Transkript der Folge „Das Versprechen“ [#1.21] aus der Serie „Desperate Housewives”

Transkript der Folge „Das Versprechen“ [#1.21] aus der Serie „Desperate Housewives”

 

Letzte Änderung: 24.12.2014                  

Bei diesem Skript handelt es sich nicht um ein Originaldrehbuch, sondern um die Mitschrift der TV-Version dieser Folge!

 

 

Originaltitel: Sunday in the Park with George
Ausstrahlung: 08.05.2005
Deutscher Titel: Das Versprechen

Ausstrahlung: 08.11.2005

 

Buch: Katie Ford
Regie: Larry Shaw

 

Darsteller

Teri Hatcher [Susan Mayer]

Felicity Huffman [Lynette Scavo]

Marcia Cross [Bree van de Kamp]

Eva Longoria [Gabrielle Solis]

Brenda Strong [Mary Alice Young / Erzählerin]

James Denton [Mike Delfino]

Steven Culp [Rex van de Kamp]

Nicolette Sheridan [Edie Britt]

Mark Moses [Paul Young]

Ricardo Antonio Chavira [Carlos Solis]

Cody Kasch [Zach Young]

Andrea Bowen [Julie Mayer]

Doug Sevant [Tom Scavo]

Zane Huett [Parker Scavo]

Brent Kinsman [Preston Scavo / Porter Scavo]

Shane Kinsman [Preston Scavo / Porter Scavo]

 

 

Gastdarsteller
Harriet Sansom Harris [Felicia Tilman]
Melinda McGraw [Annabel Foster]
Jesse Metcalfe [John Rowland]
Lesley Ann Warren [Sophie Bremmer]

 

 

 

Inhaltsangabe
John ist entschlossen, Carlos mitzuteilen, dass er der Vater des Kindes ist - ein Vorhaben, das Gabrielle vehement ablehnt. Inzwischen kann sich Lynette nicht mit Toms neuer Mitarbeiterin abfinden: Sie sieht in Toms Ex-Freundin den Grund für die Flaute im Bett. Während Rex sich ausschließlich mit seinem schlechten Gesundheitszustand befasst, trifft sich Bree mit George und vertraut ihm ihre intimsten Gedanken an. Und Susan kommt der Wahrheit um Mike endlich ein Stück näher ...  [Text: ProSieben]


 

Mary Alice Voiceover: Was bisher geschah.

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

In der Küche. Sophie und Susan bereiten das Abendessen zu.

 

Sophie:            Ich hab' Morty verlassen!

 

Susan sieht ihre Mutter geschockt an.

 

Mary Alice Voiceover: Susans Mutter machte einen gehörigen Eindruck.

 

 

 

Parkplatz vor Mortys Restaurant

Susan sieht aus dem Fenster des Restaurants und sieht wie ihre Mutter mit Morty spricht. Das Gespräch endet damit, das die zwei sich streiten und Sophie Morty in den Arm beißt.

 

Mary Alice Voiceover: Bree machte ein heimliches Versprechen.

 

 

 

Die Apotheke

Bree ist in der Apotheke.

 

George:           Er wird nicht zulassen, dass wir Freunde sind.

 

Bree:               Wer sagt, dass er wissen muss, wie ich meine Freizeit verbringe? 

 

Mary Alice Voiceover: Gabrielle machte eine Entdeckung. 

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Badezimmer. Gabrielle entdeckt, dass jemand ihre Antibabypillen manipuliert hat.

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Garten. Gabrielle geht auf Carlos zu und schlägt ihm ins Gesicht.

 

Gabrielle:        Ich bin schwanger und das ist nur deine Schuld!

 

Mary Alice Voiceover: Tom machte einen Fehler.

 

 

 

Petersons – Toms Büro

Lynette besucht Tom in dessen Büro und trifft auf ihn und Annabel, seine Ex-Freundin.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

 

Lynette:           Du stellst deine ehemalige Freundin ein und sagst mir drei Monate lang nichts da   von?

 

Mary Alice Voiceover: Und Susan machte einen Termin....   

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Susan sitzt an ihrem Zeichenbrett und blättert durch die Gelben Seiten.

 

 

 

Hafts Detektei

 

Susan:             Meinen Sie, Sie können mir helfen?

 

Mary Alice Voiceover: ... mit Folgen.

 

Detektiv:         Ich weiß es sogar.

 

Ende der Rückblende

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Im Schlafzimmer von Sophie. Sophie betrachtet ihre alten Eheringe, die sie in einer Schachtel aufbewahrt.

 

Mary Alice Voiceover: Als sie noch jünger war, war Sophie Bremmer hoffnungslos romantisch.                              Außerdem war sie hoffnungslos naiv.  So kam es, dass sie vier Mal verheiratet war.  

 

 

 

In einem Spielcasino

Ein gut angezogener junger Mann sitzt Sophie gegenüber und überreicht ihr einen Ring.

 

Mary Alice Voiceover: Das erste Mal mit einem Mann, der gern spielte. 

 

 

 

In einer Bar

Ein Mann in einem blauen Anzug reicht Sophie einen Ring.

 

Mary Alice Voiceover: Das zweite Mal mit einem Mann,der gern trank.

 

 

 

In einem Restaurant

Diesmal reicht ihr ein blonder Mann mit einem Schnurrbart einen Verlobungsring.

 

Mary Alice Voiceover: Das dritte Mal mit einem Mann, der andere Männer gern hatte. 

 

 

 

 

In einer Bar

Ex-Ehemann Nummer 2 reicht ihr nochmal einen Ring.

 

Mary Alice Voiceover: Und das vierte Mal .. mit demselben Mann, den sie  beim zweiten Mal       geheiratet hatte.

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Im Schlafzimmer von Sophie. Sie berührt traurig die Ringe.

 

 

Mary Alice Voiceover: Ja, Sophie hatte es satt, dass man ihr das Herz brach. Daher beschloss sie,    dass sie nie wieder heiraten würde.

 

Sophie schließt die Box.

 

Mary Alice Voiceover: Doch dann, eines Nachts ...  

 

Morty:             [offscreen] Sophie!

 

Mary Alice Voiceover: ... bekam sie Besuch. 

 

 

 

Wisteria Lane – Vor dem Haus der Mayers

Nacht. Morty steht im Garten und ruft in Richtung Haus.

 

Morty:             Sophie!

 

Sophie geht zum Fenster und sieht hinaus.

Susan öffnet die Tür.

 

Susan:             Morty? Was machst du hier?  

 

Morty:             Ich-ich, ich muss unbedingt mit Sophie reden.

 

Susan:             Jetzt? Hast du getrunken?  

 

Morty:             Äh, nur ... 'n bisschen.

 

Susan lässt Morty herein.

 

Morty:             Wie geht's dir, Susie? 

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

Sophie steht immer noch in ihrem Zimmer am Fenster. Dann schleicht sie sich hinunter zum Wohnzimmer, um dem Gespräch zwischen Susan und Morty zu lauschen.

 

Morty:             Ich muss, ich muss unbedingt mit ... äh ... Sophie reden.

 

Susan:             Bist du verrückt? Es ist ein Uhr morgens! Sie schläft.

 

Morty:             Ich will, ich will, sie fragen, ob sie mich heiraten will.  

 

Susan:             Was?

 

Morty:             Ich-ich dachte, ich könnte jetzt glücklich sein. Das Restaurant fängt an,                                           Geld abzuwerfen. Ich hab mir, ich hab' mir 'nen neuen Jet-Ski gekauft. Mein Choles                    terin-Wert ist gesunken. Aber das macht alles keinen Spaß... ohne sie. 

 

Sophie lauscht an der Tür. Als sie hört, was Morty sagt, hellt sich ihr Gesicht auf. 

