Serienabc
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Die ARD strahlte die erste Staffel im Jahr 1998 immer Dienstags um 20.15 Uhr aus. Die zweite Staffel (aus dem Jahr 2001) wurde ebenfalls Dienstags um 20.15 Uhr ausgestrahlt, allerdings wurde die Serie nach 5 Folgen wegen zu geringer Einschaltquoten abgesetzt. Die fehlenden 8 Folgen wurden im Vormittagsprogramm der ARD im Mai 2002 ausgestrahlt.
Staffel 01
Turbulent geht es los. Die neue Villa der Oldendorfs ist fertig gestellt, der Umzug steht vor der Tür und, wie das Leben so spielt, muss ausgerechnet jetzt ein berühmter Dirigent sterben, die Großmutter in Florida einen Herzinfarkt erleiden, die mittlere Tochter Marlene ihre Konditorlehre hinschmeißen, die älteste Tochter Bea sich von ihrem Verlobten lösen und das alles gleichzeitig passieren. Natürlich tritt der schlimmste Fall ein. Max Oldendorf soll das verwaiste Orchester bei einem fest eingeplanten Konzert dirigieren - und will eigentlich nicht. Sein Agent hat aber schon alles arrangiert. Ingrid Bach (geschiedene Oldendorf) muss zu ihrer Mutter nach Florida reisen, und die Töchter sollen allein den komplizierten Umzug managen. Das kann doch nur schief gehen - oder?
Max hat sich entschlossen, das Konzert der Süddeutschen Symphoniker doch zu dirigieren. Aber bei den Musikern hat er keinen leichten Stand, gilt es doch, das Erbe des beliebten Maestros anzutreten. Max muss mit harten Bandagen kämpfen, damit die Aufführung am Ende doch ein rauschender Erfolg wird. Währenddessen erfährt Ingrid in Florida, dass in Peru ein sensationeller paläontologischer Fund gemacht wurde. Ihrer Mutter geht es besser, also reist sie gleich weiter. Die drei reichlich überforderten Töchter versuchen, den Umzug in die neue Villa zu organisieren. Das Chaos nimmt seinen Lauf. Gitti - die Jüngste - wird bei einer Auseinandersetzung auf der Straße verhaftet, weil sie zu einem jungen, hübschen Straßenmusikanten gehalten hat. Max muss deshalb kurz vor seinem wichtigen ersten Konzert noch zur Polizei, um Gitti auszulösen. - Die Ouvertüre zum Familienchaos...
Max übernimmt als Nachfolger des verstorbenen Maestros das Orchester und muß beim Vorspielen einer sehr engagierten Violinistin erklären, daß ihre spielerischen Qualitäten nicht für das Orchester reichen. Doch diese Frau gibt nicht auf; sie verfolgt ihn zu einem Gastspiel nach Prag, freundet sich mit den mitreisenden Töchtern Bea und Gitti an. Erst sehr spät bemerken die Mädchen, daß die Dame doch sehr verwirrt ist. Gefahr ist im Verzug. In München lernt die lebenslustige Marlene den Straßenmusikanten Robert kennen, den Gitti so toll fand. Die beiden verlieben sich... In Prag findet das Konzert statt, und die enttäuschte Geigerin nutzt den frenetischen Schlußapplaus aus, um mit einem Messer auf Max loszugehen. Die bildschöne Journalistin Tamara wirft sich dazwischen. Max erhält nur einen Kratzer und die Beziehung zu Tamara einen kräftigen Schub.
Max soll eine junge, schöne Cellistin bei Plattenaufnahmen mit seinem Orchester begleiten. Doch der Sexappeal des Jungstars ist größer als sein Talent. Max weigert sich, und es kommt zum Eklat. Um die Plattenaufnahmen nicht platzen zu lassen, besorgt Max aus Prag blitzschnell Ersatz. Die Aufzeichnung wird ein Erfolg, und die Süddeutschen Symphoniker haben fortan eine neue 1. Cellistin. Diese ist rundum glücklich und von dem großen Maestro mehr als nur musikalisch begeistert... Zu Hause bahnt sich eine schwesterliche Katastrophe an. Der von Gitti umschwärmte Robert bandelt mit Marlene an, die sich Hals über Kopf in ihn verliebt. Aber Max tröstet Gitti über ihren Liebeskummer hinweg. Bea rettet durch ihre entschlossene Hilfe ein Menschenleben und beschließt, ihr Medizinstudium abzubrechen und als Sanitäterin in den Rettungsdienst zu gehen. Ein attraktiver Notarzt erleichtert ihr diese Entscheidung. Für Max gibt es also jede Menge zu verdauen.
Max will neben dem klassischen Repertoire ein zeitgenössisches Musikstück aufführen. Doch das Interesse ist nur mäßig, es werden kaum Karten verkauft, und der Intendant wird nervös. Doch entgegen aller Unkenrufe wird die Aufführung ein voller Erfolg. Viele junge Leute sind da und bringen Max und seinem Orchester Standing Ovations. Seltsam ist nur, dass sie alle mit Gitti gekommen sind... Marlene lernt währenddessen über Robert die Besitzerin eines Cafés kennen, die ihr eine Lehrstelle anbietet. Allerdings mit ungewöhnlichen Konditionen. Und als Konditorlehrling soll Marlene eigentlich auch nicht arbeiten. In Wahrheit ist die Café-Besitzerin Kopf einer gefährlichen, menschenverachtenden Verbrecherbande, die an das Geld der Eltern ihrer "Lehrlinge" ran will.
Marlene beginnt ihre "Lehre" und gerät immer weiter in den Bann von obskuren Machenschaften und damit in Lebensgefahr. Schließlich ist es Robert, der den Wahnsinn begreift und Alarm schlägt. Mit Hilfe der Polizei kann Max seine Tochter retten. Dabei hat er eigentlich alle Hände voll zu tun. Der Etat des Orchesters soll gekürzt werden. Doch hier hat der Kulturreferent nicht mit dem Einfallsreichtum und der Hartnäckigkeit des Maestros gerechnet. Er kämpft mit sehr unkonventionellen Mitteln, aber erfolgreich für den Erhalt des Orchesters. Mittlerweile haben Bea und Gitti eine nette Haushälterin gefunden, die noch dazu hervorragend kochen kann. Es kehrt ein wenig Ordnung ein in die Villa Oldendorf - für kurze Zeit zumindest...
Kaum hat Dirigent Max Oldendorf seine Tochter Marlene aus den Fängen der betrügerischen Bande befreit, stürzt sich die Presse auf die Geschichte und bringt Max bei Publikum und Orchester ins Zwielicht. Gott sei Dank ist auf Tamara Brinkmann, Journalistin bei der angesehenen Zeitschrift Lilith und gute Freundin von Max, Verlass. Doch dann mischt sich Jeanette Dobler-Fahrenholz, eine reiche Industrielle und warmherzige Spenderin, in das Geschehen um Max ein, mit ungewissem Ausgang. Max hat also alle Hände voll zu tun, und ihm entgeht, dass seine älteste Tochter Bea einem neuen Schwarm erlegen ist. Es ist der erste Paukist der Süddeutschen Symphoniker und Wortführer der Anti-Oldendorf-Fraktion im Orchester ihres Vaters. Da fällt die Nachricht, dass Gitti wegen mangelnder Leistung in diesem Schuljahr nicht versetzt wird, schon kaum noch ins Gewicht.
Max Oldendorf reist nach Wien, um als Jurymitglied am 18. Internationalen Klavierwettbewerb teilzunehmen. Begleitet wird er von der charmanten und steinreichen Jeanette Dobler-Fahrenholz, die sich entschlossen hat, einen Sonderpreis für den Pianisten-Nachwuchs zu stiften. Tamara Brinkmann, Oldendorfs lieb gewonnene Freundin, spürt sofort, dass mehr dahinter steckt, als Max sich eingestehen vermag. Und - sie soll recht behalten. In Wien versucht Max, in der Jury seine künstlerischen Vorstellungen durchzusetzen. Er protegiert den jungen Pianisten Wibi Soerjadi, der - obwohl vom Publikum gefeiert - von der Jury benachteiligt wird. Währenddessen nutzt seine jüngste Tochter Gitti die sturmfreie Villa für eine wilde Party und erste Kontakte mit Drogen. So wird in der gleichen Nacht, in der im fernen Wien Max Oldendorf Jeanette erliegt, seine Tochter Gitti mit schwerer Vergiftung ins Krankenhaus gebracht und Ingrid aus Peru zurückgerufen.
Die Sorge um die jüngste Tochter Gitti, die nach einem Nierenkollaps zur Entgiftung im Krankenhaus liegt, bringt Max und seine geschiedene Frau Ingrid wieder näher zusammen. Das gefällt Ingrid gut, vor allem auch, weil Max nun für Tamara und Jeanette so gar keine Zeit mehr hat. Max bietet sich die Erfüllung eines lang gehegten Wunschtraumes: Ihm wird für viel Geld ein historisches Cembalo aus der Zeit Friedrich Händels angeboten. Bea geht ganz im Sanitätsdienst auf. Woran Dr. Gerber, ein Rettungsarzt aus der Leitzentrale, nicht unerheblichen Anteil hat. Bei einem Noteinsatz lernt Bea Frau Severin kennen, die an einer zumeist tödlich verlaufenden Herzerkrankung leidet. Nur eine riskante Operation in den USA könnte sie retten. Doch die kostet Geld, welches Frau Severin nicht hat. Genau so viel, wie Max für sein Cembalo bezahlen müsste. Unterdessen trennt sich Marlene von ihrer großen Liebe Robert. Genauer, sie wird getrennt, denn Robert fühlt sich von Marlenes vehement vorgebrachtem Kinderwunsch derart unter Druck gesetzt, dass er spontan beschließt, ein Studium in Australien aufzunehmen.
Ingrid ist wieder zu ihrer Arbeit nach Peru zurückgekehrt und hat Gitti für die Dauer der Sommerferien mitgenommen. Ohne Gitti ist es stiller geworden im Hause Oldendorf. Nach einem sehr erfolgreichen Konzert mit Wibi Soerjadi, Max Ollendorfs Entdeckung beim diesjährigen Wiener Klavierwettbewerb, wird Max durch Jeanette Dobler-Fahrenholz mit Dr. Voss, dem Vorstandsvorsitzenden der BAWAG AG, bekannt gemacht. Und erhält prompt den Auftrag, bei der bevorstehenden Jubiläumsfeier der BAWAG auf Schloss Steinfelden für den passenden musikalischen Rahmen zu sorgen. Nicht ahnend, dass er sich damit zu einem willkommenen Werkzeug eines Gaunerpärchens macht, sagt Max begeistert zu. Schließlich hofft er, mit der zugesagten Vergütung den Grundstock für sein eigenes, seit langer Zeit geplantes Sommerfestival legen zu können. Bea geht voll in der Sorge und den Bemühungen um Frau Severin, ihre Patientin mit der Herzerkrankung, auf. Sie organisiert die notwendige Operation und die Reise nach Amerika. Und geht sogar so weit, Thomas Severin, deren 14-jährigen Sohn, für die Dauer der Behandlung im Oldendorfschen Haushalt aufzunehmen.
Der Traum des Dirigenten Max Oldendorf, ein eigenes Sommerfestival auf Schloß Steinfelden zu veranstalten, scheitert an Forderungen der Besitzerin. Aber dafür rückt Jeanette Dobler-Fahrenholz wieder näher an Max heran, und die Fahrt hinaus zum Schloß wird auf unerwartete Weise doch noch ein Erfolg. Frau Severin, Beas Patientin, der Max die lebensnotwendige Behandlung bezahlt hat, kehrt nach geglückter Operation aus den USA zurück. Und Tommy, ihr Sohn, der solange als Ziehkind im Hause Oldendorf gelebt hatte, muß Abschied nehmen. Was besonders Max schwerfällt. Marlene findet mit Max' Hilfe eine neue Lehrstelle im Malersaal der Staatsoper. Und Marlene stürzt sich mit Feuereifer in die Arbeit - und auf Jan Bredow, den Leiter der Malerei. Eine Gastspielreise führt Max schließlich nach Mailand. Er will die Gelegenheit nutzen, um Abstand zu gewinnen, auch von seiner Frau. Dort trifft er, von seinem Assistenten Daniel heimlich arrangiert, auf Ingrid und Gitti. Mit einemmal weiß Max genau, was er will und immer wollte: Er will Ingrid und die Kinder. Aber auch Ingrid weiß, was sie will. Und das ist nicht Max, sondern Professor Becker, der die Ausgrabungen in Peru leitet.
Gitti ist wieder in München. Max hat den Mädchen schonend die Trennung von Ingrid beigebracht, da wird er bereits mit der nächsten Trennung konfrontiert. Kurz vor einem wichtigen Solokonzert bittet Ruth Fabian, seine Erste Cellistin, um sofortige Vertragsauflösung: Die Liebe, die Nähe, die anderen Frauen, sie hält es nicht länger aus.
Die Japaner bedrängen Max, ihr Angebot für ein eigenes Orchester in Tokio anzunehmen. Und Mitsu Ishiguro, die Assistentin von Oldendorfs Agent Bradford, bietet allen Charme auf, um Max die Entscheidung zu erleichtern. Schließlich willigt Max ein, sich die Sache vor Ort anzusehen. Ingrid, Jeanette und Ruth haben Max verlassen, da kündigt auch noch Tamara an, München den Rücken zu kehren, allerdings nicht, ohne Max vorher noch neue Chancen für sein lang ersehntes Sommerfestival zu eröffnen. Auch Oldendorfs Töchter planen Veränderungen. Denn nach Tokio will keine. Bea wird mit Dr. Gerber nach Hamburg ziehen und ihr Medizinstudium wieder aufnehmen. Marlene hat die Aufnahmeprüfung für Fotografie an der Kunsthochschule Köln bestanden und will zu Semesterbeginn mit ihrem Jan dorthin ziehen. Gitti sieht in einem Internat die Chance, schnell und problemlos das Abitur zu machen. Doch dann fasst Max im Flugzeug, fast schon auf dem Weg nach Japan, einen Entschluss. Er will in München bleiben, bei seinen Töchtern und bei seinem Orchester. Es gibt ein großes Sommerfestival auf Kloster Andecks. Gitti lernt mit Tommy die Liebe kennen. Und Ingrid kehrt aus Peru zurück und hat sich von Professor Becker getrennt. Mit einem Mal ist alles wieder offen und alles wieder möglich. Wen stört da schon, dass Diebe die Villa Oldendorf ausgeräumt haben, bis auf Max' Flügel und ein Buch von Ovid "Die Kunst zu lieben"...
Staffel 02
Die Welt ist für Stardirigent Max Oldendorf in bester Ordnung. Der Frühling kündigt sich an, und die Arbeit mit dem Orchester füllt ihn aus. Seine Tochter Bea wird in wenigen Tagen heiraten. Marlene lebt glücklich in Köln, und Gitti in Amerika. Blendende Lebensperspektiven für den "Vater wider Willen". Dazu kommt noch der berufliche Erfolg. Eine größere Tournee steht in Aussicht, und der geplante Liederabend mit der hochtalentierten jungen Sopranistin Patricia Burg ist bereits ausverkauft. Selbst die leichte Nötigung seiner Agentin Clara Rehder, unbedingt die Bekanntschaft einer amerikanischen Sopranistin namens Helen Hunter machen zu müssen, kann seine Laune nicht trüben. Doch als er Helen das erste Mal gegenüber steht, trifft es ihn wie ein Blitz... In seiner Familie ziehen die ersten Gewitterwolken auf: Bea lässt ihre Hochzeit platzen, und Gitti gibt ihm unmissverständlich zu verstehen, dass sie nie wieder auf diese langweilige Ranch in Oklahoma zurück will. Als dann auch noch Patricia Burg ihre Stimme verliert und ausgerechnet diese Helen Hunter einspringen muss, ist Oldendorf gefragt - als Dirigent und Vater.
Oldendorfs talentiertester Meisterschülerin Kushasa Mugabe droht die Abschiebung. Max Oldendorf bleibt nur eine Chance, damit sie ihre Ausbildung beenden kann: Es muss ein öffentliches Interesse von deutscher Seite nachgewiesen werden. Als der Maestro erfährt, dass der Ministerpräsident mit seiner Ehefrau sein nächstes Konzert besuchen wird, trifft er eine gewagte Entscheidung. Im zweiten Teil des Abends lässt Oldendorf eine Eigenkomposition seiner Meisterschülerin zur Uraufführung bringen - und sie auch selbst dirigieren. Der Abend wird ein vielbeachteter Erfolg. Nach dem Konzert bittet der Maestro deshalb den Ministerpräsidenten persönlich um einen Verbleib von Kushasa Mugabe in seiner Meisterklasse. Helen ist derweil zu einem Gastspiel nach Hamburg gereist. Max und Helen tauschen sich per E-Mails über den anstehenden Liederabend aus. Plötzlich steht aber Helens Anwalt mit ihren beiden Adoptivsöhnen Henry und William in ihrem Hamburger Hotelzimmer. Der Grund: Williams leibliche Mutter will Helen das Sorgerecht für ihren "Jüngsten" streitig machen. Der Anwalt eröffnet der geschockten Helen, dass sie vorerst nicht nach Amerika zurück könne. Max ahnt nichts von Helens Problemen und freut sich auf ihre Rückkehr. Entsprechend groß ist seine Überraschung, als er den beiden Jungs zum ersten Mal gegenübersteht.
Max Oldendorf steht kurz vor dem Dirigat einer selten gespielten Sinfonie, und erst am Premierentag erfährt er, dass sein Konzertmeister ausgerechnet an diesem Tag noch einen zweiten Auftritt hat - und das auch noch mit Helen Hunter. Oldendorf ist strikt gegen diesen Zweitauftritt. Er befürchtet, dass die Qualität seiner Aufführung darunter leidet. Doch die Orchestermusiker bestehen auf ihrem Recht, sich nebenbei durch zusätzliche Auftritte Geld zu verdienen. Oldendorf ist jedoch nicht bereit, künstlerische Kompromisse zu machen und ändert eigenmächtig das Programm. Schließlich gibt Helen nach und verzichtet auf Max' Konzertmeister. Helen hat andere Sorgen: Sie zieht mit ihren Jungs vorerst ins Hotel. Als Oldendorf überraschend nach Berlin muss, überredet Helen ihre Agentin, ihr ebenfalls einen Termin in Berlin zu machen. Marco Wülfing, Oldendorfs Chauffeur, wird deshalb vorübergehend als Babysitter engagiert. Doch der ist den quirligen Jungs in keinster Weise gewachsen. Notgedrungen müssen sie in der Oldendorfschen Villa untergebracht werden. Und dann brechen bei Henry und William auch noch die Windpocken aus und machen aus der kurzfristigen Notlösung einen längeren Aufenthalt. Während dessen kommen sich Max und Helen in Berlin immer näher - und verbringen ihre erste gemeinsame Nacht miteinander...
Gitti Oldendorf kommt nach Hause und wird von der Anwesenheit von William und Henry überrascht. Sie fühlt sich überrumpelt - und reagiert entsprechend heftig. Besonders Henry mit seinem pubertären Imponiergehabe nervt sie gewaltig... Henry lässt sich jedoch durch Nichts von der hübschen Oldendorf-Tochter abwimmeln und versucht tapfer, Gitti weiter zu beeindrucken. Heikel wird es, als Henry sich Gittis Auto unter den Nagel reißt und in seinem jugendlichen Leichtsinn beinahe die treue Haushälterin Marianne anfährt. Die Sache geht für Marianne gut aus, aber nicht für Henry. Als Wiedergutmachung stehen diverse Küchendienste auf dem Plan. Als Oldendorf im betont erzieherischen Ton mit Gitti über deren schulische Leistungen spricht, erfährt er ausgerechnet von ihr Helens Geheimnis: Helen muss in Deutschland bleiben, bis der Sorgerechtsstreit um William in den USA geklärt ist. Auch der kleine William erfährt, was Helen ihm stets verschwiegen hat: Sie ist nicht seine leibliche Mutter. Max fühlt sich von Helen hintergangen. Auf einem Gastspiel in Wien wittert Patricia Burg deshalb ihre Chance und tröstet Oldendorf. Doch sie kommt nicht dazu, ihren Etappensieg auszubauen: Helen reist Max nach Wien nach und schafft es, alle Missverständnisse aufzuklären. Dann nimmt Helen all ihren Mut zusammen und gesteht Max den wahren Grund ihrer Wien-Reise: Liebe.
Bernd Strobel, Redakteur einer Boulevardzeitung, steht gewaltig unter Druck. Er braucht endlich wieder eine Aufsehen erregende Story - egal wie. Die Hospitantin Saskija schleicht sich deshalb in Strobels Auftrag als Hauslehrerin für William und Henry in die Familie Oldendorf ein. Alle noch so intimen Äußerungen geraten so nur wenig später in die Presse und sind auch noch publikumswirksam aufbereitet. Als jedoch seine Integrität als Dirigent in Frage gestellt wird, wehrt sich der Maestro. Saskija steigt schließlich aus moralischen Gründen aus. Oldendorfs Ruf wird durch eine Gegendarstellung von jedem Makel befreit. Zeitgleich übt Lisa Obermeyer verbissen Cello für das Vorspiel an der Musikhochschule. Sie spielt passabel. Doch Max Oldendorf muss ihr klar machen, dass ihr Talent für eine Karriere als Berufscellistin nicht reicht. Außerdem gesteht ihm Lisa, dass eine Musikkarriere sowieso nicht ihr sehnlichster Wunsch ist, sondern der ihrer Tante. Oldendorf steht Lisa bei und ermutigt sie, ihre eigenen Lebensansprüche durchzusetzen.
In der Philharmonie verschwinden zum wiederholten Male wertvolle Dinge. Ausgerechnet William, der jüngere Sohn von Oldendorfs neuer Liebe, gerät unter Verdacht, der Dieb zu sein. Obwohl Oldendorf dem sommersprossigen Rabauken zur Seite steht, sprechen letztlich alle Indizien gegen ihn. Und weil William auch noch hartnäckig zu den Vorwürfen schweigt, wird die Aufklärung der Taten erst recht erschwert. Als dann noch die goldene Flöte einer Solistin verschwindet, spitzt sich die Lage für William immer mehr zu. Erst mit Hilfe von Oldendorfs Chauffeur Marco Wülfing gelingt es, den Fall aufzuklären. Der Täter war Carsten: ein Orchestermusiker in finanziellen Nöten. Er hat die Diebstähle aus Verzweiflung begangen, um seiner schwer krebskranken Frau eine dringend notwendige Therapie zu ermöglichen. Max Oldendorf kann zwar Carsten nach den Vorfällen nicht länger im Orchester halten, sorgt aber dafür, dass die Süddeutschen Philharmoniker ein großes Benefizkonzert geben, dessen Erlös die Behandlung von Carstens Frau ermöglicht.
Helen hat das Gefühl, sich viel zu wenig um ihre Söhne kümmern zu können. Als sie dann auch noch Ecstasy in Henrys Taschen findet, steht ihr Entschluss fest: Die Karriere muss warten. Jetzt haben ihre Söhne Vorrang. Im Lehrerkollegium leugnet man standhaft, dass die Schule ein Drogenproblem hat. Doch die Wahrheit sieht anders aus. Auf dem Schulhof floriert der Drogenhandel. Max Oldendorf gelingt es, das Vertrauen von Henry zu gewinnen und mit ihm intensiv über die Gefahren und Folgen zu sprechen. Aber erst als eine Mitschülerin von Henry wegen ihres ungezügelten Drogenkonsums durchdreht, begreift auch Henry endlich, welcher unnötigen Gefahr er sich ausgesetzt hat. Trotz aller familiären Probleme bringt Max Helen dazu, neben ihrer Rolle als Mutter auch ihre Berufung als Sängerin weiter zu folgen: Helen nimmt eine CD mit Arien auf. Gitti dagegen treibt Max einmal mehr zur Verzweifelung: Sie hat ein Verhältnis mit einem älteren Maler. Alles scheint auf eine längerfristige Bindung hinzudeuten. Doch das junge Glück währt nur kurz: Gitti erfährt, dass ihr angebeteter Michael verheiratet und Vater eines fünfjährigen Kindes ist.
Helen möchte an ihrem nächsten Liederabend neben ihrem klassischen Repertoire auch einige Spirituals singen - und das auch noch a cappella. Aber weder Max noch das Orchester teilen diese Leidenschaft. Doch Helen bleibt trotz aller Anfeindungen bei ihrem Entschluss, auch modernere Lieder in ihr Programm aufzunehmen. Als Max begreift, wie viel seiner Herzdame an dieser Musik liegt, orchestriert er ihr die Spirituals. Gitti hat sich nach der Enttäuschung mit Michael wieder frisch verliebt: Ihr neuer Schwarm heißt Sammy und ist Musiker. Er motiviert sie, die Aufnahmeprüfung an der Musikhochschule zu wagen. Ihr Vater, der berühmte Dirigent steht der Sache eher skeptisch gegenüber. Unter falschem Namen versucht es Gitti dennoch, und sie brilliert in der Prüfung mit ihrem außergewöhnlichen Können. Nach dem bestandenen Aufnahmetest entschließt sich Gitti aber, zunächst ihr Abitur zu machen und erst im Anschluss mit ihrem Musikstudium zu beginnen.
Mitten in der Aufführung bricht Konzertmeister Lehmann zusammen; schnell muss Ersatz gefunden werden. Max Oldendorf favorisiert die zwar noch junge, aber außerordentlich talentierte Geigerin Tabea Kounory. Das Orchester will dagegen den erfahrenen Kollegen Friedrich Kybfelsen durchsetzen. Beim finalen Vorspiel hinter verschlossenem Vorhang wird das Inkognito der Kandidaten durch eine gezielte Indiskretion unterlaufen. Doch Oldendorf durchschaut das Spiel, wechselt kurzfristig noch einmal die Reihenfolge im Vorspiel, sodass seine Kandidatin mehr überzeugt. Helen kann überraschend die Rolle der "Zerlina" in Mozarts "Don Giovanni" in Prag überneh-men. Max, Henry und William geloben den Burgfrieden für die Dauer ihrer Abwesenheit. Doch schnell erwacht in den beiden Jungs die Sehnsucht nach ihrer Mutter. Außerdem befürchten William und Henry, dass Max Oldendorf sie in ein Internat abschieben will. Bei Nacht und Nebel hauen die beiden deshalb ab, um endlich wieder bei ihrer Mutter sein zu können. An der Grenze zu Tschechien werden die Jungs aber fest gehalten. Oldendorf löst sie dort aus. Als er später gegenüber Helen die ganze Aktion verschweigt, hat er bei den Jungs einen Stein im Brett...
Friedrich Kybfelsen neidet seiner jungen Kollegin Tabea Kounory die exponierte Stellung als Konzertmeisterin. Er ist und bleibt der Meinung, dass dieser Posten mit ihm hätte besetzt werden müssen. Nach außen wirkt er auf alle als freundlicher Kollege. Doch der schöne Schein trügt. Er kann die Absage überhaupt nicht verkraften und versucht, Intrigen zu spinnen. Seine Sabotageversuche verfehlen nie ihre Wirkung. Allerdings mangelt es an handfesten Beweisen, um ihn zu stellen. Als er mit einer Rizinusöl-Attacke zu seinem letzten großen Schlag ausholen will, durchschauen Tabea Kounory und Oldendorf seine Machenschaften und tricksen ihn mit seinen eigenen Mitteln aus. Kybfelsen muss sich öffentlich für sein Verhalten entschuldigen, und Max Oldendorf schafft es, die Wogen wieder zu glätten. Henry trumpft in der Schule mächtig auf und geht seinen Mitschülern fürchterlich auf die Nerven. Mit einer Mutprobe will er es allen zeigen, damit er in die Schulclique aufgenommen wird. Doch es kommt anders: Er entdeckt zufällig einen kleinen Jungen, der in großer Gefahr schwebt, und rettet das Kind. Nicht wegen seiner großen Klappe, sondern für seinen selbstlosen Einsatz wird er schließlich in die Clique aufgenommen...
Vera Michailowa hat ihre Kindheit mehr am Klavier als im Leben verbracht. Angetrieben von ihrer ehrgeizigen Mutter, ist ihr Spiel zwar perfekt, aber ihm fehlt die Seele. Alle Versuche, Veras Mutter zu mehr Milde im Umgang mit ihrer talentierten Tochter zu bewegen, schlagen fehl. Bei der erstbesten Gelegenheit reißt Vera deshalb unter Mithilfe von Henry aus. Ihr bereits angekündigtes Konzert droht zu platzen. Doch im allerletzten Moment taucht Vera wieder auf und spielt so schön und beseelt wie nie zuvor. Der heißblütige Italiener Antonio hat der sonst so patenten Clara Rehder völlig den Kopf verdreht. Das Glück wäre perfekt, würde er nicht immer mehr Geld von ihr verlangen. Außerdem beginnt Clara, ihre Arbeit zu vernachlässigen. Als Oldendorf sich den Macho beiseite nimmt und ihm kräftig auf den Zahn fühlt, stellt sich heraus, dass Claras Latin Lover ein kleiner, mieser Betrüger ist.
Max Oldendorfs Vertrag läuft aus, und entgegen seiner sonstigen Gewohnheit strapaziert er sein Orchester während der Proben über die Maßen. Die Orchester-Mitglieder unterstellen ihm deshalb, dass er sich nur einen spektakulären Abgang für ein mögliches Engagement in Philadelphia verschaffen will. Tief enttäuscht von seinen Musikern stellt Oldendorf die Vertrauensfrage. Das Orchester entscheidet sich letztlich zwar für ihn, nur hat Oldendorf in der Zwischenzeit selbst eine Entscheidung gefällt: Er wird nach Amerika gehen! Auch in Oldendorfs Privatleben kommt Bewegung: Helen ist schwanger. Als sie hypothetisch und hintergründig nach seinem Standpunkt zum Thema Nachwuchs fragt, lehnt Max vehement ein weiteres Kind ab. Helen ist tief enttäuscht und spielt verzweifelt mit dem Gedanken, das Kind abtreiben zu lassen. Sie muss sich zwischen Kind und Karriere entscheiden. Helen entscheidet sich für das Kind und will mit Max reden. Doch genau in diesem Moment erwischt sie ihn scheinbar in flagranti mit einer seiner früheren Verehrerinnen. Wutentbrannt und tief gedemütigt packt sie ihre Sachen und fährt mit den Jungs schnurstracks nach Wien. Glücklos in Sachen Liebe ist auch Marco: Oldendorfs treuer Chauffeur kredenzt Marianne einen speziell zubereiteten Kuchen, der eine betörende Wirkung entfalten soll. Aber das Kaffeekränzchen hat ungeahnte Folgen, und Marco wieder eine Chance vertan...
Max Oldendorf geht nach Helens Abreise allen mit seiner schlechten Laune auf die Nerven. Er will sich beim besten Willen nicht eingestehen, dass er Helen vermisst. Aber er ist auch zu stolz und will deshalb auf keinen Fall den ersten Schritt zur Versöhnung auf sich nehmen. Gitti schickt Helen deshalb in Oldendorfs Namen eine e-mail zur Versöhnung. Aber der Versuch scheitert, weil Oldendorf darauf beharrt, dass er nie eine e-mail geschickt habe und das auch nie tun würde. Oldendorf zeigt dafür an anderer Stelle Herz: Frau Seydler versucht, den Maestro dazu zu bewegen, die einzige Komposition ihres Mannes zur Aufführung zu bringen. Oldendorf lehnt dieses Anliegen zunächst kategorisch ab. Erst als er erfährt, dass Herr Seydler sehr krank ist und nicht mehr lange zu Leben hat, unterzieht er die Komposition einer genauen Prüfung und entdeckt, dass sie durchaus wert ist, der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden. Auch mit Helen kommt der Stardirigent wieder ins Reine: Helen wird bei einem Unfall verletzt; Max fährt besorgt zu seiner großen Liebe: Und endlich kommt es zwischen den beiden zu der befreienden Aussprache. Als Helen später zu Max in den Konzertsaal humpelt, stimmt Oldendorf für sie die "Kindersinfonie" von Leopold Mozart an - sein größter Liebesbeweis für Helen.