lynette:           Bitte tu das.  

 

Tom und Annabel verlassen das Haus.

 

 

 

Im Garten der Familie Solis

Tag. Die Party für Carlos ist in vollem Gange. Der Garten ist dekoriert, Carlos grillt und es sind zahlreiche Gäste erschienen.

 

Carlos:             Schatz, kannst du mal kurz übernehmen? Ich halt' 'ne kleine Ansprache. Achte                                  darauf, dass sie rosa bleiben, ja.

 

Gabrielle stellt sich an den Grill und wendet das Fleisch. Durch den Geruch wird ihr aber wieder übel und sie bedeckt ihre Nase.

 

Susan:                         Alles in Ordnung? 

 

Gabrielle:        Ja, ich-ich hab nur vergessen, wie ekelhaft Fleisch manchmal ist.

 

Carlos:             Alle mal herhören! Es bedeutet mir sehr viel, dass ihr alle gekommen seid. Wie ihr                             wißt, werde ich werde in ein paar Tagen einen kleinen staatlich geförderten Urlaub                               antreten. Zum Glück ist das Frühstück inbegriffen.

 

Julie:               [sieht Paul und Zach kommen] Oh Gott! 

 

Carlos:             Anders ausgedrückt Ich gehe ins Gefängnis. Und wenn jemand ins Gefängnis geht,                                    was euch hoffentlich erspart bleiben wird, dann sieht er, wer seine wahren Freunde                                    sind. Ich danke euch.

 

Gäste:              Cheers. [alle heben das Glas]

 

Gabrielle wird wieder übel und sie hält sich die Hand vor den Mund. Sie läuft in Richtung Haus und stößt dabei mit Sophie zusammen, die eine Flasche Champagner in der Hand hat. Sie entreißt ihr die Flasche und stürmt ins Haus.

 

Sophie:            Keine Ursache.

 

George und Ginger kommen auf die Party.

George ist ziemlich gemein zu Ginger.

 

George:           Sie bleiben hier, bis ich Sie rufe. Reden Sie mit niemandem! Und um Gottes Willen,                           betrinken Sie sich nicht!

 

Ginger:            Eigentlich wollte ich heute zur Hochzeit meines Cousins gehen.

 

George:           Das ist keine Hochzeit, es ist eine Beziehungsfeier. Jetzt setzen Sie sich hin und                              versuchen Sie, nicht aufzufallen. 

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Badezimmer. Gabrielle schließt das Fenster und lehnt sich über das Waschbecken. Ihr ist ziemlich übel.

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Garten. Zach geht mit einem Teller in der Hand auf Julie zu.

 

Zach:               Hier, ein Hot Dog für dich.

 

Julie:               Nein, danke. Ich bin satt. 

 

Zach:               Die haben hier Crocket. Schlagen wir ein paar Bälle? [macht eine Schlagbewegung]

 

Julie:               Nein.

 

Zach:               Wie du willst. Wir können auch hier sitzen.  

 

Julie:               Zach, ich will nicht deine Freundin sein! Ich will nicht mit dir zusammen sein. Ich will                        nur, dass du mich in Ruhe lässt! Okay.

 

Zach:               Okay.

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Badezimmer. Gabrielle schenkt sich ein Glas Champagner ein, das sie dann aber ins Waschbecken gießt. Sie nimmt ihre Antibabypillen und sieht sie an. Schließlich knallt sie sie wütend auf den Tisch, der Rücken der Packung löst sich. Gabrielle begreift, dass sich jemand an den Pillen zu schaffen gemacht haben muss.

 

 

Mary Alice Voiceover: In dem Moment, als sie die Antibabypillen ansah, an denen sich so                                                 offensichtlich jemand zu schaffen gemacht hatte, wurde Gabrielles Übelkeit                                     plötzlich durch ein noch  stärkeres Gefühl ersetzt: Wut!

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Garten. Zach gießt sich etwas Punsch ein und beobachtet Julie, die mit ein paar Freunden spricht. George ist auf der Suche nach Bree, die er schließlich auch erblickt. Bree ist erfreut ihn zu sehen und auch Georges Gesicht erhellt sich bei ihrem Anblick. Rex hat George ebenfalls bemerkt und greift nach seinem Arm, um ihn zu stoppen. Dabei ergießt sich Georges Drink über das T-Shirt von Rex.

 

Rex:                 Was machen Sie hier?!

 

George:           Tut mir sehr Leid. Das war ein Versehen.

 

Rex:                 Antworten Sie mir! Was machen Sie hier?

 

George:           Ich bin auch eingeladen.

 

Rex:                 Von wem? 

 

George:           Ach wissen Sie, Dr. van de Kamp, darauf muss ich Ihnen nicht antworten. 

 

Rex:                 Ich denke, das müssen Sie doch.

 

Bree:               Was ist hier eigentlich los?        

 

Rex:                 Er hat sich auf die Party geschlichen. Der Kerl will anscheinend nicht hören, wenn                              man „Nein“ sagt.

 

Bree:               Ist schon gut. George hat eine Freundin. Du hast sie mitgebracht, nicht?

 

Rex:                 Er hat doch keine Freundin!

 

George:           Doch natürlich! Da drüben steht sie. 

 

Er zeigt auf Ginger, die am Rand steht und sehr deplatziert aussieht.

 

Rex:                 [ungläubig] Das ist seine Freundin?

 

Bree:               Siehst du! Unsere Sorge war unbegründet. 

 

George:           Also, wenn Sie sich bei mir entschuldigen wollen?  

 

Bree:               Na komm, Rex. Du schuldest George schon eine kleine Geste. 

 

Rex ist da jedoch anderer Meinung und wendet sich zum Gehen. Dann entschließt er sich jedoch anders und kommt zurück.

 

Rex:                 Ach, was soll's?

 

Rex gibt George einen Schubs, der stolpert und will sich an Bree festhalten, woraufhin beide in den Pool fallen.

Ginger lacht und die anderen Gäste starren auf den Pool. Rex sieht amüsiert auf seine Frau und George herab.

 

Bree:               Rex! Hast du völlig den Verstand verloren?!

 

Rex:                 Seien wir fair. Ich hab nur ihn geschubst.

 

Gabrielle kommt aus dem Haus gestürmt. Sie stürmt auf Carlos zu und wirft ihm die Pillen ins Gesicht.

 

Gabrielle:        Carlos!!! Du mieses Schwein! Ich bin schwanger, und das ist nur deine Schuld!

 

Gabrielle gibt ihm eine Ohrfeige. Zuerst sieht Carlos geschockt aus, aber dann lächelt er.

 

Edie:                Wow! Das wird ja 'ne richtig tolle Party!

 

 

 

Die Wisteria Lane

Vor dem Haus der Familie Solis. Gabrielle sitzt vor der Tür und sieht unglücklich aus. Susan kommt hinzu.

 

Susan:                         Alles in Ordnung?

 

Gabrielle:        Wenn ich ehrlich antworten soll. Nein, absolut nicht.  

 

Susan:                         Es tut mir wahnsinnig Leid.

 

Gabrielle:        Danke.     

 

Susan:                         Aber weißt du, was man über Kinder sagt? Man kann sich nicht vorstellen, eines zu                                   haben, bis es so weit ist. Und dann kann man sich ein Leben ohne Kind nicht mehr                           vorstellen. Das stimmt. Damit will ich nur sagen, vielleicht erweist es sich im                              Nachhinein als Segen.

 

Gabrielle:        Ich weiß nicht, wer der Vater ist.

 

Susan:                         Was?! 

 

Gabrielle:        Ja.

 

Susan:                         Ach du meinst du und John, ihr habt immer noch?

 

Gabrielle:        Ja.

 

Susan:                         Gabby!

 

Gabrielle:        Ja, es ist schrecklich Susan. Ich weiß nicht, was ich machen soll.

 

Plötzlich gibt es eine Explosion in Susans Haus.

 

Susan:                         Oh! Oh, mein Gott! Das-das ist mein Haus!

 

Gabrielle:        Ich ruf die Feuerwehr! 

 

Susan:             [hysterisch] Das-das ist mein Haus!!! 

 

Susan läuft über die Straße auf ihr Haus zu. Sie kann nicht begreifen, was sie da sieht.

 

Susan:                         Meine Küche! Oh Gott! Meine Küche brennt! 

 

 

 

Das Haus der Familie

Die ausgebrannte Küche. Die drei Frauen, Susan, Sophie und Julie stehen in der Küche und sehen sich die Bescherung an.

 

Feuerwehrmann:         Anscheinend hat jemand das Gas angelassen, und es haben Kerzen                                      gebrannt.

 

Susan:                         Das ist völlig unmöglich. Wir zünden tagsüber keine Kerzen an.

 

Sophie:            Na ja, ich hatte vorhin eine Familienkerze angezündet. Aber-aber ich bin fast sicher,               dass ich sie ausgepustet habe. 

 

Feuerwehrmann:         Sie sind fast sicher meinen Sie?

 

Sophie denkt nochmal nach und rekapituliert das Geschehen. Dabei pustet sie nochmal, als würde sie eine Kerze ausblasen.

 

Sophie:            Ja! So war es! Ja, so denke ich.

 

Feuerwehrmann:         Sie haben Glück, dass das Feuer sich nicht ausgebreitet hat. Dann wäre der                          Schaden wesentlich größer gewesen.

 

Susan sieht an dem Feuerwehrmann vorbei, zum Fenster hinaus. Da erblickt sie Paul, der zu ihrem Haus herübersieht. Als er sie erblickt, geht er aber ins Haus.

 

Feuerwehrmann:         Sie müssen von jetzt an vorsichtiger sein. 

 

Susan:                         [dreht sich zum Feuerwehrmann um] Keine Sorge. Das sind wir bestimmt.

 

 

 

Die Apotheke

George sortiert gerade einige Pillen, als Bree hereinkommt.

 

George:           Bree, Hi.

 

Bree:               Hi! Du bist plötzlich so schnell weg gewesen, dass ich mich nicht mal entschuldigen                           konnte für das was Rex getan hat. Hör mal George, es tut mir Leid, dass er dich vor             all diesen Leuten so gedemütigt hat. Ich weiß nicht, was in ihn gefahren ist.

 

George:           Ist das nicht offensichtlich? Er hasst mich.

 

Bree:               Nein, er hasst dich nicht. Er kennt dich ja gar nicht. Und du kennst ihn eigentlich                            auch nicht. 

 

George:           Eins weiß ich trotzdem. Er wird nicht zulassen, dass wir Freunde sind. 

 

Bree:               Nun, diese Entscheidung trifft nicht er.  

 

George:           Und wenn er dich bittet, mir aus dem Weg zu gehen? Wenn er es befiehlt?

 

Bree:               Na ja, ich entscheide, wen ich in meinem Leben brauche. Und du gehörst ganz sicher                   dazu. Mehr gibt es nicht zu sagen.

 

George:           Trotzdem kann er es dir sehr schwer machen, Zeit für mich zu finden.

 

Bree:               Tja, wer sagt denn, dass er wissen muss, wie ich meine Freizeit verbringe?  

 

 

 

Im Haus der Familie Mayer

Susan sitzt an ihrem Zeichenbrett und denkt nach. Sie nimmt die „Gelben Seiten“ heraus und blättert darin, bis sie eine Anzeige eines Privatdetektivs gefunden hat, Hafts Detective Agency. Sie reißt die Anzeige heraus und verlässt das Haus.

 

 

 

Hafts Detective Agency

Susan sitzt dem Detektiv gegenüber und erzählt das Geschehene.

 

Susan              [voice over in die nächste Szene]  Ich habe Probleme mit der Familie von gegenüber.             Ich glaube, einer von denen hat in meinem Haus Feuer gelegt. Ich weiß nicht                            warum,             aber ich hab' das Gefühl, es hat etwas mit meiner Freundin zu tun, die sich               umgebracht hat. Ich hab die Polizei angerufen. Aber die haben mich nicht ernst                                  genommen. Diese Familie hat ein Geheimnis, ein schlimmes Geheimnis. Ich stecke                             da bis zum Hals drin. Ich hätte gern, dass Sie so viel wie möglich über Paul Youngs                         Familie in Erfahrung bringen. Meinen Sie, sie können mir helfen?

 

Detektiv:         Ich weiß sogar, dass ich das kann.

 

 

 

Die Wisteria Lane

Die Straße liegt ruhig und friedlich da, ein Mann geht mit seinem Hund spazieren und die Blumen blühen.

 

Mary Alice Voiceover: Jedes Jahr kommt der Frühling in die Wisteria Lane. Aber nicht jeder denkt                                              daran, innezuhalten und an den Blumen zu riechen.

 

Mary Alice Voiceover: Manche sind zu sehr damit beschäftigt, sich Sorgen über die Zukunft zu                                            machen...

 

Vor dem Haus der Scavos. Lynette spielt mit dem Baby, als Tom nach Hause kommt. Er gibt Lynette einen Kuß und verschwindet schnell im Haus.

 

Mary Alice Voiceover: … oder über Fehler, die sie in der Vergangenheit gemacht haben. …

 

Vor dem Haus der Familie Solis. Gabrielle blättert in einer Zeitung. Dann lässt ssie die Zeitung sinken und legt eine Hand auf ihren noch flachen Bauch.

 

Mary Alice Voiceover: ... andere sind bemüht, sich nicht erwischen zu lassen...

 

Das Haus der Familie van de Kamp. George wartet auf Bree. Die kommt heraus und geht mit George davon.

 

Das Haus der Familie Mayer. Ein Arbeiter bringt ein neues Fenster für die Küche.

 

Susan:                         [aufgeregt] Da ist das Fenster!

 

Mary Alice Voiceover: … oder denken darüber nach, wie sie jemanden anderen erwischen können.

 

Susan lässt den Arbeiter ins Haus. Als sie die Tür schließt, sieht sie Paul Young in seinem Garten stehen. Er schaut zu ihr herüber. Schnell schließt sie die Tür.

 

Mary Alice Voiceover: … Doch es wird immer einige Wenige geben, die sich einen Moment Zeit                                         nehmen und das genießen, was der Frühling ihnen gebracht hat.

 

Mrs Tilmans Garten. Mrs Tilman ist im Garten und pflanzt Blumen.

 

Mary Alice Voiceover: … Ebenso wie es immer jene geben wird, die lieber im Dunkeln sitzen. Und                                          über all das nachgrübeln, was sie verloren haben.        

 

Obwohl Tag ist, ist Zachs Schlafzimmer abgedunkelt. Zach liegt auf dem Bett und spielt mit einer Taschenlampe herum. Auf einem Regal stehen Bilder von Julie und eine Kerze brennt.

 

 

---=== ENDE ===---