 

Susan:             Morty, ich glaube nicht, dass das noch was wird.Sie hat das hinter sich gelassen.                           Jetzt setz' dich erst mal hin. Ich ruf dir ein Taxi.

 

Sophie kommt herein.

 

Morty:             Sophie!

 

Sophie:            [zu Morty] Der Arzt hat doch gesagt, du sollst nicht trinken.

 

Morty:             Weißt du, es gibt Zeiten, da ...  .. braucht man etwas flüssigen Mut.

 

Morty gibt ihr den Verlobungsring. Sophie sieht den Ring an und erkennt ihn plötzlich wieder.

 

Sophie:            Oh! Hat der Ring nicht mal Dolores gehört?  

 

Susan:             Du gibst ihr den Ring deiner toten Frau?! 

 

Morty:             [zu Susan] Es ist, es ist ein dreikarätiger Diamant.  Es braucht sie doch nicht zu    kümmern, ob er... gebraucht ist.  

 

Morty:             [zu Sophie] Also was, was sagst du, Sophie?   

 

Sophie:            Okay.

 

Morty:             [erfreut] Wirklich?!  

 

Susan:             [ungläubig] Wirklich???!!!!

 

Sophie:            Ja.

 

Morty will Sophie umarmen, doch die stopt ihn.

 

Sophie:            [flüstert] Aber, Morty, du musst es richtig förmlich machen, weißt Du!

 

Sophie bedeutet ihm auf die Knie zu gehen.

 

Morty:             Ah!  

 

Susan:             Ja, klar. Hier.

 

Morty sieht Susan an. Er braucht ein Kissen zum hinknien. Susan reicht ihm ein Kissen und er kniet vor Sophie nieder.

 

Morty:             Sophie, würdest du ... mir die Ehre erweisen, meine Frau zu werden?

 

Sophie lächelt ihn an.

 

Mary Alice Voiceover: Sophie Bremmer war immer noch hoffnungslos romantisch...

 

Sophie:            Unter einer Bedingung: Gleich morgen tauschen wir den hier gegen einen Ring nur   für mich um. Und ich will einen größeren Diamanten als Dolores. 

 

Mary Alice Voiceover: … aber sie war nicht mehr naiv. 

 

 

 

 

VORSPANN

 

 

 

 

Paul und Mary Alice Youngs Hochzeitsfoto.

 

Mary Alice Voiceover: Die Ehe ist ein einfaches Konzept.

 

Bree und Rex Van Der Kamps Hochzeitsfoto.

 

Mary Alice Voiceover: Im Grunde ist es ein Vertrag zwischen zwei Menschen, ...  

 

Lynette und Tom Scavos Hochzeitsfoto.

 

Mary Alice Voiceover: ... der sie lebenslang aneinander bindet.  

 

Gabrielle und Carlos Solis Hochzeitsfoto

 

Mary Alice Voiceover: …In der Hoffnung, dass sie glücklich sind bis an ihr Lebensende.   

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

 

Mary Alice Voiceover: Leider werden manche Verträge  geschlossen, ...

 

Man sieht wie Gabrielle etwas nach Carlos wirft, der sich aber duckt.

 

Mary Alice Voiceover: .. um gebrochen zu werden.    

 

Gabrielle will erneut etwas nach ihm werfen.

 

Carlos:             Ich hab dein Verhütungsmittel nicht angefasst!   

 

Gabrielle:        Ach, wirklich?!

 

Carlos:             Wirklich!

 

Gabrielle:        Siehst du? Jemand hat die Folie abgezogen und wieder dran geklebt!  

 

Carlos:             Das ist vermutlich nur ein Produktionsfehler. 

 

Gabrielle:        Man sieht ja die Spuren vom Klebstoff noch!

 

Carlos:             Ich schwörs dir, ich war's nicht!   

 

Gabrielle:        Halt mich nicht für blöd, Carlos! Seit Monaten jammerst du, dass du ein Baby willst. Wer soll's denn sonst gewesen sein?

 

Carlos:             Ich-ich-ich hab'... Oh nein.                  

 

Gabrielle:        Was? 

 

Carlos:             Mama!

 

Gabrielle:        Ich bitte dich! 

 

Carlos:             Das wär doch möglich. Du kaufst das Zeug doch in 'ner Großpackung, für sechs Mo      nate auf einmal!  

 

Gabrielle:        Ja, und?

 

Carlos:             Bevor sie den Unfall hatte,  hab ich ihr erzählt, .wie sehr ich mir ein Kind wünsche.   Und sie hat gesagt, sie würde sich darum kümmern. Ich dachte, sie würde nur mit   dir reden. Baby, das tut mir wirklich sehr Leid. 

 

Gabrielle:        So ein Miststück! Das ist einfach unglaublich! 

 

Carlos:             Ich hab' sie geliebt. Aber sogar ich hatte hin und wieder Probleme mit ihr. Sie wollte                      über alles bestimmen.

 

Gabrielle:        Selbst aus dem Grab heraus versaut sie mir noch alles. Gott, ist die gut!  

 

Carlos:             Wo gehst du hin?

 

Gabrielle:        Ich spüre die morgendliche Übelkeit in mir hochsteigen. Wenn es mich überkommt,                      will ich auf dem Grab deiner Mutter stehen. 

 

Gabrielle setzt sich ihre Sonnenbrille auf und verlässt das Haus. Carlos lässt sich auf das Sofa fallen.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

In der Küche. Lynette füttert das Baby. Tom will zur Arbeit gehen.

 

Tom:                He, Schatz, ich komm heute spät nach Hause.  Peterson will mit ein paar von uns et was trinken gehen.   

 

Lynette:           Ja, schon okay. Ich ... wollte eigentlich mit dir über etwas reden.

 

Tom:                Worüber?

 

Draußen hupt ein Auto.

 

Lynette:           Ach, schon gut. Da ist deine Fahrgemeinschaft! Ist nicht schlimm, du musst gehen.

 

Tom:                Lynette, was ist?    

 

Lynette:           Ach, gar nichts.

 

Tom:                Na gut.

 

Lynette:           Es ist nur ...  

 

Tom bleibt stehen.

 

Lynette:           Wir hatten seit zehn Tagen keinen Sex.   Und die längste Zeit bisher war neun Tage. 

 

Erneutes hupen.

 

Tom:                Ganz sicher?  Wir-wir, haben wir's nicht letzten Donnerstag  getan?

 

Lynette:           Wir wollten schon. Aber dann ...  bist du eingeschlafen.

 

Tom:                Deswegen bist du so besorgt? Wir können es heute Abend tun, wenn du willst.

 

Lynette:           Wie du meinst.

 

Tom:                Nein, nein, ich hab's zehn Tage in mir angestaut, wenn du verstehst. Heute Abend     tun wir's! Du musst dir keine Sorgen machen, okay?

 

Er will schon das Haus verlassen, als er bemerkt, dass er etwas vergessen hat.

 

Tom:                Ach, so'n Mist! Ich hab' meinen Aktenkoffer oben gelassen. Kannst du ihnen sagen,                        dass ich gleich da bin.

 

Lynette:           Ja, klar.

 

Annabel:          He, Lynette!  Und? Ist Tom bald fertig? 

 

Lynette:           Ja, er holt nur seinen Aktenkoffer.

 

Annabels Handy klingelt.

 

Annabel:          Oh, entschuldige.

 

Lynette:           Schon gut.

 

 

 

Wisteria Lane – Vor dem Haus der Mayers

Sophie steht am Auto und betrachtet ihren Verlobungsring. Morty lädt Sophies Sachen ins Auto.

 

Morty:             Es geht schon! Geht schon! Geht schon, geht schon.

 

Sophie:            [zu Susan und Julie] Ich danke euch, dass ich hier wohnen durfte. Ich werde euch beide schrecklich vermissen.

 

Sie umarmen sich.

 

Susan:             Wir dich auch. Das Haus wird uns ganz leer vorkommen ohne dich. 

 

Julie:               Könnt ihr nicht noch eine Weile hier wohnen?    

 

Susan:             Nein, nein. Sie wollen ihr neues Leben zu zweit beginnen. Wir wollen diese junge       Liebe auf keinen Fall stören.

 

Susan öffnet die Autotür und drängt Sophie hinein.

 

Susan:             Mach's gut, Morty.  

 

Morty:             Du auch. Hör zu, ich hoffe, du bist nicht sauer. Aber deine Mom hat mir erzählt, was                        du durchmachst. Du weißt schon. Wegen des Klempners von gegenüber.

 

Susan:             Hat sie das?

 

Morty:             Ja. Du-du darfst ihn nicht aufgeben. Ich-ich meine, wenn ich aufgegeben hätte, dann             wäre ich jetzt nicht hier mit dieser wundervollen Lady.

 

Susan:             Hat sie dir erzählt, dass er wegen Totschlags im Gefängnis gesessen hat?

 

Morty:             Nein, das hat sie dabei wohl ausgelassen.

 

Susan:             Sie hat wohl auch nicht erzählt, dass er ein Drogendealer war?

 

Morty:             Daran kann ich mich nicht erinnern.

 

Sophie:            Hörst du endlich auf! Du kennst doch noch gar nicht die ganze Geschichte. 

 

Susan:             Mutter!

 

Sophie:            Ich bin rüber gegangen und  hab ihm gesagt, wie sehr du ihn liebst.

 

Susan:             Was? Was hast du dir dabei gedacht?

 

Julie:               Was hat er gesagt?

 

Susan:             Ja, was hat er gesagt? 

 

Sophie:            Ich glaube, ich bin in einem sehr ungünstigen Moment rein geplatzt. Jemand war ge  rade gestorben, den er sehr gern hatte.

 

Susan:             Oh, Gott. Wirklich?   

 

Sophie:            Er braucht vielleicht ein wenig Trost.

 

Sophie:            Umarmt mich noch mal! Bitte! Ich halte es nicht aus!

 

Die drei Frauen umarmen sich wieder. Dabei sieht Susan auf der anderen Straßenseite Mike, der gerade aus seinem Haus kommt.

 

 

 

In einem Restaurant

Abend. Bree und George essen zu Abend.

 

Bree:               Mmmmh! Oh, George! Das musst du probieren! Ein bisschen zermatscht, aber ...

 

Bree hält George ihre Gabel hin, damit er probieren kann.

 

George:           Ich kann's kaum erwarten! Mmmmh! Ist das Fenchelsamen? Das ist fantastisch!

 

Bree:               Ich weiß nicht. Aber etwas, das so gut ist,  muss eine Sünde sein!

 

Beide lachen.

 

George:           Macht es nicht Spaß, Gerichte auszuprobieren? Neue Erfahrungen zu sammeln...     

 

Bree:               Rex hasst diese Restauranttouren. Er sitzt gern zu Hause vor dem ewig gleichen    Teller Spaghetti und einem Malzbier.

 

George:           Wie findest du die Marinara-Sauce?  Sie ist die Beste, die ich je probiert habe.    

 

Bree:               Es gab eine Bessere. Aber das war in Italien.

 

George:           Du warst in Italien?      

 

Bree:               Rex und ich sind zusammen dort gewesen. Kurz bevor die Kinder geboren wurden.                       Wir hatten so viel Spaß in diesen ersten paar Jahren. Damals war es wohl einfacher     für uns, glücklich zu sein. Ich weiß nicht,  warum ich das gesagt habe!  Kein Wein      mehr für mich!

 

George:           Fahren wir doch nach Italien.

 

Bree:               Wie bitte?

 

George:           Wäre das nicht eine tolle Sache?  Die ganzen Museen besuchen, die Kathedralen!     Diese fantastischen Trattorias! Wir könnten uns so richtig den Bauch vollschlagen! 

 

Bree:               Ich kann nicht mit dir verreisen, George.

 

George:           Wieso nicht?  

 

Bree:               Ich bin verheiratet. Man wird über mich reden.

 

George:           Stimmt. Du hast Recht. Das war keine gute Idee. 

 

Bree:               Ach, mach dir keine Vorwürfe. Hier, probier mal eine von diesen Muscheln. Ich    wette, die sind so gut wie die Marinara-Sauce.

 

Bree hält George erneut ihre gefüllte Gabel hin, damit er probieren kann. In dem Moment sieht sie Edie, die sich ebenfalls im Restaurant befindet.

 

George:           Mmmmh! Du hast vollkommen Recht. Wenn es so gut ist, muss es einfach eine      Sünde sein.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

Im Wohnzimmer. Es ist Abend und die Jungs sitzen vor dem Fernseher. Lynette kommt hinzu und schaltet den Fernseher aus.

 

Lynette:           So, Jungs! Es ist sieben Uhr. Schlafenszeit. Tut mir Leid, ab ins Bett!

 

Die Jungs protestieren.

 

Parker:            Warum müssen wir so früh ins Bett?     

 

Lynette:           Schätzchen, ich hab' euch doch gesagt, Daddy und ich haben heute eine besondere Verabredung.

 

Die Jungs:       Oh! Man!

 

Lynette:           Na los! Das ist lieb von euch!

 

Spät in der Nacht kommt Tom von der Arbeit nach Hause. Lynette umarmt ihn von hinten.

 

Tom:                Hi!

 

Lynette:           Hi! [sie küsst ihn überall]

 

Tom:                Oh, stimmt ja! Heute ist der 10. Tag. He, Schatz, gib mir 'ne Sekunde Zeit, um das                Büro hinter mir zu lassen.

 

Lynette:           Okay!

 

Lynette tritt einen Schritt zurück.

 

Tom:                Okay. Ich bin so weit!

 

Tom hält erneut inne.

 

Lynette:           Woran denkst du?   

 

Tom:                Ich hab' überlegt, was das für ein Geruch ist.

 

Lynette:           Oh, das ist wahrscheinlich Baby-Sabber. Warte.  

 

Sie zieht ihr Shirt aus.

 

Lynette:           So, jetzt kommst du leichter ran. 

 

Läßt sich rückwärts aufs Sofa fallen.

 

Tom:                Achtung, ich komm' jetzt!

 

Tom springt zu ihr aufs Sofa und sie beginnen erneut sich zu küssen. Tom hört aber wieder auf und verzieht das Gesicht.

 

Lynette:           Was ist?

 

Tom:                Man, der Geruch ist ja wirklich überall durchgegangen, was?  

 

Lynette:           Ja, er ist durchgegangen. Das hat Kotze von Babys so an sich. Soll ich nächstes Mal                        'n Gummikittel tragen, oder wird’s gehen? 

 

Tom:                Nein, nein, nein! Ich hab' dich nur gern frisch und in deinen sexy Kleidern.

 

Lynette:           [lacht] Wo siehst du hier irgendwas, das sauber und sexy ist? Alles, was ich habe ist                        voll Baby-Spucke und den Wachsmalstiften.

 

Tom:                Schon gut. So hab' ich das nicht gemeint.

 

Lynette:           Du gibst mir das Gefühl, als käme ich gerade vom Krabbenkutter.

 

Tom:                Schatz, ich sag' doch, es tut mir Leid.  Es ist nur so, weißt du. Hin und wieder mögen                     Männer es, wenn Frauen sich ... na ja ... sich mal was einfallen lassen. Okay.         Können wir noch mal beim Küssen anfangen? Bitte, geht das vielleicht?

 

Lynette:           Na schön.

 

Sie küssen sich gerade, als das Baby anfängt zu weinen.

 

Lynette:           Okay. Runter.

 

Preston:          [offscreen] Mom, das Baby ist wach! Mom!

 

Parker:            [offscreen] Mom!!!

 

Lynette steht auf, um das Baby zu beruhigen und Tom bleibt niedergeschlagen allein auf dem Sofa zurück.

 

 

 

Das Auto des Privatdetektivs

 

Paul:                Susan Mayer hat Sie engagiert. 

 

Detektiv:         Ich weiß. Sie hat vor, in Ihrem Leben herumzuschnüffeln und ruft ausgerechnet mich                    dafür an. Sie haben Glück, dass meine Anzeige im Telefonbuch die größte ist. 

 

Paul:                Und was mache ich jetzt? 

 

Detektiv:         Abhauen. Nehmen Sie Ihren Sohn und verschwinden Sie. 

 

Paul:                Das wird schwierig. Mein Sohn will nicht wegziehen. Er kann ziemlich hartnäckig         sein.

 

Detektiv:         Tja, ich kann sie eine Weile in die Irre führen.  

 

Paul:                Gut.

 

Detektiv:         Also schön. Sagen Sie mir genau, was diese Frau glauben soll, Mr. Young.   

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

 

Detektiv:         Ihr Geburtsname war Angela. Als Jugendliche änderte sie  ihren Namen in Mary

                        Alice. Auf ihrem Antrag steht, dass sie nach einer Verwandten benannt wurde, mit                   der sie nicht mehr redet. So. Hier ist ihre Geburtsurkunde. Und ein Antrag aus Utah           auf eine gesetzliche Namensänderung.

 

Susan:             Was ist mit Dana?  

 

Detektiv:         Es gab einen Eintrag für ein weiteres Kind.  Und zwar für ein Mädchen: Dana Marie                Young. Mit 18 Monaten gestorben. Offenbar aufgrund eines Sturzes.

 

Susan:             Dann war alles wahr. Alles, was er gesagt hat. Wie kann ich mich nur so getäuscht     haben?   

 

Detektiv:         Tja, ich wäre Ihnen dankbar für einen Scheck.  

 

Susan:             Ach ja. Natürlich.

 

Will ihr Scheckbuch holen, als ihr plötzlich noch etwas einfällt.

 

Susan:             Bevor Sie gehen, möchte ich Sie bitten, die Vergangenheit von jemand anderem zu                   überprüfen. Ich habe einen Klempner kennen gelernt ... 

 

 

 

Im Park

John harkt Gras zusammen. Gabrielle kommt hinzu.

 

John:               He! Ich hab' dich angerufen.

 

Gabrielle:        Ja. Ich hab' mich nicht gemeldet, weil ich persönlich mit dir reden wollte.  Ich hab'                        eventuell eine schlimme Neuigkeit.  

 

John:               Na komm, wirklich Gabrielle, du kannst es mir sagen! Ich halte es aus.  

 

Gabrielle:        Ich bin schwanger, und es könnte von dir sein.    

 

John flippt völlig aus. Er tritt gegen die schon gefüllten Grassäcke und schreit herum.

Einige Zeit später sitzt Gabrielle auf dem Rasenmäher, während John sich nur mit Mühe beherrschen kann.

 

John:               Ich kann mir kaum ein neues Mountainbike leisten!  Wovon soll ich denn ein Kind                           bezahlen?! 

 

Gabrielle:        Es ist nicht mal sicher, ob es von dir ist. Also beruhige dich. Und ich bin nicht hier,    um dich ausflippen zu sehen, ja.

 

John:               Warum bist du dann gekommen?

 

Gabrielle:        Weil ich will, dass du dich von mir beschützen lässt.  

 

John:               Vor wem? 

 

Gabrielle:        Vor Carlos. Vor deinen Eltern. John, nimm das ernst! So etwas kann dein Leben        ruinieren.  Deshalb musst du unsere Affäre geheim halten. Hey, es muss doch nicht                        sein, dass diese Katastrophe uns beide zugrunde richten.

 

John:               Danke.   

 

Gabrielle:        Kein Problem.

 

John:               Ich hätte ein Kondom benutzen sollen.

 

Gabrielle:        Ja, das wär' hilfreich gewesen.

 

 

 

Das Haus der Familie Mayer

 

Julie:               Du hast einen Privatdetektiv angeheuert?!  

 

Susan:             Ich kann Mike nicht vertrauen. Und ich will raus finden, was wirklich passiert ist. Mit Hilfe einer Person, die unbeteiligt ist. Jetzt mach ihn auf.

 

Julie:               Okay. Bist du bereit?  

 

Susan:             Los! 

    

Julie öffnet den Umschlag und beginnt zu lesen.

 

Susan:             Stopp!

 

Julie:               Was?

 

Susan:             Okay, wenn-wenn du da drin  was wirklich ... Schlimmes findest, dann ... versuche                      es ein bisschen positiv darzustellen.

 

Julie:               Also ... ich hab hier etwas Gutes und etwas Schlechtes. 

 

Susan:             Sag' mir zuerst das Schlechte.

 

Julie:               Der Typ, den Mike getötet hat, war ein Polizist.     

 

Susan:             Oh, mein Gott!  Oh, mein Gott!   [Susan ist schockiert] Okay. Sag mir jetzt das

                        Gute.

 

Julie:               Es gibt nichts.

 

Susan:             Was?

 

Julie:               Ich sollte es positiv darstellen. Ich hab mein Bestes getan! 

 

Susan:             Ach was! Dann lese ich es mir das eben doch selbst durch!    

 

Susan kommt herüber und sieht sich die Unterlagen selbst an. Sie findet Pressartikel mit dem Titel   "Drogendealer tötet Cop" und  "Hunderte trauern um ermordeten Officer."  Dann findet sie ein altes Foto von mike, das ihn in einer orangefarbenen Gefängniskleidung zeigt, als er gerade von zwei Polizisten abgeführt wird. Im Hintergrund stehen Noah Taylor und seine Tochter Kendra.

 

Susan:             Das ist doch unglaublich!

 

Julie:               Was denn?

      

Susan:             Die kenn ich doch! [sie meint Kendra]

 

 

 

Das Haus von Noah Taylor

Kendra sieht von der Veranda zum See hinüber, an dessen Ufer ihr Vater und Mike stehen und miteinander reden. Sie geht zu ihnen hinüber.

 

Kendra:           Was macht ihr hier?!

 

Kendra:           Ihr wollt einfach nicht aufhören, wie? Deirdre ist tot! Es ist unwichtig, wer sie getötet hat. Lasst endlich los! 

 

Mike:               Das ist nicht so einfach, Kendra.

 

Kendra:           Warum? Meine Schwester hat euch gehasst. Euch beide. Das hat sie gesagt.

 

Noah:              Das lag nur an den Drogen.  

 

Kendra:           [sarkastisch] Na klar. Die Drogen!  Deirdre hat diese Familie gedemütigt. Sie hat un              sere Liebe nur ausgenutzt.  Sie wusste es, und es war ihr völlig egal!

 

Noah:              War's das?!    

 

Kendra:           Nein. Ich will wissen, was ihr plant.

 

Noah dreht sich von seiner Tochter weg, so daß Mike mit Kendra reden muß.

 

Mike:               Wir unterhalten uns nur. 

 

Kendra:           Ich glaub' dir nicht. 

 

Mike:               Dann frag nicht.

 

Sie starren sich an. Dann blickt Kendra ihren Vater ungläubig an.

 

 

 

Die Wisteria Lane

Rex und Bree kommen aus dem Haus und gehen zum Auto.

 

Rex:                 Natürlich will ich keinen neuen Kardiologen. Aber Lee macht schon seit Wochen      Tests. Allmählich sollte er dahinterkommen, was mit mir los ist. 

 

Bree:               Schatz, wir verkehren privat mit ihnen. Was soll ich denn Helen sagen?    

 

Rex:                 Ich weiß nur, dass ich mich noch nie so schlecht gefühlt hab'! Irgendwas muss ich                   tun. 

 

Gerade als Bree einsteigen will, sieht sie Edie auf der anderen Straßenseite.

 

Bree:               Ähm, ich, äh, ich muss nur kurz mit Edie reden.

 

Rex:                 Bree, wir kommen zu spät!

 

Bree:               Ach, das dauert nur eine Sekunde. Ich will sie nur nach einem Rezept fragen! Edie! 

 

Bree läuft über die Straße, um sich mit Edie zu unterhalten.

 

Bree:               Edie! Hi.

 

Edie:                Hi.

 

Bree:               Ich hab dich gestern bei Fredo's gesehen.   

 

Edie:                Ja, ich hab dich auch gesehen. Unartiges Mädchen!  

 

Bree:               Wieso? Was meinst du? 

 

Edie:                Der Typ, den du mit dem Löffel gefüttert hast.  Nicht übel. Ein wenig schmächtig für meinen Geschmack.  Aber... ich schlaf ja schließlich nicht mit ihm.

 

Bree:               Das ist genau das, was ich befürchtet hatte. George und ich sind nur Freunde.

 

Edie:                He, ich verurteile dich nicht. Ich versteh' schon. Immerhin hat Rex es mit dieser         Hausfrauenhure getrieben. Jetzt zahlst du's ihm heim.

 

Bree:               Du verstehst das völlig falsch! Dieser Mann ist mein Apotheker.

 

Edie:                Du könntest mit jedem eine Affäre haben und suchst dir einen Apotheker aus? Du                    bist sowas von konservativ!

 

Bree:               Aber ich habe keine Affäre!  George und ich unterhalten uns nur. Er kann sehr gut    zuhören. Und ich erzähle ihm von meinen Hoffnungen und Träumen und von meinen                        geheimsten Gedanken und... und weiter ist nichts dran! Und das musst du mir glau                       ben!

 

Edie:                Okay, ich glaube dir.

 

Bree:               Danke. Ich bin froh, dass wir das geklärt haben.  Es sah wahrscheinlich merkwürdig        aus und ich, ich will nicht, dass du denkst, ich betrüge meinen Ehemann.   

 

Edie:                Irgendwie tust du das doch.

 

Bree:               Wie bitte?     

 

Edie:                Na komm schon, Bree. Du sagst, du erzählst ihm deine geheimsten Gedanken?        Deine Hoffnungen, deine Träume? Lassen wir den Sex, das klingt, als wärst du ziem   lich intim mit einem Kerl, der nicht dein Mann ist.

 

Bree:               Ach weißt du, ich meine... jeder braucht doch jemanden zum Reden.

 

Rex sitzt im Auto und drückt auf die Hupe.

 

Edie:                Na warum redest du dann nicht mit Rex?

 

 

 

Das Haus von Felicia Tilman

Mrs Tilman ist in der Küche und backt einen Kuchen, während sie Zach Young anruft.

 

Anrufbeantworter der Youngs: "Wir sind nicht zu Hause. Hinterlassen Sie eine Nachricht." 

 

Mrs Tilman:     [besorgt] Hallo, Zach!  Hier ist Felicia Tillman. Ich freu' mich immer so  über deine   kurzen Besuche und...  ich hab' dich ein paar Tage nicht gesehen. Ich hoffe, es ist       alles in Ordnung."

 

 

 

Das Haus der Familie Young

In der Küche. Paul hört, wie Mrs Tilman die Nachricht hinterlässt und hebt schließlich den Hörer ab.

 

Paul:                [am Telefon] Zach fühlt sich nicht wohl. 

 

Mrs Tilman:     [ihre Stimme verliert jegliche Freundlichkeit] Oh!  Paul!  

 

Paul:                Und ich finde es unangebracht, dass er so oft bei Ihnen ist.

 

Er hängt auf.

Zachs Zimmer. Paul kommt mit zwei Tassen Kakao in der Hand herein.

 

Paul:                Ich habe uns Kakao gemacht. Und, wie geht's dir? 

 

Zach:               Ich fühle mich furchtbar. Schon seit zwei Tagen. Vielleicht sollten wir einen Arzt         fragen?   

 

Paul:                Das ist wahrscheinlich nur eine kleine Grippe. Wir beobachten es weiter. Es ist dieses                   Haus, Zach. Ich spüre es auch.  Es ist nicht gut für uns, wenn wir hier bleiben.

 

Zach:               Ich hab' dir gesagt, ich will nicht umziehen. 

 

Paul:                Es wäre aber besser für dich. Du kannst hier nicht herumlaufen und weiter solche     Dinge tun. Wie zum Beispiel in Susan Mayers   Küche. Die Leute werden etwas

                        merken. Wäre es nicht schön, einfach noch mal von vorne anzufangen? Irgendwo               auf dem Land. Du könntest neue Freunde kennen lernen. Vielleicht sogar ein neues

                        Mädchen. Überschlaf das ruhig noch mal. Wir reden morgen über den Umzug.

 

 

 

In einem Geschäft

 

Mary Alice Voiceover: Der Mangel an Leidenschaft in ihrer Ehe war für Lynette eine unangenehme   Realität geworden. Und eines Tages wurde ihr klar, ... dass der beste Weg, die

                        Realität zu bekämpfen, ein wenig Fantasie war. Natürlich nützt alle Fantasie der Welt                       rein gar nichts, ... wenn niemand auftaucht, um sich daran zu erfreuen.      

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

Tom und sein Kollege kommen in der Nacht nach einem langen Arbeitstag nach Hause.

 

Kollege:           Es ist mir wirklich unangenehm, dir zur Last zu fallen, Tom.

 

Tom:                Du fällst niemandem zur Last. Du bist den ganzen Tag geflogen. Warum sollst du in                    einem Hotel schlafen?  Ich hoffe, es macht dir nichts aus, auf dem Sofa ... 

 

Tom und der Kollege halten inne und starren auf eine schlafende Lynette, die ein Zimmermädchen Kostüm trägt.

 

Tom:                … Sofa

 

Kollege:           Nein, das Sofa ist wunderbar. 

 

Der nächste Tag. Lynette ist in der Küche und räumt auf.

 

Tom:                He, Schatz, warum überlässt du das nicht dem Zimmermädchen?  

 

Lynette:           Ha, ha, nicht witzig, Tom.  

 

Tom:                Ach übrigens, Gary duscht gerade. Er bittet dich um ein sauberes Handtuch. Und...                       um deine Reitpeitsche. 

 

Tom:                Ach, komm schon!  [lacht]

 

Lynette:           Nein, ich freu' mich, dass du meine Demütigung so amüsant findest.

 

Tom:                Schatz, du hast dich als französisches Zimmermädchen verkleidet! Sag' doch mal, was hast du dir dabei gedacht, hm?

 

Lynette:           Ich hab' mir gedacht, unsere Ehe ist in Gefahr und einer von uns sollte vielleicht einen Rettungsversuch machen. 

 

Tom:                Wow, seit wann ist unsere Ehe in Gefahr? Schön, wir hatten also seit ein paar Tagen   keinen Sex.  Na und? Das kommt vor.

 

Draußen hupt ein Auto.

 

Lynette:           Oh, das ist Annabel. So eine Ironie! 

 

Tom:                Was hat Annabel mit dieser Unterhaltung zu tun?  

 

Lynette:           Ich werd's dir sagen. Sie kommt dich jeden Morgen abholen, um dich daran zu er       innern, was ich nicht bin. 

 

Tom:                Bitte?!

 

Lynette:           Sie ist die Fantasie, Tom. Die heiße Frau, die du jeden Tag im Büro siehst. Mit ihren                        manikürten Nägeln und ihrer Designer-Garderobe. Ich ... bin die Realität. Die         Ehefrau, die nie Make-up trägt... und deren Kleider nach Wäschekorb riechen.    

 

Tom:                Also das ist vermutlich das Dümmste, was du je gesagt hast.

 

Lynette:           Ich war mal die Fantasie.  Es gab eine Zeit, Tom, da brauchte ich noch kein          Zimmermädchen-Kostüm. Weil ich wusste,  dass ich dir so genüge. Sogar in einem stinkenden T-Shirt. Und das ist jetzt eindeutig nicht mehr der Fall. 

 

Sie weint jetzt beinahe.

 

Tom:                Schatz, ich weiß nicht, was ich sagen soll. Hör mal,  wenn ich das irgendwie wieder                       hinbiegen kann, dann mache ich das, ja. Sag' es mir nur, und ich mache es.

 

Lynette:           Nein, da gibt's nichts hinzubiegen.  Wir haben uns geändert. Das ist nun mal so.  

 

Das Auto hupt erneut und Gary kommt die Treppe herunter.

 

Gary:               Fertig? 

 

Tom ist hin und her gerissen. Soll er gehen oder lieber bei seiner Frau bleiben?

 

Lynette:           Na geh schon. Du willst doch Annabel nicht warten lassen. 

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Im Badezimmer. Carlos badet, Gabrielle gießt sich scharfe Soße über ihr Essen.

 

Carlos:             Sei vorsichtig damit.  Das Baby kriegt noch Sodbrennen.

 

Gabrielle:        Es ist einfach nicht scharf genug. Meine Hormone töten meinen Geschmack ab.

 

Carlos:             Du beschäftigst dich in letzter Zeit mehr mit dem Essen als mit mir. 

 

Gabrielle:        Ich hab vor, richtig fett zu werden. Deiner lieben Mutter zu Ehren.

 

Später. Gabrielle sitzt auf der Veranda und gießt noch mehr Soße in ihr Essen. John kommt vorbei.

 

Gabrielle:        John, was machst du denn hier?

 

John:               Ich hab' nochmal ernsthaft über das Baby nachgedacht.     

 

Gabrielle:        Wirklich? Wieso? 

 

John:               Weil es höchstwahrscheinlich von mir ist! Und wenn es so ist, dann will ich das        Richtige tun!

 

Gabrielle:        Nein! Nein, nein. Niemand erwartet von dir, das du das Richtige tust.

 

John:               Ja, ich dachte mir schon, dass du mich abwimmeln willst. Deshalb gehe ich direkt zu                      Mr. Solis.

 

Gabrielle:        Was?! Bist du verrückt?!  Er würde uns beide umbringen!

 

John:               Er und ich müssen das ausfechten. Von Mann zu Mann. Das ist das Beste für das

                        Baby.          

 

Gabrielle:        John!

 

John:               Also gehst du ihn holen, oder lässt du mich rein?

 

Gabrielle:        [ruhig] Okay. Du hast gewonnen. Du wartest hier.

 

Gabrielle betritt langsam das Haus und schließt die Eingangstür hinter sich. Dann läuft sie schnell die Treppe hinauf.

Carlos ist gerade aus der Wanne gestiegen, als Gabrielle hereinkommt.

 

Gabrielle:        Äh, steig noch nicht raus!

 

Carlos:             Wieso nicht? 

 

Gabrielle:        Weil ich zu dir rein steigen wollte. [Carlos sieht verwirrt aus]  Ja, weißt du,          schwangere Frauen haben oft ein starkes Verlangen.

 

Carlos:             Also gut. 

 

Gabrielle:        Okay, ich mach mich nur noch frisch. Ich bin gleich wieder da!

 

Carlos:             Okay.

 

Gabrielle:        Du bleibst sitzen. Sitz!

 

Sie läuft ins Schlafzimmer

 

Gabrielle:        Ich mach' 'n bisschen Musik! 

 

Die Musik spielt und Carlos setzt sich wieder in die Badewanne.

Gabrielle läuft wieder die Treppe hinunter und geht zu John hinaus.

 

Gabrielle:        Leider ist Carlos im Moment nicht zu sprechen. 

 

John will ins Haus gehen.

 

John:               Du lügst.  

 

Gabrielle:        John, was soll das?

 

John ruckelt und hämmert an der Tür.

 

John:               Mr. Solis! Mr. Solis! 

 

Gabrielle:        Hör auf damit! John!

 

Carlos sitzt immer noch in der Badewanne. Da die Musik sehr laut ist, kann er John nicht hören.

John will nun mit Gewalt ins Haus gelangen. Er nimmt einen Stuhl von der Veranda und will ihn durch ein Fenster werfen.

 

Gabrielle:        Was machst du da?! John!

 

John:               Gabrielle! Geh aus dem Weg!

 

Gabrielle:        Was soll das hör auf.

 

Gabrielle will John aufhalten und stellt sich zwischen ihn und das Fenster. Da ihn das aber nicht stoppt, schüttet sie ihm ihr scharfes Essen mitten ins Gesicht. John fällt rückwärts über die Brüstung und bleibt auf dem Rücken liegen.

 

Gabrielle:        [schreit] Oh Gott, nein!

 

Carlos sitzt immer noch in der Badewanne.

Gabrielle kümmert sich um John.

 

John:               Oh Mann, das brennt!

 

Gabrielle:        Tut mir Leid. Das ist nur Salsa-Sauce.

 

John:               Das fühlt sich an wie Säure! 

 

Gabrielle:        Wirklich? Die hat so fade geschmeckt.

 

John:               Mr. Solis! 

 

Gabrielle:        John!                  

 

John:               Mr. Solis! Kommen Sie raus, ich muss mit Ihnen reden!

 

Gabrielle:        Halt den Mund, John! Halt endlich den Mund und hör' mir zu. Du wirst auf keinen Fall                   Vater dieses Babys sein.  Egal, was der Vaterschaftstest feststellt. Es ist Carlos' Kind!

 

John:               Wie kannst du das sagen? 

 

Gabrielle:        Weil Carlos die Mittel hat, John. Er kann dem Kind alles geben, was nötig ist.           Klavierstunden und ein Sommercamp. Und die besten Schulen. Er kann dieses Kind                       so aufwachsen lassen, wie ein Kind es verdient. Du nicht!

 

John:               Hier geht es nicht um Geld! Sondern darum, was das Beste für das Baby ist! 

 

Gabrielle:        Wenn du das Beste für das Baby willst, dann hilf mir. Okay. Hilf mir, dafür zu            sorgen, dass das Kind nicht arm aufwächst, so wie ich.

 

Carlos kommt aus dem Haus, um nach Gabrielle zu suchen.

 

Carlos:             Wo bleibst du denn? Hallo, John! Was machst du denn hier? 

 

Gabrielle:        Ähm, er….

 

John:               Justin meinte, die Hortensien müssten  ausgetauscht werden. Er wollte, dass ich sie                    mir ansehe und ihm meine Meinung sagen. 

 

Carlos:             Dein Freund ist ein guter Junge, aber er pflegt den Garten nicht halb so gut wie du.   Du solltest wieder bei uns arbeiten. Ich meine, du gehörst praktisch zur Familie.

 

John:               Danke, Mr. Solis.  

 

John sieht Gabrielle kurz an und verschwindet dann.

 

 

 

Das Haus von Mrs Tilman

Mrs Tilman sitzt mit einem Buch in der Hand auf der Veranda. Sie beobachtet wie Paul Young aus seinem Haus kommt, ins Auto steigt und davon fährt. Sie geht hinüber und klingelt mehrfach an der Haustür.

 

Mrs Tilman:     Zach? Bist du da?

 

Als ihr niemand öffnet geht sie zur Garage und öffnet das Tor. Sie geht ins Haus hinein und sieht dort alle Kisten und schon gepackten Koffer stehen. Sie geht die Treppe hinauf zu Zachs Zimmer und findet ihn auf dem Bett liegend vor. Sie fühlt ihm den Puls.

SCHNITT: Mrs Tilman durchsucht inder Küche die Schränke, auf der Suche nach dem Medikament, das Paul seinem Sohn verabreicht hat. Schließlich findet sie in einem Topfhandschuh eine Pillendose.

 

 

 

Das Haus der Familie Young

Zachs Zimmer, Mrs Tilman gibt Zach eine Ohrfeige.

 

Mrs Tilman:     Ich muss das tun, Junge. Ich weiß, du wirst mir verzeihen.

 

Sie verlässt mit Zach das Haus und lässt Paul einen Zettel da, auf dem steht, wo er Zach finden kann.

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

Im Wohnzimmer, Nacht. Lynette sitzt auf dem Sofa und liest in einer Zeitung. Tom kommt von der Arbeit nach Hause.

 

Tom:                Hey!

 

Lynette:           Hey!

 

Tom:                Sind die Jungs schon im Bett?

 

Lynette:           Liegen alle drei drin.

 

Tom:                Und Penny? 

 

Lynette:           Schläft tief und fest.

 

Tom holt eine Zeitschaltuhr aus der Tasche und gibt sie Lynette.

 

Tom:                Gut. Also, wenn das Ding losgeht, treffen wir uns im Schlafzimmer. 

 

Er geht nach oben.

 

Lynette:           Tom, was ist das für ...

 

Tom:                Nein, nein, nein,  warte, bis es losgeht.

 

 

Die Uhr klingelt.

 

Lynette:           [skeptisch] Also gut. Ich komme ins Zimmer.

 

Lynette betritt das Schlafzimmer und sieht sich um. Tom ist im Badezimmer und posiert in einem Tanga vor Lynette.

 

Lynette:           Oh, mein Gott! 

 

Tom:                Du willst Fantasie? Ich geb dir Fantasie. Rrrrrrh!

 

Tom:                Komm zu mir, Weib!  Lass dich besteigen! Und bitte mach 'n bißchen schnell!  Das     Ding kneift so! 

 

Legt sich aufs Bett.

 

Lynette:           Ich finde, es sieht toll aus.

 

Tom:                Gut. Schalt' das Licht aus.

 

Lynette:           Nein. 

 

Tom:                Bitte!  

 

Lynette:           Ich mach das Licht nicht aus.

 

Tom:                Bitte.

 

Lynette:           Nein, nein, nein. Rrrrrrrh! Miau!

 

 

 

Das Haus von Mrs Tilman

Mrs Tilman sitzt in der Küche und trinkt eine Tasse Tee, da klopft es an der Tür.

 

Mrs Tilman:     Ja, bitte? Ach, Paul! Sie sind es!  Da bin ich aber froh. Ich habe hier Papiere,  die Sie                        sich ansehen sollten.

 

Paul:                Wo ist mein Sohn?

 

Mrs Tilman:     Oben. Er schläft nach den Beruhigungsmitteln, die Sie ihm gegeben haben.

 

Paul:                Ich weiß nicht, was Sie sich dabei denken. Ich hole meinen Sohn und gehe.

 

Will gehen.

 

Mrs Tilman:     Ich bin nicht meine Schwester, Paul. Verderben Sie es sich nicht mit mir. Martha hat ein Tagebuch geführt. 

 

Mrs Tilman:     Martha hat ein Tagebuch geführt. In dem sie jedes langweilige Detail ihres                 langweiligen Lebens akribisch dokumentiert hat. Einschließlich ihrer Entdeckung,      dass Sie und Ihre Frau ein Baby gestohlen haben. Ein Baby namens Dana.

 

Paul nimmt die Unterlagen und beginnt zu lesen.

 

Mrs Tilman:     Tut mir Leid, wenn die Kopien schwer zu lesen sind.  Das Original ist an einem          sicheren Ort aufbewahrt.  Ich musste diese Vorsichtsmaßnahme treffen. Schließlich                    haben Sie Martha  ermordet.  Möchten Sie vielleicht einen Keks?

 

Paul setzt sich an den Tisch.

 

Mrs Tilman:     Wie Sie wollen. Also, ich habe Ihnen einen Vorschlag zu machen.  

 

Paul:                Das sind nur Fantasien einer gelangweilten einsamen Frau! Sie beweisen gar nichts!

 

Mrs Tilman:     Die Polizei hat Sie nur deshalb nicht erwischt, weil sie bisher keinen Grund hatte, Sie                        zu verdächtigen. Aber sobald sie herausfindet,  dass Martha ... einen Erpresserbrief    an Angela, Verzeihung, an Mary Alice ... 

 

Paul:                Was wollen Sie? 

 

Mrs Tilman:     Das Gleiche, was Sie wollen. Ich will, das Sie die Stadt verlassen. Das Sie ihren           Namen ändern und irgendwo ein neues Leben beginnen. Möglichst weit weg von     hier.

 

Paul:                Wenn Sie sich so sicher sind, warum zeigen Sie mich nicht an?

 

Mrs Tilman:     Weil Zach mir das nie verzeihen  würde.   Und es ist wichtig, dass wir beide uns gut    verstehen. Da er doch von nun an bei mir zu Hause wohnt.

 

Paul:                Was?!

 

Mrs Tilman:     Ihre Koffer sind gepackt. Sie werden bald ein Flüchtling sein. Ist das das Leben, das

                        Sie Ihrem Sohn wünschen?  Jede Nacht in einer anderen Stadt in einem anderen Hotel? Nein. Sie sind ein besserer Vater.

 

Paul:                Ich kann ihn nicht einfach verlassen.

 

Mrs Tilman:     Sie haben ihn gestohlen, damit er ein besseres Leben hat.  Das war nobel von Ihnen,                       Paul. Wirklich. Und jetzt wird es Zeit, dass Sie noch einmal nobel sind.

 

Paul:                Kann ich ihn wenigstens noch einmal sehen?   

 

Mrs Tilman:     Haben Sie mir erlaubt, Martha noch einmal zu sehen? 

 

Paul geht. Mrs Tilman ist erleichtert und holt das unter dem Küchentisch versteckte Messer hervor.

 

 

 

Das Anwesen von Noah Taylor

Susan fährt die Auffahrt hinauf und hält vor dem Haus.

 

Susan:             [zu dem dicken Wachmann] Hallo? Ich möchte zu Kendra Taylor.

 

Wachmann:     Ich bedaure. Sie müssen wieder fahren.  

 

Susan:             Ich fürchte, Sie verstehen nicht ganz. Sehen Sie, ich kann nicht einfach wieder   fahren.

 

Susan steigt aus dem Auto aus.

 

Wachmann:     Bitte in den Wagen zurück. 

 

Susan:             Hören Sie, [liest sein Namensschild] ... Bob.  Ich möchte Ihnen was erklären.

 

Wachmann:     In den Wagen!

 

Susan:             Es ist so, das-das ist möglicherweise meine letzte Chance zu erfahren,ob ich mit dem             Mann zusammen sein kann, den ich liebe.

 

Wachmann:     Ma’am

 

Susan:             Und Bob [legt ihm ihre Hände auf die Schultern],  ich kann Ihnen gar nicht sagen,      wie viel mir das bedeutet.  Also gehe ich jetzt zu diesem Haus,  und Sie lassen mich                         gehen.  Und wissen Sie, wieso? Weil hinter dieser Marke ...und dieser großen Brust,                       die mich wie eine Fliege zerquetschen könnte ein Herz ist.  Ein Herz, das immer noch       an die Liebe glaubt.

 

Der Wachmann nimmt sie in den Polizeigriff und drückt sie mit dem Gesicht nach unten auf die Motorhaube ihres Wagens.

 

Wachmann:     Steigen Sie in den verdammten Wagen.

 

Susan:             Es ist nicht meine Schuld, dass Ihr Leben ohne Liebe ist.

 

Kendra:           Susan? 

 

Susan:             Hi, Kendra.              

 

 

 

SCHNITT: Susan, Noah und Kendra sitzen an einem Tisch auf der Veranda.

 

Susan:             Und trotz der Beweise, trotz allem was mir vorgelegt wurde, kann ich nicht glauben,   dass da nicht mehr hinter der Sache steckt. Klingt das sehr dumm?

 

Kendra:           Nein, nein, natürlich nicht. 

 

Noah:              Ich muss Ihnen leider sagen, dass die ganze Geschichte stimmt.

 

Kendra steht auf.

 

Susan:             Aber Mikes Anwalt hat auf Notwehr plädiert. Und wenn das so ist, dann ...

 

Noah:              Delfino hat meiner Tochter Heroin verkauft. Er hat einen Polizisten getötet, der ihn                         einbuchten wollte, wurde verurteilt und hat gesessen. Das war's.

 

Kendra:           Dad!

 

Noah:              Sie verdient es, die Wahrheit zu erfahren. So schlimm ist sie auch nicht. Es tut mir                        Leid, Mrs. Mayer. Ich meine es ehrlich.

 

Susan:             Ich möchte Ihnen danken, dass Sie Zeit für mich hatten.

 

Susan ist den Tränen nahe. Sie packt ihre Unterlagen wieder ein und geht.

 

Kendra:           Was zum Teufel soll das?! 

 

Noah:              Wenn sie die Wahrheit wüsste, würde sie zu ihm zurücklaufen. Dann überredet sie     ihn vielleicht, die Sache zu lassen. Das kann ich nicht riskieren. Dazu fehlt mir die      Zeit.

 

Er küßt seine Tochter auf den Kopf und geht. Kendra starrt Susan nach.

SCHNITT: Susan geht zu ihrem Wagen zurück und setzt sich hinein. Plötzlich öffnet sich die Beifahrertür und Kendra steigt ein.

 

Kendra:           Schnell! Fahr da um die Ecke! Ich hab' dir was zu sagen. 

 

 

 

Das Haus der Familie van de Kamp

Rex sitzt im Wohnzimmer auf dem Sofa und löst ein Kreuzworträtsel. Bree strickt.

 

Bree:               Rex, was meinst du? Ich nehme Grün, so das es passt, ob Gabrielle nun ein Mädchen                       oder einen Jungen kriegt.

 

Rex:                 [abwesend] Das ist toll.

 

Bree:               Was ist los mit dir?  Du bist so... trübsinnig heute.

 

Rex:                 Tut mir Leid. Ich mach mir Sorgen  wegen der Testergebnisse. Wenn sie nicht bald    rausfinden, was mit mir nicht stimmt, werd' ich noch verrückt.

 

Bree:               Ach, Schatz.

 

Rex:                 Dieses Beklagen muss dich doch nerven.

 

Bree:               Nein, nein, ganz und gar nicht. Ich finde, wir sollten darüber reden. Ich finde sogar, das wir vielleicht nicht genug reden.

 

Rex:                 Kann sein.

 

Bree:               Wie wär's, wenn wir mal wieder was zusammen machen würden? Als Paar.

 

Rex:                 Mhm.  

 

Bree:               Wir könnten irgendwo Urlaub machen, sobald es dir wieder gut genug geht.                Wegfahren, irgendwohin, wo es schön ist. Erinnerst du dich an unsere Italienreise?

 

Rex:                 Ja, so vage.

 

Bree:               Nur vage? Weißt du nicht mehr? Dieses wundervolle Essen! Diese herrliche           Landschaft! Und...

 

Rex:                 Ich weiß bloß noch, dass ich geschwitzt hab' wie ein Schwein. Und mir gewünscht hab', wir hätten nicht alles ausgegeben. Wo möchtest du denn hinfahren?

 

Bree:               [desillusioniert] Ist mir egal.  Du kannst entscheiden.

 

 

 

Das Haus von Noah Taylor

Susan und Kendra unterhalten sich im Auto.

 

Kendra:           Mike war nicht der Drogendealer.

 

Susan:             Was?

 

Kendra:           Das war Deirdre. Mike war schon bald wieder runter von dem Zeug. Aber Deirdre      konnte oder wollte einfach nicht. Ich weiß nicht. Jedenfalls hatte sie sich nicht mehr unter Kontrolle und wurde andauernd verhaftet. Ein Polizist hat sie eines Tages beim                       Drücken erwischt. Er hat sie zum Sex gezwungen, sonst hätte er sie wieder            eingebuchtet. Und... Mike ist dahintergekommen und...  er wollte der Sache ein Ende                   setzen. Er überraschte die zwei zusammen. Er... Der Polizist zog seine Waffe, und                       Mike wehrte ihn ab und... bei dem Kampf fielen sie zusammen vom Balkon. Mike      konnte als einziger wieder  aufstehen.

 

Susan:             Es war also Notwehr?

 

Kendra:            Ja. Mike ist ins Gefängnis gegangen, um meine Schwester zu retten. Aber das           konnte er nicht.

 

Susan:             Ich wusste, dass er zu den Guten gehört. Ich wusste es. Danke.

 

 

 

Bei einem Juwelier

 

 

Mary Alice Voiceover:  Das Eheversprechen ist wirklich ganz einfach.

 

Sophie und Morty suchen einen Verlobungsring aus. Sophie probiert den Ring auf und umarmt Morty stürmisch.

 

Mary Alice Voiceover: Zwei Menschen geben sich das Wort,  zusammen zubleiben. In guten und in                         schlechten Zeiten.

 

Der Verkäufer gibt Morty die Rechnung, der über den Preis entsetzt ist.

 

Mary Alice Voiceover: …In Reichtum und in Armut.….

 

 

 

Im Krankenhaus

Rex lässt sich untersuchen, Bree setht neben ihm.

 

Mary Alice Voiceover: …In Krankheit und in Gesundheit. ….

 

 

 

Das Haus der Familie Scavo

Tom und Lynette küssen sich zum Abschied, als Tom zur Arbeit geht.

 

Mary Alice Voiceover:…Sich zu lieben und zu ehren,…

 

 

 

Das Haus der Familie Solis

Carlos umarmt Gabrielle. Gabrielle blickt die Starße herunter und sieht John.

 

Mary Alice Voiceover: ….alle anderen aufzugeben,…

 

Gabrielle schließt die Augen und wendet ihre Aufmerksamkeit wieder Carlos zu.

 

 

 

Das Haus der Familie Young

Paul und Mary Alices Hochzeitsfoto

 

Mary Alice Voiceover:….bis dass der Tod sie scheidet.

 

Paul starrt das Bild an und packt es dann in einen Koffer.

 

 

 

Die Wisteria Lane

Vor seinem Haus steigt Mike Delfino aus seinem Wagen und geht in sein Haus. Susan kommt aus ihrem Haus gelaufen und läuft auf Mike zu.

 

Mary Alice Voiceover: Ja, das Versprechen ist einfach. Jemanden zu finden, der ein solches             Versprechen wert ist, ... das ist das Schwierige daran.

 

Susan umarmt Mike und küsst ihn stürmisch.

 

Mary Alice Voiceover:  Aber wenn es uns gelingt, ... dann sind wir von da an glücklich bis ans                        Lebensende.

 

 

 

 

 

 

 

 

---=== ENDE ===